{"id":35594,"date":"2019-10-02T12:00:33","date_gmt":"2019-10-02T10:00:33","guid":{"rendered":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/?p=35594"},"modified":"2019-10-01T10:21:23","modified_gmt":"2019-10-01T08:21:23","slug":"der-wald-auf-unseren-tellern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/story\/35594\/der-wald-auf-unseren-tellern\/","title":{"rendered":"Der Wald auf unseren Tellern"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Die ungebremste Zerst\u00f6rung des Amazonas-Regenwalds wird durch die derzeit w\u00fctenden und verheerende Br\u00e4nde angeheizt. Es sind die schwersten Feuer seit Jahren. Wir Europ\u00e4erinnen und Europ\u00e4er sind mitverantwortlich f\u00fcr die Zerst\u00f6rung wertvoller \u00d6kosysteme.<\/strong><\/p>\n\n<p>Der Amazonas brennt. <a href=\"http:\/\/queimadas.dgi.inpe.br\/queimadas\/portal-static\/situacao-atual\/\">\u00dcber 82\u2019285 Br\u00e4nde<\/a> wurden dieses Jahr per 27. August 2019 in Brasilien gez\u00e4hlt. Dies sind deutlich mehr als in den letzten Jahren \u2013 im Juli betrug die <a href=\"https:\/\/www.theguardian.com\/environment\/2019\/aug\/23\/amazon-fires-global-leaders-urged-divert-brazil-suicide-path?CMP=Share_iOSApp_Other\">Zunahme gegen\u00fcber 2018 84%<\/a>. Doch nicht nur Brasilien ist betroffen, auch aus Bolivien, Kolumbien, Paraguay und Argentinien werden Feuer gemeldet. Neben dem Amazonas sind auch die weniger bekannten Savannenw\u00e4lder Cerrado und Gran Chaco betroffen.<\/p>\n\n<p>Die meisten dieser Feuer werden absichtlich gelegt, um Weideland oder Ackerfl\u00e4che zu gewinnen. Dabei werden grosse Mengen Treibhausgase ausgestossen und wertvolle \u00d6kosysteme zerst\u00f6rt. WissenschaftlerInnen warnen vor dramatischen Folgen: Wenn weitere 20 Prozent der Waldfl\u00e4che verloren gehen, k\u00f6nnte dies eine irreversible Kettenreaktion ausl\u00f6sen. So w\u00fcrde der Wasserhaushalt des Amazonas zusammenbrechen, und innert k\u00fcrzester Zeit k\u00f6nnte das Amazonasbecken zur Savanne verkommen.&nbsp; Das w\u00e4re katastrophal. Wir brauchen die W\u00e4lder dieser Welt im Kampf gegen die Klimakrise: W\u00e4lder sind Kohlenstoffspeicher und Klimaanlagen zugleich.&nbsp;<\/p>\n\n<p>Waldbr\u00e4nde und Klimakrise verlaufen darum in einem Teufelskreis: Mit zunehmender Zahl der Br\u00e4nde steigen auch die Treibhausgasemissionen. Dadurch steigen wiederum die Gesamttemperatur des Planeten und das Auftreten extremer Wetterereignisse an. Neben den steigenden Emissionen tr\u00e4gt die Waldzerst\u00f6rung direkt zu einer Ver\u00e4nderung der Niederschlagsmuster in der betroffenen Region bei, indem sie die L\u00e4nge der Trockenzeit verl\u00e4ngert. Das hat negative Auswirkungen auf das \u00d6kosystem Wald, die biologische Vielfalt und die landwirtschaftlichen Ertr\u00e4ge.<\/p>\n\n<p>Doch nicht nur das Klima und die Natur leiden, auch indigene V\u00f6lker verlieren dadurch auf tragische Art und Weise ihre Lebensgrundlagen, da sie auf eine intaktes Wald\u00f6kosystem angewiesen sind.<\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Unsere Verantwortung<\/h2>\n\n<p>Doch das Problem liegt nicht nur in S\u00fcdamerika, wir m\u00fcssen uns auch an unserer eigenen Nase nehmen. Denn die Waldfl\u00e4chen werden gerodet, um Weide- oder Ackerfl\u00e4che zu gewinnen. Auf den Weidefl\u00e4chen werden Rinder gehalten und auf den Ackerfl\u00e4chen wird meist Soja angebaut. Auch die Schweiz importiert grosse Mengen an Soja \u2013&nbsp;meist aus Brasilien. Nein, dies nicht zur Produktion von Sojamilch und Tofu, sondern als Tierfutter. 2017 waren es ganze <a href=\"https:\/\/www.lid.ch\/medien\/mediendienst\/aktueller-mediendienst\/info\/artikel\/futtermittel-importe-im-fokus-der-oeffentlichkeit\/\">290\u2019000 Tonnen Soja<\/a>. Daneben importieren wir auch grosse Mengen an Fleisch aus denjenigen L\u00e4ndern, in welchen jetzt die W\u00e4lder brennen. 2018 hat die Schweiz aus Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay insgesamt fast 21\u2019000 Tonnen Fleisch (Quelle: Eidgen\u00f6ssische Zollverwaltung) importiert. Auch wenn versprochen wird, dass es sich dabei um Produkte aus \u00abverantwortungsvoller\u00bb Produktion handelt, l\u00e4sst sich nicht garantieren, dass Umwelt- und Menschenrechte eingehalten wurden, denn die Lieferketten sind lang und intransparent.<\/p>\n\n<p><strong>Fordere auch du den Bundesrat und das Schweizer Parlament auf, den Import von umweltzerst\u00f6rendem Futtermittel und Fleisch zu verbieten.<\/strong><\/p>\n\n<div class=\"wp-block-button\"><a class=\"wp-block-button__link\" href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/handeln\/stopp-dem-import-von-umweltzerstoerendem-futtermittel-und-fleisch\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Petition unterzeichnen<\/a><\/div>\n\n<p>Es braucht einen Umbau der Schweizer Landwirtschaft gem\u00e4ss unserer Vision&nbsp; \u00ab<a href=\"https:\/\/www.landwirtschaftmitzukunft.ch\">Landwirtschaft mit Zukunft<\/a>\u00bb. Die intensive tierische Produktion \u2013&nbsp;welche nur dank den importierten Futtermitteln m\u00f6glich ist \u2013&nbsp;muss abgeschafft werden und die Landwirtschaft muss wieder mit den einheimischen Ressourcen produzieren. <a href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/6afc8c5d-gp_vision_landwirtschaft_v1.pdf\">Zu unserer Vision der Landwirtschaft<\/a>.<\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Was kannst du tun?<\/h2>\n\n<p>Auch du kannst etwas tun, indem du deinen Konsum an Fleisch, Milchprodukten und Eiern reduzierst. Denn in den meisten tierischen Produkten stecken auch importierte Futtermittel \u2013&nbsp;darunter Soja aus S\u00fcdamerika. Mit einer Reduktion des Konsums tierischer Produkte schonst du das Klima, hilfst mit, die \u00dcberd\u00fcngung von B\u00f6den und Gew\u00e4ssern zu verhindern, und tr\u00e4gst zur Abschaffung der Massentierhaltung bei. Mehr Infos auf unserer Seite zur <a href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/tag\/ernaehrung\/\">Ern\u00e4hrung<\/a>.<br><\/p>\n\n<p><br><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die ungebremste Zerst\u00f6rung des Amazonas-Regenwalds wird durch die derzeit w\u00fctenden und verheerende Br\u00e4nde angeheizt. Es sind die schwersten Feuer seit Jahren. 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