{"id":20836,"date":"2018-10-09T00:00:00","date_gmt":"2018-10-08T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/20836\/coca-cola-pepsi-und-nestle-ueberfluten-die-welt-mit-plastik\/"},"modified":"2019-08-12T11:20:47","modified_gmt":"2019-08-12T09:20:47","slug":"coca-cola-pepsi-und-nestle-ueberfluten-die-welt-mit-plastik","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/story\/20836\/coca-cola-pepsi-und-nestle-ueberfluten-die-welt-mit-plastik\/","title":{"rendered":"Coca-Cola, Pepsi und Nestl\u00e9 \u00fcberfluten die Welt mit Plastik"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Flaschen und Verpackungen soweit das Auge reicht. Weltkonzerne \u00fcberfluten Meere und Str\u00e4nde mit Plastikabfall. Die gr\u00f6ssten Verschmutzer kommen aus Nordamerika und der Schweiz, wie ein weltweites Marken-Audit an Str\u00e4nden zeigt. <\/strong><\/p>\n\n<p>Coca-Cola, PepsiCo und Nestl\u00e9 sind die drei gr\u00f6ssten Plastik-Verschmutzer: Das ist das Resultat von 239 Strandreinigungen in 42 L\u00e4ndern auf allen Kontinenten. Die Bewegung <a href=\"https:\/\/www.breakfreefromplastic.org\/\">Break Free From Plastic<\/a>, der auch Greenpeace angeh\u00f6rt, hat bei dem grossangelegten Marken-Audit insgesamt 187&#8217;000 Plastikteile eingesammelt und ihrem Urheber zugeteilt \u2014\u00a0Markenfirmen, die auf Einweg-Verpackungen setzen. Auch in Bern wurde Plastikm\u00fcll identifiziert: nicht am Strand, sondern am Strassenrand auf einer Strecke von 3,5 Kilometern zwischen Europaplatz und K\u00f6nizer Wald.<\/p>\n\n<p>Die <a rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/www.breakfreefromplastic.org\/2018\/10\/09\/globalbrandauditreport\/\" target=\"_blank\">Resultate<\/a> sind deutlich, aber nicht sonderlich \u00fcberraschend. So geh\u00f6rt der Schweizer Lebensmittelkonzern Nestl\u00e9 zu den Top-Plastik-Verschmutzern. Die neue Untersuchung st\u00fctzt ein <a href=\"https:\/\/www.greenpeace.org\/international\/press-release\/7621\/nestle-unilever-pg-among-worst-offenders-for-plastic-pollution-in-philippines-in-beach-audit\/\">Marken-Audit von Greenpeace S\u00fcdostasien<\/a> an Str\u00e4nden der philippinischen Hauptstadt Manila von 2017. Damals hatten Meeresschutz-AktivistInnen von Greenpeace auf 1200 Quadratmeter Strand \u00fcber 54\u2019000 St\u00fcck Plastikabfall gefunden. Der Strand war \u00fcbers\u00e4t mit Zahnb\u00fcrsten, Verpackungen, PET-Flaschen, Shampooflaschen, Trinkhalmen und L\u00f6ffeln aus Plastik.\u00a0Vor lautet Plastik sahen unsere Aktivistinnen und Aktivisten den Sand darunter nicht mehr. Rund 9000 Gegenst\u00e4nde konnten Nestl\u00e9 zugeordnet werden. Auch Produkte von Weltfirmen wie Unilever und Procter &amp; Gamble waren zahlreich vertreten.<\/p>\n\n<figure class=\"wp-block-image wp-image-56157 size-full\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/56409294-56409294-gp0strf5f_web_size.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-56157\"\/><figcaption>Plastikm\u00fcll am Strand in Penghu, Taiwan.<\/figcaption><\/figure>\n\n<p>Nestl\u00e9 verk\u00fcndete im letzten April eine neue <a href=\"https:\/\/www.nestle.de\/plastik\">Plastik-Strategie<\/a>: Der Konzern will f\u00fcr Verpackungen k\u00fcnftig nur noch rezyklierbares Plastik verwenden. Doch das l\u00f6st die Plastik-Krise nicht. In vielen L\u00e4ndern ist Recycling unrealistisch: Es fehlen schlichtweg die Infrastruktur und das n\u00f6tige Geld. Die milliardenschweren Konzerne, die die Plastik-Verpackungen in Umlauf bringen, stehen am Anfang der Verschmutzungskette. Wir fordern sie dazu auf, Einweg-Plastik zu reduzieren und so schnell wie m\u00f6glich ganz darauf zu verzichten bzw. die Entwicklung von Mehrweg-Systemen voranzutreiben. Teil des Problems sind auch die Grossverteiler, die st\u00e4ndig neue Einweg-Verpackungen entwickeln, die niemand braucht, und k\u00fcnstlich Bed\u00fcrfnisse schaffen, die niemand hat. Wenn das Lavabo \u00fcberl\u00e4uft, drehen wir schliesslich auch den Wasserhahn ab.<\/p>\n\n<p>Die Verschmutzung ist in der Schweiz zwar nicht im gleichen Mass sichtbar wie in Su\u0308dost\u00adasien oder Afrika \u2014 obwohl auch bei uns viel Einweg-Plastik in die Natur gelangt. Hierzulande ist das Plastikproblem in erster Linie ein gigantisches Verschwen\u00addungsproblem.<\/p>\n\n<p>Pro Kopf wirft jede Person bei uns pro Jahr 100 kg Plastikabfall weg, der gr\u00f6sste Teil davon hat man nur einmal f\u00fcr Minuten oder Stunden benutzt und dann einfach verbrannt.<\/p>\n\n<p>Ein wirklich nachhaltiger Umgang mit den Ressourcen unsere Erde bedingt den \u00dcbergang zur Kreislaufwirtschaft. Das bedeutet, dass in Zukunft null Abf\u00e4lle mehr verbrennt und keine giftige Schlacke mehr in der Erde vergraben werden &#8211; \u00abZero Waste\u00bb also.<\/p>\n\n<div class=\"wp-block-button\"><a class=\"wp-block-button__link\" href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/06\/85e0f05d-greenpeace_factsheet_plastik_a4.pdf\">Zum Plastik-Faktenblatt<\/a><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Flaschen und Verpackungen soweit das Auge reicht. Weltkonzerne \u00fcberfluten Meere und Str\u00e4nde mit Plastikabfall. 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