{"id":3466,"date":"2013-11-25T00:00:00","date_gmt":"2013-11-24T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/3466\/anleitung-zur-pestizidreduktion-forderungen-fuer-einen-erfolgreichen-schweizer-pestizidreduktionsplan\/"},"modified":"2019-06-21T15:40:21","modified_gmt":"2019-06-21T13:40:21","slug":"anleitung-zur-pestizidreduktion-forderungen-fuer-einen-erfolgreichen-schweizer-pestizidreduktionsplan","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/publikation\/3466\/anleitung-zur-pestizidreduktion-forderungen-fuer-einen-erfolgreichen-schweizer-pestizidreduktionsplan\/","title":{"rendered":"Anleitung zur Pestizidreduktion: Forderungen f\u00fcr einen erfolgreichen Schweizer Pestizidreduktionsplan"},"content":{"rendered":"\n<p><b>In der Schweiz gelangen zu viele Pestizide in die Umwelt. Deren Auswirkungen auf die Gesundheit von Mensch und Tier sowie die Lebensr\u00e4ume sind bedrohlich. Die Umweltorganisationen Greenpeace, Pro Natura, SVS\/BirdLife Schweiz und WWF legen dem Bundesrat eine Anleitung zur Pestizidreduktion vor und fordern ihn zur Ausarbeitung und Umsetzung eines griffigen nationalen Pestizidreduktionsplans auf.<\/b><\/p>\n\n<p>Die Umweltorganisationen Greenpeace, Pro Natura, SVS\/BirdLife Schweiz\n und der WWF legen dem Bundesrat eine Anleitung zur Pestizidreduktion \nvor. Die Quintessenz daraus: Der Bund muss Reduktionsziele festlegen, \nbesonders gesundheits- und umweltgef\u00e4hrdende Pestizide verbieten und den\n Einsatz von alternativen Pflanzenschutzmethoden vorantreiben.<\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">70 Prozent der Gew\u00e4sser betroffen<\/h2>\n\n<p> Pestizide sind giftige Chemikalien, von denen in der Schweizer \nLandwirtschaft immer gr\u00f6ssere Mengen eingesetzt werden. Zwischen 2006 \nund 2011 sind die Verkaufsmengen um rund 16 Prozent gestiegen und das, \nobwohl die eingesetzten Pestizide immer wirksamer werden. Die Gefahr f\u00fcr\n Umwelt und Gesundheit ist enorm. Bereits heute sind 70 Prozent der \nSchweizer Oberfl\u00e4chengew\u00e4sser nachweislich mit Pestiziden verunreinigt. \nDer Mensch nimmt Pestizide haupts\u00e4chlich \u00fcber Nahrungsmittel auf. \nZusammen mit anderen Chemikalien des t\u00e4glichen Lebens, wie zum Beispiel \nKosmetika, Waschmitteln oder Haushaltreiniger, entstehen Giftcocktails \nmit unvorhersehbarer Wirkung. Die Agrochemikalien sch\u00e4digen aber auch \nBienen, Fr\u00f6sche, Fische, V\u00f6gel und viele weitere Lebewesen.<\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">D\u00e4nemark macht es vor<\/h2>\n\n<p> \u00abDie Probleme der Pestizidbelastung m\u00fcssen an ihrer Wurzel angepackt\n werden\u00bb, sagt WWF-Expertin Daniela Hoffmann. \u00abKonkret heisst dies, den \nPestizideinsatz und das Pestizidrisiko mit Hilfe eines Reduktionsplans \nzu verringern. Dies ist der wirkungsvollste Schutz f\u00fcr unsere Gesundheit\n und die Natur.\u00bb Dass ein solcher Weg m\u00f6glich ist, zeigt uns D\u00e4nemark. \nDas Land erliess bereist im Jahr 1986 einen Pestizidaktionsplan und \nsetzt sich das ambitionierte Ziel, das Pestizidrisiko f\u00fcr Bev\u00f6lkerung \nund Umwelt zwischen 2012 und 2015 um 40 Prozent zu reduzieren. Die \nEurop\u00e4ische Union hat ebenfalls den Handlungsbedarf erkannt und alle \nMitgliedsstaaten verpflichtet, Aktionspl\u00e4ne zu erstellen. In der Schweiz\n hinkt man hinterher: Zurzeit wird im Rahmen der Beantwortung des \nPostulats Moser (12.3299) erst gepr\u00fcft, ob es in der Schweiz ebenfalls \neinen Aktionsplan zur Pestizidreduktion braucht. Die Umweltverb\u00e4nde \nsagen JA zu einem solchen Aktionsplan und zeigen auch gleich auf, wie \ndieser aussehen kann.<\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Wieder die F\u00fchrungsrolle \u00fcbernehmen<\/h2>\n\n<p>\u00abDie Erfahrungen aus der Vergangenheit zeigen, dass das Risiko von \nPestiziden immer wieder falsch eingesch\u00e4tzt wurde\u00bb, sagt Daniela \nHoffmann. Pestizide, wie das ber\u00fchmt ber\u00fcchtigte DDT, wurden trotz \nfr\u00fcher Warnsignale als harmlos dargestellt und zum Schaden von Mensch \nund Umwelt intensiv eingesetzt. Der Bundesrat wird aufgefordert, aus den\n vergangenen Fehlern zu lernen und mit einer fortschrittlichen \nPestizidpolitik unsere Gesundheit und die Umwelt vor gr\u00f6sserem Schaden \nzu bewahren. Als die Schweiz 1972 die Verwendung von DDT in der \nLandwirtschaft verbot, tat sie dies 20 Jahre vor Deutschland. \nGreenpeace, Pro Natura, SVS\/BirdLife Schweiz und WWF fordern den Bund \ndazu auf, diese F\u00fchrungsrolle von damals wieder zu \u00fcbernehmen.<\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Nationaler Plan zur Pestizidreduktion<\/h2>\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Die wichtigsten Forderungen an den Bundesrat<\/strong><\/h3>\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Setzen ambitionierter und messbarer PestizidreduktionszieleVerbot besonders umwelt- und gesundheitsgef\u00e4hrdender Pestizide<\/li><li>Offenlegung der Beurteilung von Pestiziden, aufgrund derer der Bund eine Pestizidzulassung erteilt<\/li><li>Offenlegung der Pestizidbelastung der Bev\u00f6lkerung und der Umwelt<\/li><li>Erforschen und Vorantreiben alternativer Pflanzenschutzmethoden<\/li><li>Umfassende und unabh\u00e4ngige Pflanzenschutzinformation und -beratung f\u00fcr Landwirtinnen und Landwirte<\/li><li>Schaffung von Anreizen f\u00fcr Systeme und Techniken zur Pestizidreduktion<\/li><li>Verbot konventioneller Pestizide f\u00fcr den Privatgebrauch<\/li><li>Beteiligung am Pestizidreduktionsplan verschiedenster Verwaltungseinheiten und zivilgesellschaftlicher Organe.<\/li><\/ul>\n\n<div class=\"wp-block-button\"><a class=\"wp-block-button__link\" href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/06\/e227607c-pestizidreduktionsplan.pdf\">Bericht herunterladen<\/a><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In der Schweiz gelangen zu viele Pestizide in die Umwelt. 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