{"id":44410,"date":"2015-11-13T07:00:00","date_gmt":"2015-11-13T05:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/?p=44410"},"modified":"2020-05-21T10:26:35","modified_gmt":"2020-05-21T08:26:35","slug":"online-vs-papier-zahlen-und-fakten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/hintergrund\/44410\/online-vs-papier-zahlen-und-fakten\/","title":{"rendered":"Online vs. Papier &#8211; Zahlen und Fakten"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Was ist \u00f6kologischer, die elektronische oder die gedruckte Zeitung? Die eigens von Greenpeace recherchierten Zahlen und Fakten rund um Online vs. Papier kl\u00e4ren unsere Leser auf.<\/strong><\/p>\n\n<ol class=\"wp-block-list\"><li>Was ist \u00f6kologischer, die elektronische oder die gedruckte Zeitung? Eine allgemein g\u00fcltige Antwort gibt es nicht. Im Durchschnitt ist die Gesamtumweltbelastung beim elektronischen Lesen eher ein wenig geringer als beim Papier. Das gilt insbesondere dann, wenn man einen Reader wie den Kindle benutzt, der viel weniger Strom verbraucht als etwa ein iPad.<\/li><li>Doch das Verh\u00e4ltnis kann sich auch umkehren. Ist ein Zeitungsexemplar einmal gedruckt, kann es beliebig lange emissionsfrei gelesen werden. Online hingegen steigt der Umweltschaden mit der Lesedauer. Darum gilt: Wird eine Papierzeitung von mehr als drei Leuten oder mehr als eine halbe Stunde lang gelesen, ist sie \u00f6kologischer als eine elektronische. Schlechter als Papier schneidet die elektronische Zeitung auch dann ab, wenn man sie \u00fcber das Handynetz (UMTS) herunterl\u00e4dt statt \u00fcber Kabel oder WiFi.<\/li><li>Etwas anders verh\u00e4lt es sich mit B\u00fcchern: Je mehr man liest, desto \u00f6kologischer ist der E-Reader. Man stelle sich vor, jemand lese nur ein einziges Buch \u2014 da w\u00e4re es nat\u00fcrlich unsinnig, daf\u00fcr extra ein elektronisches Leseger\u00e4t zu kaufen. Liest er hingegen hundert B\u00fccher, so f\u00e4hrt er elektronisch besser, denn hundert Papierb\u00fccher verbrauchen viel mehr Ressourcen als ein einziger Reader. Die Schwelle, wo die \u00d6kobilanz kippt, liegt je nach Studie irgendwo zwischen 5 und 60 B\u00fcchern.<\/li><li>F\u00fcr die Herstellung eines E-Readers werden rund 15 Kilogramm Mineralien verbraucht \u2014 haupts\u00e4chlich Sand und Kies zur Entsorgung der Abf\u00e4lle, die bei der Produktion entstehen. Jeder Reader enth\u00e4lt auch problematische Stoffe wie Kupfer, Gold oder Coltan, das oft aus dem B\u00fcrgerkriegsgebiet im Osten Kongos stammt. F\u00fcr die Herstellung eines Buches braucht es nur 300 Gramm Mineralien, daf\u00fcr aber viel Papier. Allein f\u00fcr die B\u00fccher, Zeitungen und Zeitschriften des US-Markts m\u00fcssen jedes Jahr 125 Millionen B\u00e4ume gef\u00e4llt werden.<\/li><li>Die \u00d6kobilanz von B\u00fcchern h\u00e4ngt erheblich von Detailfragen ab: Wie setzt sich der Strommix zusammen? Verwendet die Leserin eine Lampe oder nicht? Wird das Ger\u00e4t respektive das Papier rezykliert?<\/li><li>An der <a rel=\"noopener noreferrer\" href=\"http:\/\/blog.zhaw.ch\/papierlosesstudium\/\" target=\"_blank\">Z\u00fcrcher Hochschule f\u00fcr Angewandte Wissenschaften ZHAW erprobt man das papierlose Studium<\/a>. Auch hier gilt f\u00fcr die Umwelt: Die Details sind entscheidend. So ist ein Tablet deutlich besser als Druckmaterialien \u2014 aber nur, solange man die Skripte auf Frischpapier druckt. Verwendet man Recyclingpapier, ist Print der Elektronik \u00f6kologisch \u00fcberlegen.<\/li><li>Wer einen Film per Online-Streaming schaut, verbraucht weniger Strom als mit einer DVD. Allerdings: Die leichte Verf\u00fcgbarkeit und die vielen Gratisangebote haben dazu gef\u00fchrt, dass heute viel mehr Filme konsumiert werden als fr\u00fcher. Das Internet hat mittlerweile etwa den gleichen CO<sub>2<\/sub>-Ausstoss wie der Flugverkehr und 60 Prozent davon gehen auf das Konto von Videos. Bis in drei Jahren sollen es sogar 76 Prozent sein.<\/li><li>W\u00e4re das Internet ein Land, l\u00e4ge es in der Weltrangliste des Stromverbrauchs auf Rang 6.<\/li><li>Der Weltverbrauch an Elektronik hat sich zwischen 2000 und 2015 mehr als verdoppelt. Global fallen pro Person j\u00e4hrlich sieben Kilo Elektroschrott an.<\/li><li>Es wird gesch\u00e4tzt, dass unser Datenvolumen bis 2020 auf 44 Zettabyte (10<sup>21<\/sup>) wachsen wird. F\u00fcr diese Datenmenge brauchte es rund 3 Billionen-USB-Sticks.<\/li><\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Was ist \u00f6kologischer, die elektronische oder die gedruckte Zeitung? 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