{"id":20035,"date":"2017-04-12T00:00:00","date_gmt":"2017-04-11T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/20035\/etikettenschwindel-fuer-credit-suisse-kunden\/"},"modified":"2019-05-30T15:13:34","modified_gmt":"2019-05-30T13:13:34","slug":"etikettenschwindel-fuer-credit-suisse-kunden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/story\/20035\/etikettenschwindel-fuer-credit-suisse-kunden\/","title":{"rendered":"Etikettenschwindel f\u00fcr Credit-Suisse-Kunden"},"content":{"rendered":"<p><strong>Eine unkonventionelle Sampling-Aktion \u00f6ffnet\u00a0heute hoffentlich vielen Kundinnen und Kunden der Credit Suisse die Augen \u2013 daf\u00fcr wie die Schweizer Grossbank mit ihren dreckigen Pipeline-Deals in den USA das Trinkwasser von Millionen Menschen gef\u00e4hrdet.<\/strong><\/p>\n<p>F\u00fcr Herr und Frau Zugpendler geh\u00f6ren sie l\u00e4ngst zum Alltag: Die stets gutgelaunten, zumeist jungen Damen und Herren, die, teils in groteske Kost\u00fcme gekleidet, an Bahnh\u00f6fen M\u00fcsterli von neuen Produkten verteilen, auf die die Welt selten gewartet hat. F\u00fcr Herr und Frau Credit-Suisse-Kunde hingegen muss der Anblick eines solchen Samplings, wie diese M\u00fcsterli-Verteil-Aktionen im Marketing-Jargon genannt werden, vor einer Filiale der Bank ihres Vertrauens doch eher ungewohnt wirken. Noch ungewohnter muss ihnen sodann das konkrete M\u00fcsterli vorkommen, das ihnen heute zur Mittagszeit\u00a0in die Hand gedr\u00fcckt wird: Eine Flasche \u00abPure Dakota Spring Water\u00bb, wie das Etikett verr\u00e4t. Doch statt dem vermuteten reinen Quellwasser aus den klaren Gew\u00e4ssern North Dakotas, schwimmt\u00a0in den Fl\u00e4schchen eine tr\u00fcbe, dreckige, offenbar \u00f6lverseuchte Br\u00fche. Offensichtlich ein Etikettenschwindel im Wortsinn.<\/p>\n<p>https:\/\/youtu.be\/O6Qb_zWD00o<\/p>\n<p><strong>Mitverantwortung f\u00fcr drohende \u00d6l-Verseuchung<br \/>\n<\/strong>Bei den freundlichen Wasser-M\u00fcsterli-Verteilern handelt es sich nat\u00fcrlich nicht um AuftragnehmerInnen der Credit Suisse. Es handelt sich um engagierte Menschen, deren einzige Auftraggeberin ihre Sorge um die Zukunft unseres Planeten und seiner Bewohner ist, kurz: um Greenpeace-Aktivistinnen und -Aktivisten. Rund 20 von ihnen haben sich heute mit den erw\u00e4hnten Wasserflaschen vor die grossen CS-Filialen in Z\u00fcrich, Bern und Basel gestellt, um den Kundinnen und Kunden der Grossbank sowie den Passanten eine unbequeme Wahrheit aufzuzeigen: dass die Credit Suisse eine grosse Mitverantwortung tr\u00e4gt f\u00fcr die drohende Verseuchung des Trinkwassers der Standing-Rock-Sioux und weiterer 17 Millionen Menschen in North Dakota. Besagte Schweizer Bank ist n\u00e4mlich dick drin im Gesch\u00e4ft mit den Firmen hinter der Dakota Access \u00d6l-Pipeline. Das Skandalprojekt wurde erst k\u00fcrzlich \u2013 nach monatelangen Protesten der Indigenen und tausender Wassersch\u00fctzerInnen \u2013 fertiggestellt.<\/p>\n<p><strong>Kein reines Wasser<br \/>\n<\/strong>Herr und Frau CS-Kunde m\u00fcssen\u00a0also wohl bald feststellen, dass ihre Lieblingsbank ihnen kein reines Wasser einschenkt: Die Bank gibt vor, das Projekt unter die Lupe genommen zu haben und nach ihren Gesch\u00e4ftsgrundlagen gehandelt zu haben. Doch so viele Augen hat ein Mensch gar nicht, als man h\u00e4tte zukneifen m\u00fcssen, um zu \u00fcbersehen, was f\u00fcr ein Skandal dieses Projekt ist: Heilige St\u00e4tten der Sioux, die dem Erdboden gleichgemacht werden. Sicherheitskr\u00e4fte, die mit Tr\u00e4nengas, Wasserwerfern, Gummischrot, Kn\u00fcppeln und Hunden auf friedliche Demonstranten losgehen. Eine Pipeline-Betreiberfirma, die mehr \u00d6llecks auf dem Kerbholz hat als jede andere in den USA. Immer mehr Banken machen die Augen auf und steigen aus. Nur die CS schaltet auf stur.<\/p>\n<p>Aber vielleicht \u2026 vielleicht macht ja irgendwann, endlich, ein Entscheidungstr\u00e4ger bei der Credit Suisse die Augen auf, wenn Herr und Frau CS-Kunde ihr \u00abDakota Spring Water\u00bb-Fl\u00e4schchen auf den marmornen Bankschalter-Tresen stellen, aufblicken, und ruhig aber bestimmt sagen: \u00abSo nicht!\u00bb<\/p>\n<p>[masterslider id=&#187;4&#8243;]<\/p>\n<p>PS: Das Wasser in den Fl\u00e4schchen sieht zwar eklig aus, schmeckt wohl auch nicht gerade delizi\u00f6s, ist aber eine v\u00f6llig harmlose Mixtur aus K\u00fcrbiskern\u00f6l, Lebensmittelfarbe, getrocknetem Kaffeesatz und reinstem Z\u00fcrcher Hahnenwasser.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div class=\"box\">\n<h2>Du kannst auch selber etwas unternehmen! #askCreditSuisse<\/h2>\n<p><a class=\"btn btn-lg btn-accent\" href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/act\/dakota-access-pipeline\/\">Die Credit Suisse kontaktieren<\/a><\/p>\n<\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2>Bisherige Artikel zum Thema:<\/h2>\n<p>https:\/\/www.greenpeace.ch\/2017\/04\/09\/mutige-indigene-frauen-fordern-stopp-dreckiger-pipeline-deals-von-credit-suisse\/<\/p>\n<p>https:\/\/www.greenpeace.ch\/2017\/04\/02\/dreckige-pipeline-geschaefte-unsaubere-antworten\/<\/p>\n<p>https:\/\/www.greenpeace.ch\/2017\/03\/02\/so-viel-credit-suisse-geld-steckt-tatsaechlich-in-der-umstrittenen-us-oelpipeline\/<\/p>\n<p>https:\/\/www.greenpeace.ch\/2017\/02\/08\/oelpipeline-north-dakota-die-schwarze-schlange-erwacht-wieder\/<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine unkonventionelle Sampling-Aktion \u00f6ffnet\u00a0heute hoffentlich vielen Kundinnen und Kunden der Credit Suisse die Augen \u2013 daf\u00fcr wie die Schweizer Grossbank mit ihren dreckigen Pipeline-Deals in den USA das Trinkwasser von&hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":20042,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_planet4_optimize_post_is_variant":false,"_planet4_optimize_experiment_name":"","_planet4_optimize_variant_name":"","ep_exclude_from_search":false,"p4_og_title":"","p4_og_description":"","p4_og_image":"","p4_og_image_id":"","p4_seo_canonical_url":"","p4_campaign_name":"","p4_local_project":"","p4_basket_name":"","p4_department":"","footnotes":""},"categories":[1],"tags":[35],"p4-page-type":[75],"gpch-article-type":[],"class_list":["post-20035","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-unkategorisiert","tag-nachhaltiger-finanzplatz","p4-page-type-story"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/20035","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=20035"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/20035\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/20042"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=20035"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=20035"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=20035"},{"taxonomy":"p4-page-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/p4-page-type?post=20035"},{"taxonomy":"gpch-article-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/gpch-article-type?post=20035"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}