{"id":44738,"date":"2016-11-04T07:00:00","date_gmt":"2016-11-04T05:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/?p=44738"},"modified":"2020-05-23T12:23:12","modified_gmt":"2020-05-23T10:23:12","slug":"gemeinsam-fuer-eine-saubere-stromzukunft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/hintergrund\/44738\/gemeinsam-fuer-eine-saubere-stromzukunft\/","title":{"rendered":"Gemeinsam f\u00fcr eine saubere Stromzukunft"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>So erreichen wir in Zukunft eine Stromversorgung aus zu 100 Prozent erneuerbaren Energiequellen:<\/strong><\/p>\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li class=\"p2\" style=\"text-align: justify;\"><span class=\"s1\">Atomstrom wird in den n\u00e4chsten Jahrzehnten kontinuierlich mit einheimischem Strom aus erneuerbarer Energie ersetzt.<\/span><\/li><li class=\"p2\" style=\"text-align: justify;\">Die Wasserkraft bleibt uns als zentraler Pfeiler erhalten, wird aber nicht ausgebaut.<\/li><li class=\"p2\" style=\"text-align: justify;\">Der gr\u00f6sste Zuwachs soll bei der Photovoltaik erfolgen (auf D\u00e4chern), gefolgt von der Biomasse (vor allem Holz und Biogas) und der Windkraft. Zusammen mit der Wasserkraft garantiert dieser Mix in der umweltfreundlichsten Art und Weise unsere Versorgungssicherheit.<\/li><\/ul>\n\n<p class=\"p1\"><span class=\"s1\">Verschiedene Zukunftsmodelle best\u00e4tigen: Die Bev\u00f6lkerung und die Wirtschaft werden wachsen und die Elektromobilit\u00e4t zunehmen. Der Verbrauch aber bleibt dank Fortschritten bei der Energieeffizienz stabil, so wie&nbsp;dies schon in den letzten zehn Jahren der Fall war. <\/span><\/p>\n\n<p>Unsere Berechnungen zeigen, dass das n\u00f6tige Ausbautempo absolut machbar ist. Dies haben auch unsere Nachbarn in den letzten Jahren schon bewiesen. \u00d6sterreich z.\u2009B. war in den letzten vier Jahren beim Wind viermal so schnell unterwegs. Und Luxemburg schaffte unser ben\u00f6tigtes Solar-Tempo schon 2014.<\/p>\n\n<p>An der dezentralen Stromproduktion k\u00f6nnen und sollen alle mitmachen d\u00fcrfen, also auch Sie.<\/p>\n\n<p>Unsere drei Beispiele unten&nbsp;zeigen, dass Sie sich als Mieter genauso an einer Stromzukunft, die aus erneuerbarer Energie besteht, beteiligen k\u00f6nnen wie als Hauseigent\u00fcmer oder Landwirt. Gemeinsam werden wir es schaffen, die Strombarone in den Ruhestand zu setzen.<\/p>\n\n<p><strong>Der gemeinsame Weg in die \u00aberneuerbare Stromzukunft\u00bb<\/strong><br>\nSo funktioniert der Atomausstieg, der uns zu einer hundertprozentig einheimischen Stromversorgung aus erneuerbarer Energie f\u00fchren wird.<\/p>\n\n<figure class=\"wp-block-image  caption-style-blue-overlay caption-alignment-center\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2020\/04\/5b6e651d-energie.png\" alt=\"energie\" class=\"wp-image-2398\"\/><\/figure>\n\n<p class=\"p1\"><a href=\"https:\/\/www.greenpeace-magazin.ch\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/Infografik.pdf\"><strong>Hier Infografik downloaden<\/strong><\/a><\/p>\n\n<p class=\"p1\">\u00d6kostrom beziehen, sich an einem Projekt f\u00fcr Strom aus erneuerbarer Energie beteiligen oder sich gemeinschaftlich f\u00fcr\u00a0eine Energiegenossenschaft einsetzen: Die folgenden drei Beispiele geben Ihnen eine Idee, wie Sie\u00a0vorgehen k\u00f6nnen.<\/p>\n\n<div class=\"wp-block-image  caption-style-blue-overlay caption-alignment-center\"><figure class=\"aligncenter\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2020\/04\/13b7cba5-portrait_simone.png\" alt=\"portrait_simone\" class=\"wp-image-2399\"\/><\/figure><\/div>\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Simone Knittel&nbsp;<\/strong><\/p>\n\n<p>Als Konsumentin \u00fcberlege ich&nbsp;mir genau, wof\u00fcr ich mein Geld ausgebe. Ich will, dass mein Handeln auf mich und meine Umwelt positive Auswirkungen hat. Wenn auf meiner Kleidung \u00abMade in Bangladesh\u00bb steht oder das Poulet aus Brasilien stammt, hat das einen schalen Beigeschmack. Dasselbe gilt f\u00fcr Strom. Soll ich bei&nbsp;mir zu Hause das Licht anschalten und dabei an Kernenergie oder an&nbsp;Kohlekraftwerke denken m\u00fcssen? Oder daran, dass die Stilllegung der AKW&nbsp;und die Entsorgung des Atomm\u00fclls nicht gel\u00f6st ist? Nein danke. Deswegen habe ich habe mich entschieden, \u00d6kostrom zu beziehen. F\u00fcr \u00d6kostrom nutzt man die nat\u00fcrlichen Elemente der Natur. Er stellt unsere Energieversorgung sicher, ohne der&nbsp;Umwelt oder k\u00fcnftigen Generationen zu schaden. Das kostet mich&nbsp;vielleicht zehn Prozent mehr, als wenn ich den g\u00fcnstigsten Strom aus dem Angebot des Elektrizit\u00e4tswerks ausw\u00e4hle. Aber das&nbsp;gute Gef\u00fchl, wenn ich die Stromrechnung erhalte, ist mir dieses Geld allemal wert. F\u00fcr qualitativ hochwertige Kleidung und langlebige M\u00f6bel gebe ich ja&nbsp;auch gerne mehr aus.<\/p>\n\n<p class=\"p1\">Ich habe mich aus mehreren Gr\u00fcnden f\u00fcr \u00ab<a href=\"http:\/\/www.stromvonhier.ch\">Strom von hier<\/a>\u00bb entschieden. Erstens ist es einfach. Ich erhalte nicht zwei Rechnungen f\u00fcr meinen Strom und die Zertifizierung, sondern nur eine. Zweitens kostet es mich weniger als ein vergleichbares regionales und umweltbewusstes Produkt meines bisherigen Elektrizit\u00e4tswerks. Und&nbsp;drittens ist es transparent. W\u00e4hrend das \u00f6rtliche Elektrizit\u00e4tswerk 40 Prozent der verkauften Energie aus AKW und 7,6 Prozent aus un\u00fcberpr\u00fcfbaren Quellen bezieht, hat \u00abStrom von hier\u00bb ausschliesslich Wasser und Sonne im&nbsp;Portfolio.<\/p>\n\n<p class=\"p1\">\u00abStrom von hier\u00bb ist ein junges, transparentes Unternehmen, das die lokalen Stromproduzenten unterst\u00fctzt. Mit dem Geld, das ich f\u00fcr&nbsp;meinen Stromverbrauch zahle, k\u00f6nnen neue Solaranlagen gebaut werden. Wenn ich in Zukunft die eine oder andere auf&nbsp;den D\u00e4chern bei mir in der Region sehe, weiss ich, dass ich sinnvoll investiert habe.<\/p>\n\n<div class=\"wp-block-image  caption-style-blue-overlay caption-alignment-center\"><figure class=\"aligncenter\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2020\/04\/2f0852f1-portrait_pablo_niklaus.png\" alt=\"portrait_pablo_niklaus\" class=\"wp-image-2400\"\/><\/figure><\/div>\n\n<p class=\"has-text-align-center p1\"><strong>Pablo Labhardt und Niklaus Schneider<\/strong><\/p>\n\n<p class=\"p1\">Dem Thema Energie sind wir bereits als Kinder begegnet. Pablos Mutter hat oft erz\u00e4hlt, wie sie als junge Erwachsene an den&nbsp;Demonstrationen gegen das geplante KKW Kaiseraugst teilgenommen habe. Als wir von zuhause auszogen und unseren gemeinsamen Haushalt gr\u00fcndeten, konnten wir auch das erste Mal&nbsp;unser Stromprodukt w\u00e4hlen. Die Wahl fiel auf&nbsp;\u00d6kostrom. Der passte am besten zu unserem nachhaltigen Lebensstil. So achteten wir bereits damals darauf, vorwiegend biologische Lebensmittel zu kaufen, mit dem \u00d6V zu reisen sowie fair produzierte und&nbsp;langlebige Produkte zu kaufen.<\/p>\n\n<p class=\"p1\">Als wir uns 2014 wegen umwelt und tierethischen \u00dcberlegungen entschieden, vegan zu werden, befassten wir uns auch wieder vermehrt mit Konsum, unter anderem dem von Strom. Da wir damals in&nbsp;einem einfachen Mehrfamilienhaus lebten, kam uns das Angebot von <a href=\"https:\/\/www.ewz.ch\/de\/private\/energie-produzieren\/an-solaranlage-beteiligen.html\">ewz.solarz\u00fcri<\/a>, \u00abunsere\u00bb Solarzellen auf einem Schulhaus zu montieren, sehr gelegen. Ein Quadratmeter liefert uns nun jedes Jahr&nbsp;so viel Strom, dass wir damit 10 Prozent unseres Verbrauchs decken k\u00f6nnen. 10 Prozent ist der Beitrag der AKW Beznau 1 und M\u00fchleberg an den Landesverbrauch, wir haben diese also schon mal \u00abersetzt\u00bb. Mittlerweile wohnen wir in einem Genossenschaftshaus, das nach Minergie-Standard gebaut wurde und \u00fcber eine Photovoltaikanlage verf\u00fcgt. Unseres erstes St\u00fcck Solaranlage haben wir selbstverst\u00e4ndlich behalten, damit wir und die Umwelt noch&nbsp;jahrelang von diesem sinnvollen Projekt profitieren k\u00f6nnen.<\/p>\n\n<div class=\"wp-block-image  caption-style-blue-overlay caption-alignment-center\"><figure class=\"aligncenter\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2020\/04\/4f1af40d-illu_biogas.png\" alt=\"illu_biogas\" class=\"wp-image-2401\"\/><\/figure><\/div>\n\n<p class=\"p1\">Die Biogas-Anlage in Visp (VS), zu der auch ein blubbernder G\u00e4rtank geh\u00f6rt, liefert klimaneutralen \u00d6kostrom. Die Betreiber der&nbsp;Anlage, die Biobauern Max Stalder und Herbert Bregy, hatten mit zwei weiteren Berufskollegen schon vor zehn Jahren die Idee gehabt, aus G\u00fclle und Mist Strom zu machen. Heute sind die damaligen Pioniere moderne Biogas-Macher der Zukunft. Ihre Vision ist zum tragf\u00e4higen Unternehmen herangereift. Zurzeit fliessen j\u00e4hrlich 1,4 Million Kilowattstunden \u00d6kostrom ins \u00f6ffentliche Netz.<\/p>\n\n<p class=\"p1\">Die Biobauern haben sich schon in der Anfangszeit zu einer GmbH zusammengeschlossen. Lange mussten sie gegen Vorurteile k\u00e4mpfen, sich f\u00fcr eine gerechte Entsch\u00e4digung ihres Stroms wehren und f\u00fcr \u00absauberen\u00bb Nachschub f\u00fcr die Anlage sorgen. Denn zu Beginn fand sich vom Plastiksack bis zur Windel so ziemlich alles in&nbsp;den Sammelcontainern. Also t\u00fcftelte Stalder mit einer Transportfirma an einem optimierten Sammelsystem mit nachverfolgbarer Herkunft. Inzwischen werden neben G\u00fclle und Mist vom&nbsp;eigenen Hof auch Gastroabf\u00e4lle und Bioabf\u00e4lle von Privat-haushalten aus dem ganzen Oberwallis in der Visper Biogasanlage verwertet.<\/p>\n\n<p class=\"p1\">Diese regionale Entsorgung ist wichtig, denn sonst w\u00fcrden die Abf\u00e4lle in die \u00ab\u00dcsserschwyz\u00bb transportiert. Seit zehn Jahren also blubbert und brodelt es in Visp. In&nbsp;einem Verg\u00e4rungsvorgang, der ohne Sauerstoff abl\u00e4uft, wird aus organischen Abf\u00e4llen Gas. Dieses Gas wird durch Verbrennung in zwei Motoren zu 1,5 Millionen kWh Strom (1 Mio. kWh Eigenbedarf) umgewandelt. Das reicht f\u00fcr den Elektrizit\u00e4tsbedarf von gegen 400&nbsp;Einfamilienh\u00e4usern. Zudem entsteht Abw\u00e4rme, die ungef\u00e4hr 80&nbsp;Tonnen Heiz\u00f6l entspricht. Diese nutzen die Bauern f\u00fcr Wohnungen und Warmwasser. Und das Sch\u00f6ne an der ganzen Sache ist: Weder Gas noch Strom, noch W\u00e4rme aus Biomasse setzen zus\u00e4tzliches CO2 frei und produziert keinen strahlenden Atomm\u00fcllabfall. Interessierten Bauern r\u00e4t Stalder auch heute noch&nbsp;zu einer&nbsp;gemeinschaftlichen Anlage und zur Abkl\u00e4rung des regionalen Potenzials von nicht landwirtschaftlichen Biomasseabf\u00e4llen. Die H\u00fcrden f\u00fcr den Bau einer Biogasanlage sind heute um&nbsp;einiges niedriger als noch vor zehn Jahren.<\/p>\n\n<p class=\"p1\">Aus Dreck kann man kein Gold machen. Aber aus G\u00fclle Strom. Und saubere Energie ohne strahlenden Abfall und ohne zus\u00e4tzliches CO2 ist ja schon fast so gut wie Gold.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>So erreichen wir in Zukunft eine Stromversorgung aus zu 100 Prozent erneuerbaren Energiequellen:<\/p>\n","protected":false},"author":49,"featured_media":54165,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_planet4_optimize_post_is_variant":false,"_planet4_optimize_experiment_name":"","_planet4_optimize_variant_name":"","ep_exclude_from_search":false,"p4_og_title":"","p4_og_description":"","p4_og_image":"","p4_og_image_id":"","p4_seo_canonical_url":"","p4_campaign_name":"not set","p4_local_project":"not set","p4_basket_name":"not set","p4_department":"","footnotes":""},"categories":[47],"tags":[42],"p4-page-type":[194],"gpch-article-type":[],"class_list":["post-44738","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-greenpeace","tag-energie","p4-page-type-hintergrund"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/44738","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/49"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=44738"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/44738\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/54165"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=44738"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=44738"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=44738"},{"taxonomy":"p4-page-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/p4-page-type?post=44738"},{"taxonomy":"gpch-article-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/gpch-article-type?post=44738"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}