{"id":45069,"date":"2017-10-27T07:00:00","date_gmt":"2017-10-27T05:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/?p=45069"},"modified":"2020-05-26T11:17:44","modified_gmt":"2020-05-26T09:17:44","slug":"ordnung-machen-und-dann-gut-versorgen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/hintergrund\/45069\/ordnung-machen-und-dann-gut-versorgen\/","title":{"rendered":"Ordnung machen und dann: gut versorgen!"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Ob jung, \u00e4lter oder hochbetagt: Der Erbrechtsspezialist Christoph Burckhardt r\u00e4t allen, ihren letzten Willen rechtzeitig festzuhalten. Er unterst\u00fctzt Greenpeace bei Testamentser\u00f6ffnungen und ber\u00e4t Klientinnen und Klienten, die gemeinn\u00fctzige Organisationen beg\u00fcnstigen wollen.<\/strong><\/p>\n\n<p class=\"p1\">Eines Tages lag ein Brief mit dem Absender eines Notariats im Postfach des Z\u00fcrcher Rechtsanwalts Christoph Burckhardt. Ein Herr hatte vor seinem Tod Greenpeace Schweiz beg\u00fcnstigt. Das best\u00e4tigte das Schreiben der Notarin und die Kopie des beigelegten Erbscheins. Darauf war jedoch ein \u00abungef\u00e4hres Todesdatum\u00bb angegeben. \u00abDas kam mir seltsam vor\u00bb, sagt Burckhardt r\u00fcckblickend. Er griff zum H\u00f6rer und w\u00e4hlte die Nummer der Notarin. Nach dem Gespr\u00e4ch hatte sich das R\u00e4tsel um das ungenaue Datum gekl\u00e4rt: Der Erblasser war lange von niemandem vermisst worden. Sein Leben war auf mehrere L\u00e4nder verteilt gewesen, er hatte einige Wohnungen besessen und die Nachbarn mussten gedacht haben, er halte sich vermutlich gerade anderswo auf.<\/p>\n\n<p class=\"p2\">\u00abEin Zeichen unserer Zeit\u00bb, sagt Burckhardt nachdenklich hinter dem aufger\u00e4umten Tisch seiner Kanzlei am Z\u00fcrcher Hauptbahnhof: \u00abEs f\u00e4llt nicht mehr auf, wenn man nicht mehr da ist.\u00bb Dann erhellen sich seine Gesichtsz\u00fcge, denn \u00abzum Gl\u00fcck\u00bb sei bei der R\u00e4umung der Wohnung ein Zettel aufgetaucht. Darauf hatte der Erblasser Greenpeace als Alleinerbin bestimmt. Die Geschichte, die vor zwei Jahren etwas verworren begonnen hat, steht heute kurz vor einem erfreulichen Ende \u2013 und Greenpeace vor einer bedeutenden Zuwendung. Die Wohnungen sind verkauft, die Transaktionen bald abgeschlossen.<\/p>\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><b>Sinnvolles Vorausschauen<\/b><\/h3>\n\n<p class=\"p2\">Die meisten Nachlassverwaltungen, die Christoph Burckhardt f\u00fcr gemeinn\u00fctzige Organisationen wie Greenpeace durchf\u00fchrt, sind deutlich weniger aufw\u00e4ndig. Alle aber bezeichnet er als \u00abbesonders\u00bb, immer steckten pers\u00f6nliche Gedanken, W\u00fcnsche, oft Herzblut und durchwegs ein Wille dahinter, den es zu respektieren gelte. Tag f\u00fcr Tag ber\u00e4t der Erbrechts\u00adspezialist Klientinnen und Klienten beim Regeln ihres Erbes. \u00abWenn ich mit einer sachlich und rechtlich gut begr\u00fcndeten Analyse einen Beitrag leisten kann zu einer einfachen, schnellen L\u00f6sung, ist das f\u00fcr mich anwaltlicher Erfolg.\u00bb<\/p>\n\n<p class=\"p2\">Das Altersspektrum seiner Kundschaft umfasst das ganze Leben. Die J\u00fcngsten sind zwanzig, die \u00c4ltesten hochbetagt. \u00abSich mit dem eigenen Tod zu befassen, ist zu keinem Zeitpunkt des Lebens erfreulich\u00bb, so Burckhardt. \u00abDoch wer zu mir kommt, hat sich entschieden, dar\u00fcber nachzudenken und sich beraten zu lassen \u2013 und ich tue alles daf\u00fcr, dass es zu einer stimmigen L\u00f6sung kommt.\u00bb Manche Klienten stehen allein, haben vielleicht ihren Partner verloren, einen Elternteil oder ein Kind; andere haben mit ihren Geschwistern unerfreuliche Erbstreitigkeiten erlebt, vor denen sie ihre eigenen Kinder dereinst verschonen wollen; Dritte stehen vor dem Schritt zu einer Patchworkfamilie und suchen Rat, wie ihr Erbe fair zu regeln sei. Ihnen allen ist gemeinsam, dass sie sich noch zu Lebzeiten Gedanken machen, was mit ihrem Verm\u00f6gen einmal geschehen soll. \u00abDas ist sinnvoll\u00bb, so Burckhardt: \u00abOrdnung schaffen ist immer gut.\u00bb<\/p>\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><b>Viele Fragen<\/b><\/h3>\n\n<p class=\"p2\">Manche haben konkrete Vorstellungen, die meisten vor allem aber zahlreiche Fragen. \u00abDas Wissen rund ums Vererben ist klein\u00bb, stellt der Anwalt fest. \u00abViele haben schon einmal geh\u00f6rt, dass es so etwas wie einen Pflichtteil* gibt. Was das aber konkret bedeutet, wissen die wenigsten.\u00bb Ihnen legt Burckhardt dar, welche Prozentteile an Beg\u00fcnstigungen das Recht f\u00fcr welche Familienmitglieder vorschreibt. Nur wer keine pflichtteilgesch\u00fctzten Erben hinterl\u00e4sst, kann \u00fcber das gesamte Verm\u00f6gen verf\u00fcgen. Gerade bei diesen Klienten kommen immer wieder Immobilien ins Spiel \u2013 f\u00fcr Greenpeace oft eine heikle Angelegenheit, zumal Erbschaften, die mit Auflagen verbunden sind, sehr aufw\u00e4ndig werden k\u00f6nnen. Da es Greenpeace zudem ein besonderes Anliegen ist, zu ver\u00e4ussernde Immobilien sozial zu verkaufen und zu garantieren, dass sie weiterhin \u00f6kologisch genutzt werden, besteht eine Partnerschaft mit dem Hausverein Schweiz.<\/p>\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><b>Die Erben werden immer \u00e4lter<\/b><\/h3>\n\n<p class=\"p2\">Beratungen rund um die Beg\u00fcnstigung von Nonprofitorganisationen interessieren Christoph Burckhardt besonders, gewinnt dieser Teil seiner Arbeit doch zunehmend an Bedeutung. Vor \u00fcber hundert Jahren, zu Anfangszeiten des Zivilgesetzbuches, lag die durchschnittliche Lebenserwartung noch bei vierzig bis f\u00fcnfzig Jahren, ruft er in Erinnerung. Mit der deutlich gestiegenen Lebenserwartung verbleichen der urspr\u00fcngliche Inhalt und der Auftrag des Erbrechts: \u00abDie heutigen Nachkommen stehen im Erbfall ihrer Eltern selbst bereits kurz vor der Pensionierung.\u00bb In dieser Lebensphase seien sie h\u00e4ufig gar nicht mehr an einer Erbschaft und allenfalls damit anfallenden Aufgaben interessiert. \u00abF\u00fcr viele \u00e4ltere Menschen bedeutet Erben auch Stress\u00bb, beobachtet Christoph Burckhardt: Es gilt, H\u00e4user leerzur\u00e4umen, auf \u00c4mtern vorbeizugehen, Akten zu sichten.<\/p>\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><b>Nicht in Stein gemeisselt<\/b><\/h3>\n\n<p class=\"p2\">Christoph Burckhardt strahlt Erfahrung aus und eine Ruhe, die Bedenken schwinden l\u00e4sst. Das ist auch eines seiner Hauptanliegen: \u00abMenschen die Angst zu nehmen, ihren letzten Willen zu bestimmen.\u00bb Vielmehr ermutigt er seine Klientinnen und Klienten, sich mit der Thematik zu befassen. \u00abEs kann immer etwas passieren. Wir leben ein riskantes Leben, sind unterwegs, fahren Velo, Auto, \u00fcberqueren die Strasse immer h\u00e4ufiger mit dem Blick aufs Handy \u2013 das Leben ist gef\u00e4hrlicher geworden.\u00bb Seiner Kundschaft r\u00e4t er zu m\u00f6glichst einfachen L\u00f6sungen. Ein Testament kann jederzeit angepasst und abge\u00e4ndert werden, nichts ist in Stein gemeis\u00adselt. Deshalb lautet sein Credo: \u00abOrdnung machen, Testament verfassen und dann f\u00fcr eine Weile nicht mehr dar\u00fcber nachdenken, sondern: gut versorgen!\u00bb<\/p>\n\n<p class=\"p4\"><span class=\"s1\">*\u2009<b>Pflichtteil und freie Quote<\/b><\/span><\/p>\n\n<p class=\"p4\"><span class=\"s1\">Schreibt man ein Testament, kann die sogenannte freie Quote bestimmt werden: Sie ist jener Teil des Ver\u00adm\u00f6gens, der nicht dem Pflichtteilschutz unterliegt, und&nbsp;damit frei vererbbar. F\u00fcr Ehepartner, eingetragene Partner und Nachkommen, allenfalls auch Eltern, schreibt das Recht einen Mindestanteil am Erbe vor. Wer keine der vorgenannten pflichtteilgesch\u00fctzten \u00adErben hinterl\u00e4sst, kann \u00fcber sein ganzes Verm\u00f6gen verf\u00fcgen.<\/span><\/p>\n\n<p class=\"p1\">F\u00fcr Fragen oder zum Bestellen des kostenlosen Testament-Ratgebers:<br>\n044 447 41 79, claudia.steiger@greenpeace.org,<br>\n<a href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/spenden\/legate-und-erbschaften\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">www.greenpeace.ch\/legate<br>\n<\/a><a href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/spenden\/legate-und-erbschaften\/kontakt-und-bestellformular\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Direkt zum Bestellformular<\/a><\/p>\n\n<p class=\"p1\"><span class=\"s1\"><i><em>Christoph Burckhardt <\/em><\/i>(*1956) hat seine Disser\u00adtation zum Thema \u00abVerm\u00e4chtnisforderung\u00bb \u00adverfasst. 1988 erwarb er das Z\u00fcrcher Anwalts\u00adpatent, arbeitete in einer Z\u00fcrcher Kanzlei, war von 1990 bis 2013 Partner bei\u00a0Peyer Partner Rechtsanw\u00e4lte und ist seither Partner bei Z\u00fcrcher Rechts\u00adanw\u00e4lte. Christoph Burckhardt ist auf Erbrecht spezialisiert und begleitet Nonprofit\u00adorganisationen wie Greenpeace Schweiz bei Testamentsberatungen und Nachlassabwicklungen.<\/span><\/p>\n\n<p><em>Ursula Eichenberger<\/em>\u00a0war Journalistin f\u00fcr verschiedene Medien (v. a. \u00abNeue Z\u00fcrcher Zeitung\u00bb, \u00abWelt\u00adwoche\u00bb, \u00abSonntagsZeitung\u00bb) und langj\u00e4hrige Redak\u00adtorin beim \u00abTages-Anzeiger\u00bb mit Schwerpunkt Sozial- und Gesellschaftsthemen. Heute arbeitet sie als \u00adfreischaffende Buchautorin sowie Texterin, Fundraiserin und Beraterin f\u00fcr\u00a0Stiftungen und NGOs (v. a. Unicef Schweiz).<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ob jung, \u00e4lter oder hochbetagt: Der Erbrechtsspezialist Christoph Burckhardt r\u00e4t allen, ihren letzten Willen rechtzeitig festzuhalten. 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