{"id":38687,"date":"2019-11-13T15:17:26","date_gmt":"2019-11-13T13:17:26","guid":{"rendered":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/?p=38687"},"modified":"2019-11-14T17:52:52","modified_gmt":"2019-11-14T15:52:52","slug":"genfer-verbot-von-einwegartikeln","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/story\/38687\/genfer-verbot-von-einwegartikeln\/","title":{"rendered":"Genfer Verbot von Einwegartikeln \u2013 Fluch oder Segen?"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Trinkr\u00f6hrli, Wegwerfgeschirr und Kaffeebecher aus dem Take-away &#8211; solche Einwegartikel sind in letzter Zeit immer mehr in Verruf geraten. Sie helfen uns, den schnellen Hunger oder Durst zu stillen. Nach wenigen Minuten landen sie aber bereits in \u00fcberf\u00fcllten Abfalleimern oder, noch schlimmer, in Parkanlagen oder in Seen und Fl\u00fcssen. Sie geh\u00f6ren neben PET-Flaschen zu den meistgefundenen Artikeln im Rahmen der weltweit durchgef\u00fchrten <a href=\"https:\/\/www.breakfreefromplastic.org\/globalbrandauditreport2019\/\">Brand Audits<\/a> der globalen #BreakFreeFromPlastic-Bewegung.&nbsp;<\/strong><\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Ein Verbot in der EU &#8211; und in der Schweiz<\/h2>\n\n<p>In der EU werden diese und weitere Wegwerfartikel in den n\u00e4chsten Jahren verboten. Nun f\u00fchrt die erste Schweizer Stadt auf Anfang 2020 eine \u00e4hnliche Regelung ein: Genf hat diese Woche informiert, wie sie das im Fr\u00fchjahr angek\u00fcndigte <a href=\"https:\/\/www.ville-geneve.ch\/actualites\/detail\/article\/1573485600-mise-oeuvre-interdiction-plastique-usage-unique-domaine-public-ville-2020\/\">Verbot von Wegwerfartikeln aus Plastik<\/a> konkret umsetzen will.&nbsp;<\/p>\n\n<p>In der Rhonestadt d\u00fcrfen Strassencaf\u00e9s und Take-aways, Betreiber von Marktst\u00e4nden und Veranstalterinnen von Anl\u00e4ssen im \u00f6ffentlichen Raum ab 1. Januar 2020 keine Einwegartikel aus Plastik mehr abgeben. Dazu geh\u00f6ren S\u00e4cke, Becher, Trinkr\u00f6hrli, Teller und Besteck aus Plastik. Wer sich nicht daran h\u00e4lt droht eine Busse oder in schlimmeren F\u00e4llen gar der Entzug der st\u00e4dtischen Bewilligung.&nbsp;<\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Juhui&#8230;<\/h2>\n\n<p>Auf den ersten Blick erfreut das mein Herz als Anti-Plastik-Campaigner. Einwegartikel aus Plastik sind eine grosse Ressourcenverschwendung. Sie werden aus Erd\u00f6l oder -gas hergestellt und schaden nicht nur der Umwelt, wenn sie achtlos weggeworfen werden. Produktion und Entsorgung brauchen viele CO2 und schaden damit auch dem Klima.&nbsp;<\/p>\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">\u2026 oder doch eher Pfui?\u00a0<\/h3>\n\n<p>Doch leider l\u00e4sst das Verbot in Genf ein allzu grosses Schlupfloch offen: Einwegartikel aus Papier oder Karton sowie aus \u201ckompostierbarem\u201d Kunststoff sind weiterhin erlaubt. Damit wird T\u00fcr und Tor ge\u00f6ffnet f\u00fcr Scheinl\u00f6sungen, welche ebenso umweltsch\u00e4dlich sind wie Plastik. Dies zeigt der neue Greenpeace-Bericht \u201c<a href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/story\/37334\/das-wegwerfprinzip\/\">Die Zukunft wegwerfen<\/a>\u201d.&nbsp;<\/p>\n\n<p>Somit kann in Genf die Wegwerfkultur trotz Verbot weiter gepflegt werden &#8211; unter dem Deckmantel von alternativen Materialien. Das ist eine vertane Chance. Denn eine vor kurzem ver\u00f6ffentlichte <a href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/story\/38273\/einweg-vermuellt-die-zukunft\/\">repr\u00e4sentative Umfrage<\/a> zeigt, dass der allergr\u00f6sste Teil der Schweizer Bev\u00f6lkerung bereit ist, Mehrwegl\u00f6sungen vermehrt zu nutzen.&nbsp;<\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Mehrweg ist Zukunft\u00a0<\/h2>\n\n<p>Beim Verbot von Einwegartikeln k\u00f6nnen sich andere Schweizer St\u00e4dte also gerne von Genf inspirieren lassen. Bei der F\u00f6rderung von Mehrwegl\u00f6sungen lohnt sich aber zum Beispiel ein Blick nach Bern. In der Bundeshauptstadt ist Mehrweggeschirr und -besteck bei s\u00e4mtlichen Veranstaltungen auf \u00f6ffentlichem Boden Pflicht. <\/p>\n\n<p>Der Weg von der Wegwerfkultur zur <a href=\"https:\/\/www.greenpeace-magazin.ch\/2019\/11\/08\/viva-la-revolucion\/\">Mehrweg-Revolution<\/a> f\u00fchrt also nicht nur \u00fcber Verbote, sondern auch \u00fcber Vorgaben f\u00fcr die Nutzung von Mehrwegl\u00f6sungen. Welche Schweizer Stadt wird dies als erste konsequent umsetzen?\u00a0 <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Trinkr\u00f6hrli, Wegwerfgeschirr und Kaffeebecher aus dem Take-away &#8211; solche Einwegartikel sind in letzter Zeit immer mehr in Verruf geraten. Sie helfen uns, den schnellen Hunger oder Durst zu stillen. 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