{"id":20808,"date":"2018-09-29T00:00:00","date_gmt":"2018-09-28T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/20808\/dem-klima-zuliebe-flieg-weniger\/"},"modified":"2019-07-04T18:00:37","modified_gmt":"2019-07-04T16:00:37","slug":"dem-klima-zuliebe-flieg-weniger","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/story\/20808\/dem-klima-zuliebe-flieg-weniger\/","title":{"rendered":"Dem Klima zuliebe: Flieg weniger"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Schweizerinnen und Schweizer sind Vielflieger: Der Flugverkehr k\u00f6nnte hierzulande bald zu den st\u00e4rksten Treibern der Klimaerhitzung geh\u00f6ren. Greenpeace-E-Activists machten in den Flugh\u00e4fen Z\u00fcrich, Genf und Basel-Mulhouse auf das Problem aufmerksam und riefen dazu auf, weniger oft in ein Flugzeug zu steigen. Um ihre Forderung unter die Leute zu bringen, liessen die AktivistInnen auf den Smartphones und Tablets von PassagierInnen und BesucherInnen ein Video abspielen. <\/strong><\/p>\n\n<p>Herbstzeit ist Ferienzeit. Um in w\u00e4rmeren Gefilden ihren Sommer zu verl\u00e4ngern oder neue St\u00e4dte und L\u00e4nder zu entdecken, werden in den n\u00e4chsten Tagen wieder viele Schweizerinnen und Schweizer ins Flugzeug steigen. <a href=\"https:\/\/www.bfs.admin.ch\/bfs\/de\/home\/statistiken\/tourismus\/reiseverhalten.assetdetail.3742591.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Die Statistik zeigt:&nbsp;<\/a>Reisen ins Ausland erfolgen am h\u00e4ufigsten mit diesem Verkehrsmittel.&nbsp;Im Durchschnitt fliegt jede Schweizerin und jeder Schweizer im Jahr <a href=\"https:\/\/www.bfs.admin.ch\/bfs\/de\/home.assetdetail.1840420.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">fast 9000 Kilometer.<\/a>&nbsp;Das ist doppelt so viel wie unsere Nachbarn in Frankreich, Deutschland oder Italien.<\/p>\n\n<p>Erfreut sich diese Art des Reisens weiter steigender Beliebtheit, geh\u00f6rt der Flugverkehr hierzulande bald zu den st\u00e4rksten Treibern der menschengemachten Klimaerhitzung. Denn mit einem 12&#8217;600 Kilometer langen Flug von Z\u00fcrich nach New York und retour verursacht eine einzelne Person rund 2,6 Tonnen CO2. Das entspricht etwa der H\u00e4lfte der j\u00e4hrlichen Emissionen f\u00fcr ein \u00abnormales Leben\u00bb in der Schweiz. &nbsp;<a href=\"https:\/\/interaktiv.tagesanzeiger.ch\/2016\/co2ausstoss\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Daf\u00fcr k\u00f6nnte sie mit dem Auto elf Mal nach Florenz und wieder zur\u00fcckfahren oder 59 Wochen lang viel Fleisch essen.<\/a> Der Sommer 2018 war ein Vorgeschmack davon, worauf sich die Schweiz wegen der Klimaerhitzung einstellen muss: Extremhitze, Waldbr\u00e4nde, Einbussen bei der landwirtschaftlichen Produktion und h\u00e4ufigere Phasen mit Wassermangel.<\/p>\n\n<p>Greenpeace-E-Activists machten deshalb am Samstag in den Flugh\u00e4fen Z\u00fcrich, Genf und Basel-Mulhouse die Leute auf das Problem aufmerksam und forderten sie dazu auf, weniger oft in ein Flugzeug zu steigen: Auf den Smartphones, Tablets und Laptops von PassagierInnen und BesucherInnen, die sich mit dem WLAN am Flughafen verbinden wollten, erschien ein Video. Darin weisen die E-Activists auf die klimasch\u00e4dlichen Auswirkungen des Flugverkehrs hin und rufen dazu auf, k\u00fcnftig alternative Reiseformen zu w\u00e4hlen. Die Greenpeace-E-Activists gehen mit dieser Aktion neue und innovative Wege, um Menschen auf die Problematik der Vielfliegerei aufmerksam zu machen.<\/p>\n\n<figure class=\"wp-block-embed-youtube wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-embed-aspect-4-3 wp-has-aspect-ratio\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<lite-youtube style=\"background-image: url('https:\/\/i.ytimg.com\/vi\/0AeHzRNzFbk\/hqdefault.jpg');\" videoid=\"0AeHzRNzFbk\" params=\"rel=0&#038;enablejsapi=1&#038;origin=https%3A%2F%2Fwww.greenpeace.ch&#038;cc_load_policy=1\"><\/lite-youtube>\n<\/div><\/figure>\n\n<p>Ein Grund f\u00fcr die Vielfliegerei der Schweizerinnen und Schweizer ist, dass das Fliegen heute viel zu billig ist. Das zeigte j\u00fcngst auch ein <a href=\"https:\/\/www.srf.ch\/play\/tv\/kassensturz\/video\/fliegen-zum-spottpreis-bei-dieser-politik-zahlt-das-klima-drauf?id=510cc7d7-ffe9-4b00-9b4e-e0621f5629a8&amp;station=69e8ac16-4327-4af4-b873-fd5cd6e895a7\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Beitrag von Kassensturz<\/a>. Schuld daran ist die lasche Politik. Der Flugverkehr muss in der Schweiz keinen Beitrag an den Klimaschutz leisten und ist seit Jahren steuerlich beg\u00fcnstigt: So sind Flugtickets von der Mehrwertsteuer befreit, und die Fluggesellschaften bezahlen keine Mineral\u00f6lsteuer auf Kerosin. Alleine durch die Mineral\u00f6lsteuerbefreiung hat der Bund den Fluggesellschaften im letzten Jahr 1.7 Milliarden Franken geschenkt. Durch die Luftverschmutzung, den L\u00e4rm und die sch\u00e4dlichen Auswirkungen auf das Klima verursacht der Flugverkehr zudem j\u00e4hrlich Kosten von mehr als 1.2 Milliarden Franken, die die Allgemeinheit tragen muss. Auch diese Kosten sind auf die Flugticketpreise zu \u00fcberw\u00e4lzen und von den Verursacherinnen und Verursachern zu tragen.<\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Pariser Klimaabkommen verpflichtet<\/h2>\n\n<p>Um die Klimakrise zu bew\u00e4ltigen und die globale Erw\u00e4rmung auf deutlich unter 2 Grad und m\u00f6glichst 1.5 Grad Celsius zu beschr\u00e4nken, m\u00fcssen die globalen Treibhausgasemissionen innerhalb von wenigen Jahrzehnten g\u00e4nzlich gestoppt werden. Die Schweiz hat sich mit der Ratifizierung des Pariser Klimaabkommens dazu verpflichtet, ihren Beitrag zur Erreichung dieses Ziels zu leisten. Daf\u00fcr ist die Subventionierung des Flugverkehrs zu stoppen und eine Klimasteuer auf Flugtickets einzuf\u00fchren.<\/p>\n\n<p>Zudem m\u00fcssen Angebote an Land verbessert werden. 80 Prozent aller von Schweizer Flugh\u00e4fen gestarteten Fl\u00fcge haben ein Zielort in Europa. Gerade hier liegt ein grosses Einsparpotenzial. Schweizerinnen und Schweizer sollten auf Inland- und Kurzstreckenfl\u00fcge verzichten und stattdessen auf eine klimavertr\u00e4glichere Alternative setzen: Zug und Bus. Zudem sind viele Gesch\u00e4ftsreisen dank Telefon- und Videokonferenzen oftmals gar nicht mehr n\u00f6tig.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Schweizerinnen und Schweizer sind Vielflieger: Der Flugverkehr k\u00f6nnte hierzulande bald zu den st\u00e4rksten Treibern der Klimaerhitzung geh\u00f6ren. 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