{"id":20350,"date":"2017-10-10T00:00:00","date_gmt":"2017-10-09T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/20350\/akw-sicherheit-risikofaktor-abklingbecken\/"},"modified":"2019-07-08T16:37:11","modified_gmt":"2019-07-08T14:37:11","slug":"akw-sicherheit-risikofaktor-abklingbecken","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/story\/20350\/akw-sicherheit-risikofaktor-abklingbecken\/","title":{"rendered":"AKW-Sicherheit: Risikofaktor Abklingbecken"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>AKW in Frankreich und Belgien haben schwere Sicherheitsm\u00e4ngel, wie eine aktuelle Greenpeace-Studie zeigt. Die Abklingbecken f\u00fcr abgebrannte Brennst\u00e4be sind nicht ausreichend gesch\u00fctzt \u2013 auch im grenznahen Alt-Reaktor Fessenheim.<\/strong><\/p>\n\n<p>Hoch radioaktive, abgebrannte Brennelemente sind in franz\u00f6sischen und belgischen Atomkraftwerken unzureichend gesch\u00fctzt. Das belegt eine Studie, die Greenpeace Frankreich heute in Paris den Beh\u00f6rden vorlegt. Darin bewerten sieben unabh\u00e4ngige Sicherheitsexperten, wie alle 58 franz\u00f6sischen und sieben belgischen Atomkraftwerke gesch\u00fctzt sind. Dabei wurden vier AKW in Frankreich, darunter Cattenom und Fessenheim, sowie&nbsp;die belgischen Reaktoren in Tihange und Doel gesondert untersucht. Die aus Sicherheitsgr\u00fcnden nicht \u00f6ffentlich zug\u00e4ngliche Studie belegt: Abklingbecken f\u00fcr abgebrannte Brennelemente, in denen die h\u00f6chste radioaktive Strahlung in einem Atomkraftwerk anf\u00e4llt, sind kaum gesch\u00fctzt. L\u00e4uft das K\u00fchlwasser aus den Becken aus, werden grosse Mengen Radioaktivit\u00e4t freigesetzt. \u00abStatt mit viel Geld und Aufwand an oft uralten AKW herumzudoktern, m\u00fcssen Frankreich und Belgien endlich den Ausstieg aus der Risikotechnologie einleiten\u00bb, sagt Heinz Smital, Atomexperte von Greenpeace in Deutschland. \u00abDie untersuchten Atommeiler gef\u00e4hrden Menschen in ganz Europa.\u00bb<\/p>\n\n<figure class=\"wp-block-image alignnone size-full wp-image-39397\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/89e10980-89e10980-gp0sto9sn_web_size_with_credit_line.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-39397\"\/><figcaption>Gefahr auch f\u00fcr die Schweiz: Greenpeace-Aktivistinnen und -Aktivisten demonstrieren im Jahr 2014 gegen das grenznahe franz\u00f6sische AKW Fessenheim<\/figcaption><\/figure>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Abklingbecken auch bei Fukushima-Katastrophe gef\u00e4hrdet<\/h2>\n\n<p>Sicherheitskonzepte bei Atomreaktoren konzentrieren sich \u00fcberwiegend auf den Reaktor. Die Abklingbecken werden hingegen kaum betrachtet, obwohl sp\u00e4testens seit dem Atomunfall von Fukushima klar ist, dass diese eine grosse Gefahr darstellen k\u00f6nnen. In Japan bestand nach der Explosion in den Reaktoren die Gefahr, dass auch die Abklingbecken trockenfallen. Wochenlang versuchten die Beh\u00f6rden 2011 einen Ausfall der Wasserk\u00fchlung und dadurch eine zus\u00e4tzliche radioaktive Verseuchung zu verhindern. W\u00e4re die Radioaktivit\u00e4t der abgebrannten Brennst\u00e4be in die Umwelt gelangt, h\u00e4tten laut dem damals amtierendem Regierungschef Naoto Kan bis zu 50 Millionen Menschen im Grossraum Tokio evakuiert werden m\u00fcssen.<\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Sicherheitsl\u00fccken auch bei Schweizer AKW<\/h2>\n\n<p>Die Schweizer Reaktoren sind anders konzipiert als franz\u00f6sische bzw. belgische Anlagen, sodass spezifische Informationen aus der Greenpeace-Studie nicht direkt \u00fcbertragbar sind. Nichtsdestotrotz sind auch bei Schweizer AKW erhebliche Sicherheitsl\u00fccken gegen Einwirkungen von aussen oder durch Sabotage vorhanden, die sich aufgrund der veralteten Bauart der Anlagen nicht beheben lassen. Richtiger Schutz bietet nur ein abgeschaltetes AKW.<\/p>\n\n<p>Die Schweiz ist zudem von zwei grenznahen franz\u00f6sischen AKW bedroht: Fessenheim in der Region Basel und Bugey in der Region Genf. Die Greenpeace-Studie geht auf diese Anlagen spezifisch ein.<\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Risiko f\u00fcr die Bev\u00f6lkerung<\/h2>\n\n<p>Greenpeace hat Informationen zu den betroffenen AKW in \u00f6ffentlichen Quellen recherchiert. Aufgrund der brisanten Ergebnisse macht Greenpeace Frankreich die Details lediglich den dortigen Beh\u00f6rden zug\u00e4nglich. \u00abWir wollen das Risiko f\u00fcr die Bev\u00f6lkerung nicht noch gr\u00f6sser machen, als es ohnehin schon ist. Jetzt m\u00fcssen die Beh\u00f6rden f\u00fcr die Sicherheit der Menschen sorgen. Der wirksamste Schritt daf\u00fcr ist, Atomkraftwerke abzuschalten\u00bb, sagt Greenpeace-Experte Smital.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>AKW in Frankreich und Belgien haben schwere Sicherheitsm\u00e4ngel, wie eine aktuelle Greenpeace-Studie zeigt. Die Abklingbecken f\u00fcr abgebrannte Brennst\u00e4be sind nicht ausreichend gesch\u00fctzt \u2013 auch im grenznahen Alt-Reaktor Fessenheim. Hoch radioaktive,&hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":20353,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_planet4_optimize_post_is_variant":false,"_planet4_optimize_experiment_name":"","_planet4_optimize_variant_name":"","ep_exclude_from_search":false,"p4_og_title":"","p4_og_description":"","p4_og_image":"","p4_og_image_id":"","p4_seo_canonical_url":"","p4_campaign_name":"","p4_local_project":"","p4_basket_name":"","p4_department":"","footnotes":""},"categories":[1],"tags":[42],"p4-page-type":[75],"gpch-article-type":[],"class_list":["post-20350","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-unkategorisiert","tag-energie","p4-page-type-story"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/20350","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=20350"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/20350\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/20353"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=20350"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=20350"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=20350"},{"taxonomy":"p4-page-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/p4-page-type?post=20350"},{"taxonomy":"gpch-article-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/gpch-article-type?post=20350"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}