{"id":20551,"date":"2018-03-15T00:00:00","date_gmt":"2018-03-14T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/20551\/doerfs-10300-mal-meh-sy\/"},"modified":"2019-05-30T15:43:44","modified_gmt":"2019-05-30T13:43:44","slug":"doerfs-10300-mal-meh-sy","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/story\/20551\/doerfs-10300-mal-meh-sy\/","title":{"rendered":"D\u00f6rfs 10\u2019300 mal meh sy?"},"content":{"rendered":"<p><b>Das Bundesamt f\u00fcr Umwelt m\u00f6chte die Grenzwerte f\u00fcr 37 Pestizide sowie weitere Stoffe in Gew\u00e4ssern anpassen. Bei vier Pestiziden sind die neuen Werte tiefer als die bisherigen, zwei bleiben wie bisher bei 0.1 \u00b5g\/l. F\u00fcr 31 Pestizide sind zum Teil massiv h\u00f6here Werte vorgesehen. Bei Propamocarb zum Beispiel soll der Grenzwert um das 10\u2019300-fache erh\u00f6ht werden! In diesen Tagen l\u00e4uft die Vernehmlassungsfrist ab. Greenpeace lehnt die Vorlage ab.<\/b><\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/gPsfwj8ydHU\" width=\"560\" height=\"400\" frameborder=\"0\" allowfullscreen=\"allowfullscreen\"><\/iframe><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Eine Erh\u00f6hung der Pestizid-Grenzwerte sendet ein falsches Signal und steht quer in der politischen Landschaft. Das Umweltschutzgesetz sagt klar, dass \u201cEinwirkungen, die scha\u0308dlich oder la\u0308stig werden ko\u0308nnten, fru\u0308hzeitig zu begrenzen sind\u201d. Zwei popul\u00e4re Volksinitiativen wollen den Pestizideinsatz stark einschr\u00e4nken und auch der Bund will mit dem Aktionsplan Pflanzenschutz das Pestizid-Risiko reduzieren. In dieser Situation die Grenzwerte zu erh\u00f6hen ist absurd.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Die Probleme beginnen schon bei der Methode zur Herleitung der neuen Grenzwerte. Daf\u00fcr werden Studien mit einzelnen Arten gemacht, um diejenige Verd\u00fcnnung des Pestizids zu eruieren, bei welcher kein Effekt mehr sichtbar ist. Dabei sind aber verschiedene Arten aber sehr unterschiedlich in ihrer Empfindlichkeit. Diese wird mit sogenannten \u201cSicherheitsfaktoren\u201d modelliert, diese sind aber deutlich zu klein, um alle Arten zu ber\u00fccksichtigen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Ein weiteres Problem sind die Mischungen. Untersuchungen wie das <\/span><a href=\"http:\/\/www.eawag.ch\/de\/forschung\/wasser-fuer-die-oekosysteme\/schadstoffe\/nawaspez\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><span style=\"font-weight: 400;\">Programm Nawa-Spez der EAWAG<\/span><\/a><span style=\"font-weight: 400;\"> zeigen klar: Unsere Gew\u00e4sser sind mit einem ganzen Cocktail von Stoffen belastet sind. In kleinen Fliessgew\u00e4ssern wurden gegen 100 verschiedene Stoffe gefunden. Die Grenzwerte werden aber immer aus Sicht eines einzelnen Stoffes hergeleitet, was mit der realen Welt nichts zu tun hat.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Und da w\u00e4re noch das Grundwasser. F\u00fcr Grundwasser, welches als Trinkwasser verwendet wird, gelten weiterhin die \u201calten\u201d, tieferen Werte. Nun haben wir in der Schule gelernt, dass Oberfl\u00e4chengew\u00e4sser und das Grundwasser im Austausch stehen. Wie soll dann verhindert werden, dass langlebige Stoffe in das Grundwasser eindringen?<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Aus diesen Gr\u00fcnden lehnt Greenpeace die Einf\u00fchrung der neuen Grenzwerte ab und pl\u00e4diert f\u00fcr die Beibehaltung der heute geltenden Einzelwerte von 0.1\u00b5g\/l pro Stoff. F\u00fcr sehr toxische Stoffe m\u00fcssen noch tiefere Grenzwerte gelten. Zudem soll ein Summengrenzwert von maximal 0.5\u00b5g\/l f\u00fcr alle Pestizid-Wirkstoffe zusammen eingef\u00fchrt werden. Damit w\u00e4ren die Gew\u00e4sser-Lebewesen gesch\u00fctzt und dem Vorsorgeprinzip endlich Gen\u00fcge getan.<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Bundesamt f\u00fcr Umwelt m\u00f6chte die Grenzwerte f\u00fcr 37 Pestizide sowie weitere Stoffe in Gew\u00e4ssern anpassen. 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