{"id":44632,"date":"2016-06-03T07:00:00","date_gmt":"2016-06-03T05:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/?p=44632"},"modified":"2020-05-21T15:35:10","modified_gmt":"2020-05-21T13:35:10","slug":"augenblicke-bei-greenpeace-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/hintergrund\/44632\/augenblicke-bei-greenpeace-2\/","title":{"rendered":"Augenblicke bei Greenpeace"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Alles neu macht der Mai: Der zivile Ungehorsam ist wieder da!<\/strong><\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><span class=\"tx\">Inszenierte \u00d6lpest<\/span><\/h2>\n\n<p><span class=\"tx\">Rund 30 Greenpeace-AktivistInnen haben vor der&nbsp;<\/span><span class=\"tx\">Zentrale des \u00f6sterreichischen Mineral\u00f6lkonzerns OMV&nbsp;<\/span><span class=\"tx\">in Wien gegen die hochriskanten \u00d6lbohrungen des&nbsp;<\/span><span class=\"tx\">Unternehmens in der Arktis protestiert. Mit 500 \u00f6lver<\/span><span class=\"tx\">schmierten Kunstv\u00f6geln wiesen sie auf die Folgen&nbsp;<\/span><span class=\"tx\">einer m\u00f6glichen \u00d6lpest hin. Eine solche riskiert&nbsp;<\/span><span class=\"tx\">die OMV mit ihrer im Januar gestarteten \u00d6lf\u00f6rderung&nbsp;<\/span><span class=\"tx\">in der Barentssee.<\/span><\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">TTIP-Leaks<\/h2>\n\n<figure class=\"wp-block-image alignnone  caption-style-blue-overlay caption-alignment-center\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2020\/04\/5a971d74-gp0stpsnm.jpg\" alt=\"Deutschland, Berlin, 2. Mai 2016 - Greenpeace fordert mehr Transparenz von der Bundesregierung. Aus Protest gegen die undemokratische Geheimhaltung der TTIP-Verhandlungen projizieren die Umweltsch\u00fctzer Teile des bislang geheimen Verhandlungstexts auf den Reichstag in Berlin. \u00a9 Daniel M\u00fcller \/ Greenpeace \" class=\"wp-image-1457\"\/><figcaption>Deutschland, Berlin, 2. Mai 2016 &#8211; Greenpeace fordert mehr Transparenz von der Bundesregierung. Aus Protest gegen die undemokratische Geheimhaltung der TTIP-Verhandlungen projizieren die Umweltsch\u00fctzer Teile des bislang geheimen Verhandlungstexts auf den Reichstag in Berlin.<br>\u00a9 Daniel M\u00fcller \/ Greenpeace<\/figcaption><\/figure>\n\n<p>Der Monat begann mit einem Trommelwirbel: In der Nacht zum 2. Mai projizierte Greenpeace Niederlande bislang geheime <a href=\"https:\/\/ttip-leaks.org\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">TTIP-Dokumente<\/a> an die Fassade der Kuppel des Deutschen Reichstags. Seither sind <a href=\"https:\/\/ttip-leaks.org\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">die Dokumente<\/a> f\u00fcr alle <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=lvfFeypJHKE\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">zug\u00e4nglich<\/a>. Damit hat Greenpeace Material ver\u00f6ffentlicht, das bis dato nur von ausgew\u00e4hlten Personen f\u00fcr maximal zwei Stunden unter Aufsicht gelesen wurden durfte \u2013 Kopien ausgeschlossen, daf\u00fcr mit Schweigepflicht. Das Licht, in dem das deutsche Zentrum der Macht schliesslich erstrahlte, war wenig glanzvoll: Das Material offenbart, wie die <a href=\"http:\/\/www.greenpeace.de\/sites\/www.greenpeace.de\/files\/publications\/greenpeace-ttip_infografik_0.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">TTIP-Verhandlungen<\/a> das in Europa geltende Vorsorgeprinzip, das Produkte nur erlaubt, wenn sie f\u00fcr Mensch und Umwelt nachweislich unsch\u00e4dlich sind, durch das Risikoprinzip der USA ausgehebelt werden soll und allein in Europa das Leben von \u00fcber einer halben Milliarde Menschen ver\u00e4ndern kann. Solche Verhandlungen d\u00fcrfen kein Geheimnis sein. Sie m\u00fcssen \u00f6ffentlich und transparent ausgehandelt werden.<\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Pfingsten 2016: Mit Gigatonnen Mut gegen Kohle<\/h2>\n\n<figure class=\"wp-block-image alignnone  caption-style-blue-overlay caption-alignment-center\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2020\/04\/0945bd55-gp0stptc7.jpg\" alt=\"Deutschland, Lausitz, 9. Mai 2016 - Greenpeace-Aktivisten spannen ein 200 Quadratmeter grosses Banner zwischen den Schornsteinen einer ehemaligen Glasfabrik auf und fordern den schrittweisen Ausstieg aus der Kohle. \u00a9 Clemens Wronski \/ Greenpeace\" class=\"wp-image-1459\"\/><figcaption>Deutschland, Lausitz, 9. Mai 2016 &#8211; Greenpeace-Aktivisten spannen ein 200 Quadratmeter grosses Banner zwischen den Schornsteinen einer ehemaligen Glasfabrik auf und fordern den schrittweisen Ausstieg aus der Kohle.<br>\u00a9 Clemens Wronski \/ Greenpeace<\/figcaption><\/figure>\n\n<p>Auf sechs Kontinenten k\u00e4mpften 30&nbsp;000 Menschen f\u00fcr den Ausstieg aus Kohle, Gas und \u00d6l. Dabei hat der ber\u00fcchtigte Braunkohletagebau in der Lausitz einen historischen Akt zivilen Ungehorsams erlebt. Mehr als 3000 Aktivisten und Aktivistinnen aus ganz Europa haben unter dem Konsens <a href=\"https:\/\/www.ende-gelaende.org\/de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">\u00abEnde Gel\u00e4nde\u00bb<\/a> konsequent den gewaltfreien Widerstand gegen die Kohlewirtschaft aufgerufen. Das Kraftwerk wurde ein Wochenende lang vom Kohlenachschub abgeschnitten und der Betreiber Vattenfall liess verlauten: \u00abNur die zus\u00e4tzliche Energieerzeugung durch starken Wind verhindert an diesem Wochenende einen Energieengpass in der Region.\u00bb Organisiert wurde die globale Kampagne von der jungen europ\u00e4ischen Klimabewegung <a href=\"http:\/\/de.breakfree2016.org\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Break Free.<\/a><\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Die Fischereiindustrie frisst ihre eigenen Kinder<\/h2>\n\n<figure class=\"wp-block-image alignnone  caption-style-blue-overlay caption-alignment-center\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2020\/04\/e0f27b52-gp0stpv1c.jpg\" alt=\"Frankreich, 23. Mai 2016 - Greenpeace-Aktivisten ketten sich an riesige Tunfischdosen und blockieren den Eingang von Petit Navire, einer franz\u00f6sischen Fabrik. Diese soll Katzennahrung mit Meeresfr\u00fcchten des thail\u00e4ndischen Lieferanten Thai Union Group verkaufen, der in Sklaverei und destruktive Fangmethoden verwickelt ist. \u00a9 Pierre Baelen \/ Greenpeace \" class=\"wp-image-1460\"\/><figcaption>Frankreich, 23. Mai 2016 &#8211; Greenpeace-Aktivisten ketten sich an riesige Tunfischdosen und blockieren den Eingang von Petit Navire, einer franz\u00f6sischen Fabrik. Diese soll Katzennahrung mit Meeresfr\u00fcchten des thail\u00e4ndischen Lieferanten Thai Union Group verkaufen, der in Sklaverei und destruktive Fangmethoden verwickelt ist.<br>\u00a9 Pierre Baelen \/ Greenpeace<\/figcaption><\/figure>\n\n<p>Die Thai Union Group ist der gr\u00f6sste Thunfischverarbeiter weltweit. Unter ihrem Dach versammeln sich weitere Hersteller wie John West, Petit Navire und Mareblu, welche auch europ\u00e4ische Superm\u00e4rkte beliefern. Greenpeace und Menschenrechtsorganisationen werfen der Thai Union Group <a href=\"http:\/\/www.theguardian.com\/global-development\/2016\/feb\/25\/slavery-trafficking-thai-fishing-industry-environmental-justice-foundation\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Menschenrechtsverletzungen durch Ausbeutung und Missbrauch der Arbeitskr\u00e4fte im Fischereibetrieb<\/a> vor. Mit zerst\u00f6rerischen und verschwenderischen Fischereipraktiken sch\u00e4digt die Thai Union Group das \u00d6kosystem Meer massiv. Versprechen zur Umstellung auf ausschliesslich nachhaltig produzierten Thunfisch wurden bislang nicht eingehalten. So <a href=\"http:\/\/www.greenpeace.org.uk\/blog\/oceans\/justtuna-league-table\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">versprach der Hersteller John West vor nunmehr f\u00fcnf Jahren seinen Kunden, bis 2016 zu 100 Prozent nachhaltig gefischten Thunfisch anzubieten. Erreicht hat er bis heute gerade mal 2 Prozent.<\/a><\/p>\n\n<div class=\"wp-block-image  caption-style-blue-overlay caption-alignment-center\"><figure class=\"alignright\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2020\/04\/eb8ef0ce-gp0stpulv.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1466\"\/><figcaption>\u00a9 Nigel Marple \/ Greenpeace<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n<p>Unsere Aktivisten ketteten sich vor einer Petit-Navire-Fabrik in Frankreich Hand in Hand an riesige Thunfischdosen. Sie blockierten damit die Ausg\u00e4nge der Liefertransporter und forderten Thai Union und Petit Navire auf, ihre Fangpraktiken endlich zu verbessern.<\/p>\n\n<p>In ein paar wenigen Dekaden hat der Mensch mit modernen Fischereimethoden die Fischbest\u00e4nde der Weltmeere um bis zu 80 Prozent dezimiert. <a href=\"https:\/\/www.greenpeace.de\/fischereimonster\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Fischschw\u00e4rme werden per Echolot, Radar oder Helikopter geortet. Die eingesetzten Netze reichen \u00fcber Kilometer \u2013 sowohl in die Tiefe, wo sie alles Leben am Meeresgrund einsammeln und die Meeresflora zerst\u00f6ren, als auch in die L\u00e4nge, wo sie innert k\u00fcrzester Zeit Massen an Meereslebewesen fischen.<\/a> Vom Fanggut gehen j\u00e4hrlich 30 Millionen Tonnen wieder als Abfall \u00fcber Bord \u2013 l\u00e4stiger Beifang, der nicht kommerziell verwertbar ist. Durch die starke Reduktion der Fischbest\u00e4nde verschiebt sich die Fischereiwirtschaft immer mehr von den K\u00fcstenregionen in auf die hohe See, die als rechtsfreier Raum behandelt wird.<\/p>\n\n<p>Menschenrechtsverletzungen, Grenz\u00fcberschreitungen und unkontrollierbare Fangmengen geh\u00f6ren hier zum Alltag. Greenpeace fordert, endlich grossfl\u00e4chige Meeresschutzgebiete auszurufen, die mindestens 40 Prozent der Meere umfassen. Denn obwohl der Planet Erde zu 70 Prozent aus Wasserfl\u00e4chen besteht, sind gerade mal 1,5 Prozent davon gesch\u00fctzt. In Schutzgebieten kann sich zerst\u00f6rte Meeresflora und -fauna wieder aufbauen. Vor allem aber k\u00f6nnen sich die Fischbest\u00e4nde ungest\u00f6rt vermehren und stehen der Fischerei wieder zur Verf\u00fcgung. Schutzgebiete erh\u00f6hen die \u00abMeeresfitness\u00bb und f\u00f6rdern den Fischereiertrag nachhaltig. Aber auch die Konsumenten k\u00f6nnen zum Schutz der Meere beitragen \u2013 der Greenpeace Fischratgeber ist als <a href=\"http:\/\/www.greenpeace.de\/sites\/www.greenpeace.de\/files\/publications\/20160120_greenpeace_fischratgeber_2016_0.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">PDF<\/a>, als <a href=\"https:\/\/www.greenpeace.de\/fischratgeber\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Faltpapier f\u00fcrs Portemonnaie<\/a> oder als <a href=\"https:\/\/www.greenpeace.de\/themen\/meere\/app-fuer-nachhaltigen-fisch\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">App<\/a> verf\u00fcgbar.<\/p>\n\n<figure class=\"wp-block-embed-youtube wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<lite-youtube style=\"background-image: url('https:\/\/i.ytimg.com\/vi\/1DW4GmpBToU\/hqdefault.jpg');\" videoid=\"1DW4GmpBToU\" params=\"rel=0&#038;enablejsapi=1&#038;origin=https%3A%2F%2Fwww.greenpeace.ch&#038;cc_load_policy=1\"><\/lite-youtube>\n<\/div><\/figure>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Alles neu macht der Mai: Der zivile Ungehorsam ist wieder da!<\/p>\n","protected":false},"author":49,"featured_media":44633,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_planet4_optimize_post_is_variant":false,"_planet4_optimize_experiment_name":"","_planet4_optimize_variant_name":"","ep_exclude_from_search":false,"p4_og_title":"","p4_og_description":"","p4_og_image":"","p4_og_image_id":"","p4_seo_canonical_url":"","p4_campaign_name":"not set","p4_local_project":"not set","p4_basket_name":"not set","p4_department":"","footnotes":""},"categories":[47],"tags":[46],"p4-page-type":[194],"gpch-article-type":[],"class_list":["post-44632","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-greenpeace","tag-ueber-uns","p4-page-type-hintergrund"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/44632","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/49"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=44632"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/44632\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/44633"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=44632"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=44632"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=44632"},{"taxonomy":"p4-page-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/p4-page-type?post=44632"},{"taxonomy":"gpch-article-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/gpch-article-type?post=44632"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}