{"id":36443,"date":"2019-09-18T18:55:46","date_gmt":"2019-09-18T16:55:46","guid":{"rendered":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/?p=36443"},"modified":"2025-05-05T12:07:14","modified_gmt":"2025-05-05T10:07:14","slug":"100000-unterschriften-gegen-massentierhaltung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/story\/36443\/100000-unterschriften-gegen-massentierhaltung\/","title":{"rendered":"100&#8217;000 Unterschriften gegen Massentierhaltung!"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Zwischen R\u00fcckblick und Ausblick: ein \u00dcberblick von Initiantin Meret Schneider <\/h2>\n\n<p>Gut ein Jahr ist es nun her, seit wir die Initiative \u00abKeine Massentierhaltung in der Schweiz\u00bb lanciert haben. Ich erinnere mich genau an das optimistisch-flaue Gef\u00fchl im Magen: Werden wir es schaffen? Kriegen wir von Sentience Politics mit der Unterst\u00fctzung zahlreicher Vereine und Organisationen diese 100\u2019000 Unterschriften zusammen? Eine Herkulesaufgabe, auch f\u00fcr Parteien mit wesentlich mehr Infrastruktur und Budget. Und nie h\u00e4tte ich dies erwartet: Bereits 15 Monate sp\u00e4ter sind die \u00fcber 100\u2019000 Unterschriften gesammelt, beglaubigt und in 72 Kisten verpackt, die nun als imposante Wand vor dem Bundeshaus aufgestapelt sind. <\/p>\n\n<p>Davor stehen die Redenden aus unterst\u00fctzenden Organisationen: Von den Gr\u00fcnen bis zur SVP, von Greenpeace bis zu Bauern von KAG Freiland, der Schweizer Tierschutz neben dem SP St\u00e4nderat Daniel Jositsch. Sie alle machen deutlich, dass die dringend notwendige Agrarwende und der Weg in Richtung einer umwelt- und tiergerechteren Landwirtschaft Anliegen sind, die Zuspruch aus der Breite der Bev\u00f6lkerung und gerade auch von Bauern selber erhalten. Jetzt ist die Zeit zu handeln; unsere Wasserqualit\u00e4t nimmt ab, die B\u00f6den sind \u00fcberd\u00fcngt, die Tierbest\u00e4nde pro Fl\u00e4che nehmen zu &#8211; eine globale Sackgasse und die Wand aus Unterschriftenkisten best\u00e4rkt uns: Diese Kisten geben uns Schweizerinnen und Schweizern die M\u00f6glichkeit in die Hand, an der Urne den Weg einer zukunftsf\u00e4higen Landwirtschaft zu beschliessen und endlich zu beschreiten. <\/p>\n\n<p>Nun gilt es, Danke zu sagen. Danke all den Organisationen, die gesammelt haben, Danke an alle Spendenden, Danke an die unz\u00e4hligen Aktiven, die bei K\u00e4lte am Weihnachtsmarkt statt Magenbrot zu mampfen, Besuchende belagerten, und ihnen zwischen zwei Bissen Bratwurst die Bedingungen in den Bauernh\u00f6fen der vermuteten Bratwurstherkunft (Schweizer Fleisch!) aufzeigten. Danke. Danke. Danke! <\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Vor den Wahlen<\/h2>\n\n<p>Doch es ist nicht nur die Zeit, Danke zu sagen, sondern im gleichen Atemzug zum aktiv werden aufzurufen. Unsere Einreichung fand vor den Wahlen statt und dies nicht ohne Grund.<\/p>\n\n<p>In dieser Sommersession hat der Nationalrat einen Vorstoss von Irene K\u00e4lin (Gr\u00fcne) abgelehnt, in dem gefordert wurde, dass bei Ausstellungen den K\u00fchen nicht mehr die Zitzen verklebt werden d\u00fcrfen. Dies ist eine Praxis, die dazu dienen soll, m\u00f6glichst pralle Euter zu generieren und f\u00fcr K\u00fche mit starken Schmerzen verbunden ist. Der Vorstoss wurde bachab geschickt. Ein weiterer Tiefpunkt dieser Session war die Ablehnung eines guten Gegenvorschlages zur Trinkwasserinitiative. <\/p>\n\n<p>In der vergangenen Legislatur wurden Vorst\u00f6sse f\u00fcr ein Verbot von invasiven Primatenversuchen, ein Stopp der Subventionen f\u00fcr Fleischwerbung oder ein Importverbot f\u00fcr tierqu\u00e4lerisch erzeugte Produkte wie Stopfleber diskutiert &#8211; allesamt abgelehnt. Es gibt sie, die Politikerinnen und Politiker, die mit Postulaten protestieren, mit Motionen monieren und mit Interpellationen intervenieren, wenn das Tierwohl politisch keine Ber\u00fccksichtigung erf\u00e4hrt. Es gibt sie in allen Parteien, aber sie sind zu gering an der Zahl, um etwas zu bewirken. F\u00fcr eine gute Umsetzung der Massentierhaltungsinitiative brauchen wir ein tierfreundlich gesinntes Parlament &#8211; und am 20. Oktober haben wir es in der Hand! <\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Inexistente Stimme der Tiere<\/h2>\n\n<p>Keine Partei und vermutlich keine Kandidatin oder Kandidat wird komplett den eigenen W\u00fcnschen entsprechen. Es gibt immer Themen, in denen die eigene Meinung von der Parteimeinung abweicht, darum ist es wichtig, die Themen, die einem am Herzen liegen, zu priorisieren. Zur Zeit ist die \u00fcberwiegende Mehrheit nicht bereit, das Tierwohl zu verbessern, selbst wenn noch nicht einmal Kosten damit verbunden sind &#8211; das hat die vergangene Legislatur gezeigt. Die Stimme der Tiere ist praktisch inexistent und trotz Aufwind f\u00fcr viele Umweltanliegen \u00e4ussert sich kaum jemand zu den Bed\u00fcrfnissen der Tiere und deren Gewichtung. Wer nicht w\u00e4hlt, weil ihm\/ihr niemand komplett zusagt, die Kandidierenden zu wenig konsequent und vielleicht in einigen Themen nicht mit der eigenen Meinung kongruent sind, ist nicht neutral. Eine Enthaltung ist nicht neutral, sondern unterst\u00fctzt die aktuell st\u00e4rkere Seite. Und die aktuell st\u00e4rkere Seite &#8211; was auch immer es ist &#8211; die Stimme der Tiere ist es nicht. <\/p>\n\n<p>Es braucht uns hier. Informieren wir uns! Welche Kandidierenden und welche Parteien haben in der Vergangenheit f\u00fcr Tieranliegen gestimmt oder sprechen sich aktiv daf\u00fcr aus? W\u00e4hlen wir sie! Es braucht uns hier. Es \u00e4ndert sich nicht ohne uns. F\u00fcr ein tierfreundlicheres Parlament und eine gute Umsetzung der Massentierhaltungsinitiative! <\/p>\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignleft\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/09\/3e237754-image1-150x150.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-36457\"\/><\/figure><\/div>\n\n<p>Meret Schneider ist Co-Gesch\u00e4ftsleiterin von Sentience Politics. Sie hat einen Abschluss in Linguistik, Publizistik und Umweltwissenschaften. Sie ist Z\u00fcrcher Kantonsr\u00e4tin und Gemeinder\u00e4tin der Gr\u00fcnen in Uster.<\/p>\n<div aria-hidden=\"true\" class=\"gpch-block-spacer\"><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zwischen R\u00fcckblick und Ausblick: ein \u00dcberblick von Initiantin Meret <\/p>\n","protected":false},"author":48,"featured_media":36445,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_planet4_optimize_post_is_variant":false,"_planet4_optimize_experiment_name":"","_planet4_optimize_variant_name":"","ep_exclude_from_search":false,"p4_og_title":"","p4_og_description":"","p4_og_image":"","p4_og_image_id":"","p4_seo_canonical_url":"","p4_campaign_name":"","p4_local_project":"","p4_basket_name":"","p4_department":"","footnotes":""},"categories":[1],"tags":[50,33],"p4-page-type":[75],"gpch-article-type":[],"class_list":["post-36443","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-unkategorisiert","tag-klima","tag-ernaehrung","p4-page-type-story"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/36443","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/48"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=36443"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/36443\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":119883,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/36443\/revisions\/119883"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/36445"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=36443"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=36443"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=36443"},{"taxonomy":"p4-page-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/p4-page-type?post=36443"},{"taxonomy":"gpch-article-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/gpch-article-type?post=36443"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}