{"id":39549,"date":"2019-12-02T10:00:56","date_gmt":"2019-12-02T08:00:56","guid":{"rendered":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/?p=39549"},"modified":"2020-01-23T17:09:00","modified_gmt":"2020-01-23T15:09:00","slug":"versicherungen-wollen-sich-an-kohle-nicht-laenger-die-finger-verbrennen-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/39549\/versicherungen-wollen-sich-an-kohle-nicht-laenger-die-finger-verbrennen-2\/","title":{"rendered":"Versicherungen wollen sich an Kohle nicht l\u00e4nger die Finger verbrennen"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>2019 verdoppelte sich die Anzahl Versicherungsgesellschaften, die sich aus Kohleprojekten zur\u00fcckziehen. Bisher schneiden SwissRe und Zurich weltweit am besten ab. Doch auch diese Branchenleader m\u00fcssen noch ambitioniertere Klimamassnahmen umsetzen.<\/strong><\/p>\n\n<p>Projekte im Kohlesektor werden immer weniger versicherbar. Dies zeigt der neue Report <a href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/12\/a7ce88d2-2019-coal-insurance-scorecard.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\"\u201c2019 Scorecard on Insurance, Coal and Climate Change\u201d (opens in a new tab)\">\u201c2019 Scorecard on Insurance, Coal and Climate Change\u201d<\/a> von der NGO-Vereinigung Unfriend Coal. Die Scorecard 2019 analysiert 30 weltweit f\u00fchrende Versicherer zu ihren Massnahmen gegen Kohle und Klimaerw\u00e4rmung und bewertet deren Richtlinien f\u00fcr Underwriting, Divestment Climate Leadership. Der Report wird heute zu Beginn des UN-Klimagipfels von 13 Organisationen aus 10 L\u00e4ndern ver\u00f6ffentlicht, darunter auch Greenpeace.<\/p>\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Underwriting:<\/h3>\n\n<p>Swiss Re und Zurich sind f\u00fchrend bei der Beendigung von Versicherungsdienstleistungen im Kohlesektor. Sie haben die Deckung sowohl f\u00fcr neue als auch f\u00fcr bestehende Projekte und die in diesen Sektoren t\u00e4tigen Unternehmen zur\u00fcckgezogen sowie Richtlinien f\u00fcr Teersande ver\u00f6ffentlicht.<\/p>\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Divestment:&nbsp;<\/h3>\n\n<p>Swiss Re, SCOR und Zurich f\u00fchren beim Divestment. Ihre Richtlinien schliessen sowohl Kohle- und Teersandprojekte aus, als auch &#8211; im Falle von SCOR und Z\u00fcrich &#8211; alle Unternehmen, die neue Kohleprojekte planen.<\/p>\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Climat Leadership:&nbsp;<\/h3>\n\n<p>Der Versicherer Legal &amp; General ist f\u00fchrend in Sachen Climate Leadership. Er unterst\u00fctzt zahlreiche Aktion\u00e4rsantr\u00e4ge, in denen Klimaschutz gefordert wird. Zudem setzt er sich daf\u00fcr ein, dass sich diverse Wirtschaftsverb\u00e4nde mit dem Klimawandel befassen. Auch die Firmen Aviva, Z\u00fcrich, Allianz und AXA schneiden in diesem Punkt gut ab.<\/p>\n\n<p>Asti Roesle, Klima und Finanz-Campaignerin f\u00fcr Greenpeace Schweiz: \u201cObwohl SwissRe das globale Ranking anf\u00fchrt, erreicht der Schweizer R\u00fcckversicherungskonzern aus einem Maximum von 10 m\u00f6glichen Punkten nur 4. Das m\u00e4ssige Ergebnis verdeutlicht, dass selbst Branchenf\u00fchrer SwissRe und Zurich in den kommenden Jahren noch erheblich ambitioniertere Massnahmen einleiten und umsetzen m\u00fcssen, um Firmen, die einen Grossteil ihres Umsatzes mit fossilen Energien erwirtschaften, aus ihrem Kundenstamm zu verbannen.\u201d<\/p>\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Trotz r\u00fcckl\u00e4ufigen Versicherungsm\u00e4rkten untergr\u00e4bt die Kohleindustrie weiterhin internationale Klimaziele<\/h3>\n\n<p>Der Kohleausstieg der Versicherer hat sp\u00fcrbare Auswirkungen; Versicherungsmakler berichten, dass die Kosten f\u00fcr die Versicherung von Kohle mit dem Schrumpfen des Marktes steigen und mehrere Kohleunternehmen haben wiederum best\u00e4tigt, dass ein schrumpfender Versicherungsmarkt ihre Gesch\u00e4ftst\u00e4tigkeit beeintr\u00e4chtigt. Dennoch ist Kohle nach wie vor die gr\u00f6sste einzelne Quelle f\u00fcr Kohlenstoffemissionen und der Handlungsbedarf somit noch riesig.<\/p>\n\n<p>Das klimawissenschaftliche Institut Climate Analytics rechnet damit, dass bei einem globalen Temperaturanstieg auf 1,5\u00b0C die globale Kohleverbrennung bis 2020 ihren H\u00f6hepunkt erreichen, im n\u00e4chsten Jahrzehnt um 80% unter das Niveau von 2010 fallen und vor 2040 enden m\u00fcsste. Dennoch werden weiterhin neue Kohleminen und Kraftwerke finanziert, versichert und gebaut. Im Juli 2019 waren 2.459 Kohlekraftwerke mit einer Gesamtleistung von 2.027 Gigawatt in Betrieb, w\u00e4hrend weitere 980 mit einer Gesamtleistung von 925 Gigawatt geplant oder im Bau sind.<\/p>\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Die Schweizer Grossbanken UBS und Credit Suisse hinken hinterher<\/h3>\n\n<p>Im Vergleich zu den grossen Schweizer Versicherungen hinken die beiden Grossbanken UBS und Credit Suisse noch hinterher. Sie t\u00e4tigen weiterhin Kreditgesch\u00e4fte und Dienstleistungen im Kohlesektor sowie weiteren fossilen Industriebereichen. \u201cEs braucht nun endlich auch von den Banken sowie weiteren Akteuren des Schweizer Finanzplatzes transparente und wirkungsvolle Massnahmen, um die globale Erhitzung auf 1,5 Grad zu beschr\u00e4nken.\u201d h\u00e4lt Asti Roesle, Klima und Finanz-Campaignerin f\u00fcr Greenpeace Schweiz, fest.<\/p>\n\n<p><strong>Weitere Informationen:<\/strong><\/p>\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Der Bericht <a href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/publikation\/39542\/versicherungen-wollen-sich-an-kohle-nicht-laenger-die-finger-verbrennen\/\">\u00abInsuring Coal No More &#8211; The 2019 Scorecard on Insurance, Coal and Climate Change\u00bb<\/a> steht auf der Website von Greenpeace Schweiz zum Download bereit \u2013 inklusive Punkteraster und Rangliste.<\/li><li>Die <a href=\"https:\/\/unfriendcoal.com\/2019scorecard\">Medienmitteilung von Unfriend Coal<\/a> ist auf der Website des Netzwerkes aufgeschaltet.<\/li><\/ul>\n\n<p><strong>Kontakte:<\/strong><\/p>\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Asti Roesle, Klima und Finanz-Campaignerin f\u00fcr Greenpeace Schweiz, +41 (0)44 447 41 35, asti.roesle@greenpeace.org<\/li><li>Natalie Favre, Mediensprecherin Greenpeace Schweiz, +41 44 447 41 81, natalie.favre@greenpeace.org<\/li><\/ul>\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Unfriend Coal<\/h3>\n\n<p>Unfriend Coal ist eine globale Koalition von NGOs und einer wachsenden sozialen Bewegung. Das Netzwerk fordert Versicherungsunternehmen auf, nicht mehr in Kohle zu investieren, Kohleprojekte und -unternehmen nicht mehr zu versichern und den \u00dcbergang zu sauberer Energie zu unterst\u00fctzen. Der Bericht \u00abThe 2019 Scorecard on Insurance, Coal and Climate Change\u00bb ist bereits der dritte, den Unfriend Coal ver\u00f6ffentlicht und wird gemeinsam herausgegeben von 350.org; ClientEarth (UK); Stiftung \u00abDevelopment YES &#8211; Open-Pit Mines NO\u00bb (Polen); Friends of the Earth France; Greenpeace; Instituto Internacional de Derecho y Media Ambiente (Spanien); Japan Center for a Sustainable Environment and Society (Japan); Market Forces (Australia); Rainforest Action Network (USA); Re:Common (Italien); Solutions for Our Climate (Korea); The Sunrise Project (Australien); Urgewald (Deutschland).<br><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Immer mehr Versicherungen weltweit beenden die Versicherung f\u00fcr Kohleunternehmen, Kohlebergwerke und -kraftwerke und schliessen Kohle von ihren Investitionen aus. Das zeigt die neuste Bewertung der Koalition Unfriend Coal, der auch Greenpeace angeh\u00f6rt. Swiss Re und Zurich Versicherung erreichen dabei gute Platzierungen. Nun m\u00fcssen die anderen Akteure des Schweizer Finanzplatzes, insbesondere die beiden Grossbanken Credit Suisse und UBS, bez\u00fcglich Klimaschutz nachziehen.<\/p>\n","protected":false},"author":48,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_planet4_optimize_post_is_variant":false,"_planet4_optimize_experiment_name":"","_planet4_optimize_variant_name":"","ep_exclude_from_search":false,"p4_og_title":"","p4_og_description":"","p4_og_image":"","p4_og_image_id":"","p4_seo_canonical_url":"","p4_campaign_name":"not set","p4_local_project":"","p4_basket_name":"not set","p4_department":"","footnotes":""},"categories":[1],"tags":[35,50],"p4-page-type":[71],"gpch-article-type":[],"class_list":["post-39549","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-unkategorisiert","tag-nachhaltiger-finanzplatz","tag-klima","p4-page-type-medienmitteilung"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/39549","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/48"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=39549"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/39549\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=39549"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=39549"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=39549"},{"taxonomy":"p4-page-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/p4-page-type?post=39549"},{"taxonomy":"gpch-article-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/gpch-article-type?post=39549"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}