{"id":37679,"date":"2019-10-20T08:50:49","date_gmt":"2019-10-20T06:50:49","guid":{"rendered":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/?p=37679"},"modified":"2019-10-18T13:00:24","modified_gmt":"2019-10-18T11:00:24","slug":"umweltpolitik-hoechste-zeit-das-ruder-herumzureissen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/37679\/umweltpolitik-hoechste-zeit-das-ruder-herumzureissen\/","title":{"rendered":"Umweltpolitik: H\u00f6chste Zeit, das Ruder herumzureissen"},"content":{"rendered":"\n<p><em>Medienmitteilung von Greenpeace, Pro Natura, VCS, WWF, Schweizerische Energie-Stiftung, BirdLife und Alpen-Initiative, 20.10.2019<\/em><\/p>\n\n<p><strong>Die grossen Umweltverb\u00e4nde erwarten vom neuen Parlament den \u00fcberf\u00e4lligen Kurswechsel in der Umweltpolitik. Und Gesetze, die den wissenschaftlichen Erkenntnissen tats\u00e4chlich Rechnung tragen.<\/strong><\/p>\n\n<p><strong>Klimakrise zur Priorit\u00e4t machen<\/strong> <\/p>\n\n<p>Nur so kann die Schweiz ihre Verpflichtungen gem\u00e4ss Pariser Abkommen erf\u00fcllen und die schlimmsten Folgen der Klimakrise abwenden.Es liegt am neuen Parlament, den ungen\u00fcgenden Vorschlag des St\u00e4nderats zum CO2-Gesetz deutlich nachzubessern: Bis 2030 m\u00fcssen die Treibhausgasemissionen im Inland um mindestens 60 Prozent sinken, statt nur um 30%. Dringend notwendig sind Massnahmen im Finanzsektor, der zu den gr\u00f6ssten CO2-Verursachern geh\u00f6rt, sowie weiterf\u00fchrende Gesetze f\u00fcr den Ausbau der erneuerbaren Energien und zur Steigerung der Energieeffizienz. Die Umweltverb\u00e4nde fordern zudem eine h\u00f6here Flugticketabgabe \u2013 insbesondere f\u00fcr Business- und First-Class-Fl\u00fcge, die das Klima am st\u00e4rksten belasten.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n<p><strong>180- Grad-Kehrtwende f\u00fcr\nden Schutz der Biodiversit\u00e4t<\/strong>&nbsp;<\/p>\n\n<p>Die Schweiz leidet nicht nur an einer Klimakrise, sondern auch an einer Biodiversit\u00e4tskrise. Beim Schutz der Biodiversit\u00e4t und bei der Raumplanung muss das neue Parlament aufholen, was in der letzten Legislatur vers\u00e4umt wurde. Die Anfang Jahr lancierten Volksinitiativen f\u00fcr Biodiversit\u00e4t und Landschaft liefern hier die n\u00f6tigen Impulse. Korrekturbedarf gibt es auch bei der v\u00f6llig missratenen Revision des Jagd- und Schutzgesetzes: Die Umweltverb\u00e4nde sammeln aktuell Unterschriften f\u00fcr das Referendum gegen diese Revision. Nach der Volksabstimmung im n\u00e4chsten Jahr gilt es, das Gesetz wieder in sein urspr\u00fcngliches Gleichgewicht zu bringen, in welchem der Erhalt der Artenvielfalt und der Schutz bedrohter Tierarten noch einen Platz haben. <\/p>\n\n<p><strong>Pfl\u00f6cke einschlagen f\u00fcr\neine totalrevidierte Agrarpolitik<\/strong>&nbsp;<\/p>\n\n<p>Viel zu hohe Mengen an\nPestiziden gelangen in unsere Fl\u00fcsse und B\u00e4che. Zu viel Stickstoff aus \u00fcberdimensionierten\nTierbest\u00e4nden sch\u00e4digen unsere W\u00e4lder und Moore. Dadurch schreiten das\nInsektensterben und der Artenverlust weiter voran. Die Treibhausgasemissionen\naus der Landwirtschaft bef\u00f6rdern den Klimawandel. Um diese Umweltprobleme zu\nl\u00f6sen, braucht es eine ambitionierte Agrarpolitik f\u00fcr die Zeit nach 2022: eine\nvollst\u00e4ndig \u00f6kologische und tiergerechte Produktion. Daf\u00fcr werden sich die\ngrossen Umweltverb\u00e4nde einsetzen.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n<p><strong>Zitate<\/strong>&nbsp;<\/p>\n\n<p>Urs Leugger-Eggimann,\nZentralsekret\u00e4r von Pro Natura und Vorsitzender der Umweltallianz<\/p>\n\n<p>\u00abMehr als ein Drittel\naller Tier- und Pflanzenarten in der Schweiz sind gef\u00e4hrdet. Wenn wir eine\nlebensf\u00e4hige Umwelt erhalten wollen, muss das neue Parlament in den n\u00e4chsten\nvier Jahren deutliche Entscheide f\u00fcr das Klima, f\u00fcr die Biodiversit\u00e4t und f\u00fcr\nden Landschaftsschutz f\u00e4llen.\u00bb<\/p>\n\n<p>Thomas Vellacott,\nGesch\u00e4ftsf\u00fchrer des WWF Schweiz&nbsp;<\/p>\n\n<p>\u00abWir wollen Taten, nicht\nnur Worte. Was unsere Politikerinnen und Politiker in den kommenden vier Jahre\ntun werden, wird sich entscheidend auf das Leben unserer Kinder und Enkelkinder\nauswirken. Wir bleiben dran.\u00bb&nbsp;<\/p>\n\n<p>Iris Menn,\nGesch\u00e4ftsf\u00fchrerin von Greenpeace Schweiz<\/p>\n\n<p>\u00abEs ist wenige Sekunden vor Zw\u00f6lf. Diese\nLegislatur ist eine historische und entscheidende Chance auf einen \u00f6kologischen\nund sozial gerechten Umbau des Landes \u2013 damit die Menschen mit der Natur wieder\nim Einklang leben k\u00f6nnen.\u00bb&nbsp;<\/p>\n\n<p>Anders Gautschi,\nGesch\u00e4ftsf\u00fchrer VCS&nbsp;<\/p>\n\n<p>\u00abNach wie vor ist der\nVerkehr einer der gr\u00f6ssten Klimas\u00fcnder. Es braucht in den n\u00e4chsten Jahren\ndringend griffige Massnahmen, um die Umweltbelastung durch den Verkehr zu\nsenken.\u00bb&nbsp;<\/p>\n\n<p>Werner M\u00fcller,\nGesch\u00e4ftsf\u00fchrer BirdLife<br>\n\u00abDer Auf- und Ausbau der \u00d6kologischen Infrastruktur ist eine der wichtigen\nAufgaben von Parlament und Regierung in der neuen Legislaturperiode. Die Biodiversit\u00e4tskrise\nder Schweiz zeigt, dass wir nicht l\u00e4nger warten k\u00f6nnen, das vom Bundesrat\nbereits 2012 beschlossene Lebensnetz f\u00fcr die Schweiz zusammen mit den Kantonen\nund Gemeinden umzusetzen.\u00bb<\/p>\n\n<p>Nils Epprecht,\nGesch\u00e4ftsleiter der Schweizerischen Energie-Stiftung<br>\n\u00abDie Schweiz stillt ihren Energiehunger noch immer zu mehr als zwei Dritteln\nmit klimasch\u00e4dlichem \u00d6l und Gas. Die Energiewende kommt nur im Schneckentempo\nvoran. Die Politik muss dringend mehr Schub geben.\u00bb<\/p>\n\n<p>Lucia\nLauener-Zwyer, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin Alpen-Initiative<\/p>\n\n<p>\u00abDie Schweizer\nBev\u00f6lkerung hat ihrer Vertretung in Bundesbern einen klaren Auftrag f\u00fcr eine\nwirksame Alpenschutzpolitik erteilt. Die ver\u00e4nderten Kr\u00e4fteverh\u00e4ltnisse im\nNationalrat bieten unserem Land nun die Gelegenheit, richtungsweisende\nMassnahmen f\u00fcr einen klimafreundlichen G\u00fcterverkehr auf den Weg zu bringen.\nNutzen wir diese Chance! Zuk\u00fcnftige Generationen im Berggebiet werden es uns\ndanken.\u00bb<\/p>\n\n<p><strong>Kontakte<\/strong>&nbsp;<\/p>\n\n<p>Urs Leugger-Eggimann,\nZentralsekret\u00e4r Pro Natura und Vorsitzender der Umweltallianz, <a href=\"mailto:urs.leugger@pronatura.ch\">urs.leugger@pronatura.ch<\/a>, 079 509 35 49<\/p>\n\n<p>Marie Seidel, Kommunikationsverantwortliche WWF Schweiz, <a href=\"marie.seidel@wwf.ch\">marie.seidel@wwf.ch<\/a>, 079 356 74 96&nbsp;<\/p>\n\n<p>Medienstelle Greenpeace\nSchweiz, <a href=\"mailto:pressestelle.ch@greenpeace.org\">pressestelle.ch@greenpeace.org<\/a>, 044 447 41 11<\/p>\n\n<p>Anders Gautschi, VCS, <a href=\"mailto:anders.gautschi@verkehrsclub.ch\">anders.gautschi@verkehrsclub.ch<\/a>, 079 960 11 71<\/p>\n\n<p>Werner M\u00fcller,\nGesch\u00e4ftsf\u00fchrer BirdLife Schweiz, <a href=\"mailto:werner.mueller@birdlife.ch\">werner.mueller@birdlife.ch<\/a>, 079 448 80 36<\/p>\n\n<p>Nils Epprecht,\nGesch\u00e4ftsleiter Schweizerische Energie-Stiftung, <a href=\"mailto:nils.epprecht@energiestiftung.ch\">nils.epprecht@energiestiftung.ch<\/a>, 077 455 99 79<\/p>\n\n<p>Lucia\nLauener-Zwyer, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin Alpen-Initiative, <a href=\"mailto:lucia.lauener@alpeninitiative.ch\">lucia.lauener@alpeninitiative.ch<\/a>, 041 870 97 71<\/p>\n\n<p><\/p>\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Klimaschutz, Schutz der Biodiversit\u00e4t und eine neue Agrarpolitik: Die grossen Umweltverb\u00e4nde erwarten vom neuen Parlament einen Kurswechsel in der Umweltpolitik.<\/p>\n","protected":false},"author":35,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_planet4_optimize_post_is_variant":false,"_planet4_optimize_experiment_name":"","_planet4_optimize_variant_name":"","ep_exclude_from_search":false,"p4_og_title":"","p4_og_description":"","p4_og_image":"","p4_og_image_id":"","p4_seo_canonical_url":"","p4_campaign_name":"not set","p4_local_project":"","p4_basket_name":"not set","p4_department":"","footnotes":""},"categories":[47],"tags":[50,33],"p4-page-type":[71],"gpch-article-type":[],"class_list":["post-37679","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-greenpeace","tag-klima","tag-ernaehrung","p4-page-type-medienmitteilung"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/37679","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/35"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=37679"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/37679\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=37679"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=37679"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=37679"},{"taxonomy":"p4-page-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/p4-page-type?post=37679"},{"taxonomy":"gpch-article-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/gpch-article-type?post=37679"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}