{"id":44103,"date":"2015-02-13T07:00:00","date_gmt":"2015-02-13T05:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/?p=44103"},"modified":"2022-03-31T13:50:55","modified_gmt":"2022-03-31T11:50:55","slug":"widerstand-mit-koepfchen-statt-gewalt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/hintergrund\/44103\/widerstand-mit-koepfchen-statt-gewalt\/","title":{"rendered":"Widerstand mit K\u00f6pfchen statt Gewalt"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Weberinnen stoppen Marmorabbau in West-Timor, Indonesien<\/h2>\n\n<p>In den Bergen von West-Timor herrscht eine reiche Artenvielfalt von Pflanzen und Tieren. Hier entspringen die wichtigsten Fl\u00fcsse f\u00fcr die Trinkwasserversorgung und die Bew\u00e4sserungssysteme der indigenen Mollo. Den Einheimischen ist die Region heilig, aus der sie seit Generationen Nahrung, pflanzliche Medizin und nat\u00fcrliche Farbstoffe f\u00fcr ihre traditionelle Weberei beziehen. Ohne sie zu fragen, hat die Bezirksregierung in den 1980er Jahren ausl\u00e4ndischen Firmen die Genehmigung erteilt, Marmor aus den Bergen zu hauen. Die Folgen sind dramatisch: Abholzung, Erdrutsche und Gew\u00e4sserverschmutzung.<\/p>\n\n<p>Eines Tages beginnen sich die Mollos zu wehren, angef\u00fchrt von <a href=\"http:\/\/www.britannica.com\/EBchecked\/topic\/1937822\/Aleta-Baun\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Aleta Baun<\/a>. Sie geht von Dorf zu Dorf und organisiert die ersten Proteste. Die Frauen stehen immer in der vordersten Reihe, Aleta am Megafon. Sp\u00e4ter tragen sie ihre Webrahmen zu den Steinbr\u00fcchen und setzen sich dort zur Arbeit hin. Es ist eine besondere Form des Widerstands, den Aleta Baun und die Mollo-Frauen bei ihrem stillen Kampf anwenden: \u00abWir wollen daran erinnern, dass wir von der Natur leben und sie respektieren sollten. Wir bekommen unsere Kleider von der Natur. Wir sollten sie sch\u00fctzen, sonst sind wir nackt.\u00bb Rund ein Jahr lang sind st\u00e4ndig webende Frauen rund um die Steinbr\u00fcche pr\u00e4sent, w\u00e4hrend sich ihre M\u00e4nner um die Hausarbeit und die Kinderbetreuung k\u00fcmmern. Die Aktion erzeugt immer mehr Aufmerksamkeit. Schliesslich wird der Druck so gross, dass sich bis 2010 alle Minenfirmen zur\u00fcckziehen. Mit ein Grund daf\u00fcr ist, dass ihre Abbaubewilligungen einer \u00f6ffentlichen \u00dcberpr\u00fcfung nicht standhalten w\u00fcrden.<\/p>\n\n<p>Aleta Baun erh\u00e4lt 2013 den renommierten <a href=\"http:\/\/www.goldmanprize.org\/recipient\/aleta-baun\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Goldman-Preis f\u00fcr Umweltschutz<\/a>. Ihr Engagement begr\u00fcndet sie mit den Worten: \u00abIch war verletzt und w\u00fctend.\u00bb Inzwischen ber\u00e4t Mama Aleta, wie sie genannt wird, andere indigene Gemeinschaften in West-Timor, die sich ebenfalls gegen die Umweltzerst\u00f6rung wehren wollen.<\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Die Gr\u00fcne Intifada kultiviert den Widerstand in Palastin\u00e4<\/h2>\n\n<p>Murad Alkhuffash, Gr\u00fcnder der <a href=\"http:\/\/mardafarm.com\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Marda-Farm<\/a>, baut in Pal\u00e4stina eine neue Form von gewaltlosem Widerstand auf. Gegen\u00fcber dem TV-Sender Al-Jazeera hat er sich wie folgt erkl\u00e4rt: \u00abWenn die Leute ihr eigenes Essen anbauen k\u00f6nnen, sind sie nicht mehr abh\u00e4ngig von den Importen aus Israel. Das ist Widerstand gegen die Besetzung.\u00bb Alkhuffash ist ein Vertreter der Permakultur, einer Bio-Szene, die von manchen die Gr\u00fcne Intifada genannt wird. Permakultur ist eine Abk\u00fcrzung f\u00fcr den englischen Begriff \u00abpermanent agriculture\u00bb \u2014 dauerhafte Landwirtschaft. In Modellprojekten wie den Farmen in <a href=\"http:\/\/mardafarm.com\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Marda<\/a> oder <a href=\"http:\/\/bustanqaraaqa.weebly.com\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Bustan Qaraaqa<\/a> nahe Jerusalem lernen Einheimische und interessierte Ausl\u00e4nder, wie sie trotz der erschwerten politischen und klimatischen Bedingungen auf kleinem Raum ergiebige G\u00e4rten anlegen k\u00f6nnen.<\/p>\n\n<p>In den pal\u00e4stinensischen Siedlungen im Westjordanland ist die traditionelle Landwirtschaft stark eingeschr\u00e4nkt, weil die israelische Beh\u00f6rde das Wasser kontrolliert und L\u00e4ndereien konfisziert oder sperrt. Die Permakultur, glaubt Murad, sei nicht nur Widerstand gegen die Unterdr\u00fcckung, sondern auch eine Philosophie des harmonischen Zusammenlebens von Mensch und Natur und damit aktive Friedensarbeit. Den Zaun aus alten Pneus, der sein Feld gegen die Wildschweine sch\u00fctzt, haben Freiwillige aus Israel gebaut.<\/p>\n\n<figure class=\"wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<lite-youtube style=\"background-image: url('https:\/\/i.ytimg.com\/vi\/2H90W_O6H1s\/hqdefault.jpg');\" videoid=\"2H90W_O6H1s\" params=\"rel=0&#038;enablejsapi=1&#038;origin=https%3A%2F%2Fwww.greenpeace.ch&#038;cc_load_policy=1\"><\/lite-youtube>\n<\/div><\/figure>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Immigrant outet Uranabbau-Pl\u00e4ne in Falea, Mali<\/h2>\n\n<p>Diese Geschichte beginnt in Europa, spielt aber in Afrika. Ein nicht namentlich bekannter Immigrant googelt in Frankreich seinen Heimatort in Falea, einer abgelegenen Region im s\u00fcdlichen Mali. Dabei st\u00f6sst er auf die kanadische Firma Rockgate Capital (heute Denison Mines), die auf die Suche nach Uran spezialisiert ist \u2014 und in Falea offenbar Probebohrungen vornimmt. Abkl\u00e4rungen ergeben, dass weder die Firma noch die Regierung es f\u00fcr n\u00f6tig befunden haben, den rund 15\u2009000 Einwohnern zu erkl\u00e4ren, wozu man auf ihren Feldern Bohrt\u00fcrme aufstellt. Das ist typisch f\u00fcr die Explorationsbranche: Die vermeintliche Beschr\u00e4nktheit der einfachen Bauern wird ausgenutzt, um Tatsachen zu schaffen. Wenn man f\u00fcndig wird, verkauft man das Projekt einem Bergbaukonzern, der Entwicklungsprojekte verspricht und sich mit Geld die Zustimmung regionaler Entscheidungstr\u00e4ger sichert.<\/p>\n\n<figure class=\"wp-block-image caption-style-blue-overlay caption-alignment-center\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2020\/04\/82c03064-1c5d54418448fdd21d504fc87b9719b9.jpg\" alt=\"38b04193372c8ce74914\" class=\"wp-image-516\"\/><\/figure>\n\n<p>In Falea scheint die Rechnung nicht aufzugehen. Eine Allianz von Einheimischen und Supportgruppen im Ausland hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Bev\u00f6lkerung aufzukl\u00e4ren. Eine Radiostation wurde aufgebaut, ein Film \u00fcber die traurigen Folgen des Uranabbaus im benachbarten Niger gezeigt und sogar eine kritische Uran-Konferenz in der Hauptstadt Bamako durchgef\u00fchrt. Mit konkreten Hilfsprojekten wie der Finanzierung eines Transport- und Ambulanzjeeps sowie der F\u00f6rderung von nachhaltigen lokalen Wirtschaftsaktivit\u00e4ten wird gezeigt, dass auch eine Zukunft ohne Uranabbau m\u00f6glich ist.<\/p>\n\n<p>Hilfreich ist, dass der Preis f\u00fcr Uran inzwischen stark gesunken ist. Ob dies oder der lokale Widerstand der Grund ist, dass von der Minenfirma schon l\u00e4nger niemand mehr in Falea aufgekreuzt ist, bleibt offen.<\/p>\n\n<figure class=\"wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-4-3 wp-has-aspect-ratio\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<lite-youtube style=\"background-image: url('https:\/\/i.ytimg.com\/vi\/VzNL9Ow6aWA\/hqdefault.jpg');\" videoid=\"VzNL9Ow6aWA\" params=\"rel=0&#038;enablejsapi=1&#038;origin=https%3A%2F%2Fwww.greenpeace.ch&#038;cc_load_policy=1\"><\/lite-youtube>\n<\/div><\/figure>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Die Mahan-Bewegung und Greenpeace retten (vorerst) das indische Dorf Amelia<\/h2>\n\n<p>Anfang Oktober 2014 erh\u00e4lt Radio Sangharsh einen Anruf von Virendra Kumar Singh. Sie steht mit ihrem Mobiltelefon auf dem Dorfplatz von Amelia und erz\u00e4hlt, dass sich 2000 Mitglieder der Vereinigung f\u00fcr Mahan (Mahan Sangharsh Samiti) versammelt h\u00e4tten, um einen Enscheid des Obersten Gerichts in Delhi zu feiern. Dieses hat soeben 214 Kohleabbaukonzessionen f\u00fcr ung\u00fcltig erkl\u00e4rt \u2014 darunter auch jene im Mahan-Wald, f\u00fcr die das Dorf Amelia h\u00e4tte verschwinden m\u00fcssen. In Amelia und den umliegenden D\u00f6rfern gef\u00e4hrdet das Kohleminenprojekt der indischen Konzerne Essar und Hindalco die Existenz von mehr als 14\u2009000 Menschen. Jetzt erh\u00e4lt Mahan Sangharsh Samiti zumindest eine Verschnaufpause.<\/p>\n\n<figure class=\"wp-block-image caption-style-blue-overlay caption-alignment-center\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2020\/04\/422b2ed3-782f223924789e5a0f3c782ad1d37839-e1458566529860.jpg\" alt=\"9f9c4f67db83546de826\" class=\"wp-image-518\"\/><\/figure>\n\n<p>Indische Regierungsbeamte und Konzernvertreter tun sich seit je schwer, die Rechte der Bewohner der Waldgebiete zu anerkennen. Nach jahrelangem Druck verschiedener Bewegungen gibt es seit 2006 immerhin ein neues Waldrechtsgesetz. Danach muss die Gram Sabha genannte Dorfversammlung konsultiert werden, wenn ihr Wald f\u00fcr industrielle Zwecke genutzt oder gar abgeholzt werden soll. Besonders schwierig ist die Konsultation in einem Dorf wie Amelia, wo die Bewohner gegen eine kl\u00e4gliche Entsch\u00e4digung ihre eigene Umsiedlung ins Unbekannte beschliessen sollten. Im <a href=\"http:\/\/www.radiosangharsh.org\/mahan\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Online-Archiv<\/a> von Radio Sangharsh kann nachgelesen und geh\u00f6rt werden, wie mit Stimmenkauf, Manipulation, Einsch\u00fcchterung, Kriminalisierung und zuletzt mit einer plumpen F\u00e4lschung versucht wurde, die \u00abZustimmung\u00bb zur Kohlemine zu erzwingen. Bisher erfolglos. \u00abWir leben hier, sind seit Generationen vom Wald abh\u00e4ngig und haben deshalb das Recht, zu bestimmen, was mit ihm geschieht\u00bb, macht die Dorfbewohnerin Anita Kushwaha klar.<\/p>\n\n<p>Dass die Stimmen von Virendra, Anita und ihren Mitstreitern inzwischen auch in Delhi beim <a href=\"http:\/\/www.greenpeace.org\/switzerland\/de\/News_Stories\/Newsblog\/oberster-indischer-gerichtshof-macht-essars-p\/blog\/50775\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Obersten Gericht<\/a> und weltweit \u00fcber das Internet geh\u00f6rt werden, ist unter anderem der Zusammenarbeit mit Greenpeace Indien zu verdanken, etwa mit Radio Sangharsh, das \u00fcber Mobiltelefone funktioniert und es erm\u00f6glicht, Beschwerden \u00fcber lokale Missst\u00e4nde \u00f6ffentlich zu machen. Die Unterst\u00fctzungskampagne von Greenpeace umfasst auch Rechtshilfe, Banner und Aktionen vor Ministerien. Eine Petition ist von mehr als einer Million Menschen unterzeichnet worden.<\/p>\n\n<p>Wegen dieser Aktivit\u00e4ten ist Greenpeace nun selber unter Druck geraten und mit Klagen der Energiefirma Essar sowie Verleumdungen durch Politiker und den indischen Geheimdienst konfrontiert. Die neue Regierung von Premierminister Narendra Modi bem\u00fcht sich, die blockierten Kohleminenprojekte schnell wieder in Gang zu bringen. Auch das neue Waldrechtsgesetz k\u00f6nnte wieder ausgesetzt oder zumindest abgeschw\u00e4cht werden. Die Bewohner des Mahan-Waldes haben allen Grund, auf der Hut zu bleiben.<\/p>\n\n<figure class=\"wp-block-image caption-style-blue-overlay caption-alignment-center\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2020\/04\/37354c60-fb4cb474145e31f4452e227e22504499.jpg\" alt=\"4e38b7849aa4cb1d79d5\" class=\"wp-image-520\"\/><\/figure>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Ein Discjockey nimmt es in Malaysia mit dem Gouverneur von Sarawak auf<\/h2>\n\n<p>Die Regierung der malaysischen Provinz Sarawak hat Peter John Jaban zu ihrem gr\u00f6ssten Feind erkl\u00e4rt. Seinen Platz zuoberst auf der Abschussliste kommentiert Jaban auf der Website von <a href=\"http:\/\/heroes.rsf.org\/en\/peter-john-jaban\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Reporter ohne Grenzen<\/a> sarkastisch: \u00abIch sch\u00e4tze diese Ehre sehr, nicht zuletzt deshalb, weil mir diese Form von Prominenz n\u00fctzlich sein k\u00f6nnte, wenn man mich verhaftet.\u00bb Der Discjockey mit den Tattoos auf dem Oberk\u00f6rper und dem schelmischen L\u00e4cheln ist zum direkten Gegenspieler von<a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/aktuell\/startseite\/ein-provinzfuerst-als-koenigsmacher-1.18170007\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"> Gouverneur Taib Mahmud<\/a> geworden. Dieser regiert die Region Sarawak ununterbrochen seit 1981 und ist verantwortlich f\u00fcr die Zerst\u00f6rung des Regenwalds sowie die Vertreibung der indigenen Bev\u00f6lkerung. Laut Recherchen des <a href=\"http:\/\/www.bmf.ch\/de\/projekte-und-kampagnen\/korruption-im-tropenholzgeschaeft\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Bruno-Manser-Fonds<\/a> soll er ein Verm\u00f6gen von 15 Milliarden Dollar angeh\u00e4uft haben.<\/p>\n\n<p>Seit vier Jahren sendet Jaban \u00fcber <a href=\"http:\/\/radiofreesarawak.org\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Radio Free Sarawak<\/a> jeden Abend unzensierte Nachrichten in die abgeschiedensten D\u00f6rfer. Weil in Sarawaks Lokalmedien jede kritische Information unterdr\u00fcckt wird, sind die Kurzwellenfrequenz 15 420 kHz und die Website <a href=\"http:\/\/www.sarawakreport.org\/about\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">sarawakreport.org<\/a> zur ersten Referenz f\u00fcr alle geworden, die sich gegen Abholzung, Umweltzerst\u00f6rung und Korruption wehren. Es hat sich auch schon ein indigener H\u00e4uptling per Mobiltelefon direkt im Londoner Studio gemeldet. Auf Initiative der erfahrenen Investigativjournalistin Clare Rewcastle Brown und aus Sicherheitsgr\u00fcnden haben die Betreiber das Kurzwellen-Piratenradio im Exil aufgebaut. Als Schw\u00e4gerin des ehemaligen Premierministers Gordon Brown verf\u00fcgt sie \u00fcber ein weit reichendes Beziehungsnetz.<\/p>\n\n<p>Jaban ist seit 2012 wieder zur\u00fcck in Sarawak, weil er das Heimweh nicht mehr ausgehalten hat. Trotz aller Gefahr macht er weiter und berichtet etwa von der <a href=\"http:\/\/radiofreesarawak.org\/2013\/10\/breaking-news-the-baram-dam-blockade-has-just-begun-today-also-exclusive-interview-with-the-rt-hon-darell-leiking-on-the-1820-point-agreement\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Blockadeaktion gegen das Baram-Staudammprojekt<\/a>, mit dem 20 000 Menschen vertrieben w\u00fcrden. Es w\u00e4re ein Skandal, wenn Jaban etwas zustossen sollte \u2014 vielleicht einer zu viel f\u00fcr Gouverneur Taib: Seine Gesch\u00e4fte werden international zunehmend kritisch unter die Lupe genommen und zu Hause folgen immer mehr Leute dem Beispiel des Discjockeys und wagen sich, ihre Stimme zu erheben.<\/p>\n\n<p>Hier kann man sich kostenlos alle Sendungen vom Radio Sarawak erneut anh\u00f6ren.<\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-522 size-large\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2020\/04\/337a3cb5-7ca028f3882c8f4dd14c842ed864c008.jpg\" alt=\"191f93c6c38e1ee4699b\" width=\"900\" height=\"633\"><\/h2>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Ghanaer machen mobil gegen den Gentech-Riesen Monsanto<\/h2>\n\n<p>\u00abWir werden sehr viel Krach schlagen, falls sie damit weitermachen.\u00bb Der Reggae-Musiker Blakk Rasta gibt bei Sahara-TV zu verstehen, dass es ihm ernst ist: \u00abFalls n\u00f6tig, werden wir auch spirituelle Mittel einsetzen.\u00bb Still und heimlich hat das Parlament von Ghana versucht, ein Pflanzenz\u00fcchter-Gesetz zu verabschieden \u2014 nach seinem Hauptprofiteur auch bekannt als Monsanto-Gesetz. Eine Wikileaks-Depesche von 2010 zeigt, wie die US-Botschaft daran arbeitet, den afrikanischen Markt f\u00fcr Gentech-Saatgut zu \u00f6ffnen. Afrika ist f\u00fcr Saatgut-Multis wie Monsanto oder Syngenta ein Territorium, das mit den neuen Grossplantagen zunehmend interessant wird. Doch daf\u00fcr braucht es passende Gesetze.<\/p>\n\n<p>\u00abDas ist eine Wiederkolonialisierung \u2014 nur noch schlimmer als fr\u00fcher: Die wollen uns vorschreiben, was wir zu essen haben\u00bb, emp\u00f6rt sich Ali-Masmadi von Food Sovereignty Ghana. Bei dieser Gruppe laufen die F\u00e4den einer Anti-Gentech-Kampagne zusammen, die das Parlament in Accra immerhin dazu gebracht hat, das Gesetz erst einmal auf die lange Bank zu schieben.<\/p>\n\n<p>Blakk Rasta und seine Rastafaris mit ihren aufw\u00e4ndig gestalteten Monstertomaten-Postern sind nur ein kleiner Teil einer breiten Koalition: Dazu geh\u00f6ren auch die prominente Oppositionspolitikerin Samia Nkrumah, Tochter des verstorbenen Unabh\u00e4ngigkeitsf\u00fchrers Kwame Nkrumah, verschiedene Bauernverb\u00e4nde, traditionelle H\u00e4uptlinge und diverse religi\u00f6se Dachorganisationen von Christen und Muslimen. Die lokale Dynamik ist einzigartig, das Thema global: <a href=\"http:\/\/foodsovereigntyghana.org\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Food Sovereignty Ghana<\/a> hat f\u00fcr den 24. Mai zu einem Protest in der Hauptstadt Accra aufgerufen, als Teil des weltweiten <a href=\"http:\/\/www.march-against-monsanto.com\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">\u00abMarch against Monsanto\u00bb<\/a> an weltweit 400 Orten in 52 L\u00e4ndern.<\/p>\n\n<figure class=\"wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<lite-youtube style=\"background-image: url('https:\/\/i.ytimg.com\/vi\/jEE0WK_ZBAw\/hqdefault.jpg');\" videoid=\"jEE0WK_ZBAw\" params=\"rel=0&#038;enablejsapi=1&#038;origin=https%3A%2F%2Fwww.greenpeace.ch&#038;cc_load_policy=1\"><\/lite-youtube>\n<\/div><\/figure>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Weberinnen stoppen Marmorabbau in West-Timor, Indonesien In den Bergen von West-Timor herrscht eine reiche Artenvielfalt von Pflanzen und Tieren. <\/p>\n","protected":false},"author":49,"featured_media":44108,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_planet4_optimize_post_is_variant":false,"_planet4_optimize_experiment_name":"","_planet4_optimize_variant_name":"","ep_exclude_from_search":false,"p4_og_title":"","p4_og_description":"","p4_og_image":"","p4_og_image_id":"","p4_seo_canonical_url":"","p4_campaign_name":"not set","p4_local_project":"not set","p4_basket_name":"not set","p4_department":"","footnotes":""},"categories":[47],"tags":[33],"p4-page-type":[194],"gpch-article-type":[],"class_list":["post-44103","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-greenpeace","tag-ernaehrung","p4-page-type-hintergrund"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/44103","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/49"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=44103"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/44103\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/44108"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=44103"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=44103"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=44103"},{"taxonomy":"p4-page-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/p4-page-type?post=44103"},{"taxonomy":"gpch-article-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/gpch-article-type?post=44103"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}