{"id":44408,"date":"2015-11-27T07:00:00","date_gmt":"2015-11-27T05:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/?p=44408"},"modified":"2020-05-21T10:33:01","modified_gmt":"2020-05-21T08:33:01","slug":"die-schweiz-steht-in-der-klima-pflicht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/hintergrund\/44408\/die-schweiz-steht-in-der-klima-pflicht\/","title":{"rendered":"Die Schweiz steht in der Klima-Pflicht"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>D\u00fcrren, Orkane, Taifune und Wirbelst\u00fcrme, das sind katastrophale Auswirkungen des Klimawandels. Auch die Schweiz ist davon betroffen, doch sie steht auch in der Pflicht: Reiche Industriel\u00e4nder haben ihren Wohlstand zu einem grossen Teil der \u00fcberm\u00e4ssigen Nutzung der Atmosph\u00e4re zu verdanken. Nun wird es Zeit zu zeigen, dass ein Leben ohne fossile Energien m\u00f6glich ist.<\/strong><\/p>\n\n<p><span class=\"dropcap\">U<\/span>m die Welt und damit auch die Schweiz vor katastrophalen Klimafolgen zu sch\u00fctzen, m\u00fcssen wir innert weniger Jahrzehnte aus der Nutzung fossiler Energien aussteigen. Bis zu einer Substitution durch erneuerbare Energien m\u00fcssen wir clever und \u00e4usserst sparsam mit Erd\u00f6l, Gas, Benzin, Diesel und Kerosin umgehen. Nur so kann der Ausstoss von Treibhausgasen \u2014 allen voran von CO<sub>2<\/sub> \u2014 massiv reduziert werden.<\/p>\n\n<p>Das erkl\u00e4rte Ziel der Staatengemeinschaft ist die Begrenzung der Klimaerw\u00e4rmung auf maximal 2\u2009\u00b0C gegen\u00fcber den vorindustriellen Werten um 1850. Auch die Schweiz hat sich diesen 2 Grad als Maximum zum Ziel gesetzt. Bei einer st\u00e4rkeren Erw\u00e4rmung w\u00e4re mit schlimmen Konsequenzen f\u00fcr Lebewesen und \u00d6kosysteme zu rechnen, daran l\u00e4sst die Wissenschaft keinen Zweifel. Der Meeresspiegel w\u00fcrde um bis zu 1,5 Meter steigen, St\u00e4dte wie New York und Bangkok w\u00fcrden \u00fcberschwemmt, Italien, Spanien und Griechenland zu W\u00fcsten und Europa w\u00fcrde jeden Sommer von einer Hitzewelle heimgesucht, aber auch von heftigen Regenst\u00fcrmen.<\/p>\n\n<p>Schon heute lassen sich \u2014 mit einem global gemittelten Temperaturanstieg von 0,85\u2009\u00b0C \u2014 katastrophale Auswirkungen \u00fcberall auf der Welt feststellen: noch nie da gewesene Wetterereignisse wie die D\u00fcrren in Indien, \u00c4thiopien und der Sahelzone, Orkane, Taifune und Wirbelst\u00fcrme, die weite Gebiete zerst\u00f6ren und Tausenden Menschen das Leben kosten.<\/p>\n\n<p>Auch die Schweiz ist betroffen. Weil die Sommer w\u00e4hrend der letzten 50 Jahre rund 2,5\u2009\u00b0C und die Winter rund 1,5\u2009\u00b0C w\u00e4rmer geworden sind, schmelzen die Gletscher, die Schneefallgrenze steigt und gef\u00e4hrlich starke Niederschl\u00e4ge nehmen zu. Schweizer Klimaforscher errechneten, dass wir in diesem Jahrhundert jedes zweite Jahr mit einer Hitzewelle der Dimension von 2003 rechnen m\u00fcssen, falls die Klimaerw\u00e4rmung nicht einged\u00e4mmt wird. Jener Extremsommer gilt als eine der schlimmsten Hitzeperioden in der Geschichte Europas und kosteterund 70\u2009000 Menschenleben mehr als ein gew\u00f6hnlicher Sommer.<\/p>\n\n<p>Die gute Nachricht lautet: Wir haben die M\u00f6glichkeit und das n\u00f6tige Know-how, um uns vollst\u00e4ndig mit erneuerbarer Energie zu versorgen. Die <a href=\"http:\/\/www.greenpeace.org\/switzerland\/de\/News_Stories\/Newsblog\/energy-revolution-report\/blog\/42737\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Greenpeace-Studie \u00abEnergy[R]-evolution\u00bb<\/a> zeigt, wie das gehen kann, desgleichen das k\u00fcrzlich erschienene Buch <a href=\"http:\/\/www.zytglogge.ch\/index.php?id=45&amp;tx_gishop_pi1%5Bpuid%5D=931\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">\u00abKraftwerk Schweiz \u2014 Pl\u00e4doyer f\u00fcr eine Energiewende mit Zukunft\u00bb<\/a> von ETH-Professor Anton Gunzinger. Eins ist klar: Weitere f\u00fcnf Jahre Klimapolitik ohne Reduktion der Emissionen k\u00f6nnen wir uns nicht leisten. Schaffen wir es hingegen, den weltweiten CO<sub>2<\/sub>-Ausstoss noch vor 2020 abzusenken und anschliessend kontinuierlich herunterzufahren, w\u00e4re eine Stabilisierung der Klimaerw\u00e4rmung noch m\u00f6glich.<\/p>\n\n<p>Reiche Industriel\u00e4nder wie die Schweiz stehen besonders in der Pflicht, denn sie haben ihren Wohlstand zu einem grossen Teil der \u00fcberm\u00e4ssigen Nutzung der Atmosph\u00e4re zu verdanken \u2014 wir haben immer schon mehr beansprucht, als uns fairerweise zugestanden w\u00e4re. Industriestaaten haben aber auch die Mittel, ihren CO<sub>2<\/sub>-Ausstoss dank moderner Technologien innert K\u00fcrze zu reduzieren und zu zeigen, dass ein Leben ohne fossile Energien m\u00f6glich ist. Sie m\u00fcssten ihr Know-how allerdings auch den Drittweltl\u00e4ndern zur Verf\u00fcgung stellen, die ihre wirtschaftliche Entwicklung aus Klimaschutzgr\u00fcnden nicht mehr auf billigen fossilen Ressourcen gr\u00fcnden k\u00f6nnen. An der Klimakonferenz in Paris wird es Ende 2015 darumgehen, einen fairen Verteilschl\u00fcssel f\u00fcr diese Verpflichtungen zu finden.<\/p>\n\n<figure class=\"wp-block-embed-youtube wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<lite-youtube style=\"background-image: url('https:\/\/i.ytimg.com\/vi\/gqJWPwSpSzA\/hqdefault.jpg');\" videoid=\"gqJWPwSpSzA\" params=\"rel=0&#038;enablejsapi=1&#038;origin=https%3A%2F%2Fwww.greenpeace.ch&#038;cc_load_policy=1\"><\/lite-youtube>\n<\/div><\/figure>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>D\u00fcrren, Orkane, Taifune und Wirbelst\u00fcrme, das sind katastrophale Auswirkungen des Klimawandels. Auch die Schweiz ist davon betroffen, doch sie steht auch in der Pflicht: Reiche Industriel\u00e4nder haben ihren Wohlstand zu einem grossen Teil der \u00fcberm\u00e4ssigen Nutzung der Atmosph\u00e4re zu verdanken. 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