{"id":20080,"date":"2017-04-28T00:00:00","date_gmt":"2017-04-27T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/20080\/hoechste-zeit-fuer-verzicht-auf-dreckige-pipeline-deals-bei-der-credit-suisse\/"},"modified":"2019-05-30T15:16:11","modified_gmt":"2019-05-30T13:16:11","slug":"hoechste-zeit-fuer-verzicht-auf-dreckige-pipeline-deals-bei-der-credit-suisse","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/story\/20080\/hoechste-zeit-fuer-verzicht-auf-dreckige-pipeline-deals-bei-der-credit-suisse\/","title":{"rendered":"H\u00f6chste Zeit f\u00fcr Verzicht auf dreckige Pipeline-Deals bei der Credit Suisse"},"content":{"rendered":"<p><strong>Greenpeace-Aktivistinnen und -Aktivisten haben an der Generalversammlung der Credit Suisse auf spektakul\u00e4re Art und Weise daf\u00fcr gesorgt, dass nicht nur \u00fcber Boni diskutiert wurde \u2013 sondern auch \u00fcber dreckige Pipeline-Deals, Indigenen-Rechte und sauberes Trinkwasser.<\/strong><\/p>\n<lite-youtube style=\"background-image: url('https:\/\/i.ytimg.com\/vi\/VBVXi8UZ-nk\/hqdefault.jpg');\" videoid=\"VBVXi8UZ-nk\" params=\"rel=0&#038;enablejsapi=1&#038;origin=https%3A%2F%2Fwww.greenpeace.ch&#038;cc_load_policy=1\"><\/lite-youtube>\n<p>40 Prozent weniger Boni gibt es bei der Credit Suisse dieses Jahr. Diese Meldung hat f\u00fcr einige Schlagzeilen gesorgt im Vorfeld der heutigen Generalversammlung im Z\u00fcrcher Hallenstadion. Der \u00abfreiwillige\u00bb Boni-Verzicht kam erst auf massiven Druck zustande \u2013 und hat viele Kritiker nicht bes\u00e4nftigt. Das Verhalten der CS-F\u00fchrungsriege in dieser Frage, man muss es leider als symptomatisch bezeichnen. Die Devise lautet: Aussitzen bis es nicht mehr anders geht.<\/p>\n<p><strong>CS schaltet auf stur<\/strong><\/p>\n<p>Nach der \u00abAussitzen\u00bb-Devise handelt die angeschlagene Schweizer Grossbank auch, wenn es um das nicht minder skandal\u00f6se Vorgehen im Fall der Dakota Access Pipeline geht. Dass die CS in das hochumstrittene Projekt im Norden der USA verwickelt ist, war seit l\u00e4ngerem klar. Greenpeace-Recherchen zeigten dann, <a href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/2017\/03\/02\/so-viel-credit-suisse-geld-steckt-tatsaechlich-in-der-umstrittenen-us-oelpipeline\/\">dass diese Verstrickungen viel tiefer gehen<\/a>: Die Credit Suisse spielt eine Schl\u00fcsselrolle bei der Finanzierung der \u00d6l-Pipeline bzw. der Firmen dahinter. Die Forderung nach einem Ausstieg aus diesen Deals mit Folgen f\u00fcr Indigene, deren Trinkwasser und unser aller Klima wurde in der Folge mit zunehmender Vehemenz in die \u00d6ffentlichkeit getragen: Zahlreiche <a href=\"http:\/\/www.tageswoche.ch\/de\/2017_13\/basel\/746571\/der-lange-atem-der-schwarzen-schlange.htm\">Demonstrationen<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/2017\/04\/12\/etikettenschwindel-fuer-credit-suisse-kunden\/\">Flyer-Aktionen<\/a> und selbst ein <a href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/2017\/04\/09\/mutige-indigene-frauen-fordern-stopp-dreckiger-pipeline-deals-von-credit-suisse\/\">Gespr\u00e4ch mit einer Indigenen-Delegation<\/a> aus der betroffenen Region. Doch die CS schaltete stets auf stur. Mehr als ein halbgares Versprechen an die indigenen Frauen, die eigenen Gesch\u00e4ftsrichtlinien noch einmal zu \u00fcberpr\u00fcfen, resultierte nicht. Ein wenig Boni-Verzicht scheint drin zu liegen, wenn der Druck gross genug wird. Ein R\u00fcckzug aus menschenrechtsverletzenden und klimasch\u00e4dlichen Gesch\u00e4ften offenbar nicht. Oder vielleicht war der Druck noch nicht gross genug.<\/p>\n<p><strong>Pipeline im Foyer<\/strong><\/p>\n<p>Und damit zur heutigen Generalversammlung der CS im Z\u00fcrcher Hallenstadion. Die Debatte um die dreckigen Pipeline-Deals drohte angesichts der dominierenden Boni-Diskussion zum Randthema zu verkommen. Doch dann, die CS-Aktion\u00e4re bev\u00f6lkerten gerade zusehends das Foyer des Event-Tempels in Z\u00fcrich-Oerlikon in gespannter Erwartung der bald beginnenden GV, kam die Pipeline doch sehr prominent ins Hallenstadion \u2013 und zwar im Wortsinn: \u00a0Die Greenpeace-Aktivistinnen und -Aktivisten rollten eine 10 Meter lange und 900 Kilogramm schwere Pipeline ins Foyer, von einem CS-Logo geziert und mit der Aufschrift \u00abDirty Pipeline Deals\u00bb versehen.<\/p>\n<p>Die Verantwortlichen bei der Credit Suisse d\u00fcrften in diesem Moment kurz aufgest\u00f6hnt haben bei der Feststellung, dass die UmweltaktivstInnen noch immer nicht aufgegeben haben, dann aber, nachdem die Pipeline-LieferantInnen des Stadions verwiesen waren, durchgeatmet haben und gedacht: \u00abOk, das war\u2019s jetzt aber f\u00fcr heute. Konzentrieren wir uns wieder auf diese leidige Boni-Geschichte\u00bb. Sie sollten entt\u00e4uscht werden.<\/p>\n<p><strong>Keine dreckigen Pipeline-Deals!<\/strong><\/p>\n<p>Noch bevor die Boni-Debatte das Hallenstadion definitiv erreichen konnte, w\u00e4hrend CEO Tidjane Thiam in seiner Er\u00f6ffnungsrede die Aktion\u00e4rInnen zu bes\u00e4nftigen versuchte, seilten sich Kletterinnen und Kletterer vom Dach ab und entrollten ein grosses Banner mit der Aufschrift \u00abCredit Suisse: No Dirty Pipeline Deals\u00bb. Die Greenpeace-AktivistInnen sorgten ein weiteres Mal daf\u00fcr, dass die Boni-Politik nicht als einziger CS-Skandal von dieser GV in Erinnerung bleibt.<\/p>\n<p><strong>Lernf\u00e4hig?<\/strong><\/p>\n<p>Und jetzt? War das nun endlich genug Druck, damit die Credit Suisse endlich damit aufh\u00f6rt, Indigenen-Rechte zu missachten? Wird die CS nun endlich ihre eigenen Gesch\u00e4ftsrichtlinien ernst nehmen?<\/p>\n<p>Wenn man schaut, wie sich die Boni-Debatte bei der Grossbank st\u00e4ndig wiederholt, dann muss man bef\u00fcrchten, dass die CS auch beim Thema Menschenrechte und Umweltschutz wenig Lernf\u00e4higkeit beweisen wird. Auch ein Blick auf \u00e4hnliche Skandale aus der Vergangenheit macht wenig Hoffnung. Auf der anderen Seite haben aber die summierten Boni-Verfehlungen irgendwann dazu gef\u00fchrt, dass das Schweizer Volk genug hatte und Ja gesagt hat zur Abzocker-Initiative. Die Wirtschaftselite des Landes rieb sich die Augen. Wenn die CS \u2013 und mit ihr zahlreiche andere Schweizer Banken und Konzerne \u2013 auch beim Thema Menschen- und Umweltrechte weiterhin die Augen verschliessen, d\u00fcrften sie sich diese in ein paar Jahren noch viel heftiger reiben.<\/p>\n<p>PS. Den mutigen Aktivistinnen und Aktivisten geht es gut, sie wurden von der Polizei kontrolliert und sind alle auf freiem Fuss.<\/p>\n<p>[masterslider id=&#187;6&#8243;]<\/p>\n<lite-youtube style=\"background-image: url('https:\/\/i.ytimg.com\/vi\/x8B3YykgMW8\/hqdefault.jpg');\" videoid=\"x8B3YykgMW8\" params=\"rel=0&#038;enablejsapi=1&#038;origin=https%3A%2F%2Fwww.greenpeace.ch&#038;cc_load_policy=1\"><\/lite-youtube>\n<div class=\"box\">\n<h2>Weitere Informationen auf<\/h2>\n<p><a class=\"btn btn-lg btn-accent\" href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/dapl\/\">Credit Suisse: Stop dirty pipeline deals<\/a><\/p>\n<\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2>Bisherige Artikel zum Thema:<\/h2>\n<p>https:\/\/www.greenpeace.ch\/2017\/04\/12\/etikettenschwindel-fuer-credit-suisse-kunden\/<\/p>\n<p>https:\/\/www.greenpeace.ch\/2017\/04\/09\/mutige-indigene-frauen-fordern-stopp-dreckiger-pipeline-deals-von-credit-suisse\/<\/p>\n<p>https:\/\/www.greenpeace.ch\/2017\/04\/02\/dreckige-pipeline-geschaefte-unsaubere-antworten\/<\/p>\n<p>https:\/\/www.greenpeace.ch\/2017\/03\/02\/so-viel-credit-suisse-geld-steckt-tatsaechlich-in-der-umstrittenen-us-oelpipeline\/<\/p>\n<p>https:\/\/www.greenpeace.ch\/2017\/02\/08\/oelpipeline-north-dakota-die-schwarze-schlange-erwacht-wieder\/<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Greenpeace-Aktivistinnen und -Aktivisten haben an der Generalversammlung der Credit Suisse auf spektakul\u00e4re Art und Weise daf\u00fcr gesorgt, dass nicht nur \u00fcber Boni diskutiert wurde \u2013 sondern auch \u00fcber dreckige Pipeline-Deals,&hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":20085,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_planet4_optimize_post_is_variant":false,"_planet4_optimize_experiment_name":"","_planet4_optimize_variant_name":"","ep_exclude_from_search":false,"p4_og_title":"","p4_og_description":"","p4_og_image":"","p4_og_image_id":"","p4_seo_canonical_url":"","p4_campaign_name":"","p4_local_project":"","p4_basket_name":"","p4_department":"","footnotes":""},"categories":[1],"tags":[35],"p4-page-type":[75],"gpch-article-type":[],"class_list":["post-20080","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-unkategorisiert","tag-nachhaltiger-finanzplatz","p4-page-type-story"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/20080","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=20080"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/20080\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/20085"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=20080"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=20080"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=20080"},{"taxonomy":"p4-page-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/p4-page-type?post=20080"},{"taxonomy":"gpch-article-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/gpch-article-type?post=20080"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}