{"id":44384,"date":"2015-08-25T07:00:00","date_gmt":"2015-08-25T05:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/?p=44384"},"modified":"2020-05-20T17:01:46","modified_gmt":"2020-05-20T15:01:46","slug":"der-sunny-state-im-ausnahmezustand","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/hintergrund\/44384\/der-sunny-state-im-ausnahmezustand\/","title":{"rendered":"Der \u00abSunny State\u00bb im Ausnahmezustand"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Kalifornien gilt als innovativ und dem Rest der USA stets einen Schritt voraus. Eine seit vier Jahren anhaltende D\u00fcrre tr\u00fcbt dieses Bild. Verarmte Landarbeiter sind auf Wasserspenden angewiesen, Bauern legen ihre \u00c4cker brach und in den St\u00e4dten vertrocknen Parks. Die globale Erw\u00e4rmung setzt dem kalifornischen Traum erstmals nat\u00fcrliche Grenzen.<\/strong><\/p>\n\n<p><span class=\"dropcap\">P<\/span>orterville ist eine kleine Stadt im San Joaquin Valley, rund drei Stunden Autofahrt n\u00f6rdlich von Los Angeles. In der Iglesia Emmanuel im \u00f6stlichen Teil der Stadt haben sich zehn Frauen zusammengefunden, um f\u00fcr Regen zu beten. Pastor Roman Hernandez streckt seine Arme himmelw\u00e4rts und fleht: \u00abGott, stehe uns bei in dieser schweren Stunde. Mach, dass bald wieder Regen f\u00e4llt. Danke f\u00fcr dein Erbarmen.\u00bb Der Pastor wirkt abgek\u00e4mpft. Tiefe Furchen laufen \u00fcber seine Stirn. Am Morgen hat er mit einem australischen Journalisten gesprochen. Dann kam eine Delegation des Bundesstaates und der US-Zentralregierung vorbei, gefolgt von einem Tross Kameraleuten. Ausserdem ist ein Filmteam des franz\u00f6sischen Fernsehens da. \u00abGut, dass ihr hier seid\u00bb, sagt er. \u00abDas hier ist der Ground Zero der kalifornischen D\u00fcrre.\u00bb<\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">12,5 Millionen vertrocknete B\u00e4ume<\/h2>\n\n<p>Kalifornien, mit 38,8 Millionen Einwohnern der gr\u00f6sste und wirtschaftsst\u00e4rkste Bundesstaat der USA, erlebt das vierte Jahr einer historischen D\u00fcrre. Seit den ersten Aufzeichnungen vor 119 Jahren sind die Durchschnittstemperaturen um 1,5\u2009\u00b0C gestiegen, 2014 war das w\u00e4rmste Jahr \u00fcberhaupt. Klimawissenschaftler der University of Minnesota haben es anhand von <a title=\"Studie\" href=\"http:\/\/onlinelibrary.wiley.com\/doi\/10.1002\/2014GL062433\/abstract\">Baumringanalysen<\/a> zum trockensten seit rund 800 nach Christus erkl\u00e4rt. Laut dem <a title=\"US Drought Monitor\" href=\"http:\/\/droughtmonitor.unl.edu\/Home\/StateDroughtMonitor.aspx?CA\">US Drought Monitor<\/a> befinden sich derzeit 93 Prozent Kaliforniens im Zustand einer \u00abernsthaften\u00bb und 47 Prozent gar im Zustand einer \u00abaussergew\u00f6hnlichen\u00bb D\u00fcrre. Wissenschaftler des US Forest Service sch\u00e4tzen, dass seit Beginn der D\u00fcrre rund 12,5 Millionen B\u00e4ume* abgestorben sind. Im vergangenen Jahr musste der Gouverneur erstmals den Ausnahmezustand verh\u00e4ngen.<\/p>\n\n<p>Es war im September 2014, als sich die D\u00fcrre auch bei Pastor Hernandez in die Kirche schlich. \u00abAls ich meine H\u00e4nde wusch, sp\u00fcrte ich pl\u00f6tzlich Sand zwischen den Fingern. Der Wasserdruck war ungew\u00f6hnlich tief und das Wasser stank modrig.\u00bb Ein befreundeter Monteur best\u00e4tigte des Pastors Bef\u00fcrchtung: Das 15 Meter tiefe Bohrloch reichte nicht mehr hinunter bis zum Grundwasserspiegel \u2014 wie ein zu kurzer Strohhalm, der am Glas klebt und nicht mehr in die Limonade hinabreicht. \u00dcberraschend war das f\u00fcr den Pastor nicht: Seit Anfang Jahr hatten ihm immer mehr Menschen anvertraut, dass das Wasser aus ihren Hahnen nur noch tropfe. Anders als im Zentrum und im Westen der Stadt sind die bescheidenen H\u00e4user im Osten nicht ans kommunale Versorgungsnetz angeschlossen. Sie h\u00e4ngen am Grundwasser des Landst\u00fccks, auf dem sie stehen. Nach Angaben des Bezirks Tulare sind von September 2014 bis April dieses Jahres 996 Haushalte trockengelaufen, die meisten im Osten von Porterville. Pater Hernandez ist jedoch \u00fcberzeugt, dass es mehr sind und mittlerweile bis zu 10\u2009000 Menschen betroffen sind: \u00abIch kenne meine Gemeinde. Die illegalen Migranten tauchen in keiner Statistik auf.\u00bb<\/p>\n\n<figure class=\"wp-block-image alignnone  caption-style-blue-overlay caption-alignment-center\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2020\/04\/1553c8af-8cf7a8e11554d183746df767fd2a0f4d.jpg\" alt=\"\"\/><figcaption>Pastor Roman Hernandez betet mit seiner Gemeinde in Porterville f\u00fcr ein Ende der vierj\u00e4hrigen D\u00fcrre. \u00a9 Samuel Schl\u00e4fli<\/figcaption><\/figure>\n\n<p>Inzwischen ist der Kirchenvorplatz zur Anlaufstelle f\u00fcr D\u00fcrreopfer aus Porterville geworden. Das B\u00fcro f\u00fcr Notfalldienste von Tulare hat dort 16 \u00f6ffentliche Duschen eingerichtet. Gleichzeitig begann der Pastor, Trinkwasser zu organisieren. In einem roten Frachtcontainer neben den Duschen lagern verschweisste Pakete mit Halbliterflaschen, die Hilfsorganisationen und Unternehmen gespendet haben. Jeden Abend kommen Familien mit dem Auto, um zu duschen und Trinkwasser zu holen.<\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Wasserkrise im Ghetto<\/h2>\n\n<p>Lai Phengthavy ist eine der Frauen, die jeden Abend zur Iglesia Emmanuel fahren \u2014 mitsamt ihren f\u00fcnf Kindern. Viele der eingeschossigen Holzh\u00e4user in ihrer Siedlung, in denen vor allem mexikanische Landarbeiter leben, sind in erb\u00e4rmlichen Zustand; die weisse Farbe bl\u00e4ttert ab, die Scheiben sind teils eingeschlagen, Abfall liegt herum. Lai Phengthavy wirkt ersch\u00f6pft und sieht mit ihren 33 Jahren aus, als h\u00e4tte sie bereits mehr Leid erfahren als andere in ihrem ganzen Leben. Sie kam mit 5 aus Laos in die USA und lebt seit 14 Jahren in Porterville. Ihr Haus ist nicht gr\u00f6sser als eine bescheidene Dreizimmerwohnung, sie hat weder Arbeit noch einen Mann und lebt vom Sozialgeld f\u00fcr ihre Kinder.<\/p>\n\n<figure class=\"wp-block-image alignnone  caption-style-blue-overlay caption-alignment-center\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2020\/04\/088b94d3-92a8334b05a72cc5156570c8be103883.jpg\" alt=\"\"\/><figcaption>Lai Phengthavys Grundwasserleitung lief im Februar trocken. Seither ist sie auf Wassertanks und -flaschen angewiesen. \u00a9 Samuel Sch\u00e4fli<\/figcaption><\/figure>\n\n<p>Die Grundwasserleitung von Lai Phengthavy lief im Februar trocken. Seither steht auch auf ihrer Veranda ein Plastiktank, der 300 Gallonen (1136 Liter) fasst und einmal pro Woche von der Gemeinde gef\u00fcllt wird. Das muss zum Kochen, Geschirrsp\u00fclen und f\u00fcr die Toilette reichen. Die Waschmaschine hat Lai aus dem Wohnzimmer hinters Haus geschafft, denn ohne fliessendes Wasser ist sie sinnlos. Nun bringt sie die Kleider in die W\u00e4scherei oder weist die Kinder an, kleine Sachen von Hand zu waschen. Das Abwaschwasser in der K\u00fcche sammelt sie in einem grossen Becken, um damit die B\u00e4ume im Garten zu giessen, die der D\u00fcrre trotzten. In Kalifornien betr\u00e4gt der durchschnittliche Wasserverbrauch pro Person und Tag 470 Liter (in der Schweiz rund 350 Liter), in einigen Gebieten bel\u00e4uft er sich auf gar bis zu 2200 Liter. K\u00f6nnte Lai mit ihrer Familie nicht vor der Kirche duschen, w\u00fcrde das Wasser niemals reichen. Eine M\u00f6glichkeit w\u00e4re, das Bohrloch zu vertiefen, doch das w\u00fcrde mehrere tausend Dollar kosten. \u00abManchmal m\u00f6chte ich das Haus einfach verkaufen und wegziehen\u00bb, klagt die junge Frau.<\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Aufregung im Brotkorb der USA<\/h2>\n\n<p><a title=\"Porterville\" href=\"https:\/\/www.google.ch\/maps\/place\/Porterville,+CA+93257,+USA\/@36.0676544,-119.0220104,12z\/data=!4m2!3m1!1s0x80eaa77e1b5909cf:0x984106278a2b1a06\">Porterville<\/a> liegt im San Joaquin Valley, einem Tal, das sich kurz nach Los Angeles etwa 500 Kilometer bis auf die H\u00f6he des Deltas hinter San Francisco hinaufzieht. Im Sommer wird es bis zu 40\u2009\u00b0C heiss, die Winter sind mild und die Sonne scheint fast ununterbrochen. Kein Wunder, kamen Pioniere Ende des 19. Jahrhunderts auf die Idee, hier Landwirtschaft zu betreiben. Heute werden Orangen, Pfirsiche, Mandarinen, Kiwis, Tomaten, Heu, Baumwolle, Mandeln und Pistazien gepflanzt. Es gilt als produktivste Landwirtschaftszone der USA. Nicht umsonst wird Kalifornien als \u00abBreadbasket\u00bb des Landes bezeichnet. Die H\u00e4lfte des in den USA gewonnenen Gem\u00fcses und der Fr\u00fcchte kommt aus Kalifornien, darunter 92 Prozent der Erdbeeren, 90 Prozent der Tomaten und 91 Prozent der Trauben.<\/p>\n\n<p>Dank Tausenden von Grundwasserbohrungen und einer Armada von Staud\u00e4mmen und Aqu\u00e4dukten ist aus dem Tal ein Garten Eden geworden. Manche sprechen vom weltweit gr\u00f6ssten Geoengineering-Projekt. Allein f\u00fcr die beiden gr\u00f6ssten Aqu\u00e4dukte im San Joaquin Valley, das California State Water Project und das Central Valley Project, wurden seit den 30er Jahren \u00fcber 40 Staud\u00e4mme hochgezogen und mehr als 2000 Kilometer Kan\u00e4le, Pipelines und Tunnels gebaut. 1400 D\u00e4mme sind heute \u00fcber ganz Kalifornien verteilt. Die hydrologische Karte des Bundesstaates wurde mit den Bauten neu gezeichnet, Wasserangebot und Landwirtschaft wurden immer wieder ausgebaut. Heute fliessen<\/p>\n\n<p>80 Prozent des vom Menschen genutzten Wassers zur Bew\u00e4sserung von Nutzpflanzen in die Landwirtschaft. Doch seit der D\u00fcrre sind die meisten Aqu\u00e4dukte leer.<\/p>\n\n<figure class=\"wp-block-image alignnone  caption-style-blue-overlay caption-alignment-center\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2020\/04\/b6299476-a17178ad09d29e5278e2bcdd4eedebd3.jpg\" alt=\"\"\/><figcaption>\u00dcber 1600 Quadratkilometer liegen durch die D\u00fcrre im Central Valley brach. Vertrocknete Orangenb\u00e4ume bei Exeter \u00a9 Samuel Schl\u00e4fli<\/figcaption><\/figure>\n\n<p>Bei Exeter, wenige Kilometer von Porterville entfernt, wird mir schlagartig bewusst, was das f\u00fcr die Bauern bedeutet. Mehrere hundert Orangenb\u00e4ume liegen entwurzelt und vertrocknet in einem staubigen Acker. Es ist ein Bild der Verw\u00fcstung, des schleichenden Todes. Das vertrocknete Orangenfeld ist kein Einzelfall. Mehr als 1600 Quadratkilometer liegen im Central Valley derzeit brach, rund f\u00fcnf Prozent des gesamthaft bewirtschafteten Landes. Laut einer <a href=\"https:\/\/watershed.ucdavis.edu\/files\/biblio\/Calif_Agriculture_Drought_Update.pdf\">Studie<\/a> der University of California fehlen der Landwirtschaft wegen der D\u00fcrre derzeit acht Milliarden Kubikmeter Oberfl\u00e4chenwasser. Das wird der Industrie voraussichtlich 2,2\u2009Milliarden Dollar an Umsatzverlusten und Mehrkosten aufb\u00fcrden. 17\u200a000 Jobs seien gef\u00e4hrdet, so die Autoren, die meisten davon im San Joaquin Valley.<\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Ausgetrocknete Stauseen<\/h2>\n\n<p>Wenige Kilometer \u00f6stlich von Porterville liegt der <a title=\"Lake Success\" href=\"https:\/\/www.google.ch\/maps\/place\/Lake+Success,+California,+USA\/@36.0828521,-118.9126585,14z\/data=!3m1!4b1!4m2!3m1!1s0x80eaba537a537a63:0xbc3f34248efec4b1\">Lake Success<\/a>. Als ich mit dem Auto beim Stausee ankomme, befestigen Jacob Dunlap und Dennis Bailey auf einer Landzunge gerade einen neuen Bootssteg. Beide sind in der Umgebung aufgewachsen. Ich frage Dunlap, wie hoch der Wasserstand im Vergleich zu den Vorjahren sei. \u00abSiehst du die Linie dort?\u00bb Er zeigt auf einen hellen Strich im vertrockneten Gras des Ufers, etwa 20 Meter oberhalb des Wasserspiegels. \u00abDas war der normale Stand bis vor drei Jahren.\u00bb Und er f\u00e4hrt aufgeregt fort: \u00abDer hohe Felsen dort, der nun etwa 50 Meter vom Seeufer im Trockenen steht, war einst von Wasser umsp\u00fclt. Und die B\u00e4ume davor standen direkt am Ufer! So was haben wir noch nie erlebt.\u00bb Manche D\u00e4mme halten noch knapp 10 Prozent ihrer urspr\u00fcnglichen Wassermenge. Ende letztes Jahr standen die Pegel der Flussl\u00e4ufe, f\u00fcr die Langzeitdaten vorhanden sind, bei durchschnittlich 25 Prozent der Normalwerte.<\/p>\n\n<figure class=\"wp-block-image alignnone  caption-style-blue-overlay caption-alignment-center\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2020\/04\/a59d69a3-90c02c04c405df1b3b0bad03fe76e4b1.jpg\" alt=\"\"\/><figcaption>Der Lake Success ist in seinem Wasserpegel in den letzten drei Jahren um 20 Meter gesunken. \u00a9 Samuel Schl\u00e4fli<\/figcaption><\/figure>\n\n<p>Dunlap zeigt auf die 4000 Meter hohen Gipfel der Sierra Nevada. \u00ab\u00dcblicherweise sind sie in dieser Jahreszeit alle weiss.\u00bb Jetzt sind sie braun. Der fehlende Schnee hat Konsequenzen f\u00fcr ganz Kalifornien. Das Schmelzwasser der <a title=\"Sierra Nevada\" href=\"https:\/\/www.google.ch\/maps\/place\/Sierra+Nevada,+California,+USA\/@37.7365649,-119.5832906,13z\/data=!4m2!3m1!1s0x8096f24606890311:0x7cccce25d9b24851\">Sierra Nevada<\/a> f\u00fcllte jeweils die Wasserreservoirs, mit denen im Sommer die Felder des <a title=\"Central Valley\" href=\"https:\/\/fresgrounified.files.wordpress.com\/2015\/05\/centralvalley.jpg\">Central Valley<\/a> bew\u00e4ssert und die St\u00e4dte mit Gebrauchswasser versorgt wurden. Bei Messungen im April \u2014 dann erreicht die Schneedecke erfahrungsgem\u00e4ss ihren H\u00f6chststand \u2014 betrug sie dieses Jahr gerade noch f\u00fcnf Prozent des historischen Durchschnitts. Es war der Tag, an dem der demokratische Gouverneur Kaliforniens, Jerry Brown, auf einem schneefreien Flecken Gras auf \u00fcber 2000 Meter H\u00f6he mit amerikanischem Pathos verk\u00fcndete, dass fortan s\u00e4mtliche St\u00e4dte 25 Prozent Wasser einsparen m\u00fcssten \u2014 obligatorisch, unter Androhung von Bussen. Das war ein Novum in der Geschichte Kaliforniens.<\/p>\n\n<p>Der Gouverneur hat allen Grund, um die Zukunft des Staates zu f\u00fcrchten. Die Wahrscheinlichkeit, dass hohe Temperaturen mit geringen Niederschl\u00e4gen zusammenfallen, hat in den vergangenen 20 Jahren stark zugenommen. Das zeigen <a title=\"Studie\" href=\"http:\/\/www.pnas.org\/content\/112\/13\/3931.abstract%20\">Modellrechnungen<\/a> des Klimawissenschaftlers Noah Diffenbaugh von der Stanford University. In einer Studie prophezeien Wissenschaftler der <a title=\"Artikel zum Thema\" href=\"http:\/\/www.universityofcalifornia.edu\/news\/how-climate-change-making-california%E2%80%99s-epic-drought-worse\">University of California<\/a>, dass \u2014 bedingt durch den Klimawandel \u2014 die D\u00fcrrephasen zunehmen und l\u00e4nger dauern werden \u2014 gem\u00e4ss ihren Simulationen bis zu 12 Jahre lang.<\/p>\n\n<p>Mittlerweile werden in den Restaurants von Los Angeles und San Francisco nur noch Gl\u00e4ser mit Eiswasser an den Tisch gebracht, wenn die G\u00e4ste explizit danach fragen. Das sonst omnipr\u00e4sente Zischen der Wassersprinkler ist zumindest tags\u00fcber vielerorts verstummt. Der Rasen in \u00f6ffentlichen Parks und entlang der Strassen verf\u00e4rbt sich langsam braun. Los Angeles bezahlt den Einwohnern neuerdings eine Pr\u00e4mie, wenn sie im Garten statt Rasen dem Klima angepasste Sukkulenten pflanzen. Trotzdem wird immer noch Golf auf sattgr\u00fcnen Fairways gespielt, Aquaparks \u00f6ffnen auch diesen Sommer wieder ihre Tore und die Wohnquartiere in Beverly Hills sehen nach wie vor aus wie kleine Oasen.<\/p>\n\n<figure class=\"wp-block-image alignnone  caption-style-blue-overlay caption-alignment-center\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2020\/04\/6816ebda-2a99aab59d09ec4541836a04619a61e0.jpg\" alt=\"\"\/><figcaption>Selbst w\u00e4hrend der D\u00fcrrezeit &#8211; der Golfrasen ist immergr\u00fcn. \u00a9 Samuel Schl\u00e4fli<\/figcaption><\/figure>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Zust\u00e4nde wie in Entwicklungsl\u00e4ndern<\/h2>\n\n<p>Conner Everts hat 38 Jahre Erfahrung, wenn es um Wasser in Kalifornien geht. Er hat f\u00fcr Wasseringenieurb\u00fcros gearbeitet, f\u00fcr NGOs und Regulierungsbeh\u00f6rden. Heute ist er Berater beim Environmental Water Caucus, einer Dachorganisation mit \u00fcber 30 angeschlossenen Umweltverb\u00e4nden. Everts ist einer der heftigsten Kritiker der Wasserpolitik Kaliforniens. \u00abWir haben hier teils Zust\u00e4nde, wie man sie sonst nur in Entwicklungsl\u00e4ndern antrifft\u00bb, hat er mir in seinem B\u00fcro in Santa Monica gesagt. Um die Ursachen und die Folgen der Wasserkrise besser zu verstehen, soll ich in den Nordwesten des San Joaquin Valley fahren, wo sich eine weltweit einzigartige Mandelmonokultur etabliert hat.<\/p>\n\n<p>Tats\u00e4chlich hat sich in Kalifornien die Anbaufl\u00e4che von Mandeln in nur 20 Jahren auf fast 4000 Quadratkilometer verdoppelt. Inzwischen kommen 80 Prozent der weltweit gehandelten Mandeln aus dem \u00abSunny State\u00bb. Um die B\u00e4ume, die allesamt zur gleichen Zeit bl\u00fchen, noch best\u00e4uben zu k\u00f6nnen, werden j\u00e4hrlich \u00fcber eine Million Bienen ins San Joaquin Valley gekarrt. Ich habe mich bei Stewart &amp; Jasper Orchards in Newman zu einem Besuch angemeldet. \u00abBig Ag\u00bb (f\u00fcr \u00abBig Agriculture\u00bb) nennt Conner Everts solche landwirtschaftlichen Industrieunternehmen. Die Firma produziert auf 800 Hektaren j\u00e4hrlich 800\u200a000 Tonnen Mandeln, die in der eigenen Fabrik gesch\u00e4lt und verpackt werden. Der Grossteil der Ernte wird nach Japan und S\u00fcdkorea verschifft. Seit Asien die Mandel als magischen Gesundmacher entdeckt hat, sind die Exporte stetig gestiegen. Derzeit liegt der Preis mit rund acht Dollar pro Kilo im Grosshandel auf einem Allzeithoch. Mit solchen \u00abHigh Value Crops\u00bb lassen sich fantastische Gewinne erzielen.<\/p>\n\n<figure class=\"wp-block-image alignnone  caption-style-blue-overlay caption-alignment-center\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2020\/04\/a5dd2430-fb7c684cba331ff2737569ed9934fa08.jpg\" alt=\"\"\/><figcaption>80 Prozent der weltweit gehandelten Mandeln stammen aus Kalifornien. Sie verbrauchen doppelt so viel Wasser wie die meisten Gem\u00fcsesorten. \u00a9 Samuel Schl\u00e4fli<\/figcaption><\/figure>\n\n<p>Der Firmensitz liegt etwas ausserhalb von Newman mitten in den Mandelplantagen. General Manager Ray Henriques l\u00e4dt mich zu einer Spritztour in einem beigen Pick-up-Truck ein, einem Ford Super Duty, dessen K\u00fchlerhaube mir bis zur Brust reicht. Kurz hinter den grossen Sch\u00e4l- und Aussortieranlagen und den Lagerhallen tauchen wir ein ins Meer der Mandelb\u00e4ume. Sie stehen in endlos langen Reihen, so dass die Zwischenr\u00e4ume mit Maschinen gut befahrbar sind. Die Plantagen sind menschenleer. Bew\u00e4ssert werden sie vollautomatisch, geerntet wird maschinell. Das Unternehmen besch\u00e4ftigt nur gerade 25 Feldarbeiter.<\/p>\n\n<p>High Value Crops wie Mandeln oder Pistazien sind in die Kritik geraten. Mittlerweile weiss jeder Kalifornier, dass f\u00fcr die Mandelproduktion rund doppelt so viel Wasser verbraucht wird wie f\u00fcr das meiste Gem\u00fcse oder Getreide. Dass die Mandelproduzenten in einem Trockengebiet wie dem San Joaquin Valley so viel Wasser monopolisieren, st\u00f6sst vielen sauer auf \u2014 insbesondere in den St\u00e4dten. Conner Everts kritisiert den industriellen Mandelanbau seit Jahren: \u00abMandeln konnten im San Joaquin Valley nur gewinnbringend produziert werden, weil das Wasser viel zu billig war und noch immer ist.\u00bb Bis vor zwei Jahren kostete ein \u00abAcre Foot\u00bb, rund 1,2 Millionen Liter Wasser, 70 Dollar. Erst infolge der D\u00fcrre ist der Preis nun mancherorts auf \u00fcber 2000 Dollar gestiegen. Der zu tiefe Wasserpreis hat auch dazu gef\u00fchrt, dass kalifornisches Wasser heute in Form von Mandeln billig nach Asien exportiert wird \u2014 \u00abauf Kosten der Steuerzahler\u00bb, wie Everts betont. \u00abDie subventionieren n\u00e4mlich die Staud\u00e4mme und Aqu\u00e4dukte, von denen die Industrie profitiert.\u00bb<\/p>\n\n<p>Henriques klagt, dass die D\u00fcrre auch seinem Unternehmen arg zugesetzt habe. Auf 162 Hektaren mussten die B\u00e4ume ausgerissen werden. Das entspricht einem F\u00fcnftel des Ertrags, also einer Gewinneinbusse von etwa vier Millionen Dollar, wie der Manager im Kopf \u00fcberschl\u00e4gt. Vier Leute habe er entlassen m\u00fcssen. Ob er die Kritik am hohen Wasserverbrauch der Agrarindustrie und der Mandelfarmer nicht gerechtfertigt finde, will ich wissen. \u00abSchau\u00bb, antwortet er, \u00abFarmer sind Gesch\u00e4ftsleute und produzieren, was immer profitabel ist. Vor 40 Jahren war es Baumwolle, heute sind es Mandeln. W\u00fcrden sich Kaktusse gut verkaufen, w\u00fcrden wir Kaktusse pflanzen. Wir leben im Kapitalismus, so l\u00e4uft das nun mal!\u00bb Auf \u00f6kologische Bedenken angesprochen, zum Beispiel auf die M\u00f6glichkeit, dass der Boden einmal ausgelaugt und die Wasserreserven aufgebraucht sein k\u00f6nnten, geht er nicht ein.<\/p>\n\n<figure class=\"wp-block-image alignnone  caption-style-blue-overlay caption-alignment-center\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2020\/04\/103aa28f-4598341c7def40c440cf126765b9e78a.jpg\" alt=\"\"\/><figcaption>Orangenplantagen in der N\u00e4he von Porterville: In dieser trockenen Gegend k\u00f6nnen nur mit Bew\u00e4sserungsanlagen Fr\u00fcchte wachsen. \u00a9 Samuel Schl\u00e4fli<\/figcaption><\/figure>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Der Fisch ist schuld<\/h2>\n\n<p>Schuld an der Wasserkrise sind laut Henriques weder die Industrie noch die Landwirtschaft. Schuld seien vielmehr die F\u00fcrsprecher eines f\u00fcnf Zentimeter langen, beinahe durchsichtigen Fisches namens Delta Smelt. Tats\u00e4chlich war er der Grund, weshalb die Beh\u00f6rden die Wasserzuleitungen aus dem <a href=\"https:\/\/www.google.ch\/maps\/place\/Sacramento-San+Joaquin+Delta,+California+94571,+USA\/@38.0679743,-121.8427354,15z\/data=!3m1!4b1!4m2!3m1!1s0x80855af0dd532499:0x3a18e27cf7e1494c\">Sacramento-San Joaquin River Delta<\/a> \u00fcber die beiden grossen Aqu\u00e4dukte, von denen die meisten Bauern im Tal abh\u00e4ngig sind, drastisch gedrosselt oder sogar eingestellt haben. H\u00e4tten die Umweltsch\u00fctzer nicht den Ehrgeiz, diesen Fisch vor dem Aussterben zu bewahren, w\u00fcrde auch heute noch gen\u00fcgend Wasser ins Tal fliessen, sagt Henriques.<\/p>\n\n<p>Der Delta Smelt ist zum neuen Symbol eines alten Kampfs zwischen Bauern und der Agrarindustrie auf der einen und Umweltsch\u00fctzern auf der anderen Seite geworden. \u00abBig Ag\u00bb hat eine Kampagne gegen den Endangered Species Act er\u00f6ffnet, auf den sich die Umweltsch\u00fctzer berufen, um den Delta Smelt zu sch\u00fctzen. Entlang der Interstate 5 stehen Schilder, welche die \u00abCongress Made Water Crisis\u00bb beklagen, sowie Karikaturen von Abgeordneten der Demokratischen Partei, die sich f\u00fcr den Act eingesetzt haben. Fakt ist: Der Delta Smelt war einst die am meisten verbreitete Fischart im 2800 Quadratkilometer grossen Delta. Wegen seiner nur einj\u00e4hrigen Lebensdauer und einer relativ geringen Reproduktionsrate gilt er als Indikator f\u00fcr die Gesundheit des \u00d6kosystems. Bei den letzten Ausz\u00e4hlungen im April konnten die Biologen nur noch einen einzigen Delta Smelt fangen, fr\u00fcher waren es jeweils rund hundert gewesen. Der reduzierte Zufluss von Frischwasser, die zunehmende Verunreinigung durch Pestizide und D\u00fcnger sowie h\u00f6here Wassertemperaturen haben dem Fisch zugesetzt.<\/p>\n\n<figure class=\"wp-block-image alignnone  caption-style-blue-overlay caption-alignment-center\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2020\/04\/76a762c9-26efccbd9a66e20ea6d7031c4a5870f9.jpg\" alt=\"\"\/><figcaption>Politik in Zeiten der D\u00fcrre: Verantwortlich f\u00fcr die Wasserkrise sollen demokratische Politiker sein. \u00a9 Samuel Schl\u00e4fli<\/figcaption><\/figure>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Hochkonjunktur f\u00fcr Driller<\/h2>\n\n<p>Um die ausbleibende Wasserzufuhr durch die beiden grossen Aqu\u00e4dukte auszugleichen, sind viele Bauern und Agrarunternehmen auf Grundwasser umgestiegen. Henriques liess f\u00fcr Stewart &amp; Jasper Orchards vier neue L\u00f6cher bohren. Die \u00abDriller\u00bb frohlocken, dass ihre Auftragsb\u00fccher \u00fcber die n\u00e4chsten zw\u00f6lf Monate hinaus gef\u00fcllt seien. Und sie berichten von Anrufen vieler aufgebrachter Bauern, deren Grundwasserleitungen trockenlaufen und die in einer zus\u00e4tzlichen, tieferen Bohrung die einzige M\u00f6glichkeit sehen, ihre Ernte zu retten.<\/p>\n\n<p>In <a href=\"https:\/\/www.google.ch\/maps\/place\/Tulare,+CA+93274,+USA\/@36.1855719,-119.3443245,12z\/data=!3m1!4b1!4m2!3m1!1s0x80952b42bdf2c4b7:0xd14145dcca9de44f\">Tulare<\/a>, dem Bezirk mit der h\u00f6chsten Landwirtschaftsproduktion im Central Valley, wurden bis April 660 neue Grundwasserbohrungen gemeldet. Letztes Jahr waren es in der gleichen Periode 383 gewesen, vor f\u00fcnf Jahren noch 60. \u00abEs ist wie im Wilden Westen\u00bb, hat mir Everts erkl\u00e4rt: \u00abKalifornien ist der einzige US-Bundesstaat ohne Grundwasser-regulierung. Jeder kann so viele L\u00f6cher bohren und so viel Wasser pumpen, wie er will.\u00bb Werden in normalen Jahren rund 30 Prozent des Wasserverbrauchs im Central Valley \u00fcber das Grundwasser gedeckt, d\u00fcrften es dieses Jahr etwa <a title=\"Artikel zum Thema\" href=\"http:\/\/www.jpl.nasa.gov\/news\/news.php?release=2014-242\">75 Prozent<\/a> sein, wie Jay Famiglietti, ein Hydrologe der University of California ausgerechnet hat. Noch nie war der Verlust in den Grundwasser f\u00fchrenden Gesteinsschichten so hoch. Seit 2011 hat Kalifornien 30 Billionen Liter Wasser seiner Gesamtreserven verloren, zwei Drittel davon beim Grundwasser.<\/p>\n\n<p>Verheerend ist nicht nur die starke Zunahme der Bohrl\u00f6cher, sondern auch, dass sie immer tiefer werden: Reichten fr\u00fcher 30 bis 60 Meter, um an Grundwasser heranzukommen, sind mittlerweile 300 bis 600 Meter n\u00f6tig. Oft wird \u00fcber tiefe Bohrungen auch das Wasser der Nachbarn abgesaugt. Abgesehen vom sozialen Sprengstoff, den der Run auf Grundwasserquellen birgt, warnen Hydrologen auch vor einer \u00f6kologischen Zeitbombe: Die wasserf\u00fchrenden Gesteinsschichten k\u00f6nnten sich wegen der \u00fcberm\u00e4ssigen Wasserentnahme selbst bei l\u00e4nger anhaltendem Regen nicht mehr erholen. Dann k\u00f6nnte sich die Erde \u2014 wie in der Vergangenheit bereits beobachtet \u2014 weiter absenken, wodurch Grundwasserspeicher f\u00fcr immer verlorengehen w\u00fcrden.<\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Ein Geschenk Gottes<\/h2>\n\n<p>An einem meiner letzten Tage im Tal besuche ich noch einmal Pastor Hernandez in Porterville. Er wirkt erleichtert und sagt: \u00abEin Geschenk Gottes hat uns erreicht.\u00bb Auf neun Paletten sind \u00fcber 1800 Halbliter-Wasserflaschen mit der Aufschrift \u00abNestl\u00e9 Pure Life\u00bb gestapelt. Es ist Grundwasser aus <a href=\"https:\/\/www.google.ch\/maps\/place\/Sacramento,+CA,+USA\/@38.5615405,-121.4429125,11z\/data=!3m1!4b1!4m2!3m1!1s0x809ac672b28397f9:0x921f6aaa74197fdb\">Sacramento<\/a>, welches das Unternehmen normalerweise teuer verkauft. \u00abUmverteilung von Wasserreichtum\u00bb nennt Conner Everts das sarkastisch. Pastor Hernandez ist es egal, woher das Wasser kommt. Hauptsache, er muss seine Gemeindemitglieder nicht mit leeren H\u00e4nden gehen lassen.<\/p>\n\n<figure class=\"wp-block-image alignnone  caption-style-blue-overlay caption-alignment-center\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2020\/04\/f4aff2b3-775c3dd3d06b61c6f1b6efe890facd3b.jpg\" alt=\"\"\/><figcaption>\u00abUmverteilter Wasserreichtum\u00bb: Wasserflaschen von Nestl\u00e9 werden vor der Iglesia Emmanuel eingelagert f\u00fcr die sp\u00e4tere Vergabe an Bed\u00fcrftige. \u00a9 Samuel Schl\u00e4fli<\/figcaption><\/figure>\n\n<p>Die Angst jedoch bleibt. Bald kommt der Sommer mit seinen hohen Temperaturen. \u00abWahrscheinlich werden wir dann Dinge sehen, die wir hier noch nie erlebt haben\u00bb, sagt Hernandez. Eine mexikanische Frau habe k\u00fcrzlich zu ihm gesagt: \u00abPastor, ich bin ohne Mutter in einem kleinen Dorf in Mexiko aufgewachsen. Wir hatten kein Geld und ich hatte bis zu meinem zehnten Lebensjahr keine eigenen Schuhe. Aber wir hatten zumindest Wasser.\u00bb Das war vor einigen Wochen. Seither habe er die Frau nicht mehr gesehen. Der Pastor vermutet, dass sie nach Mexiko zur\u00fcckgekehrt ist \u2014 als erster Klimafl\u00fcchtling aus Kalifornien.<\/p>\n\n<p>Video zum Thema:<\/p>\n\n<figure class=\"wp-block-embed-youtube wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<lite-youtube style=\"background-image: url('https:\/\/i.ytimg.com\/vi\/vSPdSLz814E\/hqdefault.jpg');\" videoid=\"vSPdSLz814E\" params=\"rel=0&#038;enablejsapi=1&#038;origin=https%3A%2F%2Fwww.greenpeace.ch&#038;cc_load_policy=1\"><\/lite-youtube>\n<\/div><\/figure>\n\n<p><em>Die in diesem Artikel recherchierten Zahlen und Fakten stammen aus dem Mai 2015. Mittlerweile hat der Sommer in Kalifornien die Lage weiter versch\u00e4rft.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kalifornien gilt als innovativ und dem Rest der USA stets einen Schritt voraus. Eine seit vier Jahren anhaltende D\u00fcrre tr\u00fcbt dieses Bild. Verarmte Landarbeiter sind auf Wasserspenden angewiesen, Bauern legen ihre \u00c4cker brach und in den St\u00e4dten vertrocknen Parks. Die globale Erw\u00e4rmung setzt dem kalifornischen Traum erstmals nat\u00fcrliche Grenzen.<\/p>\n","protected":false},"author":49,"featured_media":44394,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_planet4_optimize_post_is_variant":false,"_planet4_optimize_experiment_name":"","_planet4_optimize_variant_name":"","ep_exclude_from_search":false,"p4_og_title":"","p4_og_description":"","p4_og_image":"","p4_og_image_id":"","p4_seo_canonical_url":"","p4_campaign_name":"not set","p4_local_project":"not set","p4_basket_name":"not set","p4_department":"","footnotes":""},"categories":[47],"tags":[50],"p4-page-type":[194],"gpch-article-type":[],"class_list":["post-44384","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-greenpeace","tag-klima","p4-page-type-hintergrund"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/44384","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/49"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=44384"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/44384\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/44394"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=44384"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=44384"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=44384"},{"taxonomy":"p4-page-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/p4-page-type?post=44384"},{"taxonomy":"gpch-article-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/gpch-article-type?post=44384"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}