{"id":20538,"date":"2018-03-05T00:00:00","date_gmt":"2018-03-04T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/?p=20538"},"modified":"2019-08-16T11:45:28","modified_gmt":"2019-08-16T09:45:28","slug":"greenpeace-vision-weniger-fleisch-ist-mehr","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/story\/20538\/greenpeace-vision-weniger-fleisch-ist-mehr\/","title":{"rendered":"Greenpeace-Vision: Weniger Fleisch ist mehr!"},"content":{"rendered":"<p><strong>Die industrielle Fleischproduktion stellt die Menschheit vor riesige \u00f6kologische und gesundheitliche Probleme. Sie macht den Planeten, die Menschen und Tiere krank.&nbsp;Die heute vorgestellte Greenpeace-Vision sieht eine weltweite Reduktion des Konsums von Fleisch und Milchprodukten um 50% bis im Jahr 2050 vor. Greenpeace fordert eine Umlagerung der Subventionen.<\/strong><\/p>\n<p>Was wir essen, bestimmt das Schicksal der Menschheit mit. Unser Ern\u00e4hrungssystem sowie landwirtschaftsbezogene Landnutzungs\u00e4nderungen verursachen weltweit derzeit rund ein Viertel aller f\u00fcr den Klimawandel verantwortlichen Treibhausgasemissionen. Weltweit tr\u00e4gt die Nutztierhaltung soviel zur Klimaverschlechterung bei wie alle Autos, Lastwagen, Flugzeuge, Z\u00fcge und Schiffe zusammen. Obwohl es nach wie vor grosse regionale Unterschiede gibt, ist der steigende Konsum tierischer Produkte ein globales Ph\u00e4nomen und Problem: Bis 2050 soll sich der Fleischkonsum gem\u00e4ss Prognosen verdoppeln. Wenn wir nicht handeln, werden die Treibhausgasemissionen des Ern\u00e4hrungssystems dann mehr als die H\u00e4lfte der globalen vom Menschen verursachten Emissionen ausmachen, wie die heute vorgestellte Greenpeace-Vision der Tierhaltung 2050 verdeutlicht.<\/p>\n<p>Tierische Produkte sind f\u00fcr den L\u00f6wenanteil (60%) der ern\u00e4hrungsbedingten Klimaemissionen verantwortlich<a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\">[1]<\/a>. Fleisch und Milchprodukte sind jene Bestandteile unserer Nahrung, die unser Klima und die Umwelt &nbsp;am schwersten sch\u00e4digen. Das Ern\u00e4hrungssystem, insbesondere die Nutztierhaltung und der Anbau von Futtermitteln, ist ausserdem eine der Hauptursachen von Urwaldabholzung, von Todeszonen in den Ozeanen sowie von Gew\u00e4sserverschmutzung. Die industrielle Landwirtschaft im Allgemeinen und die Nutztierhaltung im Besonderen tragen massgeblich zum globalen Biodiversit\u00e4tsverlust bei. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sprechen bereits vom \u00absechsten Massenaussterben auf der Erde\u00bb.<\/p>\n<p><strong>Hoher Fleischkonsum = kr\u00e4nkere Menschen<\/strong><\/p>\n<p>Eine fleischreiche Ern\u00e4hrung ist weltweit einer der Hauptrisikofaktoren f\u00fcr vorzeitige Mortalit\u00e4t durch Diabetes und Krebs sowie f\u00fcr Herz- und Kreislauferkrankungen<a href=\"#_ftn2\" name=\"_ftnref2\">[2]<\/a>. Zudem werden weltweit \u2013 auch in der Schweiz \u2013 mehr Antibiotika an gesunde Nutztiere verabreicht als an kranke Menschen. Die Folge ist eine rasante Ausbreitung von multiresistenten Keimen, gegen die keine Antibiotika mehr helfen. Menschen laufen Gefahr, in absehbarer Zeit wieder an \u00abeinfachen\u00bb Infektionen zu sterben. Die volkswirtschaftlichen Kosten der gesundheitlichen Folgen des hohen Fleisch- und Milchkonsums sind immens.<\/p>\n<p>\u00abWenn wir das Ern\u00e4hrungssystem rasch und systemisch neu gestalten, k\u00f6nnen wir katastrophale Klimaver\u00e4nderungen und Umweltzerst\u00f6rung immer noch verhindern und dabei gleichzeitig unsere Gesundheit verbessern\u00bb, sagt Philippe Schenkel, Leiter der Landwirtschaftskampagne bei Greenpeace Schweiz. Greenpeace fordert deshalb eine Umlagerung von Subventionen, von den industriellen Fleisch- und Milchproduzenten hin zu \u00f6kologisch produzierenden Betrieben. Dies heisst zum Beispiel keine weitere F\u00f6rderung von H\u00fchner- und Schweinem\u00e4stereien sowie von Milchbetrieben, die auf einen hohen Kraftfuttereinsatz setzen. Der Antibiotika-Einsatz in der Tierhaltung muss weiter stark reduziert werden.<\/p>\n<p>Die Greenpeace-Vision f\u00fcr 2050 ist der Auftakt einer Kampagne f\u00fcr eine fleischreduzierte, pflanzenreiche Ern\u00e4hrung. Die Kampagne benennt die Probleme des hohen Fleischkonsums und stellt die Vielfalt und den Genuss ins Zentrum. Interessierte k\u00f6nnen sich mit verschiedenen Mitmachm\u00f6glichkeiten anschliessen. Den Report finden Sie unter: (LINK)<\/p>\n<p>Kontakt:<\/p>\n<p>Philippe Schenkel, Leiter Landwirtschaftskampagne Greenpeace Schweiz,<br \/>\n+41 79 790 52 84, <a href=\"mailto:philippe.schenkel@greenpeace.org\">philippe.schenkel@greenpeace.org<\/a><\/p>\n<p>Medienstelle Greenpeace Schweiz, +41 44 447 41 11, <a href=\"mailto:pressestelle.ch@greenpeace.org\">pressestelle.ch@greenpeace.org<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a> IPCC 2014: Smith, P., et al. 2014. Agriculture, Forestry and Other Land Use (AFOLU). In: Climate Change 2014: Mitigation of Climate Change. Contribution of Working Group III to the Fifth Assessment Report of the Intergovernmental Panel on Climate Change [Edenhofer, O., et al. (eds.)]. Cambridge University Press, Cambridge, United Kingdom and New York, NY, USA.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref2\" name=\"_ftn2\">[2]<\/a> Gakidou, E., et al. 2017. Global, regional, and national comparative risk assessment of 84 behavioural, environmental and occupational, and metabolic risks or clusters of risks, 1990-2013; 2016: a systematic analysis for the Global Burden of Disease Study 2016. The Lancet, 390: 1345-1422.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die industrielle Fleischproduktion stellt die Menschheit vor riesige \u00f6kologische und gesundheitliche Probleme. 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