{"id":20596,"date":"2018-04-25T00:00:00","date_gmt":"2018-04-24T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/20596\/frauen-vereint-im-protest-gegen-schweizer-banken\/"},"modified":"2019-06-05T15:02:16","modified_gmt":"2019-06-05T13:02:16","slug":"frauen-vereint-im-protest-gegen-schweizer-banken","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/story\/20596\/frauen-vereint-im-protest-gegen-schweizer-banken\/","title":{"rendered":"Frauen vereint im Protest gegen Schweizer Banken"},"content":{"rendered":"<p><strong>Da staunen die Passanten! Greenpeace-AktivistInnen haben heute Morgen auf dem Paradeplatz in Z\u00fcrich ein Tipi aufgestellt. Hier protestieren nun Schweizer Klimaseniorinnen und eine Delegation von f\u00fchrenden indigenen Frauen aus den USA und Kanada gemeinsam gegen das klimasch\u00e4dliche Engagement von Credit Suisse und UBS. Denn diese finanzieren immer noch Unternehmen, die besonders dreckige fossile Brennstoffe nutzbar machen.<\/strong><\/p>\n<p>\u00abWir fragen uns jeden Tag, wann der Moment kommen wird, dass unsere Leute kein sauberes Trinkwasser mehr haben. Denn Pipelines haben oft Lecks\u00bb. Diese Worte stammen von Sara Jumping Eagle. Sie ist Teil einer Delegation indigener Frauen, die diese Woche in der Schweiz weilt. Sie repr\u00e4sentieren die \u00abFirst Nations\u00bb der Tsleil Waututh Nation, der Lakota, der Dine\/Navajo, des Standing Rock Sioux Tribe und der United Houma Nation in Louisiana. Sie alle k\u00e4mpfen gegen \u00d6lpipelines von Firmen, die ihr Land und ihr Zugang zu sauberem Wasser bedrohen sowie indigene Rechte und Menschenrechte verletzen.<\/p>\n<p>Deshalb sind sie nun in die Schweiz gereist. Denn die beiden Grossbanken Credit Suisse und UBS finanzieren Energieunternehmen wie Energy Transfer Partners, Kinder Morgan und Enbridge, die f\u00fcr die zerst\u00f6rerischen Pipelineprojekte verantwortlich sind.<\/p>\n<p>Die Forderung der Delegation ist unmissverst\u00e4ndlich: Die beiden Grossbanken m\u00fcssen diese Finanzierungen sofort stoppen. \u00abIndigene V\u00f6lker sind in Gefahr. Wir brauchen die Unterst\u00fctzung von der Schweiz: Die Banken m\u00fcssen Rechenschaft \u00fcber ihre Gesch\u00e4fte mit dreckigen Unternehmen ablegen. Und es braucht ein \u00f6ffentliches Bekenntnis der Banken, k\u00fcnftig auf die Finanzierung solcher Unternehmen zu verzichten\u00bb, sagt Michelle Cook, indigene Menschenrechtsanw\u00e4ltin und Beauftragte der Navajo-Menschenrechtskommission.<\/p>\n<p>Mit dieser Forderung stehen die indigenen Frauen nicht alleine da. Die Klimaseniorinnen, die in der Schweiz mit ihrer Klimaklage den Bundesrat dazu verpflichten wollen, mehr gegen die Klimaerhitzung zu tun, solidarisieren sich mit ihnen. \u00abUnsere Klimaklage richtet sich zwar gegen den Bundesrat. Genauso m\u00fcssen aber endlich auch die Credit Suisse und die UBS Verantwortung f\u00fcr die Klimapolitik \u00fcbernehmen\u00bb, sagt Klimaseniorin Elisabetta Dregde.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-44425\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/d6d0667e-d6d0667e-gp0strw6l_pressmedia.jpg\" alt=\"\" width=\"2500\" height=\"1667\"><\/p>\n<p>Die Klimaseniorinnen empfangen die Delegation heute Mittwochvormittag auf dem Z\u00fcrcher Paradeplatz in einem Tipi, das Greenpeace-Aktivistinnen und -Aktivisten aufgestellt haben. So stehen nun Frauen verschiedener Generationen und aus verschiedenen Kontinenten Seite an Seite und protestieren gegen das klimasch\u00e4dliche Engagement von Credit Suisse und UBS. Gemeinsam fordern sie die Banken auf, sofort die Finanzierung von Unternehmen zu stoppen, die mit ihren Pipeline-Projekten das Klima sch\u00e4digen sowie gegen internationale Abkommen \u00fcber indigene Rechte verstossen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div class=\"box\">\n<h2>Schweizer Banken arbeiten gegen das Pariser Klimaabkommen<\/h2>\n<p>Der Protest der indigenen Frauen und der Klimaseniorinnen erfolgt am Tag, an dem Greenpeace Schweiz und BankTrack in einem neuen Bericht aufzeigen, dass die Credit Suisse und die UBS in den Jahren 2015 bis 2017 zusammen 12,3 Milliarden US-Dollar f\u00fcr Unternehmen bereitgestellt haben, die sogenannte extreme fossile Brennstoffe ausbeuten. Dazu z\u00e4hlen Teersand, \u00d6l aus der Arktis sowie der Tiefsee, der Kohlebergbau, Kohlekraftwerke und der Export von verfl\u00fcssigtem Erdgas (LNG) in Nordamerika.<\/p>\n<p>Auf die Bev\u00f6lkerung der Schweiz im Jahr 2016 heruntergebrochen, entspricht das klimasch\u00e4dliche Engagement der Grossbanken der letzten drei Jahre rund 1470 US-Dollar pro Kopf. Im europ\u00e4ischen Vergleich belegt die Schweiz damit mit Abstand den Spitzenplatz \u2013 gefolgt von Grossbritannien, dessen Banken im gleichen Zeitraum fast 450 US-Dollar pro Einwohnerin und Einwohner aufgewendet haben. Weltweit wird die Schweiz nur noch von Kanada \u00fcbertrumpft \u2013 mit 1960 US-Dollar pro Kopf.<\/p>\n<p>\u00abDie Credit Suisse und die UBS arbeiten gegen das Pariser Klimaabkommen, das die Schweiz ratifiziert hat. Sie spielen mit unserem Klima. Unsere Natur, unsere Umwelt und die betroffenen Menschen m\u00fcssen f\u00fcr die kurzfristige Sicht und Gier der beiden Banken teuer bezahlen. Solange extreme fossile Brennstoffe noch gef\u00f6rdert werden, wachsen die Kohlenstoffblase und die finanziellen Klimarisiken\u00bb, sagt Katya Nikitenko, Finanzexpertin bei Greenpeace Schweiz.<\/p>\n<p>Greenpeace Schweiz fordert die Schweizer Grossbanken auf, bis zur UNO-Klimakonferenz in Katowice im Dezember dieses Jahres klare und zeitgebundene Pl\u00e4ne vorzulegen, wie alle ihre Finanzstr\u00f6me in Einklang mit dem Pariser Klimaabkommen zu bringen sind. Sofort zu stoppen sind Finanzierungen von Unternehmen, die Kohle abbauen oder Kohlekraftwerke betreiben, die mit ihren Pipeline-Projekten gegen internationale Abkommen \u00fcber indigene Rechte verstossen und die Teersand nutzbar machen.<\/p>\n<p>Weitere Informationen im Bericht \u00ab<a href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/publikationen\/schweizer-banken-am-ende-des-fossilen-zeitalters\/\">Schweizer Banken am Ende des fossilen Zeitalters<\/a>\u00bb<\/p>\n<\/div>\n<p><a name=\"video\"><\/a><\/p>\n<h2>Update: Video der Aktion auf dem Paradeplatz<\/h2>\n<lite-youtube style=\"background-image: url('https:\/\/i.ytimg.com\/vi\/n-SSnkizRTc\/hqdefault.jpg');\" videoid=\"n-SSnkizRTc\" params=\"rel=0&#038;enablejsapi=1&#038;origin=https%3A%2F%2Fwww.greenpeace.ch&#038;cc_load_policy=1\"><\/lite-youtube>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Da staunen die Passanten! Greenpeace-AktivistInnen haben heute Morgen auf dem Paradeplatz in Z\u00fcrich ein Tipi aufgestellt. 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