{"id":20250,"date":"2017-09-14T00:00:00","date_gmt":"2017-09-13T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/20250\/gegen-die-plastikflut\/"},"modified":"2019-07-04T18:12:18","modified_gmt":"2019-07-04T16:12:18","slug":"gegen-die-plastikflut","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/story\/20250\/gegen-die-plastikflut\/","title":{"rendered":"Gegen die Plastikflut"},"content":{"rendered":"\n<p><span class=\"font-242392234\"><strong>M\u00fcll, soweit das Auge reicht: Die Str\u00e4nde der philippinischen Hauptstadt Manila sind \u00fcbers\u00e4t mit Plastik. Mit lokalen Gruppen startet Greenpeace ein Projekt gegen die M\u00fcllflut.<\/strong><\/span><\/p>\n\n<div class=\"wp-block-image wp-image-38302 size-medium\"><figure class=\"alignleft\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/b0b3fbe5-b0b3fbe5-gp0stqs0n_medium_res-1-300x200.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-38302\"\/><figcaption>Damit Str\u00e4nde wieder wie Str\u00e4nde aussehen und Kinder nicht im M\u00fcll spielen m\u00fcssen: Zusammen mit anderen Organisationen startet Greenpeace ein Projekt gegen Wegwerfplastik in den Philippinen. Vor Ort: Greenpeace-Mitarbeiter Michael Meyer-Krotz. \u00a9 Daniel M\u00fcller \/ Greenpeace<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n<p><span class=\"font-242392234\">Eigentlich sollte da Strand sein am sogenannten White Beach in der Bucht von Manila. Doch Greenpeace-Mitarbeiter Michael Meyer-Krotz steht nicht im Sand, sondern im M\u00fcll. Kn\u00f6cheltief.&nbsp;<a href=\"http:\/\/gpn.greenpeace.de\/themen\/meere\/die-plastikflut\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Kinder spielen in dem Abfall<\/a>.&nbsp;Fischer fangen ihn statt Meerestieren, auch in den Fl\u00fcssen: Plastik in Form von T\u00fcten, Flaschen und in Fetzen. Gemeinsam mit anderen Organisationen und Gruppen vor Ort startet Greenpeace nun ein Projekt gegen den M\u00fcll.<\/span><\/p>\n\n<p><span class=\"font-242392234\"><a href=\"https:\/\/www.greenpeace.de\/plastikmuell\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Plastik ist an vielen Orten dieser Welt<\/a> ein Problem. Denn es verrottet nicht, zersetzt sich erst nach hunderten von Jahren in immer kleinere Teile. Gerade die Meere sind voll davon, viele Meeresbewohner leiden unter dem M\u00fcll, verheddern sich darin, verwechseln ihn mit Nahrung und verenden kl\u00e4glich. Doch die Bucht von Manila ist einer der Flecken auf dieser Erde, an dem das Problem sich buchst\u00e4blich bis ins Bewusstsein stapelt. An dem es so sichtbar wird, das Weggucken keine Option mehr ist.<\/span><\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">M\u00fcll im Vogelschutzgebiet<\/h2>\n\n<p><span class=\"font-242392234\">An manchen Str\u00e4nden der Bucht hat sich eine zum Teil mehr als einem Meter hohe Schicht aus Sand und Plastik gebildet: Nach jeder Flut deckt eine Sandlage alte M\u00fcllschichten zu. Doch jeder neue Tag bringt neue Fluten von Plastikabf\u00e4llen aus der nahen Hauptstadt. Der Fluss Pasig, der die Metropolregion Manila teilt, sp\u00fclt jedes Jahr bis zu 67.000 Tonnen Plastikm\u00fcll ins Meer, was ihm\u00a0laut einer <a rel=\"noopener noreferrer\" href=\"http:\/\/www.gmanetwork.com\/news\/scitech\/science\/614352\/pasig-river-is-world-s-2nd-biggest-source-of-plastic-waste-for-its-size-study\/story\/\" target=\"_blank\">Studie in der \u201eNature Communications\u201c<\/a>\u00a0den Titel \u201ezweitdreckigster Fluss der Erde\u201c eingebracht hat. Weltweit sind es jedes Jahr acht Millionen Tonnen Kunststoff, die in den Meeren landen. Oder anders ausgedr\u00fcckt: eine LKW-Ladung Plastikm\u00fcll jede Minute.<\/span><\/p>\n\n<p><span class=\"font-242392234\">F\u00fcr vier Wochen ist Meyer-Krotz jetzt in Manila und unterst\u00fctzt seine philippinischen Kollegen bei ihrer Arbeit gegen den M\u00fcll. Das Projekt gegen die Plastikflut beginnt mit einer Dokumentationstour auf diesem Fluss. An seiner M\u00fcndung in die Bucht von Manila will Greenpeace auch einige Bojen aussetzten, die Informationen \u00fcber die Str\u00f6mungsverh\u00e4ltnisse und den Weg des Plastikm\u00fclls liefern sollen. Am kommenden Montag startet Greenpeace dann gemeinsam mit anderen Organisationen und lokalen Gruppen eine gro\u00dfe Aufr\u00e4umaktion: Zwei Wochen lang wollen t\u00e4glich 100 bis 150 Helfer einen zirka 1200 Meter langen Strandabschnitt auf Freedom Islands s\u00e4ubern. Die Insel ist eigentlich ein Vogelschutzgebiet \u2013 doch diese Bezeichnung verhindert nicht die Plastikbecher, die das Meer anschwemmt.<\/span><\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Trennung nach Firmennamen<\/h2>\n\n<p><span class=\"font-242392234\">\u201eViele Menschen hier vor Ort haben das Problem erkannt\u201c, so Meyer-Krotz. \u201eDer Strand von Freedom Island beispielsweise wird immer wieder abgesammelt.\u201c Aber solange die Quelle der Verschmutzung nicht versiegt, ist das reine Sisyphusarbeit. Als erstes ist nat\u00fcrlich die Regierung der Philippinen in der Pflicht, den M\u00fcll von den Stra\u00dfen zu entsorgen und die von ihr bereits beschlossenen Gesetze gegen die Verm\u00fcllung wirksam umzusetzen. Gerade in den Armenvierteln fehlt oft jegliche M\u00fcllabfuhr; Wind und Regeng\u00fcsse verfrachten den Abfall direkt in die Fl\u00fcsse. M\u00fclltrennung und Recycling sind kein Thema.<\/span><\/p>\n\n<p><span class=\"font-242392234\">Doch das Problem geht noch viel weiter. &nbsp;Deswegen trennt Greenpeace den gesammelten M\u00fcll von Freedom Islands auch nicht nur nach Art des Abfalls, sondern auch nach Herstellerfirma. Denn eine ganze Menge M\u00fcll besteht aus den Verpackungen sogenannter Tagesrationen von beispielsweise Kaffee oder Seife. Diese Kleinstverpackungen werden von weltweit agierenden Konzernen besonders gerne in armen Regionen angeboten, da sich viele Menschen dort meist nur die Tagesrationen und keine gro\u00dfen Mengen leisten k\u00f6nnen.<\/span><\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Konzerne in der Pflicht<\/h2>\n\n<p><span class=\"font-242392234\">\u201eSo explodiert gerade dort die M\u00fcllmenge, wo es keine Infrastruktur zur Abfallbeseitigung gibt\u201c, kritisiert Meyer Krotz. \u201eWir sehen da die Konzerne ganz klar in der Pflicht, sich etwas einfallen zu lassen. Schlie\u00dflich produzieren sie die Unmengen an Plastikm\u00fcll und nicht die Konsumenten.\u201c Schon eine Industrienation wie Deutschland mit funktionierenden M\u00fcllsammelsystemen schafft es gerade einmal, 40 Prozent des anfallenden Plastiks wiederzuverwerten. Der Rest wird verbrannt. So ger\u00e4t die Erde immer mehr unter den Druck der anwachsenden Plastikberge. \u201eDie Konzerne k\u00f6nnen es nicht den \u00c4rmsten der Welt \u00fcberlassen, mit diesem Problem fertig zu werden\u201c, fordert der Greenpeace-Experte. Damit Str\u00e4nde wieder wie Str\u00e4nde aussehen. Und nicht wie M\u00fcllkippen.<\/span><\/p>\n\n<p><span class=\"font-242392234\">Am 22. September sollen die Ergebnisse der Sammelaktion auf einer Pressekonferenz in Manila pr\u00e4sentiert werden. Bis dahin wird sich Meyer-Krotz mit Blogbeitr\u00e4gen von dem Projekt melden \u2013 die Beitr\u00e4ge finden Sie demn\u00e4chst auf unserer Webseite.<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>M\u00fcll, soweit das Auge reicht: Die Str\u00e4nde der philippinischen Hauptstadt Manila sind \u00fcbers\u00e4t mit Plastik. Mit lokalen Gruppen startet Greenpeace ein Projekt gegen die M\u00fcllflut. 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