{"id":20285,"date":"2017-09-22T00:00:00","date_gmt":"2017-09-21T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/20285\/keine-abholzung-im-unesco-geschuetzen-bialowieza-urwald\/"},"modified":"2022-03-31T10:45:40","modified_gmt":"2022-03-31T08:45:40","slug":"keine-abholzung-im-unesco-geschuetzen-bialowieza-urwald","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/story\/20285\/keine-abholzung-im-unesco-geschuetzen-bialowieza-urwald\/","title":{"rendered":"Keine Abholzung im UNESCO-gesch\u00fctzen Bialowieza-Urwald!"},"content":{"rendered":"<p><strong>Heute fanden sich Aktivistinnen und Aktivisten von Greenpeace, Bruno Manser Fonds und Pingwin Planet sowie polnische B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger vor der polnischen Botschaft in Bern ein. Sie \u00fcberbringen dem Botschafter den dringenden Appell von vielen weiteren Organisationen, WissenschaftlerInnen und Menschen weltweit an die polnische Regierung: Die Abholzung im Bialowieza-Urwald muss sofort beendet werden.<\/strong><\/p>\n<p>Der Bialowieza-Urwald ist einer der letzten Urw\u00e4lder Europas. Zwischen Polen und Weissrussland gelegen, bietet er Lebensraum f\u00fcr mehr als 11.000 Tierarten, darunter der gr\u00f6ssten Population des europ\u00e4ischen Bisons. Die h\u00f6chsten Eichen weltweit von \u00fcber 40 Meter stehen in diesem Wald. Viele B\u00e4ume sind \u00fcber 100 Jahre alt. W\u00e4hrend in Wei\u00dfrussland ein gro\u00dfer Teil des Waldes unter Schutz steht, entschied die Regierung in Polen die Abholzungsrate im polnischen Teil des Waldes f\u00fcr die n\u00e4chsten zehn Jahre zu verdreifachen. Greenpeace hat in den vergangenen Monaten mit weiteren Organisationen im Bialowieza-Wald gegen dessen Zerst\u00f6rung protestiert. AktivistInnen ketteten sich dabei an die Abholzungsmaschinen und an die B\u00e4ume.<\/p>\n<p>Auch jetzt harren weiterhin beherzte B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger in einem Protestlager vor Ort aus, um die illegalen Abholzungsaktivit\u00e4ten zu dokumentieren und wann immer m\u00f6glich zu blockieren.<\/p>\n<p>Polen isoliert sich zunehmend mit seinem Hardliner Kurs, auf der Abholzung im Urwald zu beharren. Anfangs Juli forderte die UNESCO die polnische Regierung auf, die Abholzungsarbeiten zu stoppen und einen grenz\u00fcberschreitenden Verwaltungsplan f\u00fcr den Urwald einzurichten. Der polnische Umweltminister Jan Szyszko habe in seiner Abholzungs-Entscheidung den aussergew\u00f6hnlichen universellen Wert des Bialowieza-Urwalds nicht ber\u00fccksichtigt.<\/p>\n<p>Sogar der Europ\u00e4ische Gerichtshof hat Ende Juli entschieden, dass die polnische Regierung die Abholzung und den Abtransport der B\u00e4ume sofort stoppen muss. Es ist das erste Mal in der Geschichte der EU, dass ein Mitgliedsland eine Anordnung des Europ\u00e4ischen Gerichtshofs (EuGH) ignoriert.<\/p>\n<p>Auch die EU-Kommission droht Polen mit Konsequenzen, doch die polnische Regierung mit Umweltminister Jan Szyszko zeigt sich weiterhin unbeeindruckt und treibt die Abholzung voran. Dabei ist der Bialowieza Urwald mit seinen unersetzbaren Natursch\u00e4tzen ein polnisches Natur- und Kulturerbe, welches Touristen von nah und fern anzieht und dadurch vielen lokalen Kleinbetrieben und Pensionen im Tourismussektor ein Einkommen sichert.<\/p>\n<p>Das grosse internationale Interesse zeigt: Der Bialowieza-Urwald ist nicht nur eine polnische Angelegenheit. Er ist ein unersetzbares europ\u00e4isches Naturjuwel, f\u00fcr das es sich zu k\u00e4mpfen lohnt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute fanden sich Aktivistinnen und Aktivisten von Greenpeace, Bruno Manser Fonds und Pingwin Planet sowie polnische B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger vor der polnischen Botschaft in Bern ein. 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