{"id":20711,"date":"2018-06-27T00:00:00","date_gmt":"2018-06-26T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/20711\/stoppt-die-credit-suisse-kein-geld-mehr-fuer-pipeline-unternehmen\/"},"modified":"2019-07-08T10:02:42","modified_gmt":"2019-07-08T08:02:42","slug":"stoppt-die-credit-suisse-kein-geld-mehr-fuer-pipeline-unternehmen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/story\/20711\/stoppt-die-credit-suisse-kein-geld-mehr-fuer-pipeline-unternehmen\/","title":{"rendered":"Stoppt die Credit Suisse: Kein Geld mehr f\u00fcr Pipeline-Unternehmen"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>\u00d6lfirmen wollen in Nordamerika neue Pipelines realisieren. Daf\u00fcr brauchen die Unternehmen vor allem eines: Geld von Banken. Auch die Credit Suisse pflegt Gesch\u00e4ftsbeziehungen zu Pipeline-Unternehmen. Fordere die Schweizer Bank auf, diese Finanzierungen zu stoppen.<\/strong><\/p>\n\n<p>Wenn es der Welt mit der Bek\u00e4mpfung des Klimawandels ernst ist, dann d\u00fcrfen ab sofort keine neuen Pipelines gebaut werden. Wenn\u2026 Leider deuten aktuelle Beispiele in Nordamerika in eine andere Richtung: So planen unter anderem die Energieunternehmen Energy Transfer Partners und Enbridge neue Pipelines. Diese schaden nicht nur unserem Klima, sie durchschneiden auch unber\u00fchrte Landschaften, bedrohen indigene Rechte und Menschenrechte und gef\u00e4hrden Trinkwasser sowie Wildtiere.<\/p>\n\n<p>Indigene V\u00f6lker wehren sich friedlich gegen die geplanten Pipelines. Im vergangenen Jahr haben sie sich in Standing Rock dem Bau der Dakota-Access-Pipeline von Energy Transfer Partners (ETP) widersetzt. Dieses Jahr opponierten sie gegen den Ausbau der Trans Mountain Pipeline durch Kinder Morgan und die kanadische Regierung in Kanada. Weitere Proteste gegen andere Pipeline-Projekte werden folgen. Mit ihrem gewaltfreien Widerstand inspirieren die indigenen V\u00f6lker Millionen Menschen auf der ganzen Welt. Auch verschiedene Greenpeace-B\u00fcros, darunter auch Greenpeace Schweiz, solidarisieren sich.<\/p>\n\n<p>Die Pipeline-Unternehmen jedoch sind auf diesem Ohr taub. Unbeirrt treiben sie ihre Projekte vorw\u00e4rts, ungeachtet der Folgen f\u00fcr Menschen, Tiere und Pflanzen. ETP versucht gar, Greenpeace-B\u00fcros und andere Organisationen mit einer 900-Millionen-US-Dollar-Klage zum Schweigen zu bringen (siehe <a href=\"#nichtschweigen\">Text weiter unten<\/a>).<\/p>\n\n<p>Treibstoff f\u00fcr ihre Projekte erhalten die Pipeline-Unternehmen in Form von Geld \u2013 von Banken. Es sind weltweit insbesondere zw\u00f6lf Finanzinstitute*, die auf die eine oder andere Weise finanziell in Teersand-Pipeline-Projekte involviert sind, finanzielle Beziehungen mit den daf\u00fcr verantwortlichen Unternehmen pflegen und\/oder Gesch\u00e4fte machen mit Energy Transfer Partners, dem Unternehmen hinter der Dakota Access Pipeline.<\/p>\n\n<p>Eine dieser zw\u00f6lf Banken ist die Credit Suisse. Die Bank finanziert immer noch zum einen ETP und verbundene Firmen. Zum anderen stellt sie Geld f\u00fcr die Unternehmen TransCanada Corporation und Enbridge zur Verf\u00fcgung, welche die klimasch\u00e4dlichen und umstrittenen Teersand-Pipeline-Projekte Keystone XL und Line 3 Expansion in Kanada und den USA realisieren wollen. Die Credit Suisse pflegt zudem Beziehungen zu Kinder Morgan.<\/p>\n\n<p>Greenpeace hat die Credit Suisse bereits mehrmals dazu aufgefordert, ihre Gesch\u00e4ftsbeziehungen mit Pipeline-Unternehmen zu beenden. J\u00fcngst haben wir der Bank erneut einen Brief geschrieben (<a href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/5d9852e9-5d9852e9-brief-an-credit-suisse.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Brief an Credit Suisse).<\/a> Vor wenigen Wochen besuchte zudem zum dritten Mal eine Delegation indigener Frauen die Schweiz. Die <a href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/2018\/04\/25\/frauen-vereint-im-protest-gegen-schweizer-banken\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Frauen forderten unter anderem die Credit Suisse dazu auf, k\u00fcnftig auf die Finanzierung von Pipeline-Unternehmen zu verzichten<\/a>.<\/p>\n\n<p>Die Credit Suisse muss endlich Verantwortung \u00fcbernehmen: F\u00fcr die Menschen, deren Trinkwasser und deren Land durch den Bau von Pipelines gef\u00e4hrdet ist. Und f\u00fcr unser Klima. Die Schweiz hat das Pariser Klimaabkommen ratifiziert und sich damit verpflichtet, ihren Beitrag zu leisten, um die globale Klimaerw\u00e4rmung deutlich unter 2 Grad und m\u00f6glichst unter 1.5 Grad zu halten. Das Abkommen h\u00e4lt auch fest, dass die staatlichen und privaten Finanzfl\u00fcsse auf eine treibausgasarmere Entwicklung ausgerichtet werden m\u00fcssen.<\/p>\n\n<p>Andere Banken machen es vor. Sie haben sich in j\u00fcngster Zeit von der <a href=\"https:\/\/www.banktrack.org\/page\/banks_that_ended_direct_finance_for_tar_sands#inform=1\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Finanzierung von Teersand-Projekten<\/a>&nbsp;und Unternehmen, die \u00d6l aus Teersand extrahieren, produzieren und transportieren, losgesagt und sich <a href=\"https:\/\/www.banktrack.org\/page\/banks_policies_on_tar_sands_companies#inform=1\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">entsprechende Richtlinien<\/a> gegeben haben. Zwar verf\u00fcgt die Credit Suisse \u00fcber Richtlinien bez\u00fcglich der Achtung der Rechte indigener V\u00f6lker. Doch diese eigenen Richtlinien nimmt die Schweizer Bank zu wenig ernst.<\/p>\n\n<p>Wenn du zusammen mit Menschen auf der ganzen Welt die Credit Suisse und die anderen elf Banken dazu aufforderst, das Gesch\u00e4ft mit Teersand, mit Pipeline-Unternehmen und insbesondere mit dem Energiekonzern Energy Transfer Partners aufzugeben, k\u00f6nnen neue riskante und umweltsch\u00e4dliche \u00d6lprojekte f\u00fcr immer gestoppt werden.<\/p>\n\n<p><a class=\"btn btn-lg btn-accent\" href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/act\/standingtruth\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Unterschreibe die Petition noch heute<\/a><\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"nichtschweigen\">Wir lassen uns den Mund nicht verbieten!<\/h2>\n\n<p>Energy Transfer Partners (ETP), der Energiekonzern hinter der umstrittenen Dakota-Access-Pipeline, hat gegen Greenpeace und andere Organisationen eine 900-Millionen-US-Dollar-Klage eingereicht. Der Konzern, der durch die Schweizer Bank Credit Suisse finanziert wird, beschuldigt Greenpeace f\u00e4lschlicherweise, ein \u00abkriminelles Unternehmen\u00bb zu sein, das die Proteste in Standing Rock inszeniert und zu Gewalt gegen ETP aufgerufen habe.<\/p>\n\n<p>Ziel der Klage ist es, Greenpeace und die anderen angeklagten Organisationen durch kostspielige Gerichtsverfahren zum Schweigen zu bringen. Deshalb spricht man von einer sogenannten SLAPP-Klage; SLAPP steht f\u00fcr \u00abStrategic Lawsuit Against Public Participation\u00bb. Der Zweck ist es, Kritiker zu zensieren, einzusch\u00fcchtern und die Beteiligung der \u00d6ffentlichkeit zu unterbinden.<\/p>\n\n<p>Greenpeace aber wird nicht schweigen. Unternehmen wie ETP m\u00fcssen davon abgehalten werden, mit Mobbing-Klagen das Recht auf freie Meinungs\u00e4usserung und das Recht auf friedlichen Protest einzuschr\u00e4nken.&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/2017\/10\/18\/300-millionen-klage-gegen-greenpeace-abgewiesen\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Bereits der Forstkonzern Resolute wollte Greenpeace mittels einer Klage mundtot machen \u2013 vergeblich<\/a>. Und Banken, die Unternehmen finanzieren, m\u00fcssen ihre Rolle anerkennen und die Verantwortung daf\u00fcr \u00fcbernehmen, wie ihre Mittel verwendet werden.<\/p>\n\n<p>\u00dcbrigens: Der j\u00fcngst von Greenpeace USA ver\u00f6ffentlichte&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/publikationen\/das-unternehmensverhalten-der-energy-transfer-partners\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Bericht \u00abZu Weit Zu Oft: Das Unternehmensverhalten der Energy Transfer Partners in Bezug auf Menschenrechte, freie Meinungs\u00e4usserung und die Umwelt\u00bb<\/a>&nbsp;beschreibt die unmoralischen und unangebrachten Taktiken, die von Energy Transfer Partners und verbundenen Unternehmen gegen Gegner der Dakota Acess Pipeline verwendet wurden. Zudem hebt der Report hervor, wie der Energiekonzern, trotz verst\u00e4rkter weltweiter \u00dcberpr\u00fcfung und massiver Kritik an den Taktiken von ETP bei Standing Rock zur Einsch\u00fcchterung und Unterdr\u00fcckung der Opposition, weiterhin viele derselben Taktiken anwendet und genau dasjenige Unternehmensverhalten zur Schau stellt, welches direkt zur Kontroverse beigetragen hat.<\/p>\n\n<p><em>* Credit Suisse (Schweiz), Barclays (UK), JP Morgan Chase (USA), Toronto Dominion (Kanada), Royal Bank of Canada (Kanada), Citibank (USA), Deutsche Bank (Deutschland), Bank of Tokyo Mitsubishi (Japan), Cr\u00e9dit Agricole (Frankreich), Wells Fargo (USA), BBVA (USA, Spanien, Andio), Mizuho (Japan). Siehe auch <a href=\"https:\/\/www.greenpeace.org\/usa\/who-are-the-dirty-dozen-banks\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">hier.<\/a><\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00d6lfirmen wollen in Nordamerika neue Pipelines realisieren. 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