{"id":44180,"date":"2015-04-21T00:00:00","date_gmt":"2015-04-20T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/?p=44180"},"modified":"2020-05-18T16:29:39","modified_gmt":"2020-05-18T14:29:39","slug":"manche-designer-bezeichnen-sich-als-strichjungen-der-industrie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/hintergrund\/44180\/manche-designer-bezeichnen-sich-als-strichjungen-der-industrie\/","title":{"rendered":"\u00abManche Designer bezeichnen sich als Strichjungen der Industrie\u00bb"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>\u00abDie meisten Industrie\u00ad und Produkt\u00addesigner sind Knechte der Industrie\u00bb, sagt Ursula Tischner. Im Interview erz\u00e4hlt die renommierte Design\u00ad-Forscherin und \u00adBeraterin, wo sie die Zukunft nach\u00adhaltigen Designs sieht, wie Produktdesign mit Suffizienz zusammen geht und wie sich mit ihm ganze Systeme neu denken lassen.<\/strong><\/p>\n\n<p><em>Greenpeace: Mit einer Produktdesignerin u\u0308ber Suffizienz zu reden, ist ein Wagnis. Das Interview ko\u0308nnte nach fu\u0308nf Minuten bereits beendet sein &#8230;<\/em><\/p>\n\n<p>Ursula Tischner:&nbsp;Wohl kaum! Es gibt unter uns Designern einige \u2014 und ich geho\u0308re dazu \u2014, die sich auf Nachhaltigkeit spezialisiert haben. Wir arbeiten beispielsweise schon lange an Lo\u0308sungen, mit denen sich Produkte verhindern lassen.<\/p>\n\n<p><em>Produktdesigner verhindern Produkte?<\/em><\/p>\n\n<p>Ja, die zentrale Frage fu\u0308r nachhaltigkeits\u00adorientierte Designer lautet: Wie ko\u0308nnen wir Produkte verhindern, dem Unternehmen aber trotzdem Gewinn bescheren, denn dafu\u0308r wer\u00ad den wir ja bezahlt.<\/p>\n\n<p><em>Und, wie schaffen Sie das?<\/em><\/p>\n\n<p>Indem wir mehr auf Dienstleistungen set\u00adzen. Wir mo\u0308chten den Leuten das Leben nicht u\u0308ber den Verkauf von Produkten erleichtern, sondern mit Sharing-\u00adSystemen. Bei den Autos gibt es das schon la\u0308nger. Da ist aber noch viel mehr mo\u0308glich.<\/p>\n\n<p><em>Ein Beispiel, bitte!<\/em><\/p>\n\n<p>Ein amerikanisches Teppichunternehmen fing schon vor la\u0308ngerer Zeit damit an, seine Auslegeware nicht mehr zu verkaufen, sondern zu vermieten. Das Unternehmen bietet eine Dienstleistung an, die \u00abScho\u0308ner Bodenbelag\u00bb heisst. Eine andere Firma garantiert Bauern eine gute Ernte \u2014 sie ku\u0308mmert sich mit biologi\u00adschen Methoden darum, dass das Gemu\u0308se auf den Feldern gedeiht. Der Bauer bezahlt fu\u0308r diesen Service.<\/p>\n\n<p><em>Die Umstellung du\u0308rfte nicht fu\u0308r jede Firma einfach sein.<\/em><\/p>\n\n<p>Fu\u0308r die grossen Unternehmen, die bisher immer nur Produkte verkauft haben, ist sie deutlich schwieriger als fu\u0308r kleine Start\u00adups, weil sie in all den Jahren eine umfangreiche Infrastruktur fu\u0308r Produktionskapazita\u0308ten und Vertriebssysteme aufgebaut haben. Fu\u0308r ju\u0308nge\u00adre Firmen ist es einfacher, in die Sharing\u00ad-Eco\u00adnomy einzusteigen. Zum Glu\u0308ck gibt\u2019s jede Menge von denen.<\/p>\n\n<p><em>Die Sharing-\u00adEconomy boomt ja nachge\u00adrade &#8230;<\/em><\/p>\n\n<p>Bei den Autos passiert viel, jedes grosse Automobilunternehmen in Deutschland bietet mittlerweile Carsharing\u00ad-Systeme an, sogar Mercedes und BMW. Man merkt, dass sie ver\u00adstanden haben, wohin die Reise geht. Sie kau\u00adfen jetzt auch kleine Start-\u00adup\u00ad-Unternehmen und bauen deren Dienstleistungen in ihre Stra\u00adtegie ein. Die Konsumenten sind aber noch recht zo\u0308gerlich. Noch immer dominiert die Vorstellung, dass man Dinge kaufen muss, wenn man sie benutzen will. Die Idee des Ei\u00adgentums ist stark in unseren Ko\u0308pfen verankert. Aber es sind Vera\u0308nderungen bemerkbar.<\/p>\n\n<p><em>Haben Sie selber schon erreicht, dass ein Unternehmen einen radikalen Wandel ein\u00adleitete?<\/em><\/p>\n\n<p>Ja. Beispielsweise bei einem Unterneh\u00admen, das Abfallbeha\u0308lter an Entsorger und Sta\u0308dte verkaufte. Mit uns haben sie Konzepte entwickelt, dass sie diese ku\u0308nftig vermieten. Davon profitieren alle: Die Sta\u0308dte und Gemein\u00adden mu\u0308ssen die Beha\u0308lter nicht mehr kaufen, was Geld spart, die Entsorger mu\u0308ssen sich nicht mehr um die Instandhaltung ku\u0308mmern, und das Unternehmen kriegt sein Material zuru\u0308ck und hat u\u0308ber la\u0308ngere Zeit einen garantierten Mietertrag. Das sind Beispiele, die Spass machen, weil es Win\u00ad-win\u00ad-win\u00ad-Situatio\u00adnen sind: Insgesamt wird weniger verbraucht, das System wird geschlossen betrieben und ist deshalb effizienter als der konventionelle Pro\u00adduktverkauf.<\/p>\n\n<p><em>Es scheint, als seien Sie u\u0308ber die Jahre von der Produktdesignerin zu einer Art Sha\u00adring\u00ad und Kreislauf-\u00adSpezialistin geworden.<\/em><\/p>\n\n<p>Ja, das hat was. In unserem Bu\u0308ro haben wir einst mit O\u0308kodesign angefangen und gesagt: Wir gestalten alles, was Produkt ist, o\u0308kologi\u00adscher. Dann wechselten wir zum Designen von Service, wo wir sagten: Das O\u0308koprodukt alleine ist nicht gut genug, wir mu\u0308ssen das ganze System von Produkt und Dienstleistung zusam\u00admen designen, weil wir dann auch die Nut\u00adzungsphase mitgestalten ko\u0308nnen. Wir hatten erkannt: O\u0308koproduktdesign ist ok, aber es wird die Probleme nicht lo\u0308sen, die wir jetzt haben, wir mu\u0308ssen da sehr viel systemischer rangehen.<\/p>\n\n<p><em>Dies vor dem Hintergrund, dass bessere, effizientere Produkte nicht unbedingt zu Suffizienz fu\u0308hren, weil der Rebound\u00ad-Effekt die Einsparungen gleich wieder zunichte macht?<\/em><\/p>\n\n<p>Richtig. Oft wird die ho\u0308here Produkteffizi\u00adenz dadurch aufgehoben, dass die Leute die Produkte o\u0308fter und unbedachter benutzen. Oder dadurch, dass wir einfach mehr Produkte brauchen, weil es beispielsweise mehr Single\u00ad Haushalte gibt. Auch das globale Wirtschafts\u00adwachstum sorgt dafu\u0308r, dass insgesamt mehr Produkte hergestellt werden und der Ressour\u00adcenverbrauch nach wie vor steigt.<\/p>\n\n<p><em>Was resultierte aus dieser Einsicht?<\/em><\/p>\n\n<p>Dass wir uns die gro\u0308sseren Systeme an\u00ad schauten, die fu\u0308r den Energieverbrauch rele\u00advant sind, etwa die Mobilita\u0308t, den Tourismus und die Landwirtschaft. Wir fragten uns, wie wir diese ganzen Systeme nachhaltiger gestal\u00adten ko\u0308nnten, an welchen Schrauben man dre\u00adhen muss, um insgesamt o\u0308kologischer und sozial sinnvoller zu wirtschaften.<\/p>\n\n<p><em>Und wo stehen Sie jetzt?<\/em><\/p>\n\n<p>Wir haben ein grosses europa\u0308isches Projekt gestartet, das sich \u00abinnonatives\u00bb nennt und fu\u0308r \u00abnative Innovators\u00bb steht. Das haben wir unter www.innonatives.com ku\u0308rzlich gelauncht. Es ist eine offene Innovations\u00ad und Designplattform. Kreative auf der ganzen Welt ko\u0308nnen gemeinsam Nachhaltigkeitspro\u00adjekte und nachhaltigkeitsorientierte Design\u00ad projekte bearbeiten. Wir haben auch ein Crowdfunding, um guten Projekten zum Start zu verhelfen. Die ersten Projekte sind gerade erst abgeschlossen, die na\u0308chsten bereits in Planung. Wir wollen die Plattform langfristig betreiben.<\/p>\n\n<p><em>Es kommen immer mehr sogenannt o\u0308kolo\u00adgische Produkte auf den Markt, oftmals ziemlich chic verpackt. Sie scheinen einem \u00abKauf mich, ich bin o\u0308ko, also gut!\u00bb zuzuru\u00adfen. Ist aber nicht jeder bewusste Verzicht \u2014 auch auf vermeintlich gute, o\u0308kologische Produkte \u2014 im Zweifelsfall die bessere Ent\u00adscheidung?<\/em><\/p>\n\n<p>Nein, das wu\u0308rde ich so nicht sagen. Wenn man ein Produkt gut designt, also beispielswei\u00adse langlebig und so wertig, dass die Leute es lieben, weil sie es ganz toll gebrauchen ko\u0308nnen und es wirklich zu einem Lieblingsstu\u0308ck wird \u2014 das ist ja auch eine Produktdesign-\u00adQualita\u0308t \u2014, dann wollen die das vielleicht ihr ganzes Leben lang benutzen. Manche Designer schaffen das. Das krasse Gegenteil davon ist das Fast\u00ad-Fashi\u00adon-\u00adKonsumgut, bei dem es nur darum geht, Sachen zu stylen, damit sie neu aussehen, ob\u00ad wohl nichts daran neu ist. Der einzige Zweck besteht darin, den Konsumenten zu suggerie\u00adren: \u00abHey, ihr braucht was Neues, werft das alte Zeug weg, auch wenn es noch gar nicht kaputt ist, wir haben ein cooles Styling. Ihr mu\u0308sst das kaufen, damit ihr wieder happy seid.\u00bb Das ist genau das Gegenteil von nach\u00adhaltig.<\/p>\n\n<p><em>Die Handy\u00ad und die Computerbranche funktionieren so.<\/em><\/p>\n\n<p>Der Trend hat sich von der Bekleidungsin\u00addustrie leider auf viele andere Segmente ausge\u00adbreitet, angefangen bei den Mo\u0308beln \u2014 ich sage nur: das freundliche Mo\u0308belhaus aus Schweden &#8230; Und dann eben die Handys: Die neuste Gene\u00adration hat runde Ecken, die na\u0308chste dann wie\u00adder eckige \u2014 und die Technologie ist, na ja, ein wenig weiter entwickelt, aber nicht so sehr, und trotzdem braucht man jetzt jedes Jahr ein neues Smartphone. Das ist vo\u0308lliger Schwachsinn und falsch verstandenes Design. Seine Funktion erscho\u0308pft sich darin, die Konsum\u00ad- und Weg\u00adwerfgesellschaft anzutreiben.<\/p>\n\n<p><em>Welchem Zweck dient gutes Design?<\/em><\/p>\n\n<p>Es hilft, Probleme zu lo\u0308sen. Etwa indem es Dinge so gestaltet, dass sie den Menschen gut tun und nicht nur der Industrie Profite ver\u00adschaffen. Seit dem Bauhaus gibt es die Idee, dass Designer gesellschaftlich sinnvolle Dinge tun sollten. Viele ju\u0308ngere Designer befassen sich sehr engagiert mit diesem Thema und es gibt immer wieder Protagonisten, die gute Bu\u0308cher schreiben und o\u0308ffentliche Reden hal\u00adten. Leider muss man sagen, dass dieses Be\u00adwusstsein im Alltag der Mainstream-\u00adProdukt-\u00ad und Industriedesigner noch nicht wirklich angekommen ist, insbesondere nicht in den deutschsprachigen La\u0308ndern. Natu\u0308rlich verste\u00adhe ich, dass die Kollegen Zwa\u0308nge haben, von der Industrie abha\u0308ngig sind und deshalb tun, was von ihnen verlangt wird, na\u0308mlich Produkte zu designen, die &#8230;<\/p>\n\n<p><em>&#8230; nach einem halben Jahr weggeworfen werden mu\u0308ssen?<\/em><\/p>\n\n<p>Genau. Manche Designer bezeichnen sich sogar als die Strichjungen der Industrie. Sie sagen: \u00abWenn die das wollen, dann machen wir es eben, es fragt ja keiner nach Nachhaltig\u00adkeit.\u00bb Das ist so das, was ich zu ho\u0308ren kriege. Ich sage dann jeweils: \u00abLeute, das ko\u0308nnt ihr nicht viel la\u0308nger so weiter betreiben, die Zeiten werden sich a\u0308ndern.\u00bb Es gibt ja immer mehr Gesetze, die den Unternehmen Produktverant\u00adwortung auferlegen, die Konsumenten werden bewusster und es gibt Zwa\u0308nge, weil Ressour\u00adcen nicht mehr so gu\u0308nstig verfu\u0308gbar sein wer\u00adden. Ich glaube, dass sich Designer, die das nicht verstehen, la\u0308ngerfristig nicht im Markt halten ko\u0308nnen, auch wenn sie derzeit noch ganz gut von ihrer Arbeit leben.<\/p>\n\n<p><em>Was la\u0308sst Sie hoffen?<\/em><\/p>\n\n<p>Es gibt eine ju\u0308ngere Generation von Desig\u00adnern, die nicht so arbeiten wollen, wie wir das noch gelernt haben. Sie sagen sich schon jetzt: \u00abWir wollen etwas machen, das sinnvoll ist.\u00bb Klar, die wollen auch einen coolen Job haben und beru\u0308hmt werden, das wollen immer noch alle. Aber sie wollen nicht ihr ganzes Leben mit irgendwelchen Aktivita\u0308ten verbrin\u00adgen, die sie nicht sinnvoll finden. Und wenn es nicht der Bewusstseinswandel der jetzigen Designer ist, so ist es vielleicht die nachkom\u00admende Generation, die mit ihrer heutigen Sozi\u00adalisierung dafu\u0308r sorgen wird, dass sich eine Menge a\u0308ndert.<\/p>\n\n<p><em>Wo setzt die Politik punkto Suffizienz an?<\/em><\/p>\n\n<p>Es gibt da wenig, was sich auf Suffizienz bezieht. Die Politiker fu\u0308rchten sich davor, Ver\u00adzicht und Beschra\u0308nkung zu thematisieren. Man kann zwar sehen, dass in der Politik inzwi\u00adschen mehr u\u0308ber nachhaltigen Konsum gespro\u00adchen wird, aber man ist weit davon entfernt, entsprechende Gesetze zu machen. Es geht mehr um Fragen wie: Wie ko\u0308nnen wir die Kon\u00adsumenten erziehen und bilden? Was brauchen die, damit sie ihr Verhalten a\u0308ndern? Wie geht soziales Lernen vor sich, wie geht Verhaltens\u00ad vera\u0308nderung und was kann die Politik dazu beitragen?<\/p>\n\n<p><em>In Ihren Vortra\u0308gen sprechen Sie oft von Effizienz, erwa\u0308hnen die Suffizienz aber nicht speziell. Warum?<\/em><\/p>\n\n<p>Ich glaube, dass viele Leute ohnehin bald weniger konsumieren werden \u2014 gezwungener\u00admassen, weil es ja leider diese preka\u0308ren Arbeitsverha\u0308ltnisse gibt, wo die Leute trotz drei oder vier Jobs ihre Familie nicht erna\u0308hren ko\u0308nnen. Es gibt Menschen, die von der Gesellschaft im Stich gelassen werden, und viele Jugendliche, die ihre Schulbildung nicht zu Ende bringen oder keine Jobs mehr kriegen. Diese Entwicklungen finde ich per\u00adso\u0308nlich sehr bea\u0308ngstigend. Es gibt ja Experten, die voraussagen, dass die Systeme zusammen\u00adbrechen werden, dass wir anarchistische Zu\u00adsta\u0308nde haben werden. Dann wu\u0308rde es hier richtig abgehen. Ich hoffe das nicht. Aber die Lebensstile werden sich a\u0308ndern mu\u0308ssen, da bin ich mir sicher.<\/p>\n\n<p><em>Sind Teilen und Zusammenstehen in der na\u0308heren Zukunft die gro\u0308sseren Themen als Effizienz und Suffizienz?<\/em><\/p>\n\n<p>Ja, wir sind in einem Zeitalter der Koope\u00adration und das wird sich noch versta\u0308rken. Wir werden es nur schaffen, die Krisen halbwegs zu meistern, wenn es uns gelingt, den verbreite\u00adten Egoismus und die Machtpolitik einzuda\u0308m\u00admen. Wir mu\u0308ssen stattdessen schauen, was wir gemeinsam an coolen und interessanten Projekten machen ko\u0308nnen. So entsteht eine neue Bewegung \u2014 viele Ansa\u0308tze gibt es bereits. Wir ko\u0308nnen nicht weiter auf die Politik und die Unternehmen warten, sondern mu\u0308ssen das selber in die Hand nehmen. Dabei mo\u0308chte ich helfen, zum Beispiel auch mit unserer offenen Innovationsplattform.<\/p>\n\n<p><em>Was empfehlen Sie Leuten, die Angst vor Konsumverzicht haben?<\/em><\/p>\n\n<p>Einfach mal den Fernseher in den Keller stellen, den Laptop nach der Arbeit zuklappen und in der gewonnenen Zeit scho\u0308ne Dinge tun, beispielsweise mit Freunden und Familie ko\u00adchen oder Sport treiben. Und leckere, fleischlo\u00adse Gerichte ausprobieren. Bei scho\u0308nem Wetter mit dem Fahrrad zur Arbeit oder zum Einkau\u00adfen fahren, auf dem lokalen Wochenmarkt einkaufen, vor allem langlebigere Produkte bevorzugen, die man in zwei Jahren immer noch besitzen mo\u0308chte. Und o\u0308fter mal freund\u00adlich mit den Nachbarn reden.<\/p>\n\n<p><em>Die Designforscherin Ursula Tischner studierte Architektur, Kunst und Produkt-\u00adIndustrial Design. Nach ihrem Masterabschluss war sie mehrere Jahre an der Schnittstelle von Design und Umweltfor\u00adschung am Wuppertal Institut f\u00fcr Klima, Umwelt und Energie t\u00e4tig. Seit 1996 betreibt sie in K\u00f6ln eine\u00a0<a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"http:\/\/www.econcept.org\/\" target=\"_blank\">Agen\u00adtur f\u00fcr nachhaltiges Design<\/a>, ber\u00e4t Unternehmen und Regierungen, publiziert regelm\u00e4ssig und unterrichtet an Hochschulen, darunter auch schon an der\u00a0<a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.zhdk.ch\/\" target=\"_blank\">Z\u00fcrcher Hochschule der K\u00fcnste (ZHDK)<\/a>.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00abDie meisten Industrie\u00ad und Produkt\u00addesigner sind Knechte der Industrie\u00bb, sagt Ursula Tischner. 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