{"id":20739,"date":"2018-07-16T00:00:00","date_gmt":"2018-07-15T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/20739\/eine-ganz-grosse-null\/"},"modified":"2021-11-15T15:44:27","modified_gmt":"2021-11-15T14:44:27","slug":"eine-ganz-grosse-null","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/story\/20739\/eine-ganz-grosse-null\/","title":{"rendered":"Eine ganz grosse Null"},"content":{"rendered":"<p><b>Seit sieben Jahren arbeitet Greenpeace intensiv daran, mit der Modebranche ihre Textilien zu entgiften. Mit Erfolg! Doch nachhaltige Mode bedeutet nicht nur \u00abungiftig\u00bb.<\/b><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Die Null hat zu Unrecht ein schlechtes Image. Dabei kann man mit ihr viel Freundliches ausdr\u00fccken: null Kosten, null Probleme \u2013 oder im Falle des aktuellen Fortschrittsberichts von Greenpeace zur Textilbranche \u00abnull giftig\u00bb. Zugegeben: So weit ist die Industrie noch nicht. Doch wohin die Reise geht, ist klar. \u00ab<\/span><a href=\"https:\/\/www.greenpeace.de\/presse\/publikationen\/destination-zero\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><span style=\"font-weight: 400;\">Destination Zero\u00bb<\/span><\/a><span style=\"font-weight: 400;\">, kein bisschen sch\u00e4dliche Chemie.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Die Bilanz macht Mut. Dank der Arbeit von Greenpeace hat die Entgiftung in der Textilindustrie in den vergangenen sieben Jahren grosse Fortschritte gemacht. 80 Unternehmen haben sich weltweit auf Druck der Kampagne zu einer giftfreien Produktionsweise bekannt. Mit dem Zusammenschluss von Textilherstellern aus dem Prato-Distrikt in Norditalien hat sich sogar erstmalig <\/span><a href=\"https:\/\/www.greenpeace.de\/themen\/endlager-umwelt\/die-toskana-gibt-den-ton\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><span style=\"font-weight: 400;\">eine ganze Textilregion verpflichtet, giftfrei zu produzieren<\/span><\/a><span style=\"font-weight: 400;\">. <\/span><span style=\"font-weight: 400;\">W\u00e4hrend in Italien der Fokus auf die Luxusmarken lag,<\/span><a href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/2017\/02\/06\/revolution-in-der-outdoor-branche-gore-farbrics-verzichtet-auf-giftige-pfc-chemikalien\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><span style=\"font-weight: 400;\"> konzentrierte sich die Detox-Kampagne in der Schweiz auf die Outdoor-Branche<\/span><\/a><span style=\"font-weight: 400;\">, insbesondere auf die Firma Mammut, die bei der Firma Gore Fabrics wetterfeste Textilien bestellt. <\/span><span style=\"font-weight: 400;\">Dank Druck der Outdoor-Firmen und underttausenden Aktivistinnen und Aktivisten weltweit verpflichtete sich die Branchenleaderin und Herstellerin von Gore-Tex-Produkten auf den Einsatz gef\u00e4hrlicher PFC-Chemikalien. Die Strategie dahinter ist einfach:<\/span><span style=\"font-weight: 400;\"> Je mehr Lieferanten mitziehen, umso weniger Mitbewerber k\u00f6nnen es sich leisten, nicht mitzumachen.<\/span><\/p>\n<p><b>GIFTFREI WIRD SELBSTVERST\u00c4NDLICH<\/b><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Eine Kettenreaktion, im durchaus doppeldeutigen Sinn: Fast-Fashion-Grossunternehmen wie H&amp;M und Zara haben mit transparenten Lieferketten und einem funktionierenden Chemikalienmanagement das Thema Entgiftung in den Mode-Mainstream getragen \u2013 und dort bleibt es fest verwurzelt. \u00abDie Detox-Verpflichtungen wirken, und sie entziehen dem Rest der Branche seine Ausreden\u00bb, sagt Viola Wohlgemuth, Greenpeace-Expertin f\u00fcr Textilien. \u00abFirmenverantwortung und Giftfreiheit werden zur Selbstverst\u00e4ndlichkeit in der Branche.\u00bb<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Seit 2011 lenkt Greenpeace den Blick auf das umweltsch\u00e4dliche Verhalten der Textilbranche und fordert Verbesserungen ein. Ganz konkret bedeutet ein Detox-Commitment, dass die teilnehmenden Firmen unterschreiben, ihre gesamte Produktion bis zum Jahre 2020 von umwelt- und gesundheitsgef\u00e4hrlichen Chemikalien zu entgiften. Ein ehrgeiziges Ziel, das zun\u00e4chst von der Branche und in vielen Medien als unerf\u00fcllbar und unrealistisch abgetan wurde. Der Sportartikelhersteller Puma war 2011 <\/span><a href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/2011\/07\/26\/puma-ueberholt-nike-und-adidas\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><span style=\"font-weight: 400;\">das erste Unternehmen<\/span><\/a><span style=\"font-weight: 400;\">, das die Verpflichtung unterzeichnete. Sieben Jahre und 79 Commitments sp\u00e4ter m\u00fcssen auch hartn\u00e4ckige Zweifler einr\u00e4umen: Die Ziele waren nicht zu hoch gesteckt. Eine giftfreie Produktion ist m\u00f6glich.<\/span><\/p>\n<p><b>DA GEHT NOCH MEHR<\/b><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Die Kampagne hatte auch politische Auswirkungen. Auf Druck von Greenpeace wurden etwa in China strengere Abwasserstandards durchgesetzt \u2013 selbst wenn andere Erfolge, wie etwa eine Transparenzverordnung, sp\u00e4ter wieder aufgehoben wurden. Ein EU-weites Einfuhrverbot f\u00fcr Textilien, die <\/span><a href=\"https:\/\/www.greenpeace.de\/themen\/endlager-umwelt\/chemie-raus-aus-der-waesche\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><span style=\"font-weight: 400;\">giftige Nonylphenolethoxylate (NPE)<\/span><\/a><span style=\"font-weight: 400;\"> enthalten, geht zudem auf Untersuchungen von Greenpeace zur\u00fcck, 2020 tritt es in Kraft. In Indonesien und Mexiko hat die Kampagne ebenfalls gesetzliche Massnahmen f\u00fcr saubereres Wasser angestossen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Die Null ist noch nicht ganz erreicht. Aber die Zahlen geben berechtigten Anlass zur Hoffnung. <\/span><span style=\"font-weight: 400;\">In der Schweiz hat sich der Grossverteiler Coop zu Detox verpflichtet und auch die Funktionskleidung der Schweizer Outdoor-Marke Rotauf ist PFC-frei.<\/span><span style=\"font-weight: 400;\"> International haben sich 19 Modefirmen, sieben Discounter, drei Outdoor-Marken und viele Textillieferanten der Detox-Bewegung angeschlossen. Zusammen erwirtschaften sie etwa 15 Prozent der globalen Textilproduktion. Sie haben den Wendepunkt f\u00fcr die ganze Branche gesetzt.<\/span><\/p>\n<p><b>UNGIFTIG \u2013 ABER BEREITS NACHHALTIG?<\/b><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Sieben Jahre Detox-Kampagne sind eine Erfolgsgeschichte \u2013 mit Wermutstropfen. Sch\u00e4dliche Chemikalien sind ein gewaltiges Problem, doch mindestens ebenso schwer wiegen Konsum<\/span><a href=\"https:\/\/www.greenpeace.de\/themen\/endlager-umwelt\/textilindustrie\/ziemlich-zugeknoepft\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><span style=\"font-weight: 400;\"> und Verschwendung<\/span><\/a><span style=\"font-weight: 400;\">. \u00abDie enorme Materialschlacht im Verbrauchszyklus von Textilien kann niemals nachhaltig sein\u00bb, sagt Bunny McDiarmid, Gesch\u00e4ftsleiterin von Greenpeace International im Vorwort des Fortschrittsberichts. Deswegen braucht es eine grundlegendere Form des Umweltbewusstseins in der Modebranche. F\u00fcr die Hersteller bedeutet das, k\u00fcnftig kreislauff\u00e4hige Mode zu entwickeln, f\u00fcr KonsumentInnen verantwortungsvoller einzukaufen.<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seit sieben Jahren arbeitet Greenpeace intensiv daran, mit der Modebranche ihre Textilien zu entgiften.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":32251,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_planet4_optimize_post_is_variant":false,"_planet4_optimize_experiment_name":"","_planet4_optimize_variant_name":"","ep_exclude_from_search":false,"p4_og_title":"","p4_og_description":"","p4_og_image":"","p4_og_image_id":"","p4_seo_canonical_url":"","p4_campaign_name":"not set","p4_local_project":"not set","p4_basket_name":"not set","p4_department":"","footnotes":""},"categories":[1],"tags":[44],"p4-page-type":[75],"gpch-article-type":[],"class_list":["post-20739","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-unkategorisiert","tag-chemie","p4-page-type-story"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/20739","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=20739"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/20739\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/32251"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=20739"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=20739"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=20739"},{"taxonomy":"p4-page-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/p4-page-type?post=20739"},{"taxonomy":"gpch-article-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/gpch-article-type?post=20739"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}