{"id":41361,"date":"2020-01-30T17:01:05","date_gmt":"2020-01-30T15:01:05","guid":{"rendered":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/?p=41361"},"modified":"2020-02-03T09:15:46","modified_gmt":"2020-02-03T07:15:46","slug":"so-bedroht-die-klimakrise-das-leben-unserer-pinguine","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/story\/41361\/so-bedroht-die-klimakrise-das-leben-unserer-pinguine\/","title":{"rendered":"So bedroht die Klimakrise das Leben unserer Pinguine"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Am 20. Januar war der \u00abPenguin Awareness Day\u00bb. Anl\u00e4sslich dieses Tages macht Greenpeace auf die schrumpfende Pinguin-Population aufmerksam. Die liebenswerten Watscheltiere sind bedroht &#8211; genau wie ihr Zuhause, die raue Antarktis am S\u00fcdpol unseres Planeten. <\/strong><\/p>\n\n<p>Die Klimakrise, industrielle Fischerei und Mikroplastik setzen den antarktischen Bewohnern zu. Die Erderhitzung gef\u00e4hrdet die antarktische Halbinsel besonders, da sie das ewige Eis zum Schmelzen bringt. J\u00e4hrlich fliessen unfassbare 141 Gigatonnen an Eis ab &#8211; das ist dreimal die Wassermenge des Bodensees. Zus\u00e4tzlich erw\u00e4rmt sich der Ozean auf der Westseite der Antarktischen Halbinsel dramatisch. Laut einer Studie der Ohio State University ist die Temperatur des Meerwassers von 1958 bis 2010 um 2,4 Grad angestiegen. Dieser ungew\u00f6hnliche Anstieg f\u00fchrt zu immer mehr Regen- statt Schneef\u00e4llen. <\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Krill<\/h2>\n\n<p>Laut einer aktuellen wissenschaftlichen Studie wandert Krill &#8211; also kleine Krebstierchen &#8211; immer mehr zu den Polen ab. Die britischen WissenschaftlerInnen machen die Klimakrise und die damit verbundene Meereserw\u00e4rmung daf\u00fcr verantwortlich. Die kleinen Krebse haben eine sehr geringe Temperaturtoleranz und k\u00f6nnen deshalb bei w\u00e4rmeren Wassertemperaturen nicht mehr \u00fcberleben.<br>Zus\u00e4tzlich schmilzt das Eis der Antarktis immer schneller &#8211; und auch das stellt den Krill vor ein Problem: Seine Larven und Jungtiere verlieren somit ihre Nahrungsgrundlage, Eisalgen, die direkt unter dem Eis leben. Der Krill ist f\u00fcr viele Tiere der Antarktis die Nahrungsgrundlage &#8211; so auch von Pinguinen. Ver\u00e4ndert sich sein Bestand, beeinflusst das also das gesamte \u00d6kosystem der Antarktis.<\/p>\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large  caption-style-blue-overlay caption-alignment-center\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"800\" height=\"533\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2020\/01\/8a16f105-gp0strirr_web_size.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-41362\" srcset=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2020\/01\/8a16f105-gp0strirr_web_size.jpg 800w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2020\/01\/8a16f105-gp0strirr_web_size-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2020\/01\/8a16f105-gp0strirr_web_size-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2020\/01\/8a16f105-gp0strirr_web_size-510x340.jpg 510w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/figure>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Adeliepinguine<\/h2>\n\n<p>Adeliepinguine ern\u00e4hren sich von Krill und sind deshalb besonders durch die Klimakrise bedroht. Doch damit nicht genug &#8211; weiter steigende Temperaturen sind auch f\u00fcr den Nachwuchs von Pinguinen potenziell gef\u00e4hrlich. Vermehrter Regen und schneller schmelzender Schnee verursachen Pf\u00fctzen. Bauen die Pinguine ihre Nistpl\u00e4tze auf dem Boden, liegen die Eier dadurch im Wasser &#8211; das \u00fcberlebt nicht jedes Gelege. Und auch f\u00fcr die K\u00fcken ist das Wasser gef\u00e4hrlich. Die Pinguinkinder haben noch keine wasserfesten Federn, werden nass und sterben als Folge h\u00e4ufig an Unterk\u00fchlung.<\/p>\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large  caption-style-blue-overlay caption-alignment-center\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"800\" height=\"533\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2020\/01\/c9109fec-gp0strgqa_web_size.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-41363\" srcset=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2020\/01\/c9109fec-gp0strgqa_web_size.jpg 800w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2020\/01\/c9109fec-gp0strgqa_web_size-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2020\/01\/c9109fec-gp0strgqa_web_size-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2020\/01\/c9109fec-gp0strgqa_web_size-510x340.jpg 510w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/figure>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Kaiserpinguine<\/h2>\n\n<p>Auch an den Kaiserpinguinen geht die drastische Klimaver\u00e4nderung nicht spurlos vorbei. Sie ern\u00e4hren sich einerseits von Krill, andererseits von Tintenfischen und Fischen, die vom Krill abh\u00e4ngig sind. Das Wegschmelzen von Packeis bedroht also wie bei den Adeliepinguinen die Nahrungsgrundlage der Kaiserpinguine. WissenschaftlerInnen prognostizierten Ende 2019, dass bis 2100 80% aller Kaiserpinguin-Kolonien ausradiert sein k\u00f6nnten &#8211; wenn die Klimaerhitzung so weitergeht! Das w\u00fcrde wiederum zu einem langfristigen Kollaps der Spezies und damit zum Aussterben der Kaiserpinguine f\u00fchren.<\/p>\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large  caption-style-blue-overlay caption-alignment-center\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"799\" height=\"531\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2020\/01\/75c68dc7-gp036bc_web_size.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-41364\" srcset=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2020\/01\/75c68dc7-gp036bc_web_size.jpg 799w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2020\/01\/75c68dc7-gp036bc_web_size-300x199.jpg 300w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2020\/01\/75c68dc7-gp036bc_web_size-768x510.jpg 768w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2020\/01\/75c68dc7-gp036bc_web_size-510x340.jpg 510w\" sizes=\"auto, (max-width: 799px) 100vw, 799px\" \/><\/figure>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Humboldtpinguine<\/h2>\n\n<p>Humboldtpinguine leben an der Pazifikk\u00fcste S\u00fcdamerikas. Damit sind sie die am weitesten im Norden vorkommende Pinguinart. Durch das Wetterph\u00e4nomen El-Ni\u00f1o ger\u00e4t der Humboldtpinguin immer mehr in Bedr\u00e4ngnis. Diese unregelm\u00e4ssigen Str\u00f6mungs\u00e4nderungen im Pazifik werden durch die Klimakrise viel h\u00e4ufiger &#8211; und dadurch ver\u00e4ndern sich die Wanderrouten von Fischschw\u00e4rmen. F\u00fcr Humboldtpinguine ist das eine existenzielle Bedrohung, denn Fische bilden die Nahrungsgrundlage der Pinguine.<\/p>\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large  caption-style-blue-overlay caption-alignment-center\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"800\" height=\"533\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2020\/01\/a6f4b78e-gp0sts4oe_web_size.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-41365\" srcset=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2020\/01\/a6f4b78e-gp0sts4oe_web_size.jpg 800w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2020\/01\/a6f4b78e-gp0sts4oe_web_size-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2020\/01\/a6f4b78e-gp0sts4oe_web_size-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2020\/01\/a6f4b78e-gp0sts4oe_web_size-510x340.jpg 510w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/figure>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Greenpeace: unerm\u00fcdlicher Einsatz f\u00fcr die Pinguine<\/h2>\n\n<p>Greenpeace setzt sich seit Jahren f\u00fcr die flauschigen Polarbewohner ein. Die Umweltschutzorganisation k\u00e4mpft unerm\u00fcdlich f\u00fcr Meeresschutzgebiete und bietet der Industrie die Stirn, die die Rohstoffe der Antarktis ausbeuten m\u00f6chte. Genauso stellt sich Greenpeace industriellen Fischereiflotten in den Weg, damit Pinguine mit den Fischern nicht um die Nahrung konkurrieren m\u00fcssen. Und auch im Kampf gegen die Klimakrise gibt Greenpeace seit Jahrzehnten den Ton an. Denn nur mit einem intakten Klima k\u00f6nnen k\u00e4lteangepasste Erdenbewohner, wie Pinguine, \u00fcberleben.<\/p>\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p> <em>\u00abDie Klimakrise trifft die hoch spezialisierten Pinguine in der Antarktis besonders hart. Drastischer Temperaturanstieg l\u00e4sst ihre Heimat schmelzen, Nahrungsquellen versiegen und ganze Kolonien zusammenbrechen. Wollen wir die Pinguine retten, m\u00fcssen wir die Klimakrise bek\u00e4mpfen!<\/em>\u00bb <\/p><cite> Jasmin Duregger, Klima- und Energieexpertin bei Greenpeace in \u00d6sterreich <\/cite><\/blockquote>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 20. Januar war der \u00abPenguin Awareness Day\u00bb. Anl\u00e4sslich dieses Tages macht Greenpeace auf die schrumpfende Pinguin-Population aufmerksam. 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