{"id":32342,"date":"2019-07-01T12:00:10","date_gmt":"2019-07-01T10:00:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/?p=32342"},"modified":"2019-10-01T18:14:05","modified_gmt":"2019-10-01T16:14:05","slug":"40-seiten-co2-verordnungstext-und-keine-tonne-co2-reduziert","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/32342\/40-seiten-co2-verordnungstext-und-keine-tonne-co2-reduziert\/","title":{"rendered":"40 Seiten CO2-Verordnungstext und keine Tonne CO2 reduziert"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Die Klima-Allianz ist best\u00fcrzt, dass wir eine 40-seitige \u00c4nderung der CO2-Verordnung diskutieren, die unter dem Strich keine Tonne CO2 reduziert. Wir brauchen griffige Klimaschutz-Massnahmen und keine Paragraphen-Flut ohne Klimanutzen. <\/strong><\/p>\n\n<p><em>Das ist eine Medienmitteilung der Klima-Allianz, zu der auch Greenpeace Schweiz geh\u00f6rt. <\/em><\/p>\n\n<p>Die von der Verwaltung vorgelegte \u00c4nderung der CO2-Verordnung hat zum Ziel, die vom Parlament im M\u00e4rz beschlossene Anpassung des CO2-Gesetzes umzusetzen. Es geht dabei um die Verkn\u00fcpfung des bestehenden schweizerischen Emissionshandelssystem (50 gr\u00f6sste CO2-Emittenten der Schweiz) mit dem viel gr\u00f6sseren europ\u00e4ischen Emissionshandelssystems. Beide Systeme leisteten in der Vergangenheit kaum einen Beitrag zum Klimaschutz, weshalb die Klima-Allianz die Verkn\u00fcpfung bereits im Parlament bek\u00e4mpfte. \u00abZwei untaugliche Systeme miteinander zu verkn\u00fcpfen hilft dem Klimaschutz nicht\u00bb, bringt es Christian L\u00fcthi, Gesch\u00e4ftsleiter der Klima-Allianz, auf den Punkt.<\/p>\n\n<p>Am Umsetzungsvorschlag dieser Verkn\u00fcpfung kritisiert die Klima-Allianz insbesondere:<\/p>\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li><strong>Vermischung zwischen CO2-Reduktion im In- und Ausland: <\/strong>Bis heute wurde zwischen Zielen zur CO2-Reduktion im In- und Ausland klar unterschieden. Nun sollen dem geltenden Inland-Reduktionsziel von mindestens -20% bis 2020 auch Reduktionen aus dem Ausland angerechnet werden k\u00f6nnen.  Ein Beispiel:  L\u00e4uft in Deutschland ein Steinkohlekraftwerk seltener, weil Windkraftwerke zugebaut wurden, sollen die daraus \u00fcberfl\u00fcssigen Emissionszertifikate dem Schweizer Inlandziel angerechnet werden k\u00f6nnen, falls ein Schweizer Unternehmen diese Emissionsrechte kauft. Die Verwaltung kaschiert  damit, dass das gesetzliche Inlandziel vermutlich verfehlt wird und sie es vers\u00e4umt hat, entsprechende Massnahmen gem\u00e4ss CO2-Gesetz umzusetzen. Die Klima-Allianz bek\u00e4mpft diese T\u00e4uschung von Politik und \u00d6ffentlichkeit.<\/li><li><strong>Zu hohe Gratiszuteilung:<\/strong> Der Vorschlag erlaubt es, dass einzelne Unternehmen mehr kostenlose Emissionsrechte vom Staat erhalten, als diese aufgrund der Emissionen abliefern m\u00fcssen. Damit k\u00f6nnen die n\u00f6tigen Emissionsreduktionen nicht realisiert werden.<\/li><li><strong>Keine Wirkungskontrolle: <\/strong>Will die Schweiz ihre CO2-Emissionen konform mit dem unterzeichneten Pariser Klimaabkommen reduzieren, m\u00fcssen auch die gr\u00f6ssten Emittenten ihren Beitrag leisten. Deshalb muss die Wirkung des Systems \u00fcberpr\u00fcft werden und es braucht einen Mechanismus, um dem Gesetzgeber n\u00f6tigenfalls wirkungsvollere Instrumente vorzuschlagen.<\/li><\/ul>\n\n<p>\u00abDer faktische Klimanotstand erlaubt keine Buchhaltungstricks, um die Klimaziele zu erreichen. Wir brauchen wirksame Massnahmen\u00bb, sagt Patrick Hofstetter vom WWF Schweiz. Deshalb fordert Valentin Schmidt von der SES: \u00abDer Bundesrat hat schon heute die Kompetenz, weitergehende Massnahmen gem\u00e4ss geltendem CO2-Gesetz umzusetzen, statt wirkungslose B\u00fcrokratie zu betreiben.\u00bb<\/p>\n\n<p><a href=\"https:\/\/drive.google.com\/file\/d\/0B08-goGgDnRGeFZMeVZuUzl1SVBPcERQOHpmZ2I1TGRmX2tB\/view\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\"Vernehmlassungsantwort der Klima-Allianz (\u00f6ffnet in neuem Tab)\">Vernehmlassungsantwort der Klima-Allianz<\/a><\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Kontakte: <\/h2>\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Georg Klingler, Klimaexperte Greenpeace Schweiz, 079 785 07 38<\/li><li>Christian L\u00fcthi, Gesch\u00e4ftsleiter Klima-Allianz, 076 580 44 99<\/li><\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Klima-Allianz ist best\u00fcrzt, dass wir eine 40-seitige \u00c4nderung der CO2-Verordnung diskutieren, die unter dem Strich keine Tonne CO2 reduziert. 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