{"id":38818,"date":"2019-11-14T11:57:34","date_gmt":"2019-11-14T09:57:34","guid":{"rendered":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/?p=38818"},"modified":"2019-11-14T12:36:23","modified_gmt":"2019-11-14T10:36:23","slug":"ernaehrung-schweizer-staedte-hinken-immer-noch-hinterher","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/38818\/ernaehrung-schweizer-staedte-hinken-immer-noch-hinterher\/","title":{"rendered":"Ern\u00e4hrung: Schweizer St\u00e4dte hinken immer noch hinterher"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Greenpeace Schweiz hat die Ern\u00e4hrungsrichtlinien der 10 gr\u00f6ssten St\u00e4dte der Schweiz<sup>1<\/sup> erneut unter die Lupe genommen und die Ergebnisse sind ern\u00fcchternd. Obgleich einige St\u00e4dte wie Z\u00fcrich und Biel seit dem Fr\u00fchjahr 2018 grosse Fortschritte gemacht haben, zeigt die Analyse, dass Stadtregierungen hierzulande die Auswirkungen der Ern\u00e4hrung, insbesondere von tierischen Produkten, auf Klima, Biodiversit\u00e4t und Gesundheit noch immer nicht ernst genug nehmen. Greenpeace fordert Schweizer St\u00e4dte auf, sich ein Beispiel an Pionierst\u00e4dten wie Kopenhagen zu nehmen und die Ern\u00e4hrung anhand von aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen ins Zentrum ihrer Nachhaltigkeitsstrategien zu stellen.<\/strong><\/p>\n\n<p>Der Anbau, die Verarbeitung und der Transport von Lebensmitteln ist ressourcenintensiv und belastet die Umwelt stark. So verursacht die Ern\u00e4hrung 27% der gesamten Umweltbelastung eines Schweizer Haushaltes, wobei eine knappe H\u00e4lfte davon auf tierische Lebensmittel \u2013 sprich Fleisch, Milch und Eier \u2013 zur\u00fcckgef\u00fchrt werden kann. Pflanzliche Lebensmittel weisen eine deutlich bessere \u00d6kobilanz auf. In der Schweiz verantwortet die \u00f6ffentliche Hand j\u00e4hrlich rund 280 Millionen Mahlzeiten, ein signifikanter Anteil davon auf st\u00e4dtischer Ebene. Dies ist ein riesiger Hebel. Mit einer Ern\u00e4hrungsstrategie, welche die Nachhaltigkeit und die Gesundheit ins Zentrum setzt, k\u00f6nnen Schweizer St\u00e4dte die Umwelt massiv entlasten.<\/p>\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/publikation\/38718\/am-essen-gemessen\">Die neueste Analyse der Ern\u00e4hrungsrichtlinien der 10 gr\u00f6ssten Schweizer St\u00e4dte<\/a> zeigt, dass die St\u00e4dte dieses Potenzial nicht konsequent nutzen. Zwar konnten Z\u00fcrich und Biel echte Fortschritte erreichen, die meisten St\u00e4dte haben aber bloss punktuelle Verbesserungen erzielt und Schlusslichter Luzern, St. Gallen und Lugano haben sich kaum bewegt.<\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Eine Schweiz, die stagniert<\/h2>\n\n<p>Generell hat sich die Kluft zwischen den Schweizer St\u00e4dten und St\u00e4dten in anderen L\u00e4ndern seit der <a href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/publikation\/3895\/nachhaltigkeit-das-essen-nicht-vergessen\">ersten Analyse <\/a>weiter vertieft. So hat sich beispielsweise die Stadt Kopenhagen im August 2019 verpflichtet, den CO2-Fussabdruck der Ern\u00e4hrung drastisch und schnell zu reduzieren. Im Oktober 2019 verpflichteten sich 14 B\u00fcrgermeister aus einigen der gr\u00f6ssten St\u00e4dte der Welt<sup>2<\/sup>, ihre Ern\u00e4hrungspolitik an die Ziele des Klima- und Biodiversit\u00e4tsschutzes anzupassen.<\/p>\n\n<p>Greenpeace fordert, dass Schweizer St\u00e4dte das Thema Ern\u00e4hrung als zentrales Element ihrer Nachhaltigkeitspolitik unter Ber\u00fccksichtigung relevanter Kriterien aufnehmen: Die Bevorzugung lokaler Produzenten ist zwar wichtig f\u00fcr das lokale Wirtschaftsgef\u00fcge, aber die wichtigsten Kriterien f\u00fcr Klima und Umwelt sind die Menge der tierischen Produkte, die Reduktion des Foodwaste sowie der Bio-Anteil und die Saisonalit\u00e4t. \u00abIn den 18 Monaten zwischen den beiden Analysen verpassten die Schweizer St\u00e4dte die Gelegenheit, den CO2-Fussabdruck der Ern\u00e4hrung zu senken. Dabei fordern grosse Teile der Bev\u00f6lkerung eine ambitionierte Klimapolitik\u00bb, sagt Philippe Schenkel, Landwirtschaftsexperte bei Greenpeace Schweiz. \u00abDie Ern\u00e4hrungsumstellung ist eine der effektivsten M\u00f6glichkeiten, um das Klima und die Biodiversit\u00e4t zu sch\u00fctzen. Diese Realit\u00e4t m\u00fcssen die Schweizer St\u00e4dte schnell ber\u00fccksichtigen.\u00bb<\/p>\n\n<p style=\"font-size:11px\"><sup>1<\/sup>&nbsp;Basel, Bern, Biel, Genf, Lausanne, Lugano, Luzern, St. Gallen, Winterthur, Z\u00fcrich<\/p>\n\n<p style=\"font-size:11px\"><sup>2<\/sup>&nbsp;Barcelona, Copenhagen, Guadalajara, Lima, London, Los Angeles, Milan, Oslo, Paris, Quezon City, Seoul, Stockholm, Tokyo and Toronto<\/p>\n\n<p style=\"font-size:1px\">.<\/p>\n\n<p><strong>Der Bericht von Greenpeace Schweiz<\/strong> :<\/p>\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/publikation\/38718\/am-essen-gemessen\">\u00abAm Essen gemessen: Welche Schweizer St\u00e4dte vorw\u00e4rts machen bei der F\u00f6rderung nachhaltiger Ern\u00e4hrung \u2013 und welche nicht\u00bb<\/a><\/p>\n\n<p><strong>Kontakte<\/strong><\/p>\n\n<p>Philippe Schenkel, Fachexperte f\u00fcr Landwirtschaft und Ern\u00e4hrung, 078 790 52 84, philippe.schenkel@greenpeace.org<\/p>\n\n<p>Natalie Favre, Mediensprecherin Greenpeace Schweiz, 044 447 41 81, natalie.favre@greenpeace.org<\/p>\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Greenpeace Schweiz hat die Ern\u00e4hrungsrichtlinien der 10 gr\u00f6ssten St\u00e4dte der Schweiz erneut unter die Lupe genommen und die Ergebnisse sind ern\u00fcchternd: Die Analyse zeitgt, dass Stadtregierungen hierzulande die Auswirkungen der Ern\u00e4hrung, insbesondere von tierischen Produkten, auf Klima, Biodiversit\u00e4t und Gesundheit noch immer nicht ernst genug nehmen. <\/p>\n","protected":false},"author":58,"featured_media":38828,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_planet4_optimize_post_is_variant":false,"_planet4_optimize_experiment_name":"","_planet4_optimize_variant_name":"","ep_exclude_from_search":false,"p4_og_title":"","p4_og_description":"","p4_og_image":"","p4_og_image_id":"","p4_seo_canonical_url":"","p4_campaign_name":"Meat & Dairy","p4_local_project":"","p4_basket_name":"Good Life","p4_department":"","footnotes":""},"categories":[1],"tags":[50,33],"p4-page-type":[71],"gpch-article-type":[],"class_list":["post-38818","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-unkategorisiert","tag-klima","tag-ernaehrung","p4-page-type-medienmitteilung"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/38818","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/58"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=38818"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/38818\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/38828"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=38818"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=38818"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=38818"},{"taxonomy":"p4-page-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/p4-page-type?post=38818"},{"taxonomy":"gpch-article-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/gpch-article-type?post=38818"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}