{"id":44016,"date":"2015-01-02T07:00:00","date_gmt":"2015-01-02T05:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/?p=44016"},"modified":"2020-05-17T17:36:43","modified_gmt":"2020-05-17T15:36:43","slug":"ueberraschende-fakten-zur-wildnis","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/hintergrund\/44016\/ueberraschende-fakten-zur-wildnis\/","title":{"rendered":"\u00dcberraschende Fakten zur Wildnis"},"content":{"rendered":"\n<ol class=\"wp-block-list\"><li>WILDNIS \u2014 EINE DEUTSCHE IDEE<br> Die Wildnis scheint eine ziemlich deutsche Idee zu sein \u2014 in zahlreichen Sprachen gibt es kein entsprechendes Wort daf\u00fcr. Will man es \u00fcbersetzen, muss man etwa im Franz\u00f6sischen, Italienischen oder Russischen zu Umschreibungen wie \u00abwilde Gegend\u00bb oder \u00ab\u00d6dland\u00bb greifen.<\/li><li>NATUR\u00dcBERLASSENE GEBIETE<br> Wildnis im Sinne von gr\u00f6sseren, komplett unber\u00fchrten Fl\u00e4chen gibt es in der Schweiz praktisch keine mehr. Immerhin machen die sogenannt \u00abnatur\u00fcberlassenen Gebiete\u00bb etwa ein Viertel des Landes aus. Genauer gesagt bestehen 21 Prozent der Schweizer Landesfl\u00e4che aus alpinen Brachen (Gletscher, Hochgebirge), 3 Prozent aus unbewirtschafteten W\u00e4ldern und etwa ein halbes Prozent aus Auen.<\/li><li>WILDI<br> Es gibt in der Schweiz 18 Orte mit dem Flurnamen \u00abWildi\u00bb: zehn im Wallis, f\u00fcnf im Kanton Bern, einen in Graub\u00fcnden, einen im Kanton Glarus \u2014 und \u00fcberraschenderweise auch einen im z\u00fcrcherischen Schlieren.<\/li><li>WILDER ALS UNSERE ALPEN<br> Selbst in den slowakischen Karpaten, die viel wilder sind als unsere Alpen, gibt es nur noch ein einziges Tal ohne Strasse. Das sechzig Quadratkilometer grosse Gebiet im Tatra-Nationalpark ist seit mehr als vierzig Jahren praktisch unber\u00fchrt \u2014 jedoch sind gerade dieses Jahr wieder Diskussionen \u00fcber einen m\u00f6glichen Strassenbau aufgeflackert.<\/li><li>ER W\u00c4CHST UND W\u00c4CHST<br> Er w\u00e4chst und w\u00e4chst: In den letzten 150 Jahren hat die Waldfl\u00e4che in der Schweiz um etwa ein Drittel zugenommen. Besonders stark w\u00e4chst der Wald in den S\u00fcdalpen \u2014 dort dauert es an g\u00fcnstigen Lagen weniger als f\u00fcnfzehn Jahre, bis aus einer Weide ein dichter Wald geworden ist. Als einziger Kanton ist heute das Tessin zu mehr als der H\u00e4lfte von Wald bedeckt.<\/li><li>NICHT NUR EINE GUTE NACHRICHT<br> Dies ist nicht nur eine gute Nachricht, ist doch der Wald, verglichen mit offenen Fl\u00e4chen, eher artenarm. Besonders unsch\u00f6n ist es, wenn aufgegebene Weidefl\u00e4chen grossfl\u00e4chig von einer Gr\u00fcnerlen-Monokultur \u00fcberzogen werden, wie es derzeit beispielsweise im Urserental bei Andermatt geschieht.<\/li><li>EISZEIT<br> W\u00e4hrend der letzten Eiszeit war die mitteleurop\u00e4ische Tierwelt noch viel wilder als heute. Da gab es bei uns Mammuts, Saiga-Antilopen und Wollnash\u00f6rner, aber auch grosse Raubtiere wie Hy\u00e4nen, Vielfrasse, Leoparden, S\u00e4belzahntiger und L\u00f6wen.<\/li><li>PH\u00c4NOMEN SCHAKALE<br> Nicht nur Biber, Wolf und B\u00e4r kommen zur\u00fcck: Auch der Elch breitet sich von Nordosten her wieder aus und hat bereits Bayern erreicht. Ausserdem wandern aus S\u00fcdosten Schakale in unsere Richtung. Vor zwei Jahren wurde ein erstes Exemplar in der Schweiz gesichtet. Es handelt sich um ein neues Ph\u00e4nomen \u2014 Schakale haben nie zur hiesigen Fauna geh\u00f6rt.<\/li><li>NATUR-DEFIZIT-SYNDROM<br> Bei einer Umfrage in Deutschland wussten nur sechs Prozent der Sch\u00fcler, dass man das Jungtier eines Hirschs \u00abKalb\u00bb nennt. Zu den h\u00e4ufigsten Antworten geh\u00f6rten \u00abKitz\u00bb, \u00abReh\u00bb oder sogar \u00abBambi\u00bb. In den USA spricht man angesichts der zunehmenden Entfremdung der Kinder von der Wildnis bereits von einer neuen St\u00f6rung: \u00abNature Deficit Disorder\u00bb \u2014 auf Deutsch \u00abNatur-Defizit-St\u00f6rung\u00bb.<\/li><li>FETTE FISCHE<br> Nicht nur K\u00e4fer, Pilze und S\u00e4ugetiere profitieren vom Wald. Wie eine neue Studie aus Kanada zeigt, sind auch S\u00fcsswasserfische auf intakte W\u00e4lder angewiesen \u2014 sie beziehen bis zu zwei Drittel ihrer Nahrung aus Bl\u00e4ttern und Holzresten, die ins Wasser gelangen. Je mehr Wald einen See umgibt, desto fetter sind die Fische darin.<\/li><li>WILDNIS MACHT KREATIV<br> Wildnis macht kreativ \u2014 dies hat ein Experiment der amerikanischen Universit\u00e4t Kansas ergeben. Nach einer viert\u00e4gigen Wanderung in der Natur ohne Handy und Laptop schnitten Menschen in einem Kreativit\u00e4tstest im Schnitt um die H\u00e4lfte besser ab als vor der Wanderung.<\/li><li>\u00c4LTER ALS 120 JAHRE<br> In der Schweiz sind fast ein Viertel aller B\u00e4ume \u00e4lter als 120 Jahre \u2014 das ist Europarekord. Nat\u00fcrlicherweise k\u00f6nnen B\u00e4ume allerdings bis zu 400 Jahre alt werden.<\/li><\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das h\u00e4tten wir nicht gewusst: Unser Autor hat 12 \u00fcberraschende Fakten zum Thema Wildnis f\u00fcr uns zusammengestellt.<\/p>\n","protected":false},"author":49,"featured_media":44017,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_planet4_optimize_post_is_variant":false,"_planet4_optimize_experiment_name":"","_planet4_optimize_variant_name":"","ep_exclude_from_search":false,"p4_og_title":"","p4_og_description":"","p4_og_image":"","p4_og_image_id":"","p4_seo_canonical_url":"","p4_campaign_name":"not set","p4_local_project":"not set","p4_basket_name":"not set","p4_department":"","footnotes":""},"categories":[47],"tags":[],"p4-page-type":[194],"gpch-article-type":[],"class_list":["post-44016","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-greenpeace","p4-page-type-hintergrund"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/44016","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/49"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=44016"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/44016\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/44017"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=44016"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=44016"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=44016"},{"taxonomy":"p4-page-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/p4-page-type?post=44016"},{"taxonomy":"gpch-article-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/gpch-article-type?post=44016"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}