{"id":21080,"date":"2019-04-30T00:00:00","date_gmt":"2019-04-29T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/21080\/angebot-ohne-nachfrage\/"},"modified":"2019-06-01T18:56:02","modified_gmt":"2019-06-01T16:56:02","slug":"angebot-ohne-nachfrage","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/story\/21080\/angebot-ohne-nachfrage\/","title":{"rendered":"Angebot ohne Nachfrage"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Niemand braucht arktisches \u00d6l \u2013 die Risiken sind hoch und die Reserven reichen. Greenpeace-Aktivisten protestierten darum an einer \u00d6lplattform auf dem Weg in die Barentssee.<\/strong><\/p>\n\n<figure class=\"wp-block-image alignnone wp-image-62682 size-full\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/4f4ace87-4f4ace87-equinor-norwegen-aktion-oel-arktis.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-62682\"\/><figcaption>Greenpeace-Aktivisten protestierten in Norwegen an \u00d6lplattform gegen Bohrungen in der Arktis. \u00a9 Jonne Sippola \/ Greenpeace<\/figcaption><\/figure>\n\n<p>Welches Jahr schreiben wir noch mal? Gegen jede Vernunft schickt der norwegische \u00d6lkonzern Equinor eine Bohrinsel in die Arktis \u2013 w\u00e4hrend die Klimakrise, die Unternehmen wie der Statoil-Nachfolger mitverursacht haben, bereits in vollem Gang ist. Greenpeace-Aktivisten aus Norwegen, Schweden, D\u00e4nemark und Deutschland besuchten darum die West Hercules \u2013 jene Plattform, die Equinor in die Barentssee entsenden m\u00f6chte.<\/p>\n\n<p>Im Norden Norwegens bei Hammerfest kletterten vier Aktivisten und Aktivistinnen an Bord der \u00d6lplattform und hissten Banner, die ein Ende der Bohrungen in der Arktis fordern. Nach sechzehn Stunden beendeten sie gestern am sp\u00e4ten Abend ihre friedliche Protestaktion \u2013 weil ein Sturm aufzog, der ihre Sicherheit gef\u00e4hrdete.<\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Unser Strom wird sauberer \u2013 das muss er auch<\/h2>\n\n<p>Aktivisten wie die Kletterer in Hammerfest wehren sich gegen alte, gef\u00e4hrliche \u00dcberzeugungen. Dass unsere Welt mit Erd\u00f6l in Bewegung gehalten wird, ist schon lange nicht mehr wahr. Erneuerbare Energien schicken sich an,&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.umweltbundesamt.de\/themen\/klima-energie\/erneuerbare-energien\/erneuerbare-energien-in-zahlen\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">die fossilen Energietr\u00e4ger der Vergangenheit zu \u00fcberholen<\/a>. Das hei\u00dft: Unser Strom wird von Jahr zu Jahr sauberer. Das muss er auch,&nbsp;<a title=\"Es geht um alles\" href=\"https:\/\/www.greenpeace.de\/themen\/klimawandel\/es-geht-um-alles\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">damit sich die Welt nicht weiter erhitzt<\/a>. Doch \u00d6lkonzerne wie Equinors in Norwegen stellen sich stur gegen diese Einsicht. Sie denken, dass \u00d6l und Kohle eine Perspektive haben \u2013 doch das tun sie nicht. Die junge Generation hat das begriffen und&nbsp;<a title=\"\u201eEs soll wehtun\u201c\" href=\"https:\/\/www.greenpeace.de\/themen\/energiewende\/es-soll-wehtun\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">geht weltweit f\u00fcr ihre eigene Zukunft auf die Stra\u00dfe<\/a>.<\/p>\n\n<p>Die Aktion in Hammerfest ist beendet, doch das bedeutet nicht, dass der Protest zu Ende ist \u2013 er geht vor Gericht weiter. Die norwegische Regierung verst\u00f6\u00dft mit ihren Lizenzvergaben f\u00fcr \u00d6lbohrungen in der Arktis gegen die eigene Verfassung \u2013 denn die gesteht jedem B\u00fcrger&nbsp;<a title=\"Mit zweierlei Ma\u00df\" href=\"https:\/\/www.greenpeace.de\/themen\/arktis\/mit-zweierlei-mass\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">das Recht auf eine unversehrte Umwelt<\/a>&nbsp;zu.&nbsp;Ein Versprechen, das mit jedem Bohrvorhaben in der Barentssee gebrochen wird. Aufgrund der norwegischen \u00d6lexporte ist das Land der weltweit siebtgr\u00f6\u00dfte Exporteur von klimasch\u00e4dlichen CO2-Emissionen.<\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Ein Fall f\u00fcr die Justiz<\/h2>\n\n<p>Greenpeace klagte darum gegen die norwegische Regierung \u2013 und unterlag vorerst. Recht haben bedeutet eben nicht immer, auch Recht zugesprochen zu kriegen.&nbsp;<a title=\"Erheben Sie sich!\" href=\"https:\/\/www.greenpeace.de\/themen\/arktis\/erheben-sie-sich\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Das Verfahren geht in die Berufung.<\/a><\/p>\n\n<p>Doch die Umweltsch\u00fctzer nehmen die norwegische Verfassung weiterhin beim Wort. Greenpeace und die Jugendorganisation Nature and Youth haben beim norwegischen Umweltminister Ola Elvestuen eine Beschwerde eingereicht, um f\u00fcr den 1. Mai geplante \u00d6lbohrungen zu stoppen. \u201eIn der Arktis nach \u00d6l zu bohren, w\u00e4hrend die Region schneller als je zuvor schmilzt, ist v\u00f6lliger Wahnsinn\u201c, sagte Frode Pleym von Greenpeace Norwegen. \u201eWir befinden uns in einer Klimakrise und m\u00fcssen die \u00d6lbohrungen stoppen.\u201c Das schaffen wir mit friedlichen Protesten \u2013 und der Macht der Paragraphen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Niemand braucht arktisches \u00d6l \u2013 die Risiken sind hoch und die Reserven reichen. Greenpeace-Aktivisten protestierten darum an einer \u00d6lplattform auf dem Weg in die Barentssee.<\/p>\n","protected":false},"author":30,"featured_media":21082,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_planet4_optimize_post_is_variant":false,"_planet4_optimize_experiment_name":"","_planet4_optimize_variant_name":"","ep_exclude_from_search":false,"p4_og_title":"","p4_og_description":"","p4_og_image":"","p4_og_image_id":"","p4_seo_canonical_url":"","p4_campaign_name":"","p4_local_project":"","p4_basket_name":"","p4_department":"","footnotes":""},"categories":[1],"tags":[41],"p4-page-type":[75],"gpch-article-type":[],"class_list":["post-21080","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-unkategorisiert","tag-meer","p4-page-type-story"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/21080","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/30"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=21080"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/21080\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/21082"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=21080"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=21080"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=21080"},{"taxonomy":"p4-page-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/p4-page-type?post=21080"},{"taxonomy":"gpch-article-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/gpch-article-type?post=21080"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}