{"id":3802,"date":"2013-02-19T00:00:00","date_gmt":"2013-02-18T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/3802\/holzratgeber\/"},"modified":"2024-09-24T10:23:54","modified_gmt":"2024-09-24T08:23:54","slug":"holzratgeber","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/publikation\/3802\/holzratgeber\/","title":{"rendered":"Holzratgeber"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-9d6595d7 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:100%\">\n<p><b>W\u00e4lder sind als CO2-Speicher und als Heimat f\u00fcr zahllose Tier- und Pflanzenarten sowie als Lebensgrundlage f\u00fcr die lokale Bev\u00f6lkerung unersetzbar. Dieser Lebensraum ist aber permanent gef\u00e4hrdet. Wer beim Kauf von M\u00f6beln und Bauh\u00f6lzern ein paar grunds\u00e4tzliche Regeln beachtet, kann verhindern, dass sein Verhalten den Raubbau mit bef\u00f6rdert. In diesem Kapitel geben wir dir eine \u00dcbersicht \u00fcber die gebr\u00e4uchlichsten M\u00f6bel-, Bau- und Brennh\u00f6lzer und welche du davon mit gutem Gewissen verwenden kannst.<\/b><\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n\n<div>\n<h3 style=\"color: #af2c21;\">Abachi \u2013 H\u00e4nde weg!<\/h3>\n<p>Das Holz der riesigen B\u00e4ume aus West- und Zentralafrika wird oft f\u00fcr T\u00fcren, Bilderrahmen und Saunas genutzt. Die wichtigsten Herkunftsl\u00e4nder f\u00fcr die Schweiz sind Ghana und Gabun. Das Holz stammt zwar kaum aus Urw\u00e4ldern, ist aber stark \u00fcbernutzt. Importe kommen zunehmend auch aus Kamerun, wo die Urwaldvernichtung rasant voranschreitet.<\/p>\n<h3 style=\"color: #af2c21;\">Afromosia \u2013 H\u00e4nde weg!<\/h3>\n<p>Hier handelt es sich um drei west- und zentralafrikanische H\u00f6lzer, deren attraktives, festes Holz f\u00fcr Parkettb\u00f6den und teils als Teakersatz genutzt wird. Afrormosia darf nach dem CITES-Artenschutzabkommen nur mit spezieller Genehmigung gehandelt werden. Verl\u00e4sslich zertifizierte W\u00e4lder gibt es im Verbreitungsgebiet aller drei Arten kaum.<\/p>\n<h3 style=\"color: #3e8d49;\">Ahorn \u2013 Vertretbar<\/h3>\n<p>Das Holz ist hell, gleichm\u00e4ssig gemasert und eines der wertvollsten heimischen H\u00f6lzer.<br>Beliebt f\u00fcr K\u00fcchenger\u00e4te, Spielzeug und Instrumente. Einheimischen oder nordamerikanischen Ahorn kannst du mit gutem Gewissen kaufen.<br>Importe aus Osteuropa k\u00f6nnen aber aus Raubbau stammen.<\/p>\n<\/div>\n\n<div>\n<h3 style=\"color: #af2c21;\">Akazie \u2013 H\u00e4nde weg!<\/h3>\n<p>Aus dem Holz des Eukalyptus, bekannt als Leibspeise der Koalas und als Hustenbonbonzusatz, werden heute meist Gartenm\u00f6bel gemacht. Heimat der Baumart sind Australien und S\u00fcdostasien. Der Grossteil des Holzes wird zu Papier verarbeitet. Auch Akazien wachsen nat\u00fcrlicherweise v. a. in Australien. Das Holz stammt meist aus Plantagen. Die monotonen Bepflanzungen verdr\u00e4ngen vielerorts Urw\u00e4lder \u2013 mit dramatischen Folgen. Besser Gartenm\u00f6bel aus heimischen H\u00f6lzern kaufen.<\/p>\n<h3 style=\"color: #af2c21;\">Ayous \u2192 s. Abachi<\/h3>\n<h3 style=\"color: #dfa92e;\">Bambus \u2013 Vorsicht<\/h3>\n<p>Bambus ist kein Holz, sondern z\u00e4hlt zu den S\u00fcssgr\u00e4sern. Er w\u00e4chst extrem schnell. Bambus spielt vor allem in China und Indien als Nahrungspflanze, Brenn- und Baumaterial sowie in der Holz- und Papierindustrie eine zunehmend wichtige Rolle. Als Holzalternative kann Bambus den Druck auf die W\u00e4lder mindern und in l\u00e4ndlichen Regionen einen Beitrag zur Armutsbek\u00e4mpfung leisten. Die Ausweitung der Nutzung birgt aber die Gefahr von Raubbau an Naturbest\u00e4nden und k\u00f6nnte zur Verdr\u00e4ngung anderer W\u00e4lder f\u00fchren. FSC-zertifizierten Bambus gibt es begrenzt.<\/p>\n<h3 style=\"color: #af2c21;\">Bangkirai \u2013 H\u00e4nde weg!<\/h3>\n<p>Die gewaltigen Urwaldriesen S\u00fcdostasiens werden knapp. Das wertvolle Bangkirai endet meist als \u00abRiffelbohle\u00bb f\u00fcr Holzterrassen, aber auch beim Bau von Br\u00fccken, Kaianlagen, St\u00e4llen und Gartenm\u00f6beln findet es Verwendung. Gartenm\u00f6bel aus Nyatoh-Holz sind hierzulande ebenfalls oft im Angebot. Die Torfw\u00e4lder Indonesiens und Malaysias, wo diese H\u00f6lzer wachsen, sind Brennpunkte der Urwaldzerst\u00f6rung. Die Folgen: Enorme Mengen CO2 werden freigesetzt, und viele Tier- und Pflanzenarten sind vom Aussterben bedroht. Wer Holz f\u00fcr den Aussenbereich verbauen will, sollte auf einheimisches \u00abThermoholz\u00bb ausweichen.<\/p>\n<h3 style=\"color: #3e8d49;\">Bergahorn \u2192 s. Ahorn<\/h3>\n<h3 style=\"color: #af2c21;\">Bintangor \u2013 H\u00e4nde weg!<\/h3>\n<p>Diese Urwaldriesen gelangen vor allem als Sperrholz auf den Markt. In Papua-Neuguinea werden mehr als 90 Prozent des Holzes illegal geschlagen. \u00dcber Umwege gelangt das Holz nach China und wird dort verarbeitet. Der verantwortliche Holzkonzern aus Malaysia missachtet dabei die in der Verfassung garantierten Landrechte der Ureinwohner. Dutzende Arten sind bedroht. Im Baumarkt sind Herkunft der Sperrholzplatten und verwendete Baumarten nicht gekennzeichnet. Frag nach und meide fragw\u00fcrdige Produkte!<\/p>\n<h3 style=\"color: #3e8d49;\">Birke \u2013 Vertretbar<\/h3>\n<p>Birkenholz ist f\u00fcr M\u00f6bel und den Innenausbau beliebt und eignet sich gut zur Imitation von Edelh\u00f6lzern. Das Holz wird aus Skandinavien, Osteuropa und Nordamerika importiert und stammt aus Forsten und ist damit eher unproblematisch. F\u00fcr die Zellstoff- und Papierproduktion werden jedoch Birken aus den Urw\u00e4ldern Skandinaviens und Russlands abgeholzt.<\/p>\n<h3 style=\"color: #af2c21;\">Bongossi \u2013 H\u00e4nde weg!<\/h3>\n<p>Das harte und auch im Salzwasser lange haltbare Bongossi-Holz wird f\u00fcr Hafenanlagen, Br\u00fccken, Pf\u00e4hle, Pferdest\u00e4lle und Spaltb\u00f6den eingesetzt. Es kommt meist aus afrikanischen L\u00e4ndern, in denen es keine nachhaltige Forstwirtschaft, daf\u00fcr massiv illegalen Holzeinschlag gibt. Das Holz kann sich zwar potenziell regenerieren, ist aber wegen \u00dcbernutzung selten geworden.<\/p>\n<h3 style=\"color: #3e8d49;\">Buche \u2013 Vertretbar<\/h3>\n<p>Der in der Schweiz am h\u00e4ufigsten vorkommende Laubbaum eignet sich mit seinem harten Holz besonders f\u00fcr den Bau stark beanspruchter M\u00f6bel. Die Schweiz exportiert deutlich mehr Buchenholz, als sie importiert.<\/p>\n<p>Bei importierter Buche, besonders bei M\u00f6beln aus Osteuropa, kann es sich um Urwaldholz handeln.<\/p>\n<h3 style=\"color: #dfa92e;\">Douglasie \u2013 Vorsicht<\/h3>\n<p>Das gelblich-braune Holz der Douglasie, heimisch im westlichen Nordamerika, ist sehr witterungsbest\u00e4ndig und hat \u00e4hnliche Eigenschaften wie L\u00e4rchenholz. Es wird meist aus unseren Nachbarl\u00e4ndern importiert, kann aber auch aus Urwaldgebieten von der Westk\u00fcste Kanadas stammen. Holz aus europ\u00e4ischen Aufforstungen ist wenig problematisch. Die aus Amerika eingef\u00fchrte Art sollte in Europa nicht neu gepflanzt werden, da sie das nat\u00fcrliche \u00d6kosystem durcheinanderbringt.<\/p>\n<h3 style=\"color: #dfa92e;\">Eastern Hemlock \u2192 s. Hemlocktanne<\/h3>\n<h3 style=\"color: #3e8d49;\">Eiche \u2013 Vertretbar<\/h3>\n<p>Das wertvolle Holz ist fest, elastisch, abnutzungsresistent und witterungsbest\u00e4ndig.<br>Importe stammen aus Polen, Frankreich und der Ukraine. Besonders das Holz aus Osteuropa kann aus Urw\u00e4ldern stammen. Die forstliche Nutzung der f\u00fcr Mitteleuropa typischen und \u00f6kologisch wichtigen Art ist aber erw\u00fcnscht.<\/p>\n<h3 style=\"color: #af2c21;\">Eisenholz \u2192 s. Bongossi<\/h3>\n<h3 style=\"color: #3e8d49;\">Esche \u2013 Vertretbar<\/h3>\n<p>Die Esche ist der am zweith\u00e4ufigste vorkommende Laubbaum der Schweiz. Das Holz wird wegen seiner Elastizit\u00e4t f\u00fcr Sportger\u00e4te, Werkzeugstiele sowie f\u00fcr M\u00f6bel verwendet. Normalerweise unproblematisch, kann importiertes Holz (f\u00fcr Furniere aus Frankreich oder den USA, f\u00fcr andere Holzprodukte aus S\u00fcdosteuropa) aus Urwald zerst\u00f6renden Best\u00e4nden stammen.<\/p>\n<h3 style=\"color: #af2c21;\">Eukalyptus \u2192 s. Akazie<\/h3>\n<h3 style=\"color: #dfa92e;\">Europ\u00e4ische L\u00e4rche \u2192 s. L\u00e4rche<\/h3>\n<h3 style=\"color: #dfa92e;\">Falsche Akazie \u2192 s. Robinie<\/h3>\n<h3 style=\"color: #3e8d49;\">Fichte \u2013 trotzdem Vertretbar<\/h3>\n<p>Die Fichte macht fast die H\u00e4lfte der Schweizer Waldbest\u00e4nde aus, die Tanne ist der am zweith\u00e4ufigsten vorkommende Nadelbaum. Monokulturen sind \u00f6kologisch bedenklich und anf\u00e4llig f\u00fcr Krankheiten und Sturmsch\u00e4den. Im Osten und in Skandinavien werden die letzten Urw\u00e4lder f\u00fcr die Papiergewinnung abgeholzt.<\/p>\n<h3 style=\"color: #3e8d49;\">F\u00f6hre \u2013 Vertretbar<\/h3>\n<p>Die F\u00f6hre macht gesamtschweizerisch nur drei Prozent des Bestandes aus. Im Wallis ist in den Trockent\u00e4lern seit einigen Jahren ein F\u00f6hrensterben zu beobachten. Importe kommen vor allem aus Deutschland, Weissrussland, Polen, Russland und Frankreich. Zum gr\u00f6ssten Teil stammt das Holz aus Forsten, russisches Importholz kann aber auch aus Urw\u00e4ldern stammen.<\/p>\n<h3 style=\"color: #af2c21;\">Gonystylus \u2192 s. Ramin<\/h3>\n<h3 style=\"color: #dfa92e;\">Hemlocktanne \u2013 Vorsicht<\/h3>\n<p>Die bis zu 60 Meter hohen B\u00e4ume wachsen an der Westk\u00fcste Kanadas und der USA. In Europa wurden Hemlocktannen eingef\u00fchrt. Die leichten, dauerhaften Nadelh\u00f6lzer werden oft f\u00fcr Wandverkleidungen und Saunas genutzt. Nach Protesten von Greenpeace, indigenen V\u00f6lkern und regionalen Umweltgruppen wurden grosse Urw\u00e4lder in Kanada unter Schutz gestellt. Die Importe aus den USA stammen meist aus Forsten, Hemlocktannen k\u00f6nnen aber auch aus Urw\u00e4ldern Alaskas stammen. FSC-Zertifikat beachten oder alternativ F\u00f6hre oder Europ\u00e4ische L\u00e4rche w\u00e4hlen.<\/p>\n<h3 style=\"color: #af2c21;\">Iroko \u2192 s. Afrormosia<\/h3>\n<h3 style=\"color: #af2c21;\">Jatoba \u2013 H\u00e4nde weg!<\/h3>\n<p>Diese in Mittel- und S\u00fcdamerika beheimateten H\u00f6lzer kommen meist aus dem brasilianischen Amazonasgebiet zu uns. Mehrere Tauari-Arten stehen bereits auf der Roten Liste des Weltnaturschutzbundes. Das Holz stammt in der Regel von Urwaldb\u00e4umen, in Plantagen wird es kaum angebaut.<\/p>\n<h3 style=\"color: #af2c21;\">Khaya \u2192 s. Sapelli<\/h3>\n<h3 style=\"color: #3e8d49;\">Kiefer \u2192 s. F\u00f6hre<\/h3>\n<h3 style=\"color: #3e8d49;\">Kirsche \u2013 Vertretbar<\/h3>\n<p>Das r\u00f6tlich bis goldbraun nachdunkelnde Holz der Kirsche ist begehrt und wird zunehmend gepflanzt. Ein Grossteil des Holzes stammt aus Nordamerika. Durch den \u00fcberm\u00e4ssigen Schlag werden aber zunehmend kleinere St\u00e4mme geringerer Qualit\u00e4t geliefert. Bei Importen aus Osteuropa kann Urwaldzerst\u00f6rung nicht ausgeschlossen werden.<\/p>\n<h3 style=\"color: #dfa92e;\">L\u00e4rche \u2013 Vorsicht<\/h3>\n<p>Das Holz der L\u00e4rche ist hart, witterungsbest\u00e4ndig und sch\u00f6n. Es wird oft f\u00fcr Fenster benutzt. L\u00e4rche wird viel importiert, vorwiegend aus Sibirien, wo Urw\u00e4lder daf\u00fcr zerst\u00f6rt werden. Auch k\u00fcnstliche \u00abReinbest\u00e4nde\u00bb sind \u00f6kologisch bedenklich \u2013 L\u00e4rchenholz kann aber nicht nur Fichte und Kiefer ersetzen, sondern ist wegen seiner Eigenschaften f\u00fcr bestimmte Zwecke auch eine Alternative zu Tropenh\u00f6lzern.<\/p>\n<h3 style=\"color: #af2c21;\">Mahagoni \u2013 H\u00e4nde weg!<\/h3>\n<p>Die Gier nach Mahagoni f\u00fchrte schon fr\u00fch zur Zerst\u00f6rung von Urw\u00e4ldern der Karibik, Mittelamerikas und Amazoniens. 2002 wurden Einschlag und Handel stark reglementiert. Der Kampf gegen das illegale Abholzen geht aber weiter. Brasilien exportiert offiziell kaum noch Mahagoni. Aber \u00fcber Peru gelangt weiterhin brasilianisches Holz illegal auf den Markt. Dazu wird laut Berichten in Peru selbst Mahagoni illegal geschlagen. Alternativen sind Nussbaum oder Kirsche.<\/p>\n<h3 style=\"color: #af2c21;\">Massaranduba \u2192 s. Jatoba<\/h3>\n<h3 style=\"color: #af2c21;\">Meranti \u2192 s. Bangkirai<\/h3>\n<h3 style=\"color: #af2c21;\">Merbau \u2013 H\u00e4nde weg!<\/h3>\n<p>Die Baumriesen wachsen in den Tieflandregenw\u00e4ldern Asiens und kommen von Madagaskar bis Papua-Neuguinea vor. Das harte, langlebige Holz wird von fast allen grossen Herstellern als Parkett angeboten, obwohl die Verwendung \u00f6kologisch h\u00f6chst bedenklich ist. Es gibt kaum noch Merbau. Wenn, dann kommt er fast nur noch von der Insel Neuguinea, wo illegaler Holzeinschlag und Urwaldzerst\u00f6rung nach wie vor verbreitet sind. Wichtige Importeure sind China, die Niederlande und Deutschland.<\/p>\n<h3 style=\"color: #3e8d49;\">Nussbaum \u2013 Vertretbar<\/h3>\n<p>Das dunkelbraune Kernholz des Nussbaums ist eines der wertvollsten und edelsten M\u00f6belh\u00f6lzer. Nussbaumholz wird meist aus Frankreich importiert, wo der Baum traditionell angebaut wird. Vorsicht bei Holz aus Zentralasien, es kann aus gesch\u00fctzten W\u00e4ldern stammen.<\/p>\n<h3 style=\"color: #af2c21;\">Nyatoh \u2192 s. Bangkirai<\/h3>\n<h3 style=\"color: #af2c21;\">Obeche \u2192 s. Abachi<\/h3>\n<h3 style=\"color: #dfa92e;\">Oregon Pine \u2192 s. Douglasie<\/h3>\n<h3 style=\"color: #af2c21;\">Ramin \u2013 H\u00e4nde weg!<\/h3>\n<p>Der Baum aus den Sumpfw\u00e4ldern Indonesiens und Malaysias wird meist f\u00fcr Leisten und Bilderrahmen, aber auch f\u00fcr T\u00fcren und M\u00f6bel verwendet. Ramin wird noch immer auf dem Markt angeboten, obwohl die B\u00e4ume in Indonesien streng gesch\u00fctzt sind. In grossem Stil wird Holz von dort nach Malaysia geschmuggelt, von wo aus es legal exportiert werden darf. Alternative \u2013 wenn \u00fcberhaupt \u2013 ist das leichte, helle FSC-Marupa aus Brasilien.<\/p>\n<h3 style=\"color: #dfa92e;\">Robinie \u2013 Vorsicht<\/h3>\n<p>Die Robinie wurde in der Schweiz wegen des ausgepr\u00e4gten Wurzelsystems zur Befestigung von Schutthalden, Eisenbahnd\u00e4mmen und Strassenb\u00f6schungen eingesetzt. Robinienholz kann aufgrund seiner Eigenschaften teilweise Tropenh\u00f6lzer ersetzen. Auch Parkett und Gartenm\u00f6bel sind heute aus Robinienholz erh\u00e4ltlich. Die Importe aus Ungarn, Rum\u00e4nien und der Slowakei stammen nicht aus Urw\u00e4ldern. Bei anderer Herkunft ist die Gefahr hingegen gross.<\/p>\n<h3 style=\"color: #3e8d49;\">Rotbuche \u2192 s. Buche<\/h3>\n<h3 style=\"color: #3e8d49;\">Rotfichte \u2192 s. Fichte<\/h3>\n<h3 style=\"color: #3e8d49;\">Rottanne \u2192 s. Fichte<\/h3>\n<h3 style=\"color: #dfa92e;\">Rotzeder \u2192 s. Hemlocktanne<\/h3>\n<h3 style=\"color: #af2c21;\">Samba \u2192 s. Abachi<\/h3>\n<h3 style=\"color: #af2c21;\">Sapelli \u2013 H\u00e4nde weg!<\/h3>\n<p>Das Holz dieser afrikanischen Urwaldriesen \u00e4hnelt in seiner Beschaffenheit Mahagoni aus S\u00fcdamerika. Wie Mahagoni werden auch Sapelli, Sipo und mehrere Khaya-Arten immer seltener. Fast alle \u00abMahagonistilm\u00f6bel\u00bb sind heute aus diesen H\u00f6lzern hergestellt, die auch als Fensterholz vermarktet werden. Hauptherkunftsregionen sind West- und Zentralafrika. Dort gibt es illegalen Holzeinschlag im grossen Stil. Die begehrten, sehr langsam nachwachsenden H\u00f6lzer sind oft der Hauptgrund f\u00fcr die Erschliessung neuer Urwaldgebiete. Obwohl alle Arten auf der Roten Liste stehen, werden sie nach Europa eingef\u00fchrt.<\/p>\n<h3 style=\"color: #dfa92e;\">Sibirische L\u00e4rche \u2192 s. L\u00e4rche<\/h3>\n<h3 style=\"color: #af2c21;\">Sipo \u2192 s. Sapelli<\/h3>\n<h3 style=\"color: #3e8d49;\">Spitzahorn \u2192 s. Ahorn<\/h3>\n<h3 style=\"color: #3e8d49;\">Tanne \u2192 s. Fichte<\/h3>\n<h3 style=\"color: #af2c21;\">Tauari \u2192 s. Jatoba<\/h3>\n<h3 style=\"color: #af2c21;\">Teak \u2013 H\u00e4nde weg!<\/h3>\n<p>Urspr\u00fcnglich in den Monsunw\u00e4ldern Indiens, Burmas und Thailands beheimatet, wird die wichtigste Teakart heute in vielen tropischen L\u00e4ndern angebaut \u2013 auf Java schon seit Jahrhunderten. Teak ist eines der edelsten Tropenh\u00f6lzer und wird traditionell f\u00fcr den Schiffsbau und noble M\u00f6bel verwendet. Gartenm\u00f6bel aus (Plantagen)teak werden vermehrt angeboten. Holzimporte aus Burma \u2013 dort ist die Urwaldzerst\u00f6rung dramatisch \u2013 hat die EU wegen Menschenrechtsverletzungen verboten. \u00dcber Umwege k\u00f6nnen die Produkte aber zu uns gelangen. In den Plantagen Javas gibt es auch soziale und \u00f6kologische Probleme. Urwaldteak wird oft als Plantagenteak deklariert. Alternative f\u00fcr Gartenm\u00f6bel: M\u00f6bel aus zertifizierter Robinie.<\/p>\n<h3 style=\"color: #af2c21;\">Wawa \u2192 s. Abachi<\/h3>\n<h3 style=\"color: #3e8d49;\">Weisstanne \u2192 s. Fichte<\/h3>\n<h3 style=\"color: #af2c21;\">Wenge \u2192 s. Afrormosia<\/h3>\n<h3 style=\"color: #dfa92e;\">Western Hemlock \u2192 s. Hemlocktanne<\/h3>\n<h3 style=\"color: #dfa92e;\">Western Red Cedar \u2192 s. Hemlocktanne<\/h3>\n<div class=\"EmptyMessage\">Block content is empty. Check the block&#8217;s settings or remove it.<\/div>\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>W\u00e4lder sind als CO2-Speicher und als Heimat f\u00fcr zahllose Tier- und Pflanzenarten sowie als Lebensgrundlage f\u00fcr die lokale Bev\u00f6lkerung unersetzbar. Dieser Lebensraum ist aber permanent gef\u00e4hrdet. 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