{"id":44603,"date":"2016-04-26T07:00:00","date_gmt":"2016-04-26T05:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/?p=44603"},"modified":"2020-05-21T14:53:35","modified_gmt":"2020-05-21T12:53:35","slug":"augenblicke-bei-greenpeace","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/hintergrund\/44603\/augenblicke-bei-greenpeace\/","title":{"rendered":"Augenblicke bei Greenpeace"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>\u00abDie Hoffnung hilft uns leben\u00bb, heisst es in einem Zitat Goethes. F\u00fcr hunderttausende von Fl\u00fcchtlingen ist dieses Zitat die traurige wortw\u00f6rtliche Realit\u00e4t. Seit dem 28. November 2016 sind Greenpeace und \u00c4rzte ohne Grenzen (M\u00e9decins Sans Fronti\u00e8res) an der n\u00f6rdlichen K\u00fcste von Lesbos im Einsatz.<\/strong><\/p>\n\n<p><span class=\"dropcap\">S<\/span>ie unterst\u00fctzen die griechische K\u00fcstenwache mit Schlauchbooten bei in Seenot geratenen Fl\u00fcchtlingsschiffen. Greenpeace versteht sich zwar als Umweltschutzorganisation. Jedoch in Bezug auf die humanit\u00e4re Katastrophe, in die Europa derzeit zusteuert, beschreibt die Einsatzleiterin von Greenpeace Griechenland die Situation folgendermassen: \u00ab<em>Wir sind entsetzt \u00fcber die Fl\u00fcchtlingskrise im Mittelmeer, die mit unverminderter H\u00e4rte weitergeht. Wir f\u00fchlen uns gezwungen das zu tun, was wir k\u00f6nnen<\/em>\u00bb und \u00ab[&#8230;] <em>wir glauben, dass alle die Hilfe leisten k\u00f6nnten, dies tun sollten. Wir bringen hier unsere Erfahrung auf hoher See ein, in der Hoffnung, Leben zu retten.<\/em>\u00bb<\/p>\n\n<figure class=\"wp-block-image alignnone  caption-style-blue-overlay caption-alignment-center\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2020\/04\/ff43f9a8-f6eb7c95bff1d976da2c4a9f79deb0cb.jpg\" alt=\"\"\/><figcaption>\u00a9 Alessandro Penso \/ MSF \/ Greenpeace<\/figcaption><\/figure>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Wenn die Chemie nicht mehr stimmt<\/h2>\n\n<p>Mit bevorstehendem Fr\u00fchling treten auch wieder alle m\u00f6glichen Reinigungsaktionen und Entgiftungskuren auf den Plan. Dort setzt Greenpeace an: Mammut, North Face und Hagl\u00f6fs \u2014 sie alle brauchen eine ordentliche Detox-Kur, denn die Chemie stimmt hier schon lange nicht mehr.<\/p>\n\n<figure class=\"wp-block-image alignnone  caption-style-blue-overlay caption-alignment-center\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2020\/04\/87635774-c3498c860714f4e59d65a383ed3579b0.jpg\" alt=\"\"\/><figcaption>Italien, Mailand, 18. Februar 2016: Detox Aktion am The North Face Store. Weltweit protestiert die Greenpeace Gemeinschaft f\u00fcr einen Ausstieg der Outdoorbranche aus dem krebserregenden PFC. \u00a9 Alessandro Vona \/ Greenpeace<\/figcaption><\/figure>\n\n<p><a href=\"http:\/\/www.greenpeace.org\/switzerland\/de\/Publikationen\/Chemie\/Detox-Outdoor\/\">2015 hat Greenpeace in verschiedenen Naturgebieten weltweit R\u00fcckst\u00e4nde von PFC-Chemikalien (polyfluorierte Chemikalien) gefunden<\/a>. Outdoor-Firmen setzen die Chemikalien bei der Herstellung ihrer Produkte ein. <a href=\"http:\/\/ehp.niehs.nih.gov\/1509934\/\">Diese bauen sich in der Umwelt kaum ab und k\u00f6nnen gesundheitssch\u00e4dlich sein<\/a>. Greenpeace-Aktivisten aus der ganzen Welt haben sich nun der Detox-Kampagne angeschlossen, bei Outdoor-Firmen wie Hagl\u00f6fs, The North Face und Mammut an die T\u00fcr geklopft und auf die Gef\u00e4hrlichkeit der PFC-Chemikalien und m\u00f6glichen Alternativen hingewiesen.<\/p>\n\n<figure class=\"wp-block-image alignnone  caption-style-blue-overlay caption-alignment-center\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2020\/04\/4a9bcafe-b77097d62db39db70dbfe5e669323390.jpg\" alt=\"\"\/><figcaption>Schweden, Stockholm, 22. Februar 2016: auch in Schweden setzten sich die Greenpeace Aktivisten f\u00fcr einen Ausstieg der Outdoorbranche aus der PFC Produktion ein. \u00a9 Greenpeace<\/figcaption><\/figure>\n\n<p>Der Outdoor-Firma Mammut statteten sie einen l\u00e4ngerer Besuch ab. Denn trotz mehreren Gespr\u00e4chen mit Greenpeace und <a href=\"http:\/\/www.greenpeace.org\/switzerland\/de\/Themen\/Chemie\/Detox\/\">Protesten von \u00fcber 100&#8217;000 Outdoor-Fans<\/a> wollte Mammut PFC nicht aus der Produktion verbannen. Das obwohl Mammut angibt <a href=\"http:\/\/www.mammut.ch\/CH\/de_CH\/cr\">\u00abvon und f\u00fcr die Natur zu leben\u00bb<\/a>.<\/p>\n\n<p>Rund 15 Greenpeace-Aktivisten aus sechs verschiedenen L\u00e4ndern wollten dies so nicht stehen lassen und richteten auf dem Dach des Firmenhauptsitzes ein Basislager ein \u2014 den Verhandlungstisch haben sie gleich selber mitgebracht. Vor Ort wurde f\u00fcr die Angestellten von Mammut Kuchen gebacken, Kaffee und Suppe gekocht und vor dem Haupteingang des Firmensitzes zu einer PFC-Infoshow eingeladen wo \u00fcber die Kampagne und Alternativen zu PFC diskutiert wurde.<\/p>\n\n<figure class=\"wp-block-image alignnone  caption-style-blue-overlay caption-alignment-center\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2020\/04\/8596b66c-8bf3b6ae31a112927c334094ef93032d.jpg\" alt=\"\"\/><figcaption>Schweiz, Seon, 17. Februar 2016: 15 Greenpeace-AktivistInnen aus sechs L\u00e4ndern haben an der Fassade des Mammut-Hauptsitzes Biwak angebracht. Die AktivistInnen laden den Konzern ein, am mitgebrachten Verhandlungstisch gemeinsam eine L\u00f6sung f\u00fcr den Ausstieg aus der sch\u00e4dlichen PFC Produktion zu finden und ein Detox-Commitment zu unterzeichnen. \u00a9 Flurin Bertschinger \/ Ex-Press \/ Greenpeace<\/figcaption><\/figure>\n\n<p>Siehe da: Mit Charme und Suppe haben unsere Aktivisten es tats\u00e4chlich geschafft, Mammut zu einem Gespr\u00e4ch zu bewegen und mit ihnen L\u00f6sungen f\u00fcr die hochproblematischen PFC-Anwendungen zu besprechen.<\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Alle Jahre wieder<\/h2>\n\n<p>Kommenden Monat j\u00e4hrt sich das Reaktorungl\u00fcck von Fukushima zum 5. Mal. Unser Atom-Kampaigner Florian Kasser ist an Bord der Artic Sunrise. Das Schiff ist vor Japans K\u00fcste unterwegs. Gemeinsam mit Greenpeace-MitarbeiterInnen aus Japan, Belgien, Deutschland und der Schweiz untersucht er die Kontamination des Meeresbodens. Angst, Fassungslosigkeit und Hilflosigkeit bestimmten die Gef\u00fchle der Havarie damals. Und heute? Sind wir erstaunlich gelassen.<\/p>\n\n<figure class=\"wp-block-image alignnone  caption-style-blue-overlay caption-alignment-center\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2020\/04\/7696ecc0-baeb460ecbdbc35bc9a090b8748bb187.jpg\" alt=\"\"\/><figcaption>Messungen an Board der Arctic Sunrise. \u00a9 Cornelia Deppe-Burkhardt \/ Greenpeace<\/figcaption><\/figure>\n\n<p>Gerade erst um den Jahreswechsel herum sorgten Atomkraftwerke in Belgien zum wiederholten Mal f\u00fcr Probleme: Im Kraftwerk Tihange brannte es, ein Reaktor schaltete sich am 2. Januar selbst ab, nachdem er erst drei Tage zuvor raufgefahren worden war. Am ersten Weihnachtstag war bereits einer der Reaktoren in Doel wegen eines Wasserlecks abgeschaltet worden. Rund 13&#8217;000 Risse wurden bei einem dritten Reaktor in Doel gez\u00e4hlt. Die veralteten Meiler liegen gerade mal 700km von der Schweiz entfernt und <a href=\"http:\/\/www.greenpeace.de\/sites\/www.greenpeace.de\/files\/styles\/media_inline_landscape\/public\/doel_1_1995050721_a_d1_cs137_gnd_tot_img.gif?itok=KJv1CDRe\">die Folgen eines Reaktorunfalls<\/a> betr\u00e4fe ganz Europa. Unverst\u00e4ndlich, dass unser Nachbar Frankreich munter weiter in die Atomenergie investiert und in Flamanville sogar einen neuen Reaktor aus dem Boden stampft. Dabei wurden allerdings bei einer beh\u00f6rdlichen Inspektion schwerwiegende Unregelm\u00e4ssigkeiten in der Zusammensetzung des Stahls des Reaktorgeh\u00e4uses festgestellt.<\/p>\n\n<p>Obwohl die franz\u00f6sische Regierung einen Ausbau der Erneuerbaren Energien verspricht, kann sie sich nicht von der gef\u00e4hrlichen, teuren und \u00fcberholten nuklearen Technologie distanzieren.<\/p>\n\n<p>Gegen die Ausfl\u00fcchte der Regierung protestierten Aktivisten bei Caen auf einer Strecke, auf der ein spezieller Konvoi unterwegs ist: Dieser soll einen Deckel f\u00fcr das im Bau befindende Reaktorgeh\u00e4use f\u00fcr Flamanville-3 liefern \u2014 obwohl selbst Mindestanforderungen an die Sicherheit der Anlage nicht erf\u00fcllt sind.<\/p>\n\n<figure class=\"wp-block-image alignnone  caption-style-blue-overlay caption-alignment-center\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2020\/04\/a066bdca-ad2c11a90f146df570b8444f531afd69.jpg\" alt=\"\"\/><figcaption>Frankreich, Caen, 12. Februar 2016: Greenpeace Aktivisten blockieren einen LKW mit Ladung f\u00fcr das Atomkraftwerk Flamanville. \u00a9 Nicolas Chaveau \/ Greenpeace<\/figcaption><\/figure>\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00abDie Hoffnung hilft uns leben\u00bb, heisst es in einem Zitat Goethes. F\u00fcr hunderttausende von Fl\u00fcchtlingen ist dieses Zitat die traurige wortw\u00f6rtliche Realit\u00e4t. Seit dem 28. November 2016 sind Greenpeace und \u00c4rzte ohne Grenzen (Medicines sans frontiers) an der n\u00f6rdlichen K\u00fcste von Lesbos im Einsatz.<\/p>\n","protected":false},"author":49,"featured_media":44610,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_planet4_optimize_post_is_variant":false,"_planet4_optimize_experiment_name":"","_planet4_optimize_variant_name":"","ep_exclude_from_search":false,"p4_og_title":"","p4_og_description":"","p4_og_image":"","p4_og_image_id":"","p4_seo_canonical_url":"","p4_campaign_name":"not set","p4_local_project":"not set","p4_basket_name":"not set","p4_department":"","footnotes":""},"categories":[47],"tags":[46],"p4-page-type":[194],"gpch-article-type":[],"class_list":["post-44603","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-greenpeace","tag-ueber-uns","p4-page-type-hintergrund"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/44603","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/49"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=44603"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/44603\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/44610"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=44603"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=44603"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=44603"},{"taxonomy":"p4-page-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/p4-page-type?post=44603"},{"taxonomy":"gpch-article-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/gpch-article-type?post=44603"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}