{"id":20749,"date":"2018-07-19T00:00:00","date_gmt":"2018-07-18T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/20749\/sag-ja-zu-fair-food\/"},"modified":"2019-07-05T14:03:51","modified_gmt":"2019-07-05T12:03:51","slug":"sag-ja-zu-fair-food","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/story\/20749\/sag-ja-zu-fair-food\/","title":{"rendered":"Sag Ja zu Fair-Food!"},"content":{"rendered":"\n<p><b><i>Die Schweizer Landwirtschaft muss \u00f6kologischer werden. Genau dieses Ziel verfolgt die Fair-Food-Initiative, \u00fcber die wir am 23. September 2018 abstimmen: Sie verlangt, dass in der Schweiz Lebensmittel gef\u00f6rdert werden, die umweltschonend und tierfreundlich hergestellt werden. Mit deinem Ja kannst du mithelfen, die hiesige Landwirtschaft gr\u00fcner zu gestalten.<\/i><\/b><\/p>\n\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Die Heidi-Geschichte pr\u00e4gt das immer noch vorherrschende romantisches Bild der Schweizer Landwirtschaft: Zufriedend grasende K\u00fche auf saftigen Alpweiden in einer grandiosen Bergkulisse. Dies gibt es durchaus noch. Doch der Grossteil der Landwirtschaft pr\u00e4sentiert sich ganz anders: Da sind die Pouletmasthallen im Rheintal, die Schweinest\u00e4lle im Luzernerland, die intensiven Apfelkulturen im Thurgau und die Gem\u00fcsefelder im Seeland. Diese hoch-intensive Landwirtschaft funktioniert nur dank eines hohen Einsatzes von Kunstd\u00fcnger, importiertem Tierfutter, Pestiziden und fossiler Energie. Dies hat Folgen f\u00fcr die Umwelt und das Klima: B\u00f6den und Gew\u00e4sser sind \u00fcberd\u00fcngt, die Artenvielfalt nimmt ab, Insekten und V\u00f6gel verschwinden wegen der Pestizide, und in vielen Trinkwasserbrunnen findet sich zu viel Nitrat. Auch der Bund gibt zu, dass die Umweltziele der Landwirtschaft <\/span><a href=\"https:\/\/www.bafu.admin.ch\/bafu\/de\/home\/themen\/biodiversitaet\/publikationen-studien\/publikationen\/umweltziele-landwirtschaft-statusbericht-2016.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><span style=\"font-weight: 400;\">bei weitem nicht erreicht sind<\/span><\/a><span style=\"font-weight: 400;\"> und grosser Handlungsbedarf besteht.<\/span><\/p>\n\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Es erstaunt deshalb nicht, dass regelm\u00e4ssig Volksinitiativen lanciert werden, welche die Schweizer Landwirtschaft \u00f6kologischer, fairer und sozialer gestalten wollen. \u00dcber zwei Initiativen stimmen wir am 23. September 2018 ab: Die Fair-Food-Initiative der Gr\u00fcnen sowie die Ern\u00e4hrungssouver\u00e4nit\u00e4ts-Initiative der Bauerngewerkschaft Uniterre.<\/span><\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Die Fair-Food-Initiative<\/h2>\n\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Die Volksinitiative \u00abF\u00fcr gesunde sowie umweltfreundlich und fair hergestellte Lebensmittel (Fair-Food-Initiative)\u00bb der Gr\u00fcnen verlangt, dass Lebensmittel gef\u00f6rdert werden, die umwelt- und ressourcenschonend, tierfreundlich und unter fairen Arbeitsbedingungen hergestellt werden. Dabei soll es keine Rolle spielen, ob die Lebensmittel aus der Schweiz stammen oder importiert sind. Greenpeace Schweiz unterst\u00fctzt die Fair-Food-Initiative. Die konsequente F\u00f6rderung einer umwelt- und ressourcenschonenden sowie tierfreundlichen Lebensmittelproduktion w\u00fcrde die dringend notwendige \u00d6kologisierung der Schweizer Landwirtschaft vorantreiben.&nbsp;Die Fair-Food-Initiative will das Angebot an umweltfreundlich und fair hergestellten und gehandelten Lebensmitteln auch bei Importen st\u00e4rken, damit Schweizer B\u00e4uerinnen und Bauern nicht benachteiligt und Umweltprobleme nicht in andere L\u00e4nder ausgelagert w\u00fcrden.<\/span><\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Die Initiative f\u00fcr Ern\u00e4hrungssouver\u00e4nit\u00e4t<\/h2>\n\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Die von der Bauerngewerkschaft Uniterre lancierte Initiative \u00abF\u00fcr Ern\u00e4hrungssouver\u00e4nit\u00e4t. Die Landwirtschaft betrifft uns alle\u00bb will in der Schweiz das Prinzip der Ern\u00e4hrungssouver\u00e4nit\u00e4t umsetzen. Greenpeace bef\u00fcrwortet grunds\u00e4tzlich das Konzept der Ern\u00e4hrungssouver\u00e4nit\u00e4t. Die Initiative w\u00fcrde etliche positive Grunds\u00e4tze in der Verfassung verankern: So w\u00e4re der Einsatz von gentechnisch ver\u00e4nderten Pflanzen und Tieren in der Schweizer Landwirtschaft verboten, und der freie Austausch von Saatgut zwischen B\u00e4uerinnen und Bauern w\u00e4re rechtlich garantiert. Zudem m\u00fcsste der Bund die Transparenz in den M\u00e4rkten verbessern, und er d\u00fcrfte keine Exportsubventionen mehr bezahlen, was den B\u00e4uerinnen und Bauern in Drittweltl\u00e4ndern zugutekommen w\u00fcrde.<\/span><\/p>\n\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Die Initiative w\u00fcrde aber auch den Grenzschutz verst\u00e4rken und einseitig die einheimische Produktion f\u00f6rdern. Dies birgt die Gefahr, dass das zu hohe Produktionsniveau in der Schweiz weiter intensiviert wird. Die Konsequenz: Die Landwirtschaft k\u00f6nnte unsere Natur noch mehr belasten. <\/span><\/p>\n\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Weil sich aus Sicht von Greenpeace Schweiz bei der Ern\u00e4hrungssouver\u00e4nit\u00e4ts-Initiative die Pro- und Kontra-Argumente in etwa die Waage halten, geben wir in diesem Fall keine Stimmempfehlung ab. <\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Schweizer Landwirtschaft muss \u00f6kologischer werden. Genau dieses Ziel verfolgt die Fair-Food-Initiative, \u00fcber die wir am 23. 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