{"id":20987,"date":"2019-01-29T00:00:00","date_gmt":"2019-01-28T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/20987\/plastikflut-wir-setzen-die-segel\/"},"modified":"2019-06-01T20:17:23","modified_gmt":"2019-06-01T18:17:23","slug":"plastikflut-wir-setzen-die-segel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/story\/20987\/plastikflut-wir-setzen-die-segel\/","title":{"rendered":"Plastikflut: Wir setzen die Segel"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"p1\"><strong>Firmen haben ein Plastik-Monster geschaffen, das die Meere zerst\u00f6rt. \u00dcber 90 Prozent des bisher hergestellten Plastiks wurde nicht rezykliert. Stattdessen wird das Monster stetig mit noch mehr Plastik gen\u00e4hrt. Die Plastik-Produktion steigt weiter massiv an. Recycling wird das Problem also niemals l\u00f6sen k\u00f6nnen.<\/strong><\/p>\n\n<p class=\"p1\">Die globale Bewegung, die die Firmen zur Verantwortung ziehen will, wird immer gr\u00f6sser. Bereits unterst\u00fctzen \u00fcber drei Millionen Menschen unsere Forderung, die Produktion von Einwegwegplastik zu stoppen bzw. zu verbieten. Zusammen mit \u00fcber 1400 Organisationen der Bewegung Break Free From Plastic f\u00fchrten wir im September 239 Strandr\u00e4umungen in 42 L\u00e4ndern durch und <a href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/2018\/10\/09\/coca-cola-pepsi-und-nestle-ueberfluten-die-welt-mit-plastik\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><span class=\"s1\">identifizierten die weltweit gr\u00f6ssten Plastikverschmutzer<\/span><\/a>: Der Schweizer Konzern Nestl\u00e9 ist einer der Top-Verschmutzer.<\/p>\n\n<p class=\"p1\"><span class=\"s1\"><a href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/2018\/10\/23\/aus-den-augen-aus-dem-sinn\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Im Oktober f\u00fchrten wir eine Umfrage durch bei so genannten FMCG-Firmen (Fast Moving Consumer Goods)<\/a><\/span> \u2014&nbsp;Branchenleader wie Coca-Cola Company, Colgate-Palmolive, Danone, Johnson and Johnson, Kraft Heinz, Mars, Nestl\u00e9, Mondelez, PepsiCo, Procter &amp; Gamble und Unilever. Dabei zeigte sich: Kein Unternehmen kann konkrete Pl\u00e4ne oder Zusagen zur Reduzierung der Gesamtmenge der von ihnen hergestellten Artikel aus Wegwerfplastik vorweisen. Transparenz fehlt v\u00f6llig, was die Glaubw\u00fcrdigkeit jeglicher get\u00e4tigter Selbstverpflichtungen untergr\u00e4bt. Trotz \u00f6ffentlicher Ank\u00fcndigung zur Reduzierung von Plastikabf\u00e4llen durch mehr Recycling k\u00f6nnen die multinationalen Firmen keine Pl\u00e4ne vorweisen, wie sie ihr Problem angehen und die wachsende Produktion von Einweg-Plastik bremsen, geschweige denn stoppen wollen. Das heisst: Das Plastik-Monster wird immer gr\u00f6sser. <a href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/medienmitteilungen\/plastik-wahnsinn-grossverteiler-verweigern-transparenz\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><span class=\"s1\">\u00c4hnlich bei den Schweizer Grossverteilern wie Coop und Migros<\/span><\/a>: Wir beobachten zwar erste Schritte zur Reduktion von Plastik-Verpackungen. Wir vermissen aber Transparenz bez\u00fcglich ihren Plastik-Fussabdr\u00fccken. Und keiner will auf Einwegverpackungen verzichten und sich damit zur Kreislaufwirtschaft bekennen.<\/p>\n\n<p class=\"p1\"><span class=\"s1\"><a href=\"https:\/\/www.nestle.com\/media\/pressreleases\/allpressreleases\/nestle-action-tackle-plastic-waste\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Nestl\u00e9 hat inzwischen immerhin erkannt und eingestanden<\/a><\/span>, dass sich die Welt in einer Plastikkrise befindet, und dass Recycling das Problem allein nicht l\u00f6sen kann. Der angek\u00fcndigte Shift zu anderen Einweg- und Wegwerfverpackungen wird das Problem jedoch genauso wenig l\u00f6sen. Papier braucht Zellstoff, daf\u00fcr werden klimarelevante Urw\u00e4lder abgeholzt oder biodiversit\u00e4tzerst\u00f6rende Plantagen angebaut. Auch Bioplastik verbraucht wertvolle Ressourcen und wird ebenfalls zur Todesfalle f\u00fcr Meerestiere. Der Konzern kann die Spirale von Ressourcenverschwendung, Umweltzerst\u00f6rung und Tierleiden nur beenden, indem er voll in Systeme von Mehrwegverpackungen investiert.<\/p>\n\n<p>Darum schicken wir nun unsere Schiffe los: Die Rainbow Warrior und die Beluga werden die globale Plastikkrise dokumentieren. Unterst\u00fctzerinnen und Unterst\u00fctzer sowie Kommunen k\u00f6nnen sich uns anschliessen und die Konzerne dazu aufrufen, die Plastik- und Verpackungskrise zu beenden. Es ist Zeit, dass Nestl\u00e9, Unilever, Coca-Cola, PepsiCo., Colgate, Danone, Johnson &amp; Johnson und Mars ihren Plastik-Fussabdruck transparent machen und konkrete Pl\u00e4ne zur Reduktion unternehmen. Es ist Zeit, in alternative Mehrweg-Liefersysteme zu investieren und auf Einwegverpackungen ganz zu verzichten. Diese Firmen n\u00e4hren ein Plastik-Monster, das hunderte Jahre \u00fcberdauert.<\/p>\n\n<p>Die Meere und Meerestiere brauchen jetzt konkrete Reduktionsziele. Sei aufmerksam: Wir werden in den n\u00e4chsten Monaten viele Aktivit\u00e4ten \u2013 auch online \u2013 durchf\u00fchren. Als erstes kannst du unsere internationale Petition unterschreiben. L\u00f6sen wir das Plastik-Monster auf.<\/p>\n\n<div class=\"wp-block-button\"><a class=\"wp-block-button__link\" href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/act\/einweg-wahnsinn\/\">Jetzt unterschreiben<\/a><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Firmen haben ein Plastik-Monster geschaffen, das die Meere zerst\u00f6rt. \u00dcber 90 Prozent des bisher hergestellten Plastiks wurde nicht rezykliert. Stattdessen wird das Monster stetig mit noch mehr Plastik gen\u00e4hrt. 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