{"id":44163,"date":"2019-03-15T07:00:00","date_gmt":"2019-03-15T05:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/?p=44163"},"modified":"2022-03-31T13:51:45","modified_gmt":"2022-03-31T11:51:45","slug":"ich-minimiere-also-bin-ich-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/hintergrund\/44163\/ich-minimiere-also-bin-ich-2\/","title":{"rendered":"Ich minimiere, also bin ich"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>In den n\u00e4chsten Monaten schalten wir in loser Folge die Lieblingsartikel unserer Redaktions-mitglieder<\/strong>&nbsp;<strong>nochmals auf.<\/strong><strong>&nbsp;Diese haben sie aus den meistgelesenen Online-Stories der letzten Jahre ausgesucht. Heute der Favorit unserer Web Managerin Angela Gehring, der von drei Menschen erz\u00e4hlt, die ihr Leben dem Minimalismus gewidmet haben.<\/strong><\/p>\n\n<p><span class=\"dropcap\">E<\/span>s gibt W\u00f6rter, die sagen so viel \u00fcber unsere Zeit, wie es sonst nur Romane oder Filme verm\u00f6gen. \u00abStehrumsel\u00bb ist so ein Wort. Wer kennt sie nicht, die Stehrumsel, die unn\u00fctzen Geschenke, die lieb gemeint, aber nie gewollt waren; die Freizeitger\u00e4te, bei deren Kauf viel guter Wille im Spiel war, die jedoch unbenutzt liegen blieben; die elektronischen Gadgets, die von einer neuen Generation abgel\u00f6st wurden; das Spielzeug, das die Kleinen kurz begeisterte, ehe sie es liegen liessen. Wir ziehen fort aus dem Elternhaus, richten unsere erste Wohnung ein, legen die Habseligkeiten mit denjenigen unserer Partnerin oder des Partners zusammen, gr\u00fcnden eine Familie \u2013 und bei jedem Schritt kommen noch mehr Stehrumsel hinzu. Manchmal f\u00fcllen wir unsere Einfamilienh\u00e4user, unsere Neubauwohnungen und die gem\u00fctlichen Altbauten dermassen mit Stehrumseln, dass wir darin fast ersticken. Sch\u00e4tzungen zufolge nennt der Durchschnittseurop\u00e4er 10\u2009000 Gegenst\u00e4nde sein Eigen. Ich habe bei mir zuhause nachgez\u00e4hlt: Allein in der K\u00fcche komme ich auf \u00fcber 500. Die wenigsten Menschen finden das gut, denn sie merken: Besitz macht immobil, bequem und h\u00e4lt einen davon ab, zu tun, was man schon immer wollte. Vielleicht haben deshalb Geschichten vom Loslassen, von Askese, von einem aufs Wesentliche reduzierten Leben derzeit Hochkonjunktur von Finnland bis in die USA. Sie f\u00fcllen Auditorien und liefern Stoff f\u00fcr eine Reihe neuer B\u00fccher und Filme.<\/p>\n\n<p>In <a href=\"http:\/\/mystuffmovie.com\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">\u00abMy Stuff\u00bb<\/a>, dem Erstling des jungen finnischen Filmemachers Petri Luukkainen, der auch die Hauptrolle spielt, steht dieser in der Eingangsszene nackt in einer leerger\u00e4umten Wohnung. Mit einer Zeitung aus einem Container bedeckt er seine Scham und rennt durchs verschneite n\u00e4chtliche Helsinki. Sein Ziel: Ein Lagerhaus, aus dem er sich einen Mantel holt, um sich vor der K\u00e4lte zu sch\u00fctzen und ihn als Schlafsack auf dem Parkett der Wohnung zu benutzen. Luukkainen hat sich von seinem Besitz getrennt und alles in besagtem Lager eingestellt. Sein Film handelt davon, wie er sich w\u00e4hrend eines Jahres t\u00e4glich einen Gegenstand zur\u00fcckholt. Es ist, als w\u00fcrde er sein Leben auf \u00abStart\u00bb zur\u00fcckstellen und in einem immateriellen Zustand wiedergeboren.<\/p>\n\n<p>Warum schw\u00f6ren junge Menschen \u2013 darunter Filmemacher, Autoren und Hunderte von Bloggern \u2013 gerade jetzt ihren Stehrumseln ab? Wie kommt es, dass zwei junge amerikanische Pioniere der Minimalismus-Bewegung auf ihrem Blog <a href=\"http:\/\/www.theminimalists.com\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">theminimalists.com<\/a> j\u00e4hrlich zwei Millionen Klicks verzeichnen, mit einer Roadshow durch die USA touren und \u00fcber TedX-Konferenzen Zuschauerinnen und Nachahmer auf der ganzen Welt finden? All das mit einer einfachen Botschaft: L\u00f6se dich von deinem Besitz und du wirst frei und gl\u00fccklich sein.<\/p>\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Umziehen mit Handgep\u00e4ck<\/h3>\n\n<p>Wir fahren nach Berlin. Wo sonst in Europa geben sich mehr junge Menschen dem \u00abSich-selbst-Ausprobieren\u00bb hin? Doch bevor wir Lisa besuchen, eine 26-j\u00e4hrige Minimalismus-Bloggerin und Verpackungsverweigerin, wollen wir Joachim Kl\u00f6ckner treffen. Er ist 65 Jahre alt und so etwas wie der Urvater der Minimalismus-Bewegung im deutschsprachigen Raum \u2013 nur dass er diesen Titel nie f\u00fcr sich beanspruchen w\u00fcrde. Er hat uns nach Berlin-Friedenau gelotst, in eine aufger\u00e4umte, gutb\u00fcrgerliche Ecke der Grossstadt. Ich solle bei \u00abAtelier\u00bb klingeln, hat er mir in einem Mail mitgeteilt, das als Signatur den Satz trug: \u00abAlter ist die Zunahme der Dinge, \u00fcber die ich lachen kann.\u00bb Er begr\u00fcsst uns fr\u00f6hlich und mit festem H\u00e4ndedruck. Falten unterlegen seine neugierigen grauen Augen \u2013 Augen, wie man sie bei Menschen findet, die am Leben gelitten haben und am Leid gewachsen sind. Mit seinen weissen Leinenhosen, dem weissen Pulli und dem blassgelben Foulard hat er etwas von einem Yogi. Seine Kluft ist jedoch nicht spiritueller, sondern praktischer Natur: Wenn man nicht mehr als zwei Hosen, f\u00fcnf Hemden, einige Shirts, etwas Unterw\u00e4sche und eine Jacke gegen den Regen sowie eine gegen die K\u00e4lte besitzt, f\u00e4llt die Kombination mit Weiss einfach leichter.<\/p>\n\n<p>Joachim wohnt seit vergangenem August im Malatelier eines Freundes. Der sch\u00f6ne Parkettboden in der grossz\u00fcgigen Altbauwohnung ist \u00fcberstellt mit Arbeitsmaterial: Leinw\u00e4nde, Leim, Farben, Birkenst\u00e4mme, getrocknete Baumbl\u00e4tter und Rosen. Der lange Gang m\u00fcndet in ein helles Zimmer von etwas mehr als zehn Quadratmetern Fl\u00e4che \u2013 Joachims Reich. M\u00f6bel hat er keine. In der Ecke gegen\u00fcber der Balkont\u00fcr h\u00e4ngt eine weisse H\u00e4ngematte, in der Joachim sinniert, surft und schl\u00e4ft. Ein K\u00f6rbchen mit Nussmischung, M\u00fcsli, zwei Bananen, Orangen und zwei Flaschen Wasser sowie ein gelber Rucksack mit einem nicht mehr als 20 Zentimeter hohen Kleiderstapel vervollst\u00e4ndigen die Einrichtung. Viel mehr braucht der Minimalist nicht zum Leben.<\/p>\n\n<p>Seit 15 Jahren zieht Joachim nur noch mit Handgep\u00e4ck um. Er hat kein Telefon, kein Auto, macht viel zu Fuss, ist mit dem Velo oder mit der U-Bahn unterwegs. Interkontinentalfl\u00fcge sind pass\u00e9, deshalb hat er seinen Reisepass demonstrativ zerschnitten; bei innereurop\u00e4ischen Fl\u00fc\u00adgen ist er sich noch nicht sicher. Aufgewachsen ist er in einem 200-Seelen-Dorf in Nordhessen, wo er mit seinem Vater eine Maschinenbaufirma leitete und anschliessend als Energieberater arbeitete. Zieht es die meisten Menschen im Alter aufs Land, so entschied Joachim, seinen Ruhestand in der Stadt zu verbringen. \u00abDen Geschmack von europ\u00e4ischen Grossst\u00e4dten kosten\u00bb, das interessiert ihn zurzeit. Er sucht das Neue, das Inspirierende, den Austausch \u2013 wo k\u00f6nnte er mehr davon finden als in einer Stadt wie Berlin? Seit seiner Pensionierung ist er Stadtwanderer, schaut sich neue Viertel an, lernt in Kaffees Autorinnen kennen, deren B\u00fc\u00adcher er bespricht, trifft sich mit jungen, kreativen K\u00f6pfen und besucht \u00abVision Talks\u00bb, wo neue Unternehmensideen pr\u00e4sentiert werden.<\/p>\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Joachim reichen monatlich 400 Euro<\/h3>\n\n<p>Es gab Zeiten, da besass Kl\u00f6ckner einen Porsche und mehrere Motorr\u00e4der. Er fuhr bei Rallyes mit und lebte mit Frau und Kind im eigenen Haus. \u00abZeug gehortet\u00bb habe er aber nie, erz\u00e4hlt er, \u00abschon als Kind bin ich gen\u00fcgsam gewesen.\u00bb Seit 30 Jahren nimmt Joachim keine Geschenke mehr an. \u00abWenn mir jemand Gutes tun will, soll er mich zum Essen einladen oder mir eine Massage schenken.\u00bb Vor 15 Jahren hat er seinen Besitz auf Rucksackvolumen minimiert. Wie reagierte sein Umfeld? Joachim antwortet mit der Geschichte eines Freundes: \u00abDer fuhr zu Ikea zum Einkaufen. Dort f\u00fcllte er zwei Einkaufswagen mit Zeug. Pl\u00f6tzlich musste er an mich denken und fragte sich: Was w\u00fcrde Joachim sagen? Schliesslich liess er die beiden prall gef\u00fcllten Wagen vor der Kasse stehen.\u00bb Die meisten Menschen h\u00e4tten das Bed\u00fcrfnis nach Klarheit und Leichtigkeit, ist Joachim \u00fcberzeugt. \u00abDoch sie wissen nicht, wo beginnen. Wenn sie dann versuchen, ihren Ballast loszuwerden, merken sie, wie anstrengend das ist.\u00bb Es sei n\u00e4mlich so, dass jedes Stehrumsel seinem Besitzer gleich drei Mal Energie abverlange: Beim Anschaffen, bei der Wartung und Pflege und schliesslich beim Loswerden.<\/p>\n\n<p>F\u00fcr Joachim ist Minimalismus aber mehr als nur Entr\u00fcmpeln: Er sieht darin auch einen Weg zu mehr Autonomie. \u00abIch gehe gerne in Designl\u00e4den und schaue mir sch\u00f6ne M\u00f6bel und Kleider an. Aber ich brauche sie nicht \u2013 das ist f\u00fcr mich wahre Freiheit.\u00bb Zudem sieht er darin ein gutes Mittel gegen die Abstiegs\u00e4ngste der Mittelschicht. Ausw\u00fcchse davon zeigen just w\u00e4hrend unseres Treffens die fremdenfeindlichen Demonstrationen der Patriotischen Europ\u00e4er gegen die Islamisierung des Abendlandes (Pegida) in Dresden. \u00abDie Armutsgrenze in Deutschland liegt bei rund 1500 Euro. Im Schnitt war ich demnach die letzten 35 Jahre arm \u2013 und dabei ging\u2019s mir blendend.\u00bb Aktuell lebt Joachim mit einer Rente von etwas \u00fcber 400 Euro. Das reiche f\u00fcr sein M\u00fcsli am Morgen, um am Mittag oder am Abend irgendwo etwas Kleines zu essen und um seinem Freund eine bescheidene Miete zu zahlen. \u00abArmut ist bei uns vor allem eine Vorstellung, ein Konzept im Kopf. Wer weniger hat, hat auch weniger Angst.\u00bb<\/p>\n\n<p>Etwas gibt es trotzdem, auf das Joachim nicht verzichten m\u00f6chte: sein iPad. Es ist sein Arbeitsger\u00e4t und sein Tor zur Welt. Hunderte von B\u00fcchern und \u00fcber tausend Songs hat er darauf stets zur Hand. Er nutzt es zum Fotografieren und zum Scannen \u2013 als Schl\u00fcssel zum papierlosen Leben. Er liest t\u00e4glich ausgedehnt \u00abDie Zeit\u00bb und den \u00abSpiegel\u00bb. \u00dcber Mails, Facebook und Twitter vernetzt er sich und h\u00e4lt Kontakt zu Gleichgesinnten. Auf meine Frage, ob das Tablet und das Internet die Grundlage f\u00fcr seinen Lebensstil seien, z\u00f6gert er: \u00abSchwierig zu sagen. Das Tablet ist sicher ein Teil dieses Lebensstils. Wenn ich es mir wegdenke, wird mir ein wenig mulmig.\u00bb<\/p>\n\n<figure class=\"wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<lite-youtube style=\"background-image: url('https:\/\/i.ytimg.com\/vi\/N31wutyOznU\/hqdefault.jpg');\" videoid=\"N31wutyOznU\" params=\"rel=0&#038;enablejsapi=1&#038;origin=https%3A%2F%2Fwww.greenpeace.ch&#038;cc_load_policy=1\"><\/lite-youtube>\n<\/div><\/figure>\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Wie Gandhi und Siddhartha<\/h3>\n\n<p>Konsumsoziologen weisen darauf hin, dass Ph\u00e4nomene wie der aktuelle Minimalismus nicht neu sind. Geschichten vom Loslassen und von einem asketischen Leben haben seit je grosse Anziehungskraft. Man denke nur an Mahatma Gandhi, den Weisen, der stets in weisses Leinen geh\u00fcllt die Vers\u00f6hnung proklamierte. Auch erinnere ich mich gut an <a href=\"http:\/\/www.books.ch\/shop\/home\/suchartikel\/siddhartha\/hermann_hesse\/ISBN3-518-46354-3\/ID30625551.html?fftrk=1%3A24%3A10%3A10%3A1&amp;jumpId=10201064\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">\u00abSiddhartha\u00bb von Hermann Hesse<\/a>. Als 21-J\u00e4hriger verschlang ich das Buch w\u00e4hrend meiner ersten Reise durch Indien. Dabei hatte ich mich ein wenig wie der junge Brahmane Siddhartha gef\u00fchlt, Hesses Suchender, der aus der Stadt flieht, dem Ort von Hochmut, Pomp und Dekadenz, und zu einem anspruchslosen Leben am Fluss findet. Mein Pomp war die Schweiz gewesen, mein Fluss ein Rucksack, in den ich alles eingepackt hatte, was ich w\u00e4hrend der n\u00e4chsten Monate brauchen w\u00fcrde \u2013 also fast nichts. Befreiend hatte es sich angef\u00fchlt, erhaben und sehr romantisch.<\/p>\n\n<p>Ein halbes Jahrhundert nach Hesses Weltroman betraten die Hippies und die 68er-Bewegung die gesellschaftliche B\u00fchne. Sie gr\u00fcndeten Kommunen auf H\u00fcgeln und brachen eine Lanze f\u00fcr die Selbstversorgung. Alles schon mal da gewesen? Ja und nein. Denn es gibt einen bedeutenden Unterschied zwischen den Minimalisten des 21. Jahrhunderts und ihren Vorg\u00e4ngern: Sie ziehen sich nicht mehr zur\u00fcck, koppeln sich nicht mehr ab und geben sich nicht mehr der Illusion eines erf\u00fcllten Lebens als Selbstversorger hin. Sie leben meist in der Stadt, nehmen am Stadtleben teil und sind \u00fcber die sozialen Medien hervorragend vernetzt. Von den meisten Minimalismus-Bloggern in Deutschland und der Schweiz, die ich f\u00fcr diese Reportage per E-Mail anschrieb, habe ich innert Stunden Antwort bekommen \u2013 auch am Sonntag. Sie sind kommunikativ, erz\u00e4hlen bereitwillig von ihrem Leben als Minimalisten und ihren Blog-Aktivit\u00e4ten. Einige sind im IT-Bereich t\u00e4tig, Webdesigner oder Second-Level-Supporter. Zu pers\u00f6nlichen Treffen sind jedoch die meisten nicht bereit \u2013 \u00abzu viele Projekte am Laufen\u00bb, \u00aberst gerade ein Unternehmen gegr\u00fcndet\u00bb oder \u00abbin leider viel im Ausland in n\u00e4chster Zeit\u00bb, heisst es in den Absagen. Nach einem zur\u00fcckgezogenen Leben in der Blockh\u00fctte h\u00f6rt sich das nicht an.<\/p>\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">33 Teile im Schrank<\/h3>\n\n<div class=\"wp-block-image caption-style-blue-overlay caption-alignment-center\"><figure class=\"aligncenter\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2020\/04\/3e8d591e-b592a9153899f20637403a1ab23ba559.jpg\" alt=\"\"\/><figcaption>Lisa, 26: In ihrer K\u00fcche lagert die Studentin f\u00fcr Medieninformatik alles in Gl\u00e4sern und Stoffbeuteln. \u00a9 Anne Gabriel-J\u00fcrgens<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n<p>Lisa geh\u00f6rt zu dieser neuen Generation von Minimalistinnen. Sie wacht morgens mit dem Licht ihres Smartphones auf, liest noch im Bett ihre Mails und Posts. Tags\u00fcber ist sie f\u00fcrs Studium in Medieninformatik dauernd online und am Abend schreibt sie zuhause Beitr\u00e4ge f\u00fcr ihren Minimalismus-Blog. Inzwischen wird es aber auch Lisa zu viel. Ihr Internetabo l\u00e4uft aus; sie hat es nicht erneuert und sagt: \u00abIch experimentiere gern und probiere Dinge einfach mal aus.\u00bb Wir besuchen Lisa in Berlin-Wedding, einem ruhigen Viertel. Lisas Einzimmerwohnung ist hell, aufger\u00e4umt und wirkt ein wenig wie aus einem dieser M\u00f6belkataloge, wo nichts rumliegt, was die Ruhe des Ensembles st\u00f6ren k\u00f6nnte. Und still ist es: Kein Radio, keine Musik. Im Wohnzimmer steht ein weisser Tisch mit Stuhl, darauf ein Laptop. In einer Ecke stapeln sich f\u00fcnf Kartonkisten. \u00abIch bin immer noch am Reduzieren\u00bb, erkl\u00e4rt Lisa. Das Zeug in den Kisten \u2014 Pullis, Bettw\u00e4sche, Magazine und Frischhaltefolie \u2013 brauche sie nicht mehr. Sie stellt es einzeln oder als Paket auf Ebay, meist kostenlos. Hauptsache, jemand holt das Zeug ab.<\/p>\n\n<p>Die 26-J\u00e4hrige begann vor drei Jahren beim Umzug in diese Wohnung, ihren Ger\u00fcmpel auszumisten. Inspiriert durch erste Minimalismus-Blogs in den USA, stellte sie sich die Frage: Was brauche ich wirklich zum Leben und was schleppe ich nur mit mir rum? \u00abIch hatte fr\u00fcher zwei Schr\u00e4nke voll Klamotten\u00bb, erz\u00e4hlt Lisa und \u00f6ffnet ihren Spiegelschrank: Heute hat alles in zwei Schubladen und auf einer Kleiderstange Platz. 33 Teile \u2013 ohne Sportkleidung und Unterw\u00e4sche \u2013 hat sie k\u00fcrzlich gez\u00e4hlt. Seither brauche sie am Morgen viel weniger Zeit, um sich anzuziehen. \u00abDieser Lebensstil gibt mir sehr viel Ruhe\u00bb, sagt sie. Das sei vor allem in der Grossstadt wichtig, wo man st\u00e4ndig abgelenkt werde. Minimalismus bedeute f\u00fcr sie nicht, nichts mehr zu besitzen. Sondern? \u00abDass man sich besser aufs Wesentliche konzentrieren kann.\u00bb Die Zeit, die Lisa fr\u00fcher mit Shoppen verbrachte, nutzt sie heute bewusst f\u00fcrs Bloggen, zum Stricken oder f\u00fcrs Studium. Und weil sie ausser Lebensmitteln praktisch nichts mehr einkauft, hat auch der finanzielle Druck abgenommen. Ein halbes Jahr lang hat sie neben dem Studium \u00fcberhaupt nicht mehr gejobbt, weil das Ersparte l\u00e4nger reichte.<\/p>\n\n<p>Anfang Jahr hat sich Lisa einem neuen Ex\u00adperiment verschrieben: Sie will ein m\u00fcllfreies Leben f\u00fchren. \u00abMinimalismus heisst f\u00fcr mich auch, weniger M\u00fcll zu produzieren.\u00bb Zweimal pro Woche bloggt sie \u00fcber ihre Erfahrungen bei der Suche nach Alternativen zu abgepackten N\u00fcssen, Wegwerfzahnb\u00fcrsten und Shampoos in Plastikflaschen. Der Gang durch Drogerien und Biol\u00e4den, wo noch der letzte Lippenbalsam in eine H\u00fclle aus Plastik eingeschweisst ist, habe sie deprimiert, erz\u00e4hlt Lisa. Sie f\u00fchrt uns in ihre K\u00fcche. Auf einem Wandbrett aus Holz liegen Bananen, Kiwis, dazu Erd- und Baumn\u00fcsse in Einmachgl\u00e4sern. Neben dem Herd sind drei grosse Zwiebeln aufgereiht, daneben Vollkornnudeln und Pilze in einem Stoffbeutel, den sie selbst gen\u00e4ht hat. Lisa holt unter dem Sp\u00fclbecken einen Korb mit Gl\u00e4sern hervor. Eines ist mit Waschsoda gef\u00fcllt \u2013 eine Alternative zu Waschmitteln in Kunststoffgebinden. Zum Putzen benutzt sie Natron und Zitronens\u00e4ure, beides l\u00e4sst sich offen kaufen.<\/p>\n\n<p>Aber was ist mit dem Essen? Wie verpflegt man sich, ohne Abfall zu produzieren \u2013 vor allem wenn man so viel unterwegs ist wie viele aus Lisas Generation? Ich denke an den Zug um 7 Uhr morgens von Basel nach Z\u00fcrich, wo man die Pendler ohne \u00abCoffee to go\u00bb an einer Hand abz\u00e4hlen kann, an die Abfallk\u00fcbel, die sich innert Minuten mit Kartonbechern f\u00fcllen. Lisa trinkt ihren Kaffee am Morgen zuhause und sonst nur aus Tassen. F\u00fcrs Mittagessen f\u00fcllt sie Bratkartoffeln vom Vorabend in ihren gl\u00e4sernen Thermopot oder nimmt ein St\u00fcck selbstgebackenes Brot mit. An der Uni holt sie sich f\u00fcr weniger als einen Euro Salat dazu. Sie war schon als Kind Vegetarierin, seit drei Jahren isst sie \u00abzu 95 Prozent vegan, das macht es bedeutend einfacher, keinen M\u00fcll zu produzieren\u00bb. Doch ist das nicht alles wahnsinnig anstrengend, spassbremsig und genussfeindlich? \u00abNein\u00bb, ist Lisa \u00fcberzeugt. Auf Make-up zum Beispiel will sie nicht verzichten. Sie zehrt von ihren alten Best\u00e4nden, eine unverpackte Alternative hat sie noch nicht gefunden. Doch sie ist guter Dinge; ihre Blogleser versorgen sie mit wertvollen Tipps. Sie sagt: \u00abIch will den Leuten zeigen, dass man nicht wie ein Hippie rumlaufen muss, nur weil man keinen M\u00fcll mehr produzieren will.\u00bb<\/p>\n\n<p>Lisa ist nicht allein mit ihrem M\u00fcll-Minimalismus. Unter dem Motto \u00abZero Waste\u00bb formiert sich eine Bewegung, die nach Alternativen zum Wegwerfkonsum sucht. Berichte \u00fcber den <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/wissenschaft\/biologie\/endstation-unbekannt-1.18334887\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Great Pacific Garbage Patch<\/a>, eine M\u00fcllhalde im Nordpazifik, von manchen auf die doppelte Fl\u00e4che der USA gesch\u00e4tzt, und Bilder von verelendeten Albatrossen und Riesenschildkr\u00f6ten mit fingergrossen Plastiksplittern im Bauch haben vielen die Augen ge\u00f6ffnet f\u00fcr die negativen Auswirkungen unseres materialintensiven Lebens. Am produzierten Abfall wird der \u00f6kologische Wahnsinn unseres Konsumismus besonders gut greifbar.<\/p>\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Geldlos gl\u00fccklich<\/h3>\n\n<p><a name=\"Fellmer\"><\/a><a href=\"http:\/\/www.raphaelfellmer.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Raphael Fellmer<\/a> geh\u00f6rt zu jenen, die versuchen, den Minimalismus radikal zu Ende zu denken. Deshalb befindet er sich seit f\u00fcnf Jahren im selbst erkl\u00e4rten \u00abGeldstreik\u00bb. Wir treffen ihn im Caf\u00e9 Milch &amp; Honig, einem weiss lasierten, mit hellblauen und rosa Kissen auf Gem\u00fctlichkeit getrimmten Caf\u00e9, eine halbe Stunde vom Zentrum entfernt. Raphael begr\u00fcsst uns mit einer Umarmung, was zu etwas verkorksten Situationen f\u00fchrt, wenn man nicht darauf vorbereitet ist. Er hat eine mit Leitungswasser gef\u00fcllte Glasflasche mitgebracht, die Einladung zu einem Kaffee lehnt er dankend ab. Die Betreiber kennen ihn und scheinen ihn zu sch\u00e4tzen \u2013 auch wenn er nichts konsumiert.<\/p>\n\n<p>Diese Bedingungslosigkeit zieht sich wie ein roter Faden durch Raphaels Leben. Der 31-J\u00e4hrige lebt mit seiner Frau und zwei Kindern in einer Wohnung, die ihm \u00abvon lieben Menschen\u00bb, die er bis vor kurzem nicht einmal kannte, zur Verf\u00fcgung gestellt wird \u2013 einfach weil sie seine Mission unterst\u00fctzenswert finden. Er tr\u00e4gt Secondhand-Klamotten, den Laptop hat ihm ein Freund aus der Schweiz geschenkt. Esswaren, K\u00f6rperpflegeprodukte und alles andere, was er und seine Familie zum Leben brauchen, \u00abrettet\u00bb er aus M\u00fclltonnen von Biom\u00e4rkten. Das reiche sogar, um zus\u00e4tzlich Freunde und Bed\u00fcrftige mit Lebensmitteln zu beschenken, erz\u00e4hlt Raphael. Kein Wunder: In Europa landen Sch\u00e4tzungen zufolge jedes Jahr 100 Millionen Tonnen Nahrungsmittel auf dem M\u00fcll. In der Schweiz werden zwei von drei Kartoffeln nicht gegessen, sondern weggeschmissen.<\/p>\n\n<div class=\"wp-block-image caption-style-blue-overlay caption-alignment-center\"><figure class=\"aligncenter\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2020\/04\/1962f61f-suffizienz-minimalismus-7674.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-7555\"\/><figcaption>Raphael Fellmer, 31: Der Autor des Buchs \u00abGl\u00fccklich ohne Geld!\u00bb m\u00f6chte in Spanien ein autarkes Dorf ohne Materialismus und Strukturen aufbauen. \u00a9 Anne Gabriel-J\u00fcrgens<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n<p>Seinen Geldstreik will Raphael als politisches Statement verstanden wissen, \u00abals Widerstand gegen die \u00dcberflussgesellschaft, gegen die Verschwendung von Ressourcen und gegen die Ungerechtigkeit\u00bb. Er ist \u00fcberzeugt, dass sich unsere Umweltprobleme in einer geldlosen Gesellschaft von allein l\u00f6sen w\u00fcrden \u2013 schlicht weil zerst\u00f6rerisches Verhalten keinen \u00f6konomischen Sinn mehr h\u00e4tte. \u00abJeder Kauf oder Nichtkauf f\u00fchrt zu einer Ver\u00e4nderung\u00bb, sagt er, \u00abjede Mahlzeit ist ein Statement. Ich will mit meinem Beispiel die Menschen dazu bringen, selber wieder mehr Verantwortung f\u00fcr die Lage in der Welt zu \u00fcbernehmen.\u00bb<\/p>\n\n<p>Begonnen hat er den Geldstreik auf einer Tramperreise von Holland nach Mexiko. Er ass und schlief bei fremden Leuten, in der Tasche hatte er einzig einen Notgroschen f\u00fcr die Visa bei Grenz\u00fcberg\u00e4ngen. \u00abDie bedingungslose Liebe, die uns zuteil wurde, war unglaublich.\u00bb Er tauscht nicht, ihm wird gegeben. Im Gegenzug referiert er an Schulen \u00fcber Umweltthemen und dar\u00fcber, dass die Verwirklichung von Tr\u00e4umen nicht von materiellen Werten und Geld abh\u00e4nge, sondern vielmehr von der Einstellung. K\u00fcrzlich hat Raphael das Buch <a href=\"http:\/\/www.raphaelfellmer.de\/buch-gluecklich-ohne-geld\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">\u00abGl\u00fccklich ohne Geld!\u00bb<\/a> ver\u00f6ffentlicht, einen Teil der Ausgabe kostenlos verteilt und es \u00fcber seine Website zum Download freigegeben. Mit Gleichgesinnten betreibt er die Plattform <a href=\"https:\/\/foodsharing.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">foodsharing.de<\/a>, auf der sich mittlerweile 4000 Mitglieder zwecks Verteilung von aus dem M\u00fcll geretteten Lebensmitteln treffen. \u00abNormalerweise brauchst du ja f\u00fcr all das Geld. Wir haben gezeigt, dass es auch ohne geht und erst noch mehr Spass macht, weil alle aus intrinsischer Motivation mitmachen.\u00bb<\/p>\n\n<p>Den Vorwurf des Schmarotzertums hat Raphael schon so oft geh\u00f6rt, dass er sich darauf eine Standardantwort zurechtgelegt hat: \u00abJa, ich bin auch ein Schmarotzer \u2013 ich geh\u00f6re zu dieser schmarotzenden, parasit\u00e4ren Gesellschaft, die momentan die Erde zerst\u00f6rt. Aber ich sehe meine Verantwortung und versuche, etwas daran zu \u00e4ndern. Geld verdienen ist ja keine Kunst. Viel wichtiger ist doch die Frage: Was k\u00f6nnen wir f\u00fcr unsere Gesellschaft tun?\u00bb Er ist zuversichtlich: Gemeinschaftliche Ph\u00e4nomene wie Couchsurfing, Booksharing, die Internet-Enzyklop\u00e4die Wikipedia und die Foodsharing-Plattform sind f\u00fcr ihn Beispiele, dass sich das bedingungslose Geben und Nehmen sukzessive verbreitet. Er ist \u00fcberzeugt, dass die Geld\u00f6konomie, wie wir sie heute kennen, nicht \u00fcberleben wird. Raphaels Zuversicht ist bewundernswert, sein Menschenbild dasjenige des Waldorf-Sch\u00fclers, der er einst war. Die eigene Zukunft sieht er nicht in Berlin; die Abgase, die grauen W\u00e4nde, das alles will er nicht mehr. Deshalb sucht er derzeit in Spanien und Frankreich nach einem St\u00fcck Land, um \u00abEotopia\u00bb aufzubauen, ein autarkes Dorf ohne Geld, ohne Hierarchien, ohne Schule, ohne Tausch, ohne Erwartungen und komplett vegan. Also doch die alte 68er-Utopie? \u00abJa, irgendwie schon\u00bb, r\u00e4umt er ein, \u00abnur mit Internet und sehr viel Ideenaustausch und Kontakten nach aussen.\u00bb<\/p>\n\n<figure class=\"wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<lite-youtube style=\"background-image: url('https:\/\/i.ytimg.com\/vi\/qUkZRclpJHc\/hqdefault.jpg');\" videoid=\"qUkZRclpJHc\" params=\"rel=0&#038;enablejsapi=1&#038;origin=https%3A%2F%2Fwww.greenpeace.ch&#038;cc_load_policy=1\"><\/lite-youtube>\n<\/div><\/figure>\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Inspirieren statt Missionieren<\/h3>\n\n<p>\u00abSei der Wandel, den du auf Erden sehen willst.\u00bb \u2013 Das Zitat von Mahatma Gandhi ziert nicht nur die Einstiegsseite von Raphaels Webauftritt, sondern auch zahlreiche Minimalismus-Blogs auf der ganzen Welt. Die neuen \u00abdigitalen Minimalisten\u00bb, wie sich manche explizit nennen, suchen die gesellschaftliche Ver\u00e4nderung nicht durch klassische politische Basisarbeit, durch Demonstration oder Streik. Ihr Protest ist ein stiller, individueller, \u00fcbers Internet geteilter. Einer, der \u00abnicht missionieren, sondern lediglich inspirieren will\u00bb, wie Lisa sagte. Es ist der Protest einer Generation, die sich von der Parteipolitik mit ihrem Ged\u00f6ns zunehmend nicht mehr repr\u00e4sentiert f\u00fchlt. Wo andere nach zehn Stunden Interkontinentalflug in F\u00fcnfsternehotels \u00fcber die dringliche Reduktion von CO2-Emissionen schwafeln, nehmen die Minimalisten das Heft selber in die Hand und beginnen den Wandel dort, wo er Erfolg verspricht: bei sich selbst.<\/p>\n\n<p>Vielleicht beobachten wir gerade das, was der deutsche Sozialpsychologe Harald Welzer \u00absoziale Gymnastik\u00bb nennt, um im Kleinen die grosse gesellschaftliche Ver\u00e4nderung einzu\u00ad\u00fcben. Vielleicht erleben wir aber auch nur die Suche nach einer neuen \u00c4sthetik des Alltags, dem jegliche Kraft fehlt, an bestehenden Machtverh\u00e4ltnissen zu r\u00fctteln. Denn in Zeiten des Hyperkonsumismus wird das Reduzieren vielleicht zum letzten wahren Distinktionsmerkmal. Wer zeigt, dass er sich\u2019s leisten kann, nichts zu besitzen, markiert zugleich, dass er mit dem n\u00f6tigen sozialen und kulturellen Kapital dazu gesegnet ist. Wenn eine \u00abZero Waste\u00bb Bloggerin sich \u00fcber die Verpackung von Essen und W\u00e4rmedecke auf ihrem Langstreckenflug enerviert, ohne ihr eigenes Mobilit\u00e4tsverhalten zu hinterfragen, wenn sich Ausr\u00fcmpelnde von ihren B\u00fcchern trennen, um auf Amazon eine riesige E-Library zu erstellen, oder wenn ein schweizweit bekannter Minimalist einen Versandhandel f\u00fcr Lingerie und Sexspielzeuge auf die Beine stellt, so kratzt dies zumindest an der \u00dcberzeugungskraft des neuen Minimalismus. Denn ein Dildo, mag er anf\u00e4nglich auch Freude bereiten, geh\u00f6rt fr\u00fcher oder sp\u00e4ter wohl doch eher zu den Stehrumseln.<\/p>\n\n<p><em>Raphael Fellmer hat mittlerweile das<a rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/www.greenpeace-magazin.ch\/2018\/01\/05\/walk-the-talk-serie-15\/\" target=\"_blank\"> Lebensmittelgesch\u00e4ft SirPlus in Berlin er\u00f6ffnet<\/a>, das f\u00fcr die M\u00fclltonne bestimmte Lebensmittel rettet und 30 bis 70 Prozent g\u00fcnstiger weiterverkauft.<\/em><\/p>\n\n<p><em>Informiere dich <a rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/themen\/ernaehrung\/\" target=\"_blank\">hier<\/a> dar\u00fcber, wie auch du auf eine reduzierte Ern\u00e4hrung achten kannst und finde <a rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/themen\/plastik\/\" target=\"_blank\">hier<\/a> mehr \u00fcber die \u00abZero Waste\u00bb-Bewegung heraus.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In den n\u00e4chsten Monaten schalten wir in loser Folge die Lieblingsartikel unserer Redaktions-mitglieder\u00a0nochmals auf.\u00a0Diese haben sie aus den meistgelesenen Online-Stories der letzten Jahre ausgesucht. 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