{"id":20531,"date":"2018-02-23T00:00:00","date_gmt":"2018-02-22T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/20531\/monokultur-in-unserer-medienlandschaft-nein-zu-no-billag\/"},"modified":"2019-05-30T15:42:45","modified_gmt":"2019-05-30T13:42:45","slug":"monokultur-in-unserer-medienlandschaft-nein-zu-no-billag","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/story\/20531\/monokultur-in-unserer-medienlandschaft-nein-zu-no-billag\/","title":{"rendered":"Monokultur in unserer Medienlandschaft? <br>Nein zu No Billag!<\/br>"},"content":{"rendered":"<p><strong>Am 4. M\u00e4rz stimmen wir \u00fcber die Abschaffung der Radio- und TV-Geb\u00fchren ab, \u00fcber die No-Billag-Initiative. Wir von Greenpeace bitten Sie, ein \u201eNein\u201c in die Urne zu werfen.<\/strong><\/p>\n<p>Eine Annahme der No-Billag-Initiative w\u00fcrde einen Verlust der heutigen Medienvielfalt bedeuten, obwohl gerade die Schweizer Demokratie Vielfalt und Qualit\u00e4t unbedingt braucht. Mit der Annahme der Initiative ginge beides verloren.<\/p>\n<p>Die geforderte Abschaffung der Radio- und Fernsehgeb\u00fchren f\u00fchrte zur vollst\u00e4ndigen Kommerzialisierung der Medienlandschaft, die seit Jahren genau darum verarmt. Immer weniger aber immer gr\u00f6ssere Medienkonzerne beherrschen den Schweizer Medienmarkt. Sie stehen in einem heftigen Konkurrenzkampf auf dem Werbemarkt, der rasant von elektronischen Informationsgiganten wie Google und Facebook aufgerollt wird.<\/p>\n<p>Blickt man auf die Auswirkungen bei den SRF-Medien, so w\u00fcrden investigative Wissensmagazine wie Kassensturz oder Einstein, vertieft recherchierende Nachrichtensendungen wie Echo der Zeit, Tagesschau, Rundschau ausged\u00fcnnt oder gestrichen. Doch genau darauf sind wir bei Greenpeace mit unseren Themen angewiesen.<\/p>\n<p>Es k\u00e4me noch krasser: Zu jenen Medien, die heute durch Billag-Gelder Unterst\u00fctzung erhalten, geh\u00f6ren dreizehn regionale Fernsehstationen, zw\u00f6lf kommerzielle Lokalradios und neun nicht kommerzielle Radios. Alles Sender, die privat sind und nichts mit der SRF zu tun haben. Sie alle k\u00e4men genau so massiv unter Druck und w\u00fcrden mehrheitlich ihren Betrieb einstellen m\u00fcssen. \u201eEine Annahme der No-Billag-Initiative w\u00fcrde f\u00fcr die meisten privaten Sender das Aus bedeuten,\u201c heisst es klipp und klar in einem ausf\u00fchrlich recherchierten <a href=\"https:\/\/www.tagesanzeiger.ch\/schweiz\/standard\/no-billag-lichterloeschen-bei-34-privatsendern\/story\/26908332\">Artikel im Tages Anzeiger dazu<\/a>.<\/p>\n<p>Unsere Greenpeace-Kolleginnen und Kollegen erleben diese Problematik in autokratischen L\u00e4ndern wie Russland am eigenen Leib: Ihre Anliegen werden beschnitten, verk\u00fcrzt oder schlicht ignoriert. Und wenn sie M\u00e4chtige in Wirtschaft und Politik kritisieren, werden genau diese Informationen unterschlagen. Kurz: Die breite \u00d6ffentlichkeit erh\u00e4lt nur jene Informationen, die den einflussreichsten Kreisen genehm sind. Ein solches Mediensystem k\u00e4me auch einigen in der Schweiz zupass, denn sie k\u00f6nnten es im Hintergrund zu ihren Gunsten manipulieren.<\/p>\n<p>Unsere Warnung ist darum eindringlich: Langfristig k\u00f6nnen die freie Meinungs\u00e4usserung wie auch die Umwelt nur gesch\u00fctzt werden, wenn die kontrovers gestaltete Meinungsbildung und die Ber\u00fccksichtigung leiser Stimmen &#8211; auch aus der Natur &#8211; gew\u00e4hrleistet bleiben. Dazu braucht es unabh\u00e4ngige Medien, die allen Sichtweisen Raum bieten und diese hinterfragen. Auch wir und unsere eigenen Standpunkte sollen durchleuchtet werden. Erst so ist ein gesellschaftlicher Diskurs m\u00f6glich. Nur so \u00fcberlebt die Demokratie.<\/p>\n<p>Bleiben Sie also an den entscheidenden Themen dran und stimmen Sie bitte ab. Das Abstimmungscouvert haben Sie bereits.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 4. 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