{"id":20771,"date":"2018-08-15T00:00:00","date_gmt":"2018-08-14T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/20771\/das-fliegen-darf-nicht-laenger-subventioniert-werden\/"},"modified":"2019-07-04T14:15:37","modified_gmt":"2019-07-04T12:15:37","slug":"das-fliegen-darf-nicht-laenger-subventioniert-werden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/story\/20771\/das-fliegen-darf-nicht-laenger-subventioniert-werden\/","title":{"rendered":"Das Fliegen darf nicht l\u00e4nger subventioniert werden"},"content":{"rendered":"\n<p><b>Sommerzeit ist Ferienzeit. Entspannung, Erholung und Musse haben wir uns alle verdient. Nur leider setzen sich Schweizerinnen und Schweizer daf\u00fcr zu oft ins Flugzeug \u2013 dank der sehr erschwinglichen Ticketpreise. Die tiefen Preise sind m\u00f6glich, weil der Flugverkehr die verursachten Umweltkosten nicht selber tragen muss, sondern sie der Allgemeinheit \u00fcberl\u00e4sst. Greenpeace Schweiz fordert die Politik auf, das Fliegen nicht l\u00e4nger zu subventionieren.<\/b><\/p>\n\n<p><span style=\"font-weight: 400\">Die Nachricht ist f\u00fcr die Betreiberin des Flughafens Z\u00fcrich einen Grund, die Korken knallen zu lassen; f\u00fcr unser Klima ist der erneute Rekord jedoch niederschmetternd: Im Juli verzeichnete der Flughafen Z\u00fcrich erstmals <\/span><span style=\"font-weight: 400\"><a href=\"https:\/\/www.flughafen-zuerich.ch\/unternehmen\/medien\/news-center\/2018\/dez\/mm-20181217-30millionster-pax\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">mehr als 30 Millionen Reisende.<\/a><\/span><span style=\"font-weight: 400\">&nbsp;Auch der Flughafen in Genf registriert einen <a href=\"https:\/\/www.blick.ch\/news\/wirtschaft\/transport-flughafen-genf-verzeichnet-2018-leicht-hoehere-passagierzahlen-id15112414.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">stetigen Anstieg der Passagierzahlen<\/a>: Im Jahr 2017 z\u00e4hlte der Gen\u00e8ve A\u00e9roport \u00fcber 17 Millionen Reisende, rund 5 Prozent mehr als im Jahr 2016.<\/span><\/p>\n\n<p><span style=\"font-weight: 400\">Trotz Klimaerhitzung erfreut sich das Fliegen somit einer immer gr\u00f6sseren Beliebtheit. Insbesondere wir Schweizerinnen und Schweizer sind extreme Vielflieger. Wir fliegen doppelt so h\u00e4ufig wie unsere Nachbarn in Frankreich, Deutschland oder Italien. <\/span><span style=\"font-weight: 400\">Die Kosten daf\u00fcr tragen die Gesellschaft und sp\u00e4ter unsere Kinder und Kindeskinder: Mit der bisherigen globalen Erw\u00e4rmung um 1 Grad Celsius gibt es schon f\u00fcnfmal so viele monatliche Hitzerekorde wie in einem stabilen Klima (<\/span><a href=\"https:\/\/m.tagesspiegel.de\/weltspiegel\/hitze-weltweit-die-erde-glueht-was-ist-da-los\/22824590.html\"><span style=\"font-weight: 400\">Quelle<\/span><\/a><span style=\"font-weight: 400\">). Die Hitze und die D\u00fcrre des derzeitigen Sommers zeigen leider deutlich: Das ist gef\u00e4hrlich f\u00fcr Mensch und Natur. Die enormen Risiken sind der Grund, warum fast alle Staaten der Welt das \u00dcbereinkommen von Paris ratifiziert haben, mit dem Ziel, die Erw\u00e4rmung auf deutlich unter 2 Grad und m\u00f6glichst 1.5 Grad Celsius zu beschr\u00e4nken.<\/span><\/p>\n\n<p><span style=\"font-weight: 400\">Der Luftverkehr ist in der Schweiz schon f\u00fcr \u00fcber 18 Prozent des menschengemachten Klimaeffekts verantwortlich. Geht es ungebremst so weiter, geh\u00f6rt der Flugverkehr bald zu den st\u00e4rksten Treibern der Klimaerhitzung. <\/span><\/p>\n\n<p><span style=\"font-weight: 400\">Um die unkontrollierte Erhitzung unserer Erde in den Griff zu bekommen, m\u00fcssen wir die \u00abEntsorgung\u00bb von Treibhausgasemissionen in der Atmosph\u00e4re g\u00e4nzlich stoppen. Netto-null-Emissionen ist das gemeinsame globale Ziel des Abkommens von Paris. Das bedeutet auch, dass weltweit viel weniger geflogen werden muss.<\/span><\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Ein Grund f\u00fcr unsere Vielfliegerei ist, dass das Fliegen heute viel zu billig ist.<\/h2>\n\n<p><span style=\"font-weight: 400\">Die tiefen Preise sind mitunter m\u00f6glich, weil der Flugverkehr keinen Beitrag an den Klimaschutz leisten muss \u2013 im Gegensatz zum Auto- und Bahnverkehr. Der Flugverkehr \u00fcberl\u00e4sst die Umweltkosten, die er verursacht, der Allgemeinheit. Zudem sind Flugtickets von der Mehrwertsteuer befreit, und die Fluggesellschaften bezahlen keine Mineral\u00f6lsteuer auf Kerosin. Alleine durch die Mineral\u00f6lsteuerbefreiung hat der Bund den Fluggesellschaften im letzten Jahr 1.7 Milliarden Franken geschenkt (<\/span><a rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/m.tagesanzeiger.ch\/articles\/5b0317a7ab5c37537d000001\" target=\"_blank\"><span style=\"font-weight: 400\">Quelle<\/span><\/a><span style=\"font-weight: 400\">). Die Schweiz subventioniert somit den Flugverkehr direkt und indirekt.<\/span><\/p>\n\n<p><span style=\"font-weight: 400\">Greenpeace Schweiz fordert die Politik auf, endlich zu handeln. Hier wird n\u00e4mlich weitergemacht, als g\u00e4be es keine Klimabedrohung. Als Mitglied der Koalition Luftverkehr, Umwelt und Gesundheit (KLUG) setzt sich Greenpeace Schweiz f\u00fcr ein Ende der Subventionierung des Flugverkehrs und f\u00fcr eine Klimasteuer auf Flugtickets ein. Zudem sollen Angebote an Land verbessert werden. 80 Prozent aller von Schweizer Flugh\u00e4fen gestarteten Fl\u00fcge haben ein Zielort in Europa \u2013 gerade hier liegt ein grosses Einsparpotenzial, weil die Destinationen auch mit dem (Nacht)Zug gut erreichbar sind.<\/span><\/p>\n\n<p><span style=\"font-weight: 400\">J\u00fcngst haben die KLUG und die Umweltorganisation umverkehR mit breiter Unterst\u00fctzung zahlreicher Umwelt- und Verkehrsorganisationen einen offenen Brief an Verkehrsministerin Doris Leuthard \u00fcbergeben. Die Bundesr\u00e4tin wird aufgefordert, Zugreisen statt Flugreisen zu f\u00f6rdern. Die konkreten Forderungen an Doris Leuthard findet ihr <\/span><a href=\"https:\/\/www.klug-cesar.ch\/fileadmin\/user_upload_klug\/KLUG_Medienmitteilung\/20180409_KLUG_Medienmitteilung.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><span style=\"font-weight: 400\">hier.<\/span><\/a><\/p>\n\n<p><span style=\"font-weight: 400\">Und <a href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/klimaklug\/?utm_medium=plakat&amp;utm_source=apg&amp;utm_campaign=peace\">hier<\/a> geht es zu weiteren Informationen zur Klimaarbeit von Greenpeace Schweiz.&nbsp;<\/span><\/p>\n\n<p>\u00dcbrigens:&nbsp;In Genf bereitet sich der Flughafen auf 25 Millionen Passagiere pro Jahr ab 2030 vor. Das bedeutet, dass alle 90 Sekunden w\u00e4hrend 18 Stunden am Tag eine Flugbewegung stattfindet. Eine <a href=\"https:\/\/carpe.ch\/initiative-populaire-2\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Volksinitiative wurde gestartet<\/a>, um die politische Kontrolle \u00fcber den Flughafen zur\u00fcckzugewinnen und dieses unkontrollierte Wachstum zu bremsen. Es geht darum, die Entwicklung des Flughafens unter Ber\u00fccksichtigung der Bev\u00f6lkerung, der wirtschaftlichen Bed\u00fcrfnisse und der Umwelt zu steuern. Ziel ist es auch, an den \u00f6ffentlichen Charakter des Flughafens zu erinnern und den Einbezug der betroffenen Personen zu gew\u00e4hrleisten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sommerzeit ist Ferienzeit. Entspannung, Erholung und Musse haben wir uns alle verdient. Nur leider setzen sich Schweizerinnen und Schweizer daf\u00fcr zu oft ins Flugzeug \u2013 dank der sehr erschwinglichen Ticketpreise.&hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":50,"featured_media":20773,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_planet4_optimize_post_is_variant":false,"_planet4_optimize_experiment_name":"","_planet4_optimize_variant_name":"","ep_exclude_from_search":false,"p4_og_title":"","p4_og_description":"","p4_og_image":"","p4_og_image_id":"","p4_seo_canonical_url":"","p4_campaign_name":"","p4_local_project":"","p4_basket_name":"","p4_department":"","footnotes":""},"categories":[1],"tags":[50],"p4-page-type":[75],"gpch-article-type":[],"class_list":["post-20771","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-unkategorisiert","tag-klima","p4-page-type-story"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/20771","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/50"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=20771"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/20771\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/20773"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=20771"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=20771"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=20771"},{"taxonomy":"p4-page-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/p4-page-type?post=20771"},{"taxonomy":"gpch-article-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/gpch-article-type?post=20771"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}