{"id":20692,"date":"2018-05-23T00:00:00","date_gmt":"2018-05-22T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/20692\/das-essen-nicht-vergessen\/"},"modified":"2019-07-04T14:49:50","modified_gmt":"2019-07-04T12:49:50","slug":"das-essen-nicht-vergessen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/story\/20692\/das-essen-nicht-vergessen\/","title":{"rendered":"Das Essen nicht vergessen!"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Wir haben die Ern\u00e4hrungsrichtlinien der zehn gr\u00f6ssten Schweizer St\u00e4dte analysiert. Unsere Untersuchung zeigt: Obwohl tierische Produkte in der Schweiz weit \u00fcberproportional f\u00fcr die ern\u00e4hrungsbedingten Umweltsch\u00e4den verantwortlich sind, wird deren Einsatz in Betrieben wie Personalrestaurants, Schulen oder sozialen Einrichtungen kaum thematisiert. Wir fordern deshalb schweizweit Ern\u00e4hrungsrichtlinien, die Nachhaltigkeit, Gesundheit sowie Genuss unter einen Hut bringen.<\/strong><\/p>\n\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">\u00abWas haben denn St\u00e4dte mit der Ern\u00e4hrung zu tun?\u00bb, kann man sich fragen. \u00abEine ganze Menge!\u00bb, ist die Antwort. Jedes Jahr werden in der Schweiz etwa in Schulen, Spita\u0308lern oder Heimen rund 280 Millionen Mahlzeiten serviert. Ein wesentlicher Teil dieser Institutionen liegt in sta\u0308dtischer Verantwortung oder wird in deren Auftrag betrieben. St\u00e4dte bestimmen also, welches Essern den Kindern in der Kita und am Mittagstisch serviert wird und wie der Men\u00fcplan in st\u00e4dtischen Personalrestaurants aussieht. Sie k\u00f6nnen zudem \u00fcber Informationskampagnen die Bev\u00f6lkerung f\u00fcr das Thema sensibilisieren. <\/span><\/p>\n\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Diesen Einfluss gilt es weise zu nutzen, denn die Ern\u00e4hrung ist f\u00fcr die Nachhaltigkeit zentral: Knapp ein Drittel aller Umweltbelastungen, die durch den Konsum der Schweizer Bev\u00f6lkerung entstehen, wird durch Nahrungsmittel verursacht. Nicht alle Lebensmittel fallen dabei gleich stark ins Gewicht: Es sind Fleisch und Milchprodukte, die den L\u00f6wenanteil der Umweltbelastung ausmachen.<\/span><\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><b>Der Greenpeace-Check<\/b><\/h2>\n\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Inwiefern gehen die Schweizer St\u00e4dte bei der Beschaffung von Lebensmitteln mit gutem Vorbild voran? Wir wollten es genau wissen und haben deshalb die Ern\u00e4hrungsrichtlinien der zehn gr\u00f6ssten Schweizer St\u00e4dte untersucht. Greenpeace Schweiz hat dabei \u00fcberpr\u00fcft, welche Regeln f\u00fcr die Ern\u00e4hrung von Kindern in familienerg\u00e4nzenden Betreuungsstrukturen gelten, was die St\u00e4dte im sonstigen Verwaltungsbereich sowie in der \u00d6ffentlichkeitsarbeit unternehmen, und wie konsequent tierische Produkte in den Richtlinien ber\u00fccksichtigt werden. <\/span><\/p>\n\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Die Resultate zeigen: Da ist noch viel Luft nach oben. Fast alle St\u00e4dte haben zwar Richtlinien f\u00fcr die Ern\u00e4hrung in familienerg\u00e4nzenden Betreuungseinrichtungen wie Kitas. &nbsp;Dabei wird auch die Anzahl vegetarischer Tage pro Woche vorgeschrieben. F\u00fcr die allermeisten sonstigen Bereiche, die in der Verantwortung der St\u00e4dte liegen, fehlen jedoch \u00e4hnliche Vorgaben. In vielen St\u00e4dten werden die Themen Regionalit\u00e4t sowie Saisonalit\u00e4t in den Richtlinien zudem st\u00e4rker gewichtet als der Einsatz tierischer Produkte. <\/span><\/p>\n\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Und zuletzt f\u00e4llt auf, wie unterschiedlich die untersuchten St\u00e4dte das Thema der Ern\u00e4hrung angehen \u2013&nbsp;von einer gemeinsamen Strategie oder gar einer Harmonisierung keine Spur.<\/span><\/p>\n\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Im Ranking der untersuchten St\u00e4dte nimmt Bern dank der guten Richtlinien f\u00fcr die Kinderbetreuung einen Spitzenplatz ein, gefolgt von Lausanne, Z\u00fcrich und Basel. Die weiteren untersuchten St\u00e4dte haben zum Teil in Einzelbereichen durchaus gute Richtlinien, verm\u00f6gen aber in der Gesamtbetrachtung keine Akzente zu setzen.<\/span><\/p>\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/ebf723f4-ebf723f4-staedteranking.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-46397\"\/><\/figure>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><b>Was ist zu tun?<\/b><\/h2>\n\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Greenpeace Schweiz fordert von den Schweizer St\u00e4dten die Ausarbeitung ambitionierter Erna\u0308hrungs- und Qualita\u0308tsrichtlinien sowie die rasche Einf\u00fchrung einer darauf beruhenden nachhaltigen Beschaffungspolitik. Wenn die Erhitzung des Klimas deutlich unter 2 und m\u00f6glichst unter 1.5 Grad gehalten werden soll, wozu sich die Schweiz verpflichtet hat, muss der Reduktion tierischer Produkte besondere Bedeutung geschenkt werden. <\/span><\/p>\n\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Die Richtlinien und die Beschaffungspolitik sollen verbindlich sein f\u00fcr alle st\u00e4dtischen Personalrestaurants, Bildungsst\u00e4tten, sozialen und medizinischen Einrichtungen und familienerga\u0308nzenden Betreuungsangebote sowie f\u00fcr Institutionen und Organisationen, mit welchen die St\u00e4dte eine Leistungsvereinbarung unterzeichnet haben. <\/span><\/p>\n\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Wichtig dabei ist, dass schrittweise vorgegangen wird und die Qualita\u0308t und Diversita\u0308t des vegetarischen Angebotes sichergestellt wird. Der Genuss und die Kulinarik des Angebots sowie eine gute Informationspolitik sind zentral, damit die KonsumentInnen das vera\u0308nderte Angebot nachvollziehen und mittragen ko\u0308nnen.<\/span><\/p>\n\n<p><a class=\"btn btn-lg btn-accent\" href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/publikationen\/nachhaltigkeit-das-essen-nicht-vergessen\/\">Zum Bericht<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wir haben die Ern\u00e4hrungsrichtlinien der zehn gr\u00f6ssten Schweizer St\u00e4dte analysiert. 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