{"id":20457,"date":"2017-12-21T00:00:00","date_gmt":"2017-12-20T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/20457\/weihnachtswunsch-an-coca-cola\/"},"modified":"2019-07-09T15:39:16","modified_gmt":"2019-07-09T13:39:16","slug":"weihnachtswunsch-an-coca-cola","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/story\/20457\/weihnachtswunsch-an-coca-cola\/","title":{"rendered":"Weihnachtswunsch an Coca-Cola"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Zuoberst auf der Wunschliste von Coca-Cola steht eine gl\u00fchend erfolgreiche Werbung. Dieses Jahr allerdings muss sich der Getr\u00e4nkekonzern den besten Werbespot-Rangplatz mit Greenpeace teilen. <\/strong><\/p>\n\n<figure class=\"wp-block-embed-youtube wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<lite-youtube style=\"background-image: url('https:\/\/i.ytimg.com\/vi\/xva5-6XsOTw\/hqdefault.jpg');\" videoid=\"xva5-6XsOTw\" params=\"rel=0&#038;enablejsapi=1&#038;origin=https%3A%2F%2Fwww.greenpeace.ch&#038;cc_load_policy=1\"><\/lite-youtube>\n<\/div><\/figure>\n\n<p>Mit einem weihnachtlichen Parodie-Video appelliert Greenpeace UK an den weltweit gr\u00f6ssten Getr\u00e4nkehersteller. Dieser soll unseren Ozeanen einen festlichen Gefallen tun und auf Einwegplastik und Einweg-PET-Flaschen verzichten. Denn Milliarden dieser Plastikflaschen enden in Landdeponien, an Str\u00e4nden und letztendlich im Meer, wo sie zur Plastikverschmutzung beitragen.<\/p>\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>\u201cWir haben kalkuliert, dass Coca-Cola \u00fcber 110 Milliarden Einweg-Plastikflaschen pro Jahr produziert \u2013 das bedeutet unglaubliche 3400 Flaschen pro Sekunde!\u201d Louise Hedge, Greenpeace Ocean Campaignerin<\/p><\/blockquote>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Wie eine Gruppe High-School-M\u00e4dchen Coca-Cola stoppt<\/h2>\n\n<p>Greenpeace diskutiert seit Jahren mit Coca-Cola \u00fcber dessen umweltsch\u00e4dliche Flaschenproduktion. 2013 versuchte der Konzern auf gerichtlichem Wege, ein Pfandsystem f\u00fcr PET-Flaschen in Australien zu blockieren. Greenpeace setzte sich damals mit einem <a href=\"https:\/\/youtu.be\/Q7Uxaw6YoRw\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">aufr\u00fcttelnden TV-Spot <\/a>gegen die Verschmutzung der Meere durch PET-Flaschen ein. Mit Erfolg: Der Flaschenpfand wurde eingef\u00fchrt.<\/p>\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignleft\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/0c0d4b51-0c0d4b51-2013-2193-plastic-bottle-free-225x300.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-41381\"\/><\/figure><\/div>\n\n<p>Nicht einsch\u00fcchtern liess sich ebenfalls eine Gruppe junger High-School-M\u00e4dchen in Sydney. Als <a href=\"http:\/\/www.greenpeace.org\/australia\/en\/news\/oceans\/VIDEO-how-a-group-of-high-school-girls-got-Coca-Cola-banned\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">clevere Heldinnen<\/a> k\u00e4mpften sie gegen den gr\u00f6ssten Getr\u00e4nke-Giganten der Welt. Wie? Die L\u00f6sung war ganz einfach: Mit der innovativen Installation einer Trinkwasserstation und der Nutzung von wiederauff\u00fcllbaren Flaschen vermochten sie Coca-Cola und den PET-Flaschen- Verbrauch an der Canterbury High School erfolgreich zu verbannen.<\/p>\n\n<p>Die inspirierende Aktion der Sch\u00fclerinnen macht es vor: Mit ganz simplen L\u00f6sungen k\u00f6nnen wir im Alltag unsinnige Einweg-Plastikflaschen vermeiden. Das macht Hoffnung. Denn Recycling allein kann die Plastikkrise nicht l\u00f6sen! Dies kann nur der Verzicht auf unn\u00f6tige Einweg-Plastik-Produkte.<\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Politische Ver\u00e4nderungen f\u00fcr unsere Ozeane <\/h2>\n\n<p>Mittlerweile ist man auch auf politischer Ebene zur Einsicht gelangt, dass die globale Plastikproduktion dringend reduziert werden muss. Erste Fortschritte zeichnen sich nun ab: Die EU-Beratungen f\u00fcr eine neue Plastik-Strategie und Abfallverwertung sollen Anfang 2018 zu einem Abschluss gelangen und die Weichen f\u00fcr die Reduktion von Plastikverpackungen stellen. 2017 haben sich mit unserer Plastik-Petition eine Viertelmillion Menschen f\u00fcr eine Reduktion von Einwegplastik eingesetzt.<\/p>\n\n<p>Und auch ausserhalb von Europa zeichnet sich ein Gesinnungswandel ab: Anfang Dezember spielte beim UNO-Umweltgipfel in Kenia die Verschmutzung der Meere eine tragende Rolle. Die Delegierten nahmen insgesamt 13 Resolutionen an, eine davon widmet sich konkret der aktuellen Plastikkrise. Die Resolution soll zur Verminderung von Plastikabfall beitragen, hat aber den Haken, dass sie rechtlich nicht bindend ist. Die Entscheidung hat die Aufmerksamkeit auf die Plastik- und Umweltverschmutzung gelenkt. &#171;Jetzt liegt es aber an den Regierungen, die Resolutionen in Handlungen zu \u00fcbersetzen\u201c, fordert die Oceans Campaignerin Qian Cheng von Greenpeace China.<\/p>\n\n<p>Weiterhin verstreicht zuviel wertvolle Zeit, bis die politischen Massnahmen tatkr\u00e4ftig umgesetzt werden. F\u00fcr das Meer und die vielen Meerestiere, die Plastik verschlucken oder sich darin verheddern, z\u00e4hlt jede Minute. Zudem zerf\u00e4llt Plastik und bildet Mikroplastik \u2013 kleinste Kunststoff-Teilchen, die von Meereslebewesen f\u00fcr Nahrung gehalten werden. J\u00fcngste Forschungsergebnisse offenbaren, dass Tiere sogar an den tiefsten Stellen der&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/2017\/07\/21\/mikroplastik-partikel-in-der-kosmetik-fasern-in-der-kleidung\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Meere&nbsp;<\/a>kleine Plastik-Teile im Magen haben.<\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Eisige Zeiten f\u00fcr Plastik in der Wirtschaft! <\/h2>\n\n<p>Firmen wie Coca-Cola m\u00fcssen ebenso Verantwortung f\u00fcr die globale Plastikproduktion \u00fcbernehmen wie die Politik. Sie m\u00fcssen grundlegend innovative Modelle anbieten. Nicht nur Getr\u00e4nkehersteller stehen im Visier, sondern auch Fastfood-Ketten wie z. B. McDonald\u2019s. Gem\u00e4ss Sch\u00e4tzungen von Greenpeace Hong Kong gehen in dieser Stadt jeden Tag fast eine halbe Million Servier-Portionen in Einwegplastik \u00fcber den Tresen. Die ersten Verhandlungen von Greenpeace mit McDonalds-Vertretern weisen in eine vielversprechende Richtung: Weg von Einweg-Plastik und -Verpackungen, hin zu alternativen, umweltfreundlichen L\u00f6sungen.<\/p>\n\n<p>2017 hat sich Greenpeace weltweit f\u00fcr plastikfreie Meere eingesetzt. Greenpeace wird auch im neuen Jahr konsequent am Thema dranbleiben, um die Plastikverschmutzung an der Quelle zu stoppen. Denn gemeinsam k\u00f6nnen wir Politik und Wirtschaft zu einer Reduktion von Einwegplastik bewegen.<\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Coca-Colas Weihnachtsgeheimnis<\/h2>\n\n<figure class=\"wp-block-image is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/be814edf-be814edf-gp0stqp47_medium_res-150x150.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-41396\" width=\"203\" height=\"203\"\/><\/figure>\n\n<p>In einer k\u00fcrzlich erschienenen <a rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/storage.googleapis.com\/gpuk-static\/legacy\/the-case-against-coca-cola.pdf\" target=\"_blank\">Studie<\/a> sch\u00e4tzt Greenpeace, dass Coca-Cola nur ca. 7% der PET- Flaschenproduktion aus Recycling-Plastik herstellt, dies bei einer Produktionsrate von 3400 Flaschen pro Sekunde! Erstaunliche Zahlen, wenn man bedenkt, dass PET-Trinkflaschen, (Polyethylenterephthalat) aus Erd\u00f6l oder Erdgas bestehen und bis zu 100% wiederverwertet werden k\u00f6nnen. Die Angaben beruhen auf Sch\u00e4tzungen, denn Coca-Cola hat sich bisher als einziger Getr\u00e4nkehersteller geweigert die Zahlen zum globalen Plastikverbrauch der Firma offen zu legen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zuoberst auf der Wunschliste von Coca-Cola steht eine gl\u00fchend erfolgreiche Werbung. Dieses Jahr allerdings muss sich der Getr\u00e4nkekonzern den besten Werbespot-Rangplatz mit Greenpeace teilen. 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