{"id":20143,"date":"2017-07-07T00:00:00","date_gmt":"2017-07-06T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/20143\/plastik-wir-essen-es-wir-trinken-es-wir-atmen-es-es-ist-ueberall\/"},"modified":"2019-07-04T14:21:00","modified_gmt":"2019-07-04T12:21:00","slug":"plastik-wir-essen-es-wir-trinken-es-wir-atmen-es-es-ist-ueberall","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/story\/20143\/plastik-wir-essen-es-wir-trinken-es-wir-atmen-es-es-ist-ueberall\/","title":{"rendered":"Plastik: Wir essen es. <br> Wir trinken es. <br> Wir atmen es: Es ist \u00fcberall."},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Noch w\u00e4hrend ich dar\u00fcber nachdenke, wie ich Plastik aus meinem Leben verbanne, tippe ich auf einer Tastatur, die aus \u2013 genau \u2013 Plastik besteht. Ich frage mich kurz, wie viele Mikropartikel Plastik in diesem Augenblick an meinen Fingerkuppen haften.&nbsp;<span class=\"dropcap\">V<\/span>ielleicht fragen Sie sich dasselbe, w\u00e4hrend Ihr Finger das Plastikr\u00e4dchen der Computermaus dreht oder Sie Ihr Multimediager\u00e4t in den H\u00e4nden halten.<\/strong><\/p>\n\n<p>Plastik ist eine Errungenschaft der Moderne. Es ist 1907 in Form von Bakelit als erster Massenkunststoff in Erscheinung getreten. Ab da ging es rasant aufw\u00e4rts. Leicht und g\u00fcnstig. Hygienisch und best\u00e4ndig. Weich oder hart. Transparent oder poppig-bunt: Die Eigenschaften von Kunststoffen sind vielf\u00e4ltig, ihre Verwendungsm\u00f6glichkeiten schier unendlich.<\/p>\n\n<p>Und die Konsequenzen: Kaum zu bew\u00e4ltigen. Plastik ist \u00fcberall. Produktion und Verwendung bilden ein unaufhaltsames und mittlerweile un\u00fcberschaubares Umweltdesaster: Wir werden es nicht mehr los. Egal wo: Ein Fitzelchen Kunststoff findet sich immer. Und wenn du glaubst, etwas sei plastikfrei, ist das Plastik oft nur unsichtbar. Von tausend Wellen klein geschliffen, aus Fasern synthetischer Kleidung gesp\u00fclt, aus Sp\u00fclschw\u00e4mmen gewrungen oder mit dem Duschschaum in den Abfluss gesp\u00fclt, findet Mikroplastik seinen Weg \u00fcber die Fl\u00fcsse ins Meer: 30 Millionen Tonnen landen so j\u00e4hrlich in den Ozeanen. Die Prognosen f\u00fcr die Zukunft sind schwindelerregend und d\u00fcster: Die Produktion von Plastik hat sich innerhalb 50 Jahren um das Zwanzigfache gesteigert. W\u00e4hrend man 1964 noch von 15 Millionen Tonnen produziertem Kunststoff sprach, waren es 2014 bereits rund 311 Millionen Tonnen. F\u00fcr die n\u00e4chsten 20 Jahre wird eine Verdopplung erwartet.<\/p>\n\n<p>Wie werden wir die Geister, die wir riefen, wieder los? Anders als in Goethes Ballade hilft uns dabei kein Meister \u2013 das m\u00fcssen wir ganz allein fertigbringen. Bis August begleiten wir das Greenpeace-Schiff Rainbow Warrior III auf seiner Reise durch das Mittelmeer, das von allen am st\u00e4rksten von der Plastikverschmutzung betroffen ist. Alle Facts und Hintergrundinfos zu Plastikverschmutzung im Meer und Mikroplastik sowie einen Schiffsblog findest du auf <a href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/plastik-kampagne\/?utm_medium=banner&amp;utm_source=blog&amp;utm_campaign=plastic&amp;utm_content=blog\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">unserer Website<\/a>.<\/p>\n\n<p>Wir widmen uns bis August in f\u00fcnf Ausgaben Menschen, die sich dem Problem Plastik auf ganz unterschiedliche Weise gen\u00e4hert haben.<\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Serie 1<\/h2>\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/2017\/07\/07\/ein-leben-ohne-plastik\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Ein Leben ohne Plastik<\/a>: Pragmatisch und gezielt gehen Anneliese Bunk und Nadine Schubert auf das Problem zu: \u00abKauen Sie gerne auf Plastik? Sicher nicht, oder?\u00bb Dann schlagen sie Alternativen vor. Denn Kaugummi ist genau das, was es nicht sein soll: Plastik. Ohne missionarischen Unterton erkl\u00e4ren die Frauen, wie sie schrittweise alles Plastik aus ihrem Alltag verbannt haben. Geht nicht? Geht wohl. Ihre Erkenntnisse haben Bunk und Schubert in ihrem Buch \u00abBesser leben ohne Plastik\u00bb zusammengefasst. Selbstverst\u00e4ndlich plastikfrei gedruckt.<\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Serie 2<\/h2>\n\n<p>Eine sehr pers\u00f6nliche und k\u00fcnstlerische Umsetzung ist das Projekt des Fotografen Fabrice Monteiro. Bis zu seinem 18. Lebensjahr ist der leidenschaftliche Surfer in Senegal aufgewachsen. Als er 20 Jahre sp\u00e4ter zur\u00fcckkehrt, erkennt er Senegal nicht wieder. \u00abIn manchen Gegenden sind die B\u00e4ume nicht mehr gr\u00fcn. Sie sind schwarz \u2013 bis zur Unkenntlichkeit beh\u00e4ngt mit schwarzen Plastiks\u00e4cken.\u00bb Mit dem afrikanischen Designer Jah Gal beginnt er, die Plastikverschmutzung zu dokumentieren. Entstanden ist \u00abThe Prophecy\u00bb, eine Fotostory, deren Making-of man sich&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/2017\/07\/14\/wenn-das-gruen-der-baeume-dem-plastik-weicht\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">hier<\/a>&nbsp;anschauen kann.<\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Serie 3<\/h2>\n\n<p>Welchen Reinigungseffekt hat es, sich unter der Dusche mit Plastik einzureiben? Keinen, k\u00f6nnte man meinen. Trotzdem bestehen manche Duschpeelings zu 90 Prozent aus Kunststoffen. Es wird Zeit, unser Badezimmer einer ordentlichen Reinigung zu unterziehen. Dazu berichten wir&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/2017\/07\/21\/mikroplastik-partikel-in-der-kosmetik-fasern-in-der-kleidung\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">im Beitrag \u00abMikroplastik in Produkten, Kleidern und Kosmetik\u00bb<\/a>&nbsp;und liefern eine umfangreiche Kosmetik-Produkteliste, in der Sie Ihre eigenen Produkte \u00fcberpr\u00fcfen k\u00f6nnen.<\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Serie 4<\/h2>\n\n<p>Weniger k\u00fcnstlerisch, aber mindestens so bildgewaltig kommt der Film des Regisseurs Craig Leeson \u00abA Plastic Ocean\u00bb daher. Auch hier steht ein pers\u00f6nlicher Bezug zum Meer und zu seiner Verletzlichkeit am Anfang einer rund vier Jahre dauernden Dokumentation durch alle Ozeane der Erde.<\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Serie 5<\/h2>\n\n<p>Max Liboiron vereint in ihren Arbeiten Grassroots, Feminismus und Wissenschaft und hat ein ausschliesslich von Frauen besetztes Institut der Meereswissenschaften aufgebaut. Hier besch\u00e4ftigen sich Wissenschaftlerinnen mit den Auswirkungen von Plastik in den Meeren. Unsere Autorin und Wissenschaftlerin Bettina Wurche hat die Selfmadefrau interviewt. Entstanden ist ein interessantes&nbsp;Gespr\u00e4ch zwischen zwei spannenden Wissenschaftlerinnen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Noch w\u00e4hrend ich dar\u00fcber nachdenke, wie ich Plastik aus meinem Leben verbanne, tippe ich auf einer Tastatur, die aus \u2013 genau \u2013 Plastik besteht. 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