{"id":20526,"date":"2018-01-25T00:00:00","date_gmt":"2018-01-24T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/20526\/in-fremden-welten\/"},"modified":"2019-05-30T15:42:37","modified_gmt":"2019-05-30T13:42:37","slug":"in-fremden-welten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/story\/20526\/in-fremden-welten\/","title":{"rendered":"IN FREMDEN WELTEN"},"content":{"rendered":"<p><strong>Das Greenpeace-Schiff Arctic Sunrise erforscht die Antarktis \u2013 dort, wo das gr\u00f6sste Schutzgebiet der Welt entstehen soll.\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Es klingt wie Science Fiction, und trotzdem ist es wahr: Auf ihrer Expedition in die Antarktis dringt die Besatzung der Arctic Sunrise in Unterwasserwelten vor, die nie ein Mensch zuvor gesehen hat. Dazu braucht es keine \u00dcberlichtgeschwindigkeit, sondern bloss ein Unterseeboot. Von ihren ersten Tauchg\u00e4ngen brachten die Meeresbiologen John Hocevar und Susanne J. Lockhart erstaunliche Bilder zur\u00fcck an die Wasseroberfl\u00e4che.<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/4aTyBEyirxg\" width=\"560\" height=\"370\" frameborder=\"0\" allowfullscreen=\"allowfullscreen\"><\/iframe><\/p>\n<p>Zu Beginn des Jahres fuhr das Greenpeace-Schiff Arctic Sunrise von Chile aus Richtung S\u00fcdpol, wo es drei Monate bleibt \u2013 aus dem deutschen Greenpeace-B\u00fcro ist Meeresbiologin Dr. Sandra Sch\u00f6ttner dabei. Die Forscher und Aktivisten wollen selbst erleben, was in der Antarktis auf dem Spiel steht. Daf\u00fcr gibt es einen aktuellen Grund: Im Oktober dieses Jahres wird die internationale Antarktis-Kommission CCAMLR \u00fcber\u00a0<a href=\"https:\/\/www.greenpeace.de\/antarktis\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">das gr\u00f6sste Meeresschutzgebiet der Welt<\/a>\u00a0entscheiden. Im Weddellmeer, auf einer Fl\u00e4che rund f\u00fcnfmal so gross wie Deutschland, w\u00e4re damit industrielle Grossfischerei verboten. Die Expedition der Arctic Sunrise soll den Stimmberechtigten bei ihrer historischen Entscheidung helfen: Die Aufnahmen dokumentieren, welche Artenvielfalt im vermeintlich lebensfeindlichen Eis gedeiht.<\/p>\n<p><strong>Wir haben so viel gesehen<\/strong><\/p>\n<p>John Hocevar aus dem US-amerikanischen Greenpeace-B\u00fcro steuerte das Unterseeboot auf den ersten Tauchg\u00e4ngen. \u201eIch wusste wirklich nicht, was uns dort erwartet\u201c, sagt der Wissenschaftler und Pilot. Doch falls es Zweifel gab, ob die Wissenschaftler am Meeresgrund \u00fcberhaupt etwas zu erforschen f\u00e4nden, zerstreuten sie sich schnell. \u201eWir haben so viel Leben gesehen: Schw\u00e4mme, Korallen, Seesterne. Sogar Eisfische!\u201c<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/lMY6E522LQw\" width=\"560\" height=\"370\" frameborder=\"0\" allowfullscreen=\"allowfullscreen\"><\/iframe><\/p>\n<p>\u201eEine der von uns untersuchten Stellen finde ich besonders spannend\u201c, sagt Dr. Susanne Lockhart, die mit im U-Boot sass. \u201eSie ist zu hundert Prozent von Organismen bedeckt und hat eine faszinierende dreidimensionale Struktur. Das erlaubt anderen Lebewesen, sich dort ebenfalls anzusiedeln, und ergibt eine sehr interessante Artenzusammensetzung.\u201c Bet\u00f6rend sch\u00f6n \u2013 aber auch sehr empfindlich sei das, f\u00fcgt die Meeresbiologin hinzu: \u201eF\u00fcr ein so \u00d6kosystem w\u00e4re es sehr schwierig, sich nach einer St\u00f6rung wieder zu erholen \u2013 etwa nach einem Fischzug mit Grundschleppnetzen.\u201c Davor m\u00fcsse das Weddellmeer gesch\u00fctzt werden.<\/p>\n<p><strong>Die Erforschung steht noch am Anfang<\/strong><\/p>\n<p>Das Weddellmeer gilt zwar als besonders artenreich, seine Erforschung steht aber noch am Anfang. Die Bilder der Arctic-Sunrise-Besatzung best\u00e4tigen allerdings die Vermutung, dass es hier vor Leben wimmelt. \u201eUnsere Dokumentation zeigt eindrucksvoll, warum wir diese einzigartigen Lebensr\u00e4ume sch\u00fctzen m\u00fcssen\u201c, sagt Greenpeace-Expertin Sandra Sch\u00f6ttner. \u201eDie Antarktis-Kommission muss das Weddellmeer vor der Fischereiindustrie bewahren.\u201d<\/p>\n<p>Dass diese bislang unber\u00fchrten Gebiete \u00fcberhaupt von der Fischerei bedroht sind, liegt an der Erderhitzung. Ihretwegen sind in den Sommermonaten Teile des antarktischen Meeres f\u00fcr Fischtrawler befahrbar, dort, wo noch vor wenigen Jahren eine undurchdringliche Eisdecke war. In der Antarktis wird vor allem nach Krill gefischt: Kleinen garnelenartigen Tieren, die zu Fischfutter und \u2013 \u00e4usserst verzichtbaren \u2013 Nahrungserg\u00e4nzungsmitteln verarbeitet werden, in der Antarktis aber Grundlage des Lebens sind. Denn Krill ist f\u00fcr das \u00dcberleben von Pinguinen, Walen und Robben unerl\u00e4sslich.<\/p>\n<p><strong>Stars an Bord<\/strong><\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/fHqoLhmEKgA\" width=\"560\" height=\"370\" frameborder=\"0\" allowfullscreen=\"allowfullscreen\"><\/iframe><\/p>\n<p>Mit den Bildern aus dem S\u00fcdpolarmeer hat Greenpeace eine starke Argumentationshilfe f\u00fcr ein Schutzgebiet im Wedellmeer geliefert. Prominente Sch\u00fctzenhilfe ist ebenfalls an Bord: Der spanische Filmstar Javier Bardem (\u201eJames Bond 007 \u2013 Skyfall\u201c) wird mit seinem Bruder die Tour in den kommenden Tagen begleiten. Ein weiterer Hollywoodstar hat sich bereits angek\u00fcndigt. Nachdem David Harbour, der in der erfolgreichen Netflix-Serie \u201eStranger Things\u201c spielt, auf Twitter 200.000 Retweets einsammelte f\u00fcr seinen Wunsch, auf der Arctic Sunrise mitzureisen,\u00a0<a href=\"https:\/\/twitter.com\/DavidKHarbour\/status\/955503974186020864\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">\u201eum mit Pinguinen zu tanzen\u201c<\/a>, lud Greenpeace ihn auf das Schiff ein. Der gute Rat von Bord, ebenfalls per Twitter:\u00a0<a href=\"https:\/\/twitter.com\/Greenpeace\/status\/955576138675310592\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">\u201ePack Thermo-Unterw\u00e4sche ein.\u201c<\/a><\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/mFb1GIb4xvU\" width=\"560\" height=\"370\" frameborder=\"0\" allowfullscreen=\"allowfullscreen\"><\/iframe><\/p>\n<p><strong>Mach mit<\/strong><\/p>\n<p>Du musst nicht prominent sein, um den Plan f\u00fcr ein Meeresschutzgebiet in der Antarktis zu unterst\u00fctzen.\u00a0<a href=\"https:\/\/www.greenpeace.de\/antarktis#machmit\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Schreibe der Antarktis-Kommission CCAMLR<\/a>, dass auch Du den Schutz des Weddellmeers vor der Fischereiindustrie forderst.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Greenpeace-Schiff Arctic Sunrise erforscht die Antarktis \u2013 dort, wo das gr\u00f6sste Schutzgebiet der Welt entstehen soll.\u00a0 Es klingt wie Science Fiction, und trotzdem ist es wahr: Auf ihrer Expedition&hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":20528,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_planet4_optimize_post_is_variant":false,"_planet4_optimize_experiment_name":"","_planet4_optimize_variant_name":"","ep_exclude_from_search":false,"p4_og_title":"","p4_og_description":"","p4_og_image":"","p4_og_image_id":"","p4_seo_canonical_url":"","p4_campaign_name":"","p4_local_project":"","p4_basket_name":"","p4_department":"","footnotes":""},"categories":[1],"tags":[41],"p4-page-type":[75],"gpch-article-type":[],"class_list":["post-20526","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-unkategorisiert","tag-meer","p4-page-type-story"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/20526","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=20526"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/20526\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/20528"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=20526"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=20526"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=20526"},{"taxonomy":"p4-page-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/p4-page-type?post=20526"},{"taxonomy":"gpch-article-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/gpch-article-type?post=20526"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}