{"id":20276,"date":"2017-09-18T00:00:00","date_gmt":"2017-09-17T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/20276\/gegen-die-plastikflut-in-manila-ii\/"},"modified":"2019-05-30T15:28:43","modified_gmt":"2019-05-30T13:28:43","slug":"gegen-die-plastikflut-in-manila-ii","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/story\/20276\/gegen-die-plastikflut-in-manila-ii\/","title":{"rendered":"Gegen die Plastikflut in Manila II"},"content":{"rendered":"<p><strong>M\u00fcll, soweit das Auge reicht: Die Str\u00e4nde der philippinischen Hauptstadt Manila sind \u00fcbers\u00e4t mit Plastik. Mit lokalen Gruppen startet Greenpeace ein <a href=\"https:\/\/blog.greenpeace.de\/autor\/michael-meyerkrotz.\">Projekt gegen diese M\u00fcllflut<\/a>. Michael Meyer-Krotz, Campaigner bei Greenpeace Deutschland, unterst\u00fctzt die Kolleg*innen vor Ort und berichtet hier im Blog. Teil 2.<\/strong><\/p>\n<p>An diesen Anblick kann ich mich einfach nicht gew\u00f6hnen: Diese Unmengen von M\u00fcll, die das Meer hier am Strand von Freedom Island auf den Philippinen an Land speit. Mit jedem Wechsel von Ebbe und Flut erneut. Mit einer kleinen M\u00fcllzange in der einen und gelbem M\u00fcllsack in der anderen Hand hocke ich am Strand und sammle Plastikverpackungen. <a href=\"https:\/\/blog.greenpeace.de\/artikel\/gegen-die-plastikflut-in-manila\">Vor einigen Tagen ist unser Projekt auf den Philippinen angelaufen<\/a>. Nach erprobten Methoden der \u201eBreak Free From Plastic\u201c-Bewegung wird der M\u00fcll zun\u00e4chst gesammelt und anschlie\u00dfend nach verschiedenen Kriterien sortiert, gewogen und erfasst. Auf diese Weise liefern alle ihre Strandreinigungen vergleichbare Daten. Zus\u00e4tzlich machen wir auf Freedom Island zum ersten Mal in diesem Ma\u00dfstab auch eine Auswertung nach Produktmarken und -herstellern. Meine \u00a0Aufgabe heute: Nur die Verpackungen, bei denen die Marke zu erkennen ist, kommen in den M\u00fcllsack. Zum Gl\u00fcck bin ich nicht alleine. Etwa sechzig weitere Menschen \u00a0bewegen sich in \u00e4hnlich geb\u00fcckter K\u00f6rperhaltung durch kn\u00f6chelhohen M\u00fcll \u00fcber den Strand.<\/p>\n<p>[masterslider id=&#187;22&#8243;]<\/p>\n<hr \/>\n<p>Der \u00fcberwiegende Teil dessen, was ich hier heute finde, sind Kleinstverpackungen; Tagesportionen f\u00fcr Kaffee, Trockenmilch, Bonbons, Shampoo, Fl\u00fcssigseife. Hier werden sie \u201eSachets\u201c genannt. Ich bin immer wieder erstaunt, wie gut erhalten die Verpackungen sind.<a class=\"0\" href=\"https:\/\/www.greenpeace.de\/plastikmuell\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener noreferrer\">Plastik ist halt z\u00e4h &#8211; und ist l\u00e4ngst ein globales Umweltproblem <\/a>. Seine St\u00e4rke, die Haltbarkeit, ist gleichzeitig das gr\u00f6\u00dfte Problem bei der Entsorgung. Dieses Zeug zerf\u00e4llt einfach nicht. Eigentlich sollte ich mich \u00fcber jedes Fitzelchen Plastik, das am Strand anlandet freuen&#8230;ist es doch wenigstens aus den Meeren raus und kann abgesammelt werden.<\/p>\n<p>W\u00e4hrenddessen steigt die Sonne h\u00f6her; der Schwei\u00df str\u00f6mt. Unmittelbar neben mir hockt eine Mitstreiterin, die mir ab und zu bedruckte Verpackungen zuwirft. Sie sammelt anderen M\u00fcll; und das mit einer Zielstrebigkeit und Effektivit\u00e4t, die mich staunen l\u00e4sst. W\u00e4hrend ich weiter vor mich hinsammle frage ich mich, ob die Hersteller eigentlich den Hauch einer Ahnung haben, was ihre Produkte und deren Verpackung hier anrichten. Von Lebensmittel- und Konsumg\u00fcterindustrie wird mir vermittelt, wie einfach, praktisch und billig Wegwerf-Verpackungen sind (\u201econvenient\u201c). Hier am Strand mit Zange und M\u00fcllbeutel in der Hand, wird klar, wie absurd diese Einstellung ist!<\/p>\n<p>Das Ergebnis meiner Sammlung von heute Vormittag geht weiter zu den Mistreiter*innen, die sich um die Auswertungen k\u00fcmmern. Ich verziehe mich dankbar in den Schatten. Pause. Wasser. Ich h\u00e4tte es mir nicht so m\u00fchsam vorgestellt und bin erstaunt, dass tats\u00e4chlich langsam ein gereinigter Strandabschnitt entsteht. Bis Mittag ist ein schmaler Streifen des Strandes tats\u00e4chlich sauber. Nun ist die Sonne so hoch, dass dieser Teil der Arbeit unterbrochen wird. Nach dem Mittagessen geht es im Schatten von \u00dcberdachungen dann mit Sortieren, Z\u00e4hlen und Wiegen des M\u00fclls weiter.<\/p>\n<p>Vor uns liegt noch eine Menge Arbeit. In knapp einer Woche ver\u00f6ffentlichen wir dann das Ergebnis und die Top 10 der wahren Verursacher dieser Plastikflut.<\/p>\n<lite-youtube style=\"background-image: url('https:\/\/i.ytimg.com\/vi\/Tw5K21V338o\/hqdefault.jpg');\" videoid=\"Tw5K21V338o\" params=\"rel=0&#038;enablejsapi=1&#038;origin=https%3A%2F%2Fwww.greenpeace.ch&#038;cc_load_policy=1\"><\/lite-youtube>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>M\u00fcll, soweit das Auge reicht: Die Str\u00e4nde der philippinischen Hauptstadt Manila sind \u00fcbers\u00e4t mit Plastik. Mit lokalen Gruppen startet Greenpeace ein Projekt gegen diese M\u00fcllflut. 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