{"id":20415,"date":"2017-11-15T00:00:00","date_gmt":"2017-11-14T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/20415\/wird-kohle-in-zukunft-nicht-versicherbar\/"},"modified":"2019-05-30T15:36:55","modified_gmt":"2019-05-30T13:36:55","slug":"wird-kohle-in-zukunft-nicht-versicherbar","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/story\/20415\/wird-kohle-in-zukunft-nicht-versicherbar\/","title":{"rendered":"Wird Kohle in Zukunft nicht versicherbar?"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/act.gp\/2yChYyH\"><strong>Neuer Report<\/strong><\/a><strong> zur Versicherungsbranche zeigt: F\u00fchrende Versicherer ver\u00e4ussern 20 Milliarden Dollar Beteiligungen aus Kohleunternehmen und beschr\u00e4nken ihren Versicherungsschutz f\u00fcr Kohle-Projekte. Leider hinken amerikanische und grosse europ\u00e4ische Konkurrenten in der Branche immer noch hinterher und gef\u00e4hrden damit das Klima. Anders Swiss Re und Zurich Versicherungen: Sie unternehmen wichtige Schritte, um aus dem Kohle-Business auszusteigen. Greenpeace fordert einen Ausstieg aus allen fossilen Brennstoff-Projekten und dass andere Versicherer nachziehen. <\/strong><br \/>\n&nbsp;<br \/>\n<a class=\"btn btn-lg btn-accent\" href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/themen\/klima\/insurance-divest\/\">Zum Report<\/a><br \/>\n&nbsp;<\/p>\n<p>15 f\u00fchrende Versicherer haben Verm\u00f6genswerte in der H\u00f6he von 20 Milliarden USD aus Anleihen und Aktien im Kohle-Sektor ver\u00e4u\u00dfert und verfolgen immer mehr eine Politik, die das Underwriting von fossilen Kohle-Projekten ausschliesst. Damit haben sie grosse Schritte gegen die Kohleindustrie unternommen und l\u00e4uten damit vielleicht eine Wende im Versicherungssektor ein. Wird Kohle in Zukunft nicht mehr versicherbar? Der Report von Unfriend Coal in Zusammenarbeit mit Greenpeace beleuchtet die Rolle der Versicherer im Kohlesektor und identifiziert 25 f\u00fchrende Versicherungsgesellschaften &#8211; Nachz\u00fcgler wie auch Vorreiter der Branche.<\/p>\n<lite-youtube style=\"background-image: url('https:\/\/i.ytimg.com\/vi\/B45I4Y_aclg\/hqdefault.jpg');\" videoid=\"B45I4Y_aclg\" params=\"rel=0&#038;enablejsapi=1&#038;origin=https%3A%2F%2Fwww.greenpeace.ch&#038;cc_load_policy=1\"><\/lite-youtube>\n<p>Am besten schneiden Swiss Re und Zurich Versicherung ab, dicht gefolgt von AXA Versicherungen und Scor. <strong>Swiss Re<\/strong> hat 2017 bereits einen spezifischen Mechanismus zur Co2-Risikosteuerung entwickelt, der ihre Gesch\u00e4ftst\u00e4tigkeiten auf eine kohlenstoffarme Welt ausrichten soll. <strong>Zurich Versicherungen<\/strong> k\u00fcndigte diese Woche an, dass sie Unternehmen, die mehr als 50 Prozent ihrer Einnahmen aus Kohle erwirtschaften, ebenfalls nicht mehr versichern werden. <strong>Die Richtlinien dieser beiden Versicherer gehen \u00fcber alle bisherigen Bem\u00fchungen der Branche hinaus. <\/strong>Doch obwohl immer mehr Versicherer sich aus dem Gesch\u00e4ft mit Kohle zur\u00fcckziehen, haben laut dem Report noch keine amerikanischen Versicherer ernsthafte Massnahmen diesbez\u00fcglich ergriffen. Unter den grossen europ\u00e4ischen Unternehmen haben auch die <strong>Hannover R\u00fcck, ACE Chubb und Mapfre<\/strong> bisher nicht viel unternommen, auch <strong>Generali und Munich Re <\/strong>bewegen sich nur in kleinen Schritten Richtung kohlenstoffarmer Umwelt.<\/p>\n<p><strong>Katja Nikitenko, Finanzexpertin, Greenpeace Schweiz<\/strong>, sagt:\u00abDie Rolle der Versicherer besteht darin, Risiken f\u00fcr die Gesellschaft zu erkennen. Kohle emittiert bei der Verbrennung mehr CO2 als alle anderen Energiequellen. Daher w\u00e4ren Versicherer jetzt in der Lage, die Verpflichtungen des Pariser Klimaabkommens entscheidend zu unterst\u00fctzen. Die UNO fordert einen Stopp f\u00fcr neue Kohlekraftwerke und einen beschleunigten Ausstieg aus bestehenden Anlagen als wichtige Schritte zur Erreichung der Klimaziele. Leider sind viele Versicherer noch unt\u00e4tig\u00bb.<\/p>\n<p><strong>Peter Bosshard, Koordinator von Unfriend Coal<\/strong>, sagt:\u00abWenn die Versicherer die zahlreichen nat\u00fcrlichen, technischen, kommerziellen und politischen Risiken von Kohle-Projekten nicht mehr decken, k\u00f6nnen keine neuen Kohlebergwerke und Kraftwerke gebaut und bestehende Betriebe stillgelegt werden. Die Versicherer verwalten au\u00dferdem Verm\u00f6genswerte im Umfang von 31 Billionen US-Dollar und k\u00f6nnen durch den \u00dcbergang von Kohle zu erneuerbarer Energie den \u00dcbergang zu einer kohlenstoffarmen Wirtschaft beschleunigen\u00bb.<\/p>\n<p><strong>Forderungen von Greenpeace an die Versicherer: <\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Versicherer sollen ihre Gesch\u00e4ftspolitik dahingehend \u00e4ndern, dass sie Kohleunternehmen nicht mehr versichern, neben einem kompletten Investitionsr\u00fcckzug aus Firmen, die mindestens 30 Prozent ihres Umsatzes oder ihrer Energie aus Kohle gewinnen.<\/li>\n<li>Zus\u00e4tzlich sollten alle anderen Unternehmen das Underwriting von fossilen Brennstoffprojekten ausschliessen und allf\u00e4llige Investitionen abziehen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Gleichzeitig mit ihrem R\u00fcckzug aus dem fossilen Energiesektor sollen die Versicherer ihr Engagement in erneuerbare Energiequellen entsprechend erh\u00f6hen.<\/p>\n<p>&nbsp;<br \/>\n<a class=\"btn btn-lg btn-accent\" href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/themen\/klima\/insurance-divest\/\">Zum Report<\/a><br \/>\n&nbsp;<\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>Detaillierte Informationen zum Report<\/strong><\/p>\n<p>Der <a href=\"http:\/\/act.gp\/2yChYyH\">Report<\/a> bewertet, wie Versicherungsunternehmen mit Kohle und Klimawandel umgehen. Sie basiert auf den Antworten von 17 der 25 Versicherer &#8211; eine Beteiligungsrate von 68% &#8211; und auf zus\u00e4tzlichen Informationen aus Branchenumfragen, Unternehmensliteratur und Websites. Vier f\u00fchrende Versicherer reagierten \u00fcber ihre CEOs, was die Bedeutung unterstreicht, die sie dem Thema beimessen.<\/p>\n<p><strong>Marktsituation und Bafu Studie<\/strong><\/p>\n<p>Unter diesen Umst\u00e4nden k\u00f6nnte der Markt f\u00fcr Kohle schrumpfen und Kohle unversicherbar machen. <strong>Versicherungsunternehmen haben ein gro\u00dfes Eigeninteresse daran, einen katastrophalen Klimawandel zu vermeiden<\/strong>. Dies zeigte auch eine diesj\u00e4hrige Studie des <strong>Bundesamtes f\u00fcr Umwelt (Bafu)<\/strong>, welche Pensionskassen und Versicherungen dazu eingeladen hat, die Klimavertr\u00e4glichkeit ihrer Portfolien zu testen. Die Ergebnisse best\u00e4tigen auch die Bef\u00fcrchtungen der Branche: Gelingt ein kontinuierlicher \u00dcbergang zu einer klimavertr\u00e4glichen Weltwirtschaft nicht, k\u00f6nnten in bestimmten Sektoren <strong>erhebliche Verluste eintreten<\/strong>. Produktions- und Investitionspl\u00e4ne m\u00fcssten sp\u00e4ter unvermittelt angepasst werden.<\/p>\n<p><strong>Ergebnisse zu Underwriting<\/strong><\/p>\n<p>Swiss Re hat bereits das Zeichnen von Schiefergas, Teersanden und arktischen Bohrprojekten eingeschr\u00e4nkt und im Jahr 2017 hat SwissRe bereits einen spezifischen Mechanismus zur Co2-Risikosteuerung entwickelt, der ihre Gesch\u00e4ftst\u00e4tigkeiten auf eine kohlenstoffarme Welt ausrichten soll. Der erste Teil dieses Vorhabens beinhaltet ein neues Reglement f\u00fcr thermische Kohleversorgungsunternehmen und den Bergbau. Dieses beinhaltet, dass Swiss Re k\u00fcnftig keine Unternehmen versichern wird, welche ihre Einnahmen mehr als 30% aus Kohle erwirtschaften. Die neue Richtlinie tritt Mitte 2018 in Kraft und es wird eine \u00dcbergangsfrist gelten.<\/p>\n<p>Zurich und AXA punkten bei der Verwendung einer breiten Definition von Kohleunternehmen, die neue und bestehende Minen einschlie\u00dfen, und beenden die Deckung f\u00fcr Bergbau- oder Elektrizit\u00e4tsunternehmen, die mehr als 50% ihres Umsatzes mit Kohle erzielen.<\/p>\n<p><strong>Ergebnisse zu Divestment <\/strong><\/p>\n<p>Swiss Re und SCOR verwenden eine strengere 30% &#8211; Schwelle und verwalten wenig oder keine Verm\u00f6genswerte von Drittparteien. Die Allianz hat eine strengere 30% -Schwelle angenommen, aber dies umfasst nicht mehr als eine Billionen von Verm\u00f6genswerten, die sie f\u00fcr Dritte verwaltet. Die M\u00fcnchener R\u00fcck hat sich von Aktien getrennt, h\u00e4lt aber weiterhin Anleihen von Kohleunternehmen. Zurich und AXA erzielen eine hohe Punktzahl f\u00fcr die Ver\u00e4u\u00dferung sowohl ihrer eigenen Verm\u00f6genswerte als auch von Verm\u00f6genswerten, die sie im Auftrag Dritter verwalten. Das sind haupts\u00e4chlich Bergbau- oder Elektrizit\u00e4tsunternehmen, die mehr als 50% ihres Umsatzes mit Kohle erzielen.<\/p>\n<p>Ein <strong>Schwellenwert von 50% erm\u00f6glicht weiterhin Investitionen in einige der aggressivsten Kohleunternehmen der Welt<\/strong>, wie Koreas KEPCO, J-Power in Japan und Tenaga in Malaysia. Unfriend Coal fordert die Unternehmen auf, eine 30% -Schwelle f\u00fcr ihre eigenen und fremden Verm\u00f6genswerte zu setzen.<\/p>\n<p><strong>Weiterf\u00fchrende Artikel zu diesem Thema finden Sie hier: <\/strong><\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"https:\/\/www.theguardian.com\/environment\/2017\/nov\/15\/growing-number-of-global-insurance-firms-divesting-from-fossil-fuels\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">The Guardian<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.reuters.com\/article\/us-climatechange-insurance\/european-insurers-lead-u-s-rivals-in-coal-exit-campaign-group-idUSKBN1DF00V?il=0\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Reuters<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.dailymail.co.uk\/wires\/reuters\/article-5083443\/European-insurers-lead-U-S-rivals-coal-exit-campaign-group.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Dailymail<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.telegraph.co.uk\/business\/2017\/11\/15\/zurich-ends-coal-investments-insurers-pull-20bn-sector\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Telegraph<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/reneweconomy.com.au\/insurance-industry-must-act-coal-sector-78085\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Reneweconomy<\/a><\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Neuer Report zur Versicherungsbranche zeigt: F\u00fchrende Versicherer ver\u00e4ussern 20 Milliarden Dollar Beteiligungen aus Kohleunternehmen und beschr\u00e4nken ihren Versicherungsschutz f\u00fcr Kohle-Projekte.<\/p>\n","protected":false},"author":30,"featured_media":20416,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_planet4_optimize_post_is_variant":false,"_planet4_optimize_experiment_name":"","_planet4_optimize_variant_name":"","ep_exclude_from_search":false,"p4_og_title":"","p4_og_description":"","p4_og_image":"","p4_og_image_id":"","p4_seo_canonical_url":"","p4_campaign_name":"","p4_local_project":"","p4_basket_name":"","p4_department":"","footnotes":""},"categories":[1],"tags":[50],"p4-page-type":[75],"gpch-article-type":[],"class_list":["post-20415","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-unkategorisiert","tag-klima","p4-page-type-story"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/20415","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/30"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=20415"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/20415\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/20416"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=20415"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=20415"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=20415"},{"taxonomy":"p4-page-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/p4-page-type?post=20415"},{"taxonomy":"gpch-article-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/gpch-article-type?post=20415"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}