{"id":35995,"date":"2019-09-05T05:00:52","date_gmt":"2019-09-05T03:00:52","guid":{"rendered":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/?p=35995"},"modified":"2019-09-19T10:55:17","modified_gmt":"2019-09-19T08:55:17","slug":"mm-stopp-dem-import-von-umweltzerstoerendem-futtermittel-und-fleisch","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/35995\/mm-stopp-dem-import-von-umweltzerstoerendem-futtermittel-und-fleisch\/","title":{"rendered":"Stopp dem Import von umweltzerst\u00f6rendem Futtermittel und Fleisch"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Die ungebremste Zerst\u00f6rung des Amazonas-Regenwalds wird durch die derzeit w\u00fctenden und verheerende Br\u00e4nde angeheizt. Auch die Schweiz tr\u00e4gt Verantwortung f\u00fcr diese Katastrophe. Eine breite Allianz fordert deshalb Bund und Parlament dazu auf, die Schweizer Landwirtschaft \u00f6kologischer und tierfreundlicher zu gestalten.<\/strong><\/p>\n\n<p>Heftige Feuer verw\u00fcsten brasilianische Urw\u00e4lder. Es sind die schwersten Feuer seit Jahren. Die Br\u00e4nde sind eine Katastrophe f\u00fcr das Klima, unmittelbar leiden auch die im Amazonas lebenden indigenen V\u00f6lker. Die Schweiz muss ihren Teil der Verantwortung f\u00fcr die ungebremste Zerst\u00f6rung des Amazonas-Regenwalds endlich \u00fcbernehmen. Deshalb lanciert heute Donnerstag, am \u00abGlobal Day of Action for the Amazon\u00bb (siehe Box), eine breit abgest\u00fctzte Allianz die Petition <a href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/handeln\/stopp-dem-import-von-umweltzerstoerendem-futtermittel-und-fleisch\/\">\u00abStopp dem Import von umweltzerst\u00f6rendem Futtermittel und Fleisch\u00bb<\/a>. <\/p>\n\n<p>Die Allianz, bestehend unter anderem aus den Organisationen XR (Extinction Rebellion), Landwirtschaft mit Zukunft, Greenpeace Schweiz, der Klimastreikbewegung, der Gesellschaft f\u00fcr bedrohte V\u00f6lker, Incomindios, SwissVeg und dem Swiss Indigenous Network, fordert mit ihrer Petition den Bundesrat und das Schweizer Parlament dazu auf, den Import von Futtermittel und Fleisch aus L\u00e4ndern, bzw. Regionen, in welchen Prim\u00e4rw\u00e4lder gerodet und Menschenrechte verletzt werden sowie die Umwelt nachhaltig gesch\u00e4digt wird, sofort zu verbieten. <\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Riesige Waldbr\u00e4nde sind eine Klimakatastrophe <\/h2>\n\n<p>Im August verbrannten fast 2,5 Millionen Hektar Land im brasilianischen Amazonas-Gebiet, wie neue Daten des brasilianischen Instituts f\u00fcr Raumforschung (INPE) vom 3. September zeigen [1]. Die Zahl der Br\u00e4nde im Amazonas ist seit Beginn der Pr\u00e4sidentschaft von Pr\u00e4sident Bolsonaro um 111 Prozent gestiegen [2].<\/p>\n\n<p>\u00abDie Zerst\u00f6rung des Wald\u00f6kosystems nimmt in rasantem Tempo zu und hat grosse Auswirkung auf das Weltklima\u00bb, sagt Dominik Waser von Landwirtschaft mit Zukunft. \u00abDie Wissenschaft warnt vor dramatischen Folgen: Wenn weitere 20 Prozent der Waldfl\u00e4che verloren gehen, k\u00f6nnte dies eine irreversible Kettenreaktion ausl\u00f6sen. So w\u00fcrde der Wasserhaushalt des Amazonas zusammenbrechen, und innert k\u00fcrzester Zeit k\u00f6nnte das Amazonasbecken zur Savanne verkommen.\u00bb [3] <\/p>\n\n<p>Waldbr\u00e4nde und Klimaerhitzung verlaufen in einem Teufelskreis: Mit zunehmender Zahl von Br\u00e4nden steigen auch die Treibhausgasemissionen. Dies erh\u00f6ht wiederum die Gesamttemperatur der Erde und beg\u00fcnstigt extreme Wetterereignisse, wie etwa intensive D\u00fcrrephasen. Neben den steigenden Emissionen tr\u00e4gt die Waldzerst\u00f6rung direkt zu einer Ver\u00e4nderung der Niederschlagsmuster in betroffenen Gebieten bei. <\/p>\n\n<p>Die Br\u00e4nde sind auch verheerend f\u00fcr die im Amazonas lebenden indigenen V\u00f6lker. Sie verlieren auf tragische Art und Weise ihre Lebensgrundlagen, da sie auf ein intaktes Wald\u00f6kosystem angewiesen sind. <\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Fleischkonsum heizt das Klima auf <\/strong><\/h2>\n\n<p>Die meisten der Feuer werden absichtlich gelegt, um Weideland oder Ackerfl\u00e4che zu gewinnen. Auf den Weidefl\u00e4chen werden Rinder gehalten und auf den Ackerfl\u00e4chen wird meist Soja angebaut. Auch die Schweiz importiert grosse Mengen an Soja \u2013 meist aus Brasilien. Und zwar nicht zur Produktion von Sojamilch und Tofu, sondern als Tierfutter. 2017 waren es alleine 290\u2019000 Tonnen Soja aus Brasilien. \u00abDie Nachfrage aus der Schweiz hat somit einen grossen Einfluss auf das Klima sowie die Lebensgrundlage der indigenen V\u00f6lker\u00bb, sagt Philippe Schenkel, Landwirtschaftsexperte bei Greenpeace Schweiz. \u00abWir fordern einen Umbau der Schweizer Landwirtschaft, sie muss <a href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/6afc8c5d-gp_vision_landwirtschaft_v1.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\"tiergerechter und \u00f6kologischer werden (\u00f6ffnet in neuem Tab)\">tiergerechter und \u00f6kologischer werden<\/a>. Die intensive tierische Produktion in der Schweiz, die nur dank dem importierten Futtermittel m\u00f6glich ist, muss abgeschafft werden, und die Landwirtschaft muss wieder mit den einheimischen Ressourcen produzieren.\u00bb<\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Wandel ist gefordert<\/h2>\n\n<p>Der Schweizer (Fleisch-)Konsum und die Landwirtschaft verursachen also grossen externen Schaden. \u00abDer Bund ist f\u00fcr die Ern\u00e4hrungssicherheit zust\u00e4ndig. Artikel 104a der Bundesverfassung verlangt unter anderem grenz\u00fcberschreitende Handelsbeziehungen, die zur nachhaltigen Entwicklung der Land- und Ern\u00e4hrungswirtschaft beitragen. Es braucht deshalb klare Mindeststandards f\u00fcr \u00f6kologische und sozial nachhaltige Handelsbeziehungen\u00bb, sagt Alexandra Gavilano von Extinction Rebellion und fossil-free.ch. \u00abDie Abh\u00e4ngigkeit der Schweizer Landwirtschaft von importiertem Futtermittel ist zudem rasch zu reduzieren. Mittelfristig soll sich die Landwirtschaft den Gegebenheiten des Standortes Schweiz anpassen und ohne Importe von Futtermittel auskommen.\u00bb<\/p>\n\n<div class=\"wp-block-button\"><a class=\"wp-block-button__link has-background has-gp-climate-1-background-color\" href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/handeln\/stopp-dem-import-von-umweltzerstoerendem-futtermittel-und-fleisch\/\">\u00abStopp dem Import von umweltzerst\u00f6rendem Futtermittel und Fleisch\u00bb<\/a><\/div>\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">SOS Amazonia<\/h2>\n\n<p>Heute Donnerstag, 5. September 2019, wird weltweit in unz\u00e4hligen St\u00e4dten der \u00abGlobal Day of Action for the Amazon\u00bb begangen. Eine globale Bewegung hat sich zum Ziel gesetzt, f\u00fcr das Existenzrecht der indigenen V\u00f6lker im Amazonas einzustehen und angesichts der verheerenden Waldbr\u00e4nde im Amazonas-Regenwald konkrete politische Massnahmen zu fordern. Zum \u00abGlobal Day of Action for the Amazon\u00bb rufen weltweit die Vereinigung der Indigenen V\u00f6lker Brasiliens (APIB), Amazon Watch und Extinction Rebellion auf.<\/p>\n\n<p>In der Schweiz findet der \u00abGlobal Day of Action for the Amazon\u00bb in <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/events\/510641949745509\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\"Bern (\u00f6ffnet in neuem Tab)\">Bern<\/a> (Bundesplatz, 17:00 bis 19:00) und <a rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\"Z\u00fcrich (\u00f6ffnet in neuem Tab)\" href=\"https:\/\/www.facebook.com\/events\/439239243351541\/\" target=\"_blank\">Z\u00fcrich<\/a> (Europaplatz\/HB, 17:00 bis 19:00 Uhr) statt. <\/p>\n\n<p>Der \u00abGlobal Day of Action for the Amazon\u00bb ist in der Schweiz eine weitere Aktion der Solidarisierung mit den indigenen V\u00f6lker im Amazonas. Bereits am 13. August hat Extinction Rebellion weltweit Forderungen an die brasilianische Regierung \u00fcberbracht \u2013 in der Schweiz wurde das Schreiben der Brasilianische Botschaft in Bern \u00fcbergeben. <\/p>\n\n<p><strong>Kontakte: <\/strong><\/p>\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Philippe Schenkel, Landwirtschaftsexperte Greenpeace Schweiz, +41 78 790 52 84, <a href=\"philippe.schenkel@greenpeace.org\">philippe.schenkel@greenpeace.org<\/a><\/li><li>Dominik Waser, Landwirtschaft mit Zukunft und Klimastreik, +41 79 313 98 02, <a href=\"dominik.waser@climatestrike.ch\">dominik.waser@climatestrike.ch<\/a> <\/li><li>Alexandra Gavilano, Extinction Rebellion und fossil-free.ch, +41 78 821 76 13, <a href=\"contact@xrebellion.ch\">contact@xrebellion.ch<\/a> <\/li><\/ul>\n\n<p><strong>Quellen: <\/strong><\/p>\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>[1] Die exakte Zahl lautet: 24\u2019944km2, publiziert auf der <a href=\"http:\/\/queimadas.dgi.inpe.br\/queimadas\/aq1km\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\"Website von INPE (\u00f6ffnet in neuem Tab)\">Website von INPE<\/a><\/li><li>[2] Zwischen dem 1. Januar und dem 31. August, verglichen mit der gleichen Periode im Jahr 2018, gem\u00e4ss den <a rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\"Zahlen von INPE (\u00f6ffnet in neuem Tab)\" href=\"http:\/\/queimadas.dgi.inpe.br\/queimadas\/bdqueimadas\" target=\"_blank\">Zahlen von INPE<\/a><\/li><li>[3] <a rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\"Amazon Tipping Point (\u00f6ffnet in neuem Tab)\" href=\"https:\/\/advances.sciencemag.org\/content\/4\/2\/eaat2340\" target=\"_blank\">Amazon Tipping Point<\/a>, Thomas E. Lovejoy and Carlos Nobre<\/li><\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die ungebremste Zerst\u00f6rung des Amazonas-Regenwalds wird durch die derzeit w\u00fctenden und verheerende Br\u00e4nde angeheizt. Auch die Schweiz tr\u00e4gt Verantwortung f\u00fcr diese Katastrophe. 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