{"id":34697,"date":"2019-08-19T16:42:07","date_gmt":"2019-08-19T14:42:07","guid":{"rendered":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/?p=34697"},"modified":"2025-08-04T11:04:45","modified_gmt":"2025-08-04T09:04:45","slug":"javier-bardem-unsere-meere-brauchen-uns","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/story\/34697\/javier-bardem-unsere-meere-brauchen-uns\/","title":{"rendered":"Javier Bardem: Unsere Meere brauchen uns."},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Heute starten am UNO-Hauptsitz Vorverhandlungen zu einem rechtsverbindlichen Vertrag zum Schutz der Hochseegew\u00e4sser. Mit dabei: Der spanische Star-Schauspieler Javier Bardem (&#171;Skyfall&#187;, &#171;Mar adentro&#187;, &#171;Pirates of the Caribbean&#187;). Er richtet eine Rede an die Delegierten und fordert darin einen umfassenden Meeresschutz.&nbsp;<\/strong><\/p>\n\n<p>\u00abIch hatte das grosse Gl\u00fcck, die eisigen Grenzgebiete unseres Planeten besuchen zu d\u00fcrfen. Letztes Jahr nahm ich an einer <a href=\"https:\/\/www.greenpeace-magazin.ch\/2019\/01\/11\/unser-planet-koennte-sich-erholen-wenn-wir-aufhoeren-wuerden-ihn-zu-foltern\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\"Greenpeace-Expedition in die Antarktis (\u00f6ffnet in neuem Tab)\">Greenpeace-Expedition in die Antarktis<\/a> teil und erforschte den Zustand unserer Meere. Die unglaubliche Vielfalt des Lebens, die ich dort gesehen habe, m\u00f6chte ich den Menschen n\u00e4her bringen, die vielleicht nie die Chance haben werden, dies mit eigenen Augen zu sehen. Ich sah Pinguine ins Wasser tauchen, ich sah das Eis in unz\u00e4hligen Weiss- und Blaut\u00f6nen schimmern, eine Welt der Wunder und majest\u00e4tischer Wale. Zusammen mit renommierten Wissenschaftlern quetschte ich mich in ein winziges U-Boot, um in die Tiefen der Ozeane abzutauchen, in eine Welt, in der nur eine Handvoll Menschen je zuvor gewesen waren. Ich f\u00fchlte mich von der Natur umarmt.\u00bb<\/p>\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"800\" height=\"533\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/08\/53144c6c-gp0stri9y_web_size.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-34719\" srcset=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/08\/53144c6c-gp0stri9y_web_size.jpg 800w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/08\/53144c6c-gp0stri9y_web_size-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/08\/53144c6c-gp0stri9y_web_size-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/08\/53144c6c-gp0stri9y_web_size-510x340.jpg 510w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><figcaption>Schauspieler und antarktischer Botschafter Javier Bardem in einem U-Boot, das vom Greenpeace-Schiff Arctic Sunrise gestartet wird und den antarktischen Meeresboden auf rund 270 Metern Tiefe in der Charlotte Bay vor der Gerlachenstra\u00dfe erkundet.<\/figcaption><\/figure>\n\n<p>\u00abAufgrund dieser Erlebnisse war ich besonders frustriert zu erfahren, dass die Mitgliedstaaten der Kommission f\u00fcr die Erhaltung der lebenden Meeressch\u00e4tze der Antarktis (CCAMLR) es vers\u00e4umt hatten, ein Schutzgebiet zum Schutz des Antarktischen Ozeans, zu schaffen. Trotz wissenschaftlicher Erkenntnisse sind einige Staaten nun in der Lage den Schutz aufzuheben, und ihre kurzfristigen wirtschaftlichen Interessen in den Vordergrund zu stellen. Das so etwas \u00fcberhaupt m\u00f6glich ist, veranschaulicht im kleinen Rahmen das kaputte Systems, in dem wir derzeit leben. Ich fordere Sie daher auf, diesen Fehler nicht noch einmal zu begehen.\u00bb<\/p>\n\n<figure class=\"wp-block-embed-youtube wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<lite-youtube style=\"background-image: url('https:\/\/i.ytimg.com\/vi\/6me1snOHbAY\/hqdefault.jpg');\" videoid=\"6me1snOHbAY\" params=\"rel=0&#038;enablejsapi=1&#038;origin=https%3A%2F%2Fwww.greenpeace.ch&#038;cc_load_policy=1\"><\/lite-youtube>\n<\/div><figcaption><strong>Der Schauspieler Javier Bardem betrachtet Kinnriemenpinguine, nachdem er auf der King George Island in der Antarktis angekommen war, um sich dem Greenpeace-Schiff Arctic Sunrise bei einer Expedition zur Unterst\u00fctzung des gr\u00f6ssten Schutzgebiets der Erde, einem Antarktischen Ozean-Schutzgebiet, anzuschliessen<\/strong> <\/figcaption><\/figure>\n\n<p>\u00abWir alle sind auf unserem blauen Planeten vom Meer umgeben, auch wenn wir uns &#8211; wie gerade in diesem Raum &#8211; manchmal weit davon entfernt f\u00fchlen. Vielleicht sind die vielen Bedrohungen, denen unsere Ozeane ausgesetzt sind, deshalb so weit von unseren Herzen entfernt: Plastikbelastung, \u00dcberfischung, Bergbau, Bohrungen, Versauerung der Ozeane und nicht zuletzt der Zusammenbruch des Klimas. <\/p>\n\n<p>Unsere Ozeane stehen heute mehr unter Druck als jemals zuvor in der Geschichte der Menschheit. Aber wir stehen an einem Scheideweg. Sie alle in diesem Raum stehen an einem Scheideweg. Und Sie tragen eine immense Verantwortung, individuell und kollektiv, um uns wieder auf den richtigen Weg zu bringen. <\/p>\n\n<p>Ich kann nicht anders, als mit jeder Faser meines K\u00f6rpers zu sp\u00fcren, dass wir als Lebewesen auf diesem kostbaren Planeten einen sehr gef\u00e4hrlichen Weg eingeschlagen haben. Man muss kein Experte sein, um zu verstehen, was gerade geschieht. Alles, was wir jetzt tun m\u00fcssen, ist es, auf die Wissenschaft zu h\u00f6ren und auf die vielen Zeichen, die die Natur uns sendet.\u00bb <\/p>\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"800\" height=\"533\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/08\/bc2d29b4-gp0stripv_web_size.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-34723\" srcset=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/08\/bc2d29b4-gp0stripv_web_size.jpg 800w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/08\/bc2d29b4-gp0stripv_web_size-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/08\/bc2d29b4-gp0stripv_web_size-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/08\/bc2d29b4-gp0stripv_web_size-510x340.jpg 510w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><figcaption>Javier Bardem, Sandra Schoettner, der Filmemacher Alvaro Congoria und Carlos Bardem mit einem deutschen Banner an Bord des Greenpeace-Schiffes Arctic Sunrise.<\/figcaption><\/figure>\n\n<p>\u00abUnsere Ozeane stehen kurz vor dem Zusammenbruch, und wir alle tragen die Verantwortung daf\u00fcr. Jetzt ist es an der Zeit, dass wir alle unseren Teil dazu beitragen, diesen Kollaps zu stoppen. Allen voran Sie, die Sie sich in diesem Raum befinden.<\/p>\n\n<p>Ohne die Meere w\u00fcrde die Erde schlicht und ergreifend nicht funktionieren. Und es sind SIE, die Delegierten HIER und HEUTE, die mit dieser enormen Verantwortung betraut sind. Sie sind es, die an dem Scheideweg stehen. Sie sind es, die diese historische Chance haben. Sie sind es, die das Ruder herumreissen k\u00f6nnen, nicht nur f\u00fcr die Meere und das Leben in ihnen, sondern f\u00fcr den gesamten Planeten, f\u00fcr die Millionen von Menschen, die zum \u00dcberleben auf gesunde Ozeane angewiesen sind, und f\u00fcr unsere Kinder und zuk\u00fcnftigen Generationen, an die wir diesen Planeten weitergeben. <\/p>\n\n<p>Ich bin bloss ein Vertreter von vielen Menschen weltweit, die wollen, dass diese Wende geschieht. Da draussen, ausserhalb dieses Raumes, ist eine wachsende weltweite Bewegung von Millionen Menschen, die den Schutz unserer Ozeane und mit ihnen den der Wale, Schildkr\u00f6ten, Pinguine und all der anderen unglaublichen Lebewesen, die in ihnen leben, fordert. Die Welt schaut zu, wie dieses Abkommen ausgehandelt wird, und dieses Mal k\u00f6nnen wir uns keine Fehler mehr erlauben. <\/p>\n\n<p>Ich bin hierhergekommen, um meinen Teil dazu beizutragen, und ich bitte Sie, Ihren Teil beizutragen, indem Sie sich zu einem starken Abkommen verpflichten, auf den wir alle stolz sein k\u00f6nnen: ein Abkommen, das tats\u00e4chlich sichere H\u00e4fen f\u00fcr die Erholung der Meereslebewesen schaffen kann. <\/p>\n\n<p>Die Ozeane geh\u00f6ren uns allen, aber ihr Schicksal liegt jetzt in ihren H\u00e4nden. Der Instinkt zu sch\u00fctzen ist eine der edelsten Eigenschaften der Menschheit. Bitte verk\u00f6rpern Sie dieses Prinzip. Bitte sch\u00fctzen Sie unsere Ozeane.\u00bb<\/p>\n\n<figure class=\"wp-block-embed-youtube wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<lite-youtube style=\"background-image: url('https:\/\/i.ytimg.com\/vi\/BXQ4T34_O7I\/hqdefault.jpg');\" videoid=\"BXQ4T34_O7I\" params=\"rel=0&#038;enablejsapi=1&#038;origin=https%3A%2F%2Fwww.greenpeace.ch&#038;cc_load_policy=1\"><\/lite-youtube>\n<\/div><figcaption>Javier Bardem spricht bei den Vereinten Nationen: \u00abDie Meere brauchen uns.\u00bb<\/figcaption><\/figure>\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Uno-Verhandlungen zum Schutz der Hochseegew\u00e4sser<\/h2>\n\n<p class=\"is-style-default\">Die UNO ber\u00e4t in New York bis Fr\u00fchjahr 2020 einen rechtsverbindlichen Vertrag zum Schutz der Hochseegew\u00e4sser. Die Hohe See beginnt 200 Meilen vor den K\u00fcsten und bedeckt fast die H\u00e4lfte der Erdoberfl\u00e4che. <\/p>\n\n<p>Bisher ist sie ein weitestgehend rechtsfreier Raum, der Selbstbedienung sind keine Grenzen gesetzt: Flotten von Fischtrawlern durchpfl\u00fcgen die Meere \u2013 bis zu 300\u2018000 Wale und Delfine verenden so j\u00e4hrlich als Beifang. Viele kommerziell genutzte Arten stehen am Rande der Ausrottung, Lizenzen f\u00fcr Rohstoffabbau bedrohen noch unerforschte Meeresregionen. <\/p>\n\n<p>Greenpeace befindet sich derzeit mit dem Schiff Esperanza zusammen mit Wissenschaftlern auf einer einj\u00e4hrigen Meeres-Expedition, um zu zeigen welche Geheimnisse die Hohe See birgt und welchen Gefahren sie ausgesetzt ist. Bisher ist nur rund ein Prozent der Hohen See gesch\u00fctzt. <\/p>\n\n<p>Greenpeace und britische MeeresforscherInnen haben einen Vorschlag erarbeitet, um mindestens ein Drittel der Hohen See vor menschlichen Eingriffen zu bewahren. Das Greenpeace-System verkn\u00fcpft Lebensr\u00e4ume mit hoher biologischer Vielfalt und Routen f\u00fcr wandernde Arten: Viele Meerestiere wie Wale, Schildkr\u00f6ten oder Albatrosse legen zwischen Kinderstube und Nahrungsgr\u00fcnden grosse Entfernungen zur\u00fcck. <\/p>\n\n<div class=\"wp-block-button\"><a class=\"wp-block-button__link has-background has-gp-arctic-1-background-color\" href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/handeln\/schuetzen-wir-die-meere\/\">Petition unterzeichnen<\/a><\/div>\n<div class=\"EmptyMessage\">Block content is empty. 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