{"id":20383,"date":"2017-10-25T00:00:00","date_gmt":"2017-10-24T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/20383\/wachsender-widerstand-gegen-dreckige-pipeline-deals\/"},"modified":"2019-05-30T15:34:11","modified_gmt":"2019-05-30T13:34:11","slug":"wachsender-widerstand-gegen-dreckige-pipeline-deals","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/story\/20383\/wachsender-widerstand-gegen-dreckige-pipeline-deals\/","title":{"rendered":"Wachsender Widerstand gegen dreckige Pipeline-Deals"},"content":{"rendered":"<p><strong>Der Widerstand der Standing-Rock-Sioux gegen die Dakota Access Pipeline hat weltweit f\u00fcr Aufsehen gesorgt \u2013 und der Bewegung Schub verliehen, welche die Banken die solche Projekte und Bau- und Betreiberfirmen finanzieren, zum Umdenken bringen will.\u00a0<\/strong><\/p>\n<lite-youtube style=\"background-image: url('https:\/\/i.ytimg.com\/vi\/jhc5cVX8cvo\/hqdefault.jpg');\" videoid=\"jhc5cVX8cvo\" params=\"rel=0&#038;enablejsapi=1&#038;origin=https%3A%2F%2Fwww.greenpeace.ch&#038;cc_load_policy=1\"><\/lite-youtube>\n<p>Die Divestment-Bewegung w\u00e4chst. AktivistInnen vereinigen sich weltweit gegen jene Banken, die Pipelines und die Firmen dahinter finanzieren. Sie vereinigen sich gegen Projekt, welche die Rechte indigener V\u00f6lker missachten und den Klimawandel vorantreiben. Die Botschaft an die Banken ist klar: \u00abBusiness as usual\u00bb l\u00e4sst die Bewegung erstarken; der Druck aus der Bev\u00f6lkerung auf einen Ausstieg aus solchen dreckigen Deals steigt.<\/p>\n<p>Greenpeace fungierte in der Vergangenheit als Unterst\u00fctzungsplattform f\u00fcr die AktivistInnen, und wird diese Rolle auch in Zukunft weiter fortf\u00fchren. Sie wehren sich gegen Projekte, vornehmlich in Nordamerika, wie die Dakota Access Pipeline, Keystone XL, die Trans-Mountain Pipeline und die Line 3. All diese Projekte haben eins gemeinsam: Sie ignorieren das Mitsprache-Recht indigener V\u00f6lker bei solchen Projekten, und sie sind ein Desaster f\u00fcr unser Klima.<\/p>\n<p><strong>\u00abStanding Rock des Nordens\u00bb<\/strong><\/p>\n<p>Zwei dieser Wassersch\u00fctzer haben Z\u00fcrich in dieser Woche besucht. Kanahus Manuel und Cedar George-Parker sprechen mit der Credit Suisse und der UBS \u00fcber deren Kunden, Kinder Morgan \u2013 die Firma, die f\u00fcr die Trans-Mountain-Pipeline in Kanada verantwortlich ist. Die dort beheimateten Indigenen der Secwepemc haben Kinder Morgan nie die Zustimmung f\u00fcr die geplante Pipeline gegeben. Manche nennen sie deshalb bereits die \u00abStanding Rock des Nordens\u00bb. Im Juni 2017 haben sie an einer Versammlung eine Erkl\u00e4rung gegen die Pipeline verabschiedet. Die Secwepemc sind die rechtm\u00e4ssigen Besitzer des Landes und haben das \u00e4lteste Anrecht auf das Land, was auch der oberste Gerichtshof Kanadas anerkennt.<\/p>\n<div id=\"attachment_39995\" style=\"width: 850px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-39995\" class=\"wp-image-39995 size-large\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/22770793_964243877049143_574475378600174245_o-1024x768.jpg\" alt=\"\" width=\"840\" height=\"630\" \/><p id=\"caption-attachment-39995\" class=\"wp-caption-text\">Die Wassersch\u00fctzer Kanahus Manuel und Cedar George Parker vor der Credit Suisse<\/p><\/div>\n<p>Kanahus Manuel, ein Mitglied der Secwepernc \u00abWomen&#8217;s Warrior Society, sagt: \u00abWir werden niemals dem Bau dieser illegalen Pipeline auf unserem Gebiet zustimmen. Laut der UN-Deklaration \u00fcber die Rechte indigener V\u00f6lker muss eine Einverst\u00e4ndniserkl\u00e4rung zur Pipeline von unserer Seite nach ausf\u00fchrlichen und unabh\u00e4ngigen Vorabkl\u00e4rungen vorliegen. Ein <a href=\"https:\/\/www.secwepemculecw.org\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Bericht<\/a> des Indigenen-Netzwerks Wirtschaft und Handel zeigt, dass Kinder Morgans Missachtung unserer Ablehnung gravierende Konsequenzen f\u00fcr die Geldgeber der Pipeline haben kann. Banken wie BNP Paribas oder ING nehmen Pipelines bereits aus ihren Portfolio. Der Widerstand indigener V\u00f6lker nimmt nach der Kontroverse um die Dakota Access Pipeline zu \u2013 damit auch das Risiko f\u00fcr die Geldgeber von Pipeline.\u00bb<\/p>\n<p><strong>Banken f\u00fcrchten um ihren Ruf<\/strong><\/p>\n<p>Tats\u00e4chlich erkennen immer mehr Banken und Investoren, dass sie sich zur\u00fcckziehen m\u00fcssen aus der Finanzierung klima- und umweltsch\u00e4dlicher Energie wie Teersande, Schiefer\u00f6l- und gas oder arktisches Erd\u00f6l und stattdessen in erneuerbare Energie investieren m\u00fcssen. Andernfalls riskieren sie langfristig gravierende Sch\u00e4den an ihrem Ruf und ihrer finanziellen Leistungsf\u00e4higkeit.<\/p>\n<p>Im Zuge der \u00f6ffentlichen Debatte um die Dakota Access Pipeline hat sich eine Reihe von Banken und Investoren in Europa von dem Projekt und den Unternehmen hinter der Pipeline distanziert. Erst letzte Woche hat die franz\u00f6sische Grossbank BNP Paribas mitgeteilt, dass sie keine Gesch\u00e4fte mehr mit Unternehmen machen werde, die sich auf die Erd\u00f6l- und Erdgasproduktion aus Schiefer- oder Teersand fokussieren und keine \u00d6l- oder Gaserkundungen oder -f\u00f6rderungen in der Arktis finanzieren werde. Die gr\u00f6sste Pensionskasse Schwedens <a href=\"http:\/\/link.email.dynect.net\/link.php?DynEngagement=true&amp;H=s8mq%2BFF8Y8J%2F7%2FXrLp5ygdcwMPrxjsUdQBMch4EEnHhpCCjF3%2FNlfEKhhXKQ5Eeo9Kx91RB1k4Dc8p%2FeMDJqhU9GKit6TO6%2BQ6Qwh4pY%2Fkf5rXC7REhVskgb1jgDUIWa&amp;G=0&amp;R=https%3A%2F%2Fcleantechnica.com%2F2017%2F06%2F19%2Fswedens-largest-pension-divests-paris-accord-violators-inc-exxonmobil-transcanada%2F&amp;I=20171011142151.000004a4e749%40mail6-34-usnbn1&amp;X=MHwxMDQ2NzU4OjU5ZGUyOGRiZTg0ZjhhNzE3YTdhOWNkZTs%3D&amp;S=zr-EAEb0PvyTjzRii1QxIPvFuCchQwVTeGNm-LIPV-w\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">teilt mit<\/a>, dass sie sich aus der Finanzierung von TransCanada \u2013 dem Unternehmen hinter der nordamerikanischen Pipeline Keystone XL \u2013 zur\u00fcckziehen wird. Die Begr\u00fcndung: Die von TransCanada geplanten Pipelines in Kanada und den USA seien nicht mit dem Pariser Klima-Abkommen vereinbar.<\/p>\n<p><strong>CS und UBS investieren weiterhin<\/strong><\/p>\n<p>Auf dem Paradeplatz scheinen solche Bedenken noch keinen Platz zu haben. Die beiden Schweizer Grossbanken UBS und Credit Suisse haben fast <a href=\"https:\/\/www.banktrack.org\/download\/credit_suisse_fossil_bank_briefing\/170428_credit_suisse_fossil_bank_briefing.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">35 Milliarden US-Dollar<\/a> bereitgestellt an Projekte und Firmen, die solche umstrittenen \u00d6l- und Gasf\u00f6rdermethoden betreiben. Die Credit Suissse hat nach wie vor Gesch\u00e4ftsbeziehungen mit den Unternehmen hinter der Dakota Access Pipeline. Im September dieses Jahres war die Schweizer Grossbank eine der wenigen europ\u00e4ischen Banken, die sich an einer Anleihe an Energy Transfer Partners, eine der Firmen verantwortlich f\u00fcr die Dakota Access Pipeline, <a href=\"https:\/\/www.sec.gov\/Archives\/edgar\/data\/1161154\/000116115417000063\/etpunderwritingagreementno.htm\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">beteiligten<\/a>.<\/p>\n<p>Vor zwei Wochen war zum <a href=\"http:\/\/wecaninternational.org\/news\/1782\/press-release_-indigenous-women%E2%80%99s-delegation-pursues-fossil-fuel-divestment-across-europe-amidst-growing-global-movement\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">zweiten Mal<\/a> eine Delegation von Indigenen aus Standing Rock in Z\u00fcrich. Die Frauen wollten \u00fcberpr\u00fcfen, ob die Schweizer Banken ihr Versprechen gehalten haben, den Fall der Dakota Access Pipeline und die Rechte der Indigenen ernst zu nehmen. Doch auf konkrete Schritte der Schweizer Banken diesbez\u00fcglich warten die mutigen Frauen noch immer.<\/p>\n<p class=\"p1\">Unterst\u00fctze die Indigenen bei ihrem Kampf gegen dreckige Pipeline-Deals und unterzeichne ihre Petition:<br \/>\n<a class=\"btn btn-lg btn-accent\" href=\"https:\/\/act.greenpeace.org\/page\/14055\/petition\/1\">Mach mit!<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/twitter.com\/search?q=%23DivestTheGlobe&amp;src=tyah\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">#DivestTheGlobe<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/twitter.com\/babushka_tasi\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">#WaterIsLife<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Widerstand der Standing-Rock-Sioux gegen die Dakota Access Pipeline hat weltweit f\u00fcr Aufsehen gesorgt \u2013 und der Bewegung Schub verliehen, welche die Banken die solche Projekte und Bau- und Betreiberfirmen&hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":20385,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_planet4_optimize_post_is_variant":false,"_planet4_optimize_experiment_name":"","_planet4_optimize_variant_name":"","ep_exclude_from_search":false,"p4_og_title":"","p4_og_description":"","p4_og_image":"","p4_og_image_id":"","p4_seo_canonical_url":"","p4_campaign_name":"","p4_local_project":"","p4_basket_name":"","p4_department":"","footnotes":""},"categories":[1],"tags":[33],"p4-page-type":[75],"gpch-article-type":[],"class_list":["post-20383","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-unkategorisiert","tag-ernaehrung","p4-page-type-story"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/20383","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=20383"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/20383\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/20385"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=20383"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=20383"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=20383"},{"taxonomy":"p4-page-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/p4-page-type?post=20383"},{"taxonomy":"gpch-article-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/gpch-article-type?post=20383"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}