{"id":20516,"date":"2018-01-19T00:00:00","date_gmt":"2018-01-18T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/20516\/sogar-die-financial-times-unterstuetzt-den-ausstieg-aus-kohle\/"},"modified":"2019-06-05T15:16:13","modified_gmt":"2019-06-05T13:16:13","slug":"sogar-die-financial-times-unterstuetzt-den-ausstieg-aus-kohle","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/story\/20516\/sogar-die-financial-times-unterstuetzt-den-ausstieg-aus-kohle\/","title":{"rendered":"Sogar die Financial Times unterst\u00fctzt den Ausstieg aus Kohle"},"content":{"rendered":"<p><b>Eine Greenpeace Schweiz Kampagne hat letztes Jahr die gr\u00f6ssten Versicherungsgesellschaften dazu aufgerufen sich von Kohleprojekten zu distanzieren und ihren Versicherungsschutz zu stoppen. Jetzt berichten auch Medien wie <\/b><a href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/Insurers-go-cold-on-coal-industry.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><b>Financial Times<\/b><\/a><b>, <\/b><a href=\"https:\/\/www.tagesanzeiger.ch\/wirtschaft\/standardversicherer-bremsen-klimasuender-aus\/story\/29018105\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><b>Tages Anzeiger<\/b><\/a><b> und <\/b><a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=8sR5BHbB5pg&amp;t=9m40s\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><b>VICE News<\/b><\/a><b> \u00fcber ein Umdenken in der Branche.<\/b><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Anfangs Januar ver\u00f6ffentlichte die wohl einflussreichste Wirtschaftszeitung der Welt einen Leitartikel zum Thema Kohle-Beteiligungen. Financial Times sieht den Stopp in Kohle-Investitionen und den R\u00fcckzug bei der Versicherungsdeckung als \u201eeine willkommene und logische Entwicklung\u201c, die darauf hindeutet, dass sich der \u201cDruck f\u00fcr die Kohle-Industrie versch\u00e4rft hat\u201c. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Denn die Verbrennung von Kohle gilt heute als einer der Hauptursachen f\u00fcr den Klimawandel, welcher f\u00fcr eine H\u00e4ufung extremer Wetterverh\u00e4ltnisse verantwortlich ist. Dessen Konsequenzen \u2013 versicherte und nicht versicherte Sch\u00e4den \u2013 tragen mitunter auch die Versicherer. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">&#171;Jede verantwortungsvolle Regierung sollte sich zum Ziel nehmen, Kohle so schnell wie m\u00f6glich aus dem Verkehr zu ziehen&#187;, argumentiert die Financial Times, &#171;vor allem angesichts der rapide sinkenden Kosten f\u00fcr sauberere Alternativen.&#187; Fazit des Artikels ist, dass europ\u00e4ische Versicherer sich einig seien: Kohle stelle heute eine gr\u00f6\u00dfere Reputationsgefahr dar als eine gewinnbringende Opportunit\u00e4t. Ausserdem sendet FT eine klare Botschaft an Unternehmen wie Allianz, Generali, AIG, M\u00fcnchen und Hannover R\u00fcck: Unabh\u00e4ngige Beobachter und Experten erwarten in Zukunft weitere R\u00fcckz\u00fcge der Versicherungsgesellschaften aus Kohleprojekte. <\/span><\/p>\n<p><b>Konsequenzen f\u00fcr Kohlefirmen<\/b><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Basierend auf der <\/span><a href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/UnfriendCoal.final_.ViewOnly.pdf\"><span style=\"font-weight: 400;\">j\u00fcngsten Studie von Unfriend Coal und Greenpeace Schweiz<\/span><\/a><span style=\"font-weight: 400;\"> berichtet der Artikel, dass bisher 15 Versicherer gesch\u00e4tzte 20 Milliarden Dollar aus dem Kohlesektor abgezogen haben, und vier von ihnen (Swiss Re, Axa, Zurich und Scor) auch aufgeh\u00f6rt haben, Kohleprojekte in unterschiedlichem Ma\u00dfe zu versichern. Weiter stellt der FT-Artikel fest, dass laut Versicherungsmaklern gro\u00dfe multinationale Bergbauunternehmen &#171;wahrscheinlich nicht sehr stark von der Verschiebung in der Versicherungsbranche betroffen sein werden, aber kleine und mittlere Bergleute sowie Energieunternehmen die Krise wahrscheinlich sp\u00fcren werden\u201c. Allgemein seien einige Kohleunternehmen \u00fcber die Entwicklung sehr besorgt und die Versicherungsmakler w\u00fcrden w\u00f6chentliche Treffen mit ihnen abhalten, um die Auswirkungen der Entscheidungen der Versicherer zu diskutieren. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">\u00c4hnlich argumentiert <\/span><a href=\"https:\/\/www.tagesanzeiger.ch\/wirtschaft\/standard\/Versicherer-bremsen-Klimasuender-aus\/story\/29018105\"><span style=\"font-weight: 400;\">Tages Anzeiger<\/span><\/a><span style=\"font-weight: 400;\"> in der Ausgabe vom 18. Januar: \u201eBei grossen Versicherern findet ein Umdenken statt. Sie distanzieren sich von Kunden, die mit dem Ausstoss von Treibhausgasen zu den gr\u00f6ssten Klimas\u00fcndern z\u00e4hlen\u201c. Weiter beteuern Konzerne wie Axa und Zurich, dass ihre Positionen als f\u00fchrende Akteure in diesem Bereich nicht gef\u00e4hrdet seien. Daf\u00fcr sei das betroffene Pr\u00e4mienvolumen schlicht zu gering. Und wie ist die Reaktion der Aktion\u00e4re? Aktion\u00e4re seien vor allem besorgt \u00fcber die zunehmende Zahl und Schwere von Naturereignissen und daher verstehen sie, wie bedeutungsvoll es f\u00fcr die Versicherer sei, die Erderw\u00e4rmung zu begrenzen. \u201eAndernfalls k\u00f6nnte die Zukunftsf\u00e4higkeit unserer Branche gef\u00e4hrdet sein\u201c, so ein Axa-Vertreter. <\/span><\/p>\n<p><b>US-Versicherungsgesellschaften hinken hinterher<\/b><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=8sR5BHbB5pg&amp;t=9m40s\"><span style=\"font-weight: 400;\">Vice News<\/span><\/a><span style=\"font-weight: 400;\"> prangert die US-Versicherer an, sie h\u00e4tten enorme finanzielle Beteiligung in der fossilen Brennstoffindustrie, obwohl sie zeitgleich den Konsequenzen von Erderw\u00e4rmung direkt ausgesetzt sind. Zusammen investieren die 40 amerikanischen Top-Versicherer mehr als 450 Milliarden Dollar in Kohle, \u00d6l und Gas. Zur gleichen Zeit aber k\u00e4mpfen diese US-Versicherer um die monumentalen Kosten des Klimawandels zu decken. Wegen den drei tragischen Hurrikans des letzten Jahres haben sie ca. 100 Milliarden US-Dollar Verluste geschrieben.<\/span><\/p>\n<lite-youtube style=\"background-image: url('https:\/\/i.ytimg.com\/vi\/8sR5BHbB5pg\/hqdefault.jpg');\" videoid=\"8sR5BHbB5pg\" params=\"rel=0&#038;enablejsapi=1&#038;origin=https%3A%2F%2Fwww.greenpeace.ch&#038;cc_load_policy=1\"><\/lite-youtube>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">\u201eDie beiden Artikel geben unseren Bem\u00fchungen, die Kohleversicherung zu beenden, Auftrieb\u201c, meint Katya Nikitenko, Finance Kampagnerin bei Greenpeace Schweiz. \u201eUnsere Arbeit hat aber erst begonnen, es gibt noch etliche bedeutende Player wie Generali, Allianz oder Munich Re, die wir \u00fcberzeugen m\u00fcssen, dieser wichtigen Bewegung beizutreten. Ebenso sollten die US-Versicherer dem europ\u00e4ischen Beispiel wie Axa, Zurich Insurance und Swiss Re folgen und ihre Kohle-Beteiligungen stoppen\u201c. <\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine Greenpeace Schweiz Kampagne hat letztes Jahr die gr\u00f6ssten Versicherungsgesellschaften dazu aufgerufen sich von Kohleprojekten zu distanzieren und ihren Versicherungsschutz zu stoppen. 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