{"id":20759,"date":"2018-08-08T00:00:00","date_gmt":"2018-08-07T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/20759\/klimaschutz-dein-bild-ist-gefragt\/"},"modified":"2022-03-31T10:48:50","modified_gmt":"2022-03-31T08:48:50","slug":"klimaschutz-dein-bild-ist-gefragt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/story\/20759\/klimaschutz-dein-bild-ist-gefragt\/","title":{"rendered":"Klimaschutz: Dein Bild ist gefragt"},"content":{"rendered":"<p><strong>Heiss, heisser, Heisszeit: Erh\u00f6he mit uns den Druck auf die Politik. Schick uns Bilder der D\u00fcrre und Hitzewelle 2018. Diese Bilder brauchen wir, um die PolitikerInnen in Bundesbern und in den Kantonen zu mehr Klimaschutz zu bewegen.<\/strong><\/p>\n<p>Die Klimakrise, die seit Monaten auch hierzulande deutlich zu sp\u00fcren ist, zeigt: Die Schweiz muss dringend effektive Massnahmen gegen die Klimaerhitzung ergreifen. Doch das Parlament hat bislang in Sachen Klimaschutz versagt. Deshalb haben Greenpeace-AktivistInnen gestern und heute mit zwei Aktionen in Z\u00fcrich und Bern die verantwortlichen PolitikerInnen aufgefordert, endlich die Weichen f\u00fcr den Ausstieg aus den fossilen Energien zu stellen.<\/p>\n<p>Von bunten Luftballonen getragen, schwebten gestern Abend w\u00e4hrend der Sendung SRFMeteo Transparente mit der Botschaft \u00abHeiss? Klimaschutz!\u00bb \u00fcber den D\u00e4chern von SRF in Z\u00fcrich Leutschenbach. Aus verschiedenen Gr\u00fcnden war die Botschaft im Fernsehen leider kaum zu sehen. Die Greenpeace-AktivistInnen adressierten mit dieser Aktion nicht das Schweizer Fernsehen, sondern die verantwortlichen PolitikerInnen, die in der Klimapolitik bislang nur heisse Luft produziert haben.<\/p>\n<div id=\"attachment_48889\" style=\"width: 810px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-48889\" class=\"wp-image-48889 size-full\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/8991f6d3-8991f6d3-ballon.jpg\" alt=\"\" width=\"800\" height=\"533\" \/><p id=\"caption-attachment-48889\" class=\"wp-caption-text\">\u00abHeiss? Klimaschutz!\u00bb &#8211; diese Botschaft liessen die Greenpeace-AktivistInnen in die Luft steigen.<\/p><\/div>\n<p>Mit dem gleichen Banner sind die AktivistInnen dann heute Vormittag nach Bern vor das Bundeshaus gereist, weil das Parlament in K\u00fcrze \u00fcber die Totalrevision des CO2-Gesetzes beraten wird. Die Forderungen an den St\u00e4nderat und Nationalrat sind deutlich: \u00abClimat: c\u2019est ici que \u00e7a doit chauffer\u00bb und \u00abUrsache bek\u00e4mpfen: CO2 auf Null senken\u00bb.<\/p>\n<p>Die AktivistInnen brachten zudem Fotos in die Bundeshauptstadt, welche die dramatischen Auswirkungen der Hitze und der D\u00fcrre der vergangenen Wochen in der Schweiz eindr\u00fccklich zeigen. Unterst\u00fctzerInnen haben uns die Fotos zugestellt.<\/p>\n<div id=\"attachment_48879\" style=\"width: 810px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-48879\" class=\"wp-image-48879 size-full\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/7e5a4dd2-7e5a4dd2-gp0stsapn_web_size_with_credit_line.jpg\" alt=\"\" width=\"800\" height=\"533\" \/><p id=\"caption-attachment-48879\" class=\"wp-caption-text\">Greenpeace-AktivistInnen fordern vor dem Bundeshaus in Bern einen effektiveren Klimaschutz.<\/p><\/div>\n<p>Hilf auch du mit, den Druck auf das Parlament zu erh\u00f6hen. Zusammen mit dir dokumentieren wir die Folgen der Hitzewelle und der D\u00fcrre, die seit Wochen in der Schweiz vorherrschen. Schick uns Fotos aus deiner Region: Zeig uns den ausgetrockneten Bach, die braune Wiese, den See mit dem tiefen Wasserstand, den abgestellten Brunnen, die verdorrte Ernte, das leere Reservoir, den Algenteppich, die k\u00fcnstlichen Bew\u00e4sserungen, die leidenden Menschen und Tiere usw.<\/p>\n<p>Diese Bilder brauchen wir, um die PolitikerInnen in Bundesbern und in den Kantonen zu mehr Klimaschutz zu bewegen. Seit April verzeichnet die Schweiz weit zu hohe Temperaturen, zudem ist kaum Regen gefallen. Solche Hitze- und D\u00fcrreextreme nehmen wegen der menschgemachten Klimaerhitzung stark zu. Wenn wir unsere Gesundheit und unsere Heimat mit den Gletschern, den Bergen, den gr\u00fcnen Wiesen und W\u00e4ldern, den blauen Gew\u00e4ssern und der reichen Artenvielfalt sch\u00fctzen wollen, m\u00fcssen wir jetzt die Weichen stellen f\u00fcr einen Ausstieg aus \u00d6l, Gas und Kohle sowie der intensiven, tierbasierten Landwirtschaft. Weiter unt\u00e4tig zu bleiben, wird schmerzhaft und teuer.<\/p>\n<p>Doch die bisherige Schweizer Klimapolitik ist ein Trauerspiel: Im Vergleich zu anderen europ\u00e4ischen L\u00e4ndern hat die Schweiz eine der h\u00f6chsten \u00d6lheizungsdichten, den emissionsst\u00e4rksten Automobilpark und die meisten Pro-Kopf-Flugmeilen. Der Schweizer Finanzplatz verantwortet weltweit mehr als 20 Mal so viele Emissionen wie alle Haushalte und Betriebe in der Schweiz j\u00e4hrlich verursachen, und die Landwirtschaft als Verursacherin einer grossen Menge an Treibhausgasen kennt keine Klimaregeln. Seit Jahren ist der Treibhausgas-Fussabdruck der Schweizerinnen und Schweizer konstant zu hoch, wie eine Auswertung des Bundesamts f\u00fcr Statistik BFS zeigt.<\/p>\n<p>Unser Parlament hat es in der Hand: Nach der Ratifizierung des Klimavertrages von Paris liegt es nun am St\u00e4nderat und am Nationalrat, im Rahmen der Totalrevision des CO2-Gesetzes endlich die Weichen f\u00fcr ein stabiles Klima zu stellen. Die Treibhausgasemissionen der Schweiz m\u00fcssen bis sp\u00e4testens 2050 auf netto Null gesenkt werden. Auf dem Weg dahin muss unser Land die eigenen Treibhausgasemissionen bis 2030 um 60 Prozent gegen\u00fcber 1990 reduzieren.<\/p>\n<p>\u00dcbrigens: Andere L\u00e4nder haben die Zeichen der Zeit l\u00e4ngst erkannt. Schweden hat sich ein Null-Ziel f\u00fcr 2045 gesetzt, Schottland will die Inland-Emissionen bis 2030 um 66 Prozent reduzieren, England um 57 Prozent und Holland um 49 Prozent. Die Schweiz steht mit der vom Bundesrat geplanten 30-Prozent-Inlandreduktion bis 2030 als trauriges Schlusslicht da. Je mehr L\u00e4nder den Pariser Klimavertrag ernsthaft umsetzen, desto gr\u00f6sser ist unsere Chance auf eine klimastabile Zukunft.<\/p>\n<p>Danke f\u00fcr deine Fotos und Videos.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heiss, heisser, Heisszeit: Erh\u00f6he mit uns den Druck auf die Politik. Schick uns Bilder der D\u00fcrre und Hitzewelle 2018. 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