{"id":20203,"date":"2017-08-17T00:00:00","date_gmt":"2017-08-16T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/20203\/fipronil-in-aller-munde-was-hat-ein-pestizid-in-eiern-zu-suchen\/"},"modified":"2019-05-30T15:24:55","modified_gmt":"2019-05-30T13:24:55","slug":"fipronil-in-aller-munde-was-hat-ein-pestizid-in-eiern-zu-suchen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/story\/20203\/fipronil-in-aller-munde-was-hat-ein-pestizid-in-eiern-zu-suchen\/","title":{"rendered":"Fipronil in aller Munde &#8211; Was hat ein Pestizid in Eiern zu suchen?"},"content":{"rendered":"<p><strong>Es war und ist in aller Munde &#8211; leider! Einem Desinfektionsmittel f\u00fcr Gefl\u00fcgelst\u00e4lle wurde das Insektenvernichtungsmittel Fipronil beigemischt. Das gesundheitsgef\u00e4hrdende Pestizid \u2013 es wirkt toxisch auf das Nervensystem und auf die Leber \u2013 landete in Millionen von Eiern, weil die St\u00e4lle damit gereinigt wurden.<\/strong><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-37311\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/15ac91d0-15ac91d0-gp0stojwd_web_size.jpg\" alt=\"\" width=\"745\" height=\"496\" \/><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Die Geschichte hat ihren Anfang in Belgien genommen und ist von dort \u00fcber Holland auch in die Schweiz geschwappt (<a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/schweiz\/fipronil-affaere-weiterhin-verseuchte-produkte-in-den-laeden-ld.1310413\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Artikel hier<\/a>). In Belgien wussten die Beh\u00f6rden wohl schon seit Anfang Juni Bescheid, in Holland vielleicht schon seit Ende letzten Jahres. Doch weil sie keine anderen Beh\u00f6rden dar\u00fcber informiert haben, ist der Skandal erst Ende Juli bekannt geworden. Somit konnte auch erst sehr versp\u00e4tet gehandelt werden. Seitdem sind die Anzahl der betroffenen St\u00e4lle und die der kontaminierten Eier stets weiter nach oben geschnellt. Der Skandal l\u00e4sst sich auch heute noch immer nicht in seinem ganzen Ausmass begreifen, weil Eier in vielen verarbeiteten Produkten stecken und die Lieferketten kaum mehr zu \u00fcberblicken sind.<\/span><\/p>\n<p><b>Firpronil ist ein verbotener Insektenvernichter<\/b><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Bei Fipronil handelt es sich um ein Mittel, welches zur Bek\u00e4mpfung von L\u00e4usen oder Kartoffelk\u00e4fern angewendet werden kann. <\/span><\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/xf9eXBAPQGc?rel=0\" width=\"853\" height=\"480\" frameborder=\"0\" allowfullscreen=\"allowfullscreen\"><\/iframe><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Auf Schweizer \u00c4ckern ist es derzeit \u00fcberhaupt nicht zugelassen, es handelt sich dabei n\u00e4mlich um ein bienengef\u00e4hrdendes Pestizid. Zugelassen ist es als Pr\u00e4parat, um L\u00e4use bei Hunden oder Katzen zu bek\u00e4mpfen. Wie genau in diesem Fall das Fipronil in das Reinigungsmittel gelangt ist, konnte von Beh\u00f6rden und Staatsanwaltschaft noch nicht abschliessend gekl\u00e4rt werden. Aber alles deutet darauf hin, dass es sich um eine illegale Tat handelt bei der das Fipronil bewusst und mit voller Absicht in das Desinfektionsmittel gemischt wurde.<\/span><\/p>\n<p><b>H\u00f6chste Zeit f\u00fcr eine bessere Landwirtschaft<\/b><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Solange toxische Pestizide Im industriellem Massstab hergestellt und verwendet werden, ist das Risiko immer gegeben, dass sie auch an Orten auftauchen, wo sie nie erwartet werden. Skandale wie dieser sind in der industrialisierten Intensivtierhaltung auch keine Einzelf\u00e4lle. Ob BSE, <\/span><a href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/2017\/03\/23\/gammelfleischskandal-so-pervers-ist-die-fleischproduktion\/\"><span style=\"font-weight: 400;\">Gammelfleisch in Brasilien<\/span><\/a><span style=\"font-weight: 400;\">, Pferdefleisch-Skandal oder jetzt der Fipronil-Skandal: Sie alle sind Symptome eines Tierhaltungssystems, das versucht um jeden Preis immer mehr und immer billiger zu produzieren. Dass vor allem <\/span><a href=\"http:\/\/taz.de\/Essay-ueber-Massentierhaltung\/!5433589\/\"><span style=\"font-weight: 400;\">Grossbetriebe<\/span><\/a><span style=\"font-weight: 400;\"> mit \u00fcber 20\u2019000 Legehennen vom Fipronil-Skandal betroffen sind, ist kein Zufall.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Es ist h\u00f6chste Zeit, hier gegenzusteuern. Wenn wir die Tierhaltung wirklich verbessern wollen und in Zukunft keine weiteren Lebensmittel-Skandale wollen, dann m\u00fcssen wir endlich weg von der Ideologie, immer mehr Fleisch, Milch und Eier zu produzieren.<\/span> <span style=\"font-weight: 400;\">In der Tierhaltung muss die oberste Maxime einfach sein: weniger aber besser! Denn nur eine \u00f6kologisch produzierte Ern\u00e4hrung ist auch eine sichere Ern\u00e4hrung. Davon profitieren w\u00fcrden alle: die Tiere, die Umwelt und nicht zuletzt unsere Gesundheit.<\/span><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-37313\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/a22a380d-a22a380d-gp0stoath_web_size.jpg\" alt=\"\" width=\"745\" height=\"496\" \/><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es war und ist in aller Munde &#8211; leider! 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